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Elmstein

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Elmstein
Elmstein
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Elmstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Lambrecht (Pfalz)
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 75,68 km2
Einwohner: 2381 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67471
Vorwahlen: 06328, 06306
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 014
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht (Pfalz)
Webpräsenz: www.elmstein.de
Ortsbürgermeister: Stefan Herter
Lage der Ortsgemeinde Elmstein im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
Ort und Burgruine Elmstein

Elmstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Ortsgemeinde liegt inmitten des Pfälzerwaldes. Sie besteht aus dem namensgebenden Ort Elmstein und den Ortsteilen Appenthal, Erlenbach, Harzofen, Helmbach, Iggelbach, Mückenwiese, Röderthal, Schafhof, Schwabenbach, Schwarzbach, Stilles Tal, Speyerbrunn und Wolfsgrube.

Benachbarte Gemeinden bzw. Waldgemarkungen sind im Uhrzeigersinn Waldleiningen, Weidenthal, Esthal, Exklave von Kirrweiler (Pfalz), Exklave von Venningen, Exklave von Rhodt unter Rietburg, Exklave von Edesheim, Exklave von Landau in der Pfalz, Wilgartswiesen, Trippstadt und Kaiserslautern.

Elmstein selbst und einige seiner Ortsteile werden vom Speyerbach durchflossen, andere Ortsteile von seinen Zuflüssen, deren stärkster der Helmbach ist.

GeschichteBearbeiten

Der Hauptort geht auf die mittelalterliche Burg Elmstein zurück, die oberhalb am Südwesthang des 458 m ü. NHN hohen Schlossbergs gelegen ist und im 12./13. Jahrhundert von den Pfalzgrafen bei Rhein errichtet wurde. Die Ortsteile entstanden später zumeist als Ausbausiedlungen für Waldarbeiter, als Standort eines Sägewerkes oder wie Röderthal als Bergarbeitersiedlung.

Am 1. Januar 1976 wurde ein Gemeindeteil mit 207 Einwohnern von der Gemeinde Wilgartswiesen nach Elmstein umgemeindet.[2]

ReligionBearbeiten

2013 waren 48 Prozent der Einwohner evangelisch und 30 Prozent katholisch. Besonderheit ist die Freireligiöse Gemeinde, gegründet 1921, welche mit etwa 5 Prozent der örtlichen Bevölkerung die zweitgrößte Freireligiöse Gemeinde in der Pfalz darstellt. Die übrigen Einwohner gehörten anderen Religionen an oder waren konfessionslos.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Elmstein besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU AU SWG Gesamt
2014 5 5 1 5 16 Sitze
2009 5 8 1 6 20 Sitze
2004 9 9 2 20 Sitze
  • AU = Aktionsgemeinschaft „die Unabhängigen“ e. V.
  • SWG = Soziale Wählergemeinschaft e. V.

WappenBearbeiten

Die Beschreibung des Wappens lautet: „In Silber zwei gekreuzte rote Doppelhaken, bewinkelt von vier sechsstrahligen goldenen Sternen“.

Es wurde 1937 vom Reichsstatthalter in Bayern genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1772. Die Forsthaken verweisen auf den Standort von Elmstein inmitten des Waldes und die Forstwirtschaft.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturBearbeiten

Seit 1973 gibt es im Ortsteil Appenthal eine Künstlerkolonie ähnlich wie in Worpswede und Darmstadt. Drei Häuser von 13 befinden sich im Privatbesitz von Künstlerinnen für Intarsienkunst, Malerei und Töpferei. 2011 wurden Kulturtage unter dem Namen „Kultur total im Elmsteiner Tal“ ins Leben gerufen, die seither jährlich stattfinden.

BaudenkmälerBearbeiten

 
Kirchturmruine Appenthal

Baudenkmäler sind unter anderem die Alte Samenklenge, ein Museum für Wald- und Forstgeschichte, die Wappenschmiede Elmstein, eine wasserbetriebene Sägemühle im Elmsteiner Tal, die Hofruine Geisskopf bei der Geisswiese nahe Helmbach, das Kurpfälzische Jagdhaus – zugleich das älteste Haus des Ortes – mit dem im Privatbesitz befindlichen ältesten Kellergebäude der Verbandsgemeinde von 1754, dem ältesten Kellergebäude der Verbandsgemeinde, der von 1950 bis 1952 vom Architekten Albert Boßlet erbauten katholischen Kirche Herz Mariä in Elmstein, die 1765 erbaute katholische Kirche Mariä Heimsuchung samt 1887 installierter historischer Schlimbach-Orgel, die protestantische Kirche Elmstein, die Ruine der Burg Elmstein, die Kirchturmruine der ehemaligen 1488 erbauten Wallfahrtskirche zur Mutter Gottes in Appenthal, die in den Jahren 1931 und 1932 erbaute katholische Kirche St. Wendelinus und St. Hubertus im Ortsteil Speyerbrunn, mehrere historische Holztriftanlagen bei Erlenbach und im Legelbachtal zwischen Mückenwiese und Elmstein, der 1889 erbaute Glockenturm in Iggelbach sowie der Glockenturm in Appenthal mit historischem Glockengeläut.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Von Neustadt an der Weinstraße über Lambrecht verkehrt eine Museumsbahn, das Kuckucksbähnel, nach Elmstein. Mit dem Auto ist die Gemeinde über die Landesstraße 499 von Johanniskreuz oder von Frankeneck aus erreichbar. Außerdem existiert eine stündliche Busanbindung durch die Linie 517 (Neustadt an der Weinstraße–Elmstein–Iggelbach). Die Fahrzeit mit dem Bus beträgt etwa eine Stunde.

Wegen vieler Motorradunfälle in der Vergangenheit ist die Straße durch das Elmsteiner Tal (Johanniskreuz–Elmstein–Lambrecht) an Wochenenden und Feiertagen im Sommerhalbjahr (April bis einschließlich Oktober) für den Kraftradverkehr gesperrt; lediglich Anwohner – nicht Anlieger – dürfen während der Sperrzeit mit dem Motorrad die Strecke befahren.

InfrastrukturBearbeiten

2011 wurde Elmstein als eine von 20 Kommunen in Rheinland-Pfalz in das Dorferneuerungs-Programm aufgenommen.

In Elmstein geborenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Elmsteiner Heimatschriften Nr. 1, Februar 2000
  • Elmsteiner Heimatschriften Nr. 2, Juni 2000

WeblinksBearbeiten

  Commons: Elmstein – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 175 (PDF; 2,6 MB).
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.