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Elmstein

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Elmstein
Elmstein
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Elmstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Lambrecht (Pfalz)
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 75,68 km2
Einwohner: 2392 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67471
Vorwahlen: 06328, 06306
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 014
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht (Pfalz)
Webpräsenz: www.elmstein.de
Ortsbürgermeister: Stefan Herter
Lage der Ortsgemeinde Elmstein im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
Ort und Burgruine Elmstein

Elmstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Ortsgemeinde liegt inmitten des Pfälzerwaldes; der Westen der Gemarkung gehört zu dessen Teilbereich Frankenweide, im Osten liegt das nach der Gemeinde benannte Elmsteiner Tal. Das Gemeindegebiet besteht aus dem namensgebenden Ort Elmstein und den Ortsteilen Appenthal, Erlenbach, Harzofen, Helmbach, Iggelbach, Mückenwiese, Röderthal, Schafhof, Schwabenbach, Schwarzbach, Stilles Tal, Speyerbrunn und Wolfsgrube. Das im Nordwesten der Gemarkung liegende Enkenbachtal bildet eine von insgesamt 16 Kernzonen des Naturpark Pfälzerwald.

Benachbarte Gemeinden - einschließlich Exklaven - sind im Uhrzeigersinn Waldleiningen, Weidenthal, Esthal, Kirrweiler (Pfalz), Venningen, Rhodt unter Rietburg, Edesheim, Landau in der Pfalz, Wilgartswiesen, Trippstadt und Kaiserslautern.

ErhebungenBearbeiten

Auf der Gemarkung von Elmstein erstrecken sich zahlreiche Berge des Pfälzerwaldes. Unmittelbar am Nordwesthang des Kernortes befindet sich der 458 m ü. NHN hohe Schloßberg. Weiter südwestlich anseits des Siedlungsgebiets liegt die 570 Meter hohe Bloskülb und südlich von ihr der Brogberg (567 Meter). Südöstlich von Iggelbach erstreckt sich der 474 Merter hohe Bierenberg und weiter östlich der Große Schweinsberg (405,7 Meter). Ganz im Südwesten der Gemarkung erhebt sich der 571 Meter hohe Schindhübel; südöstlich von ihm liegt sein Ausläufer Blattberg (551 Meter). Im Nordwestlichen Bereich der Gemarkung erstrecken sich der 516 Meter hohe Mückenberg, der 486, 2 Meter hohe Weltersberg sowie unmittelbar an der Grenze zu Waldleiningen der 514 Meter hohe Riesenberg.

GewässerBearbeiten

Zentrales Fließgewässer der Gemeinde ist der Speyerbach, der die Kerngemeinde und mehrere Ortsteile wie Speyerbrunn, Mückenwiese und Appenthal durchfließt. Sein hydrologischer Quellfluss Erlenbach entspringt auf der zu Wilgartswiesen gehörenden Exklave Hofstätten, passiert danach den nach ihm benannten Weiler und nimmt danach auf Höhe von Speyerbrunn von links den Schwarzbach auf, wo der Speyerbach nominell in einem Quellteich entspringt. Danach nimmt er nacheinander von links den Enkenbach, den Weltersbach, den Oselbach und den Legelbach auf. Am nordwestlichen Rand des Kernortes mündet von rechts der Möllbach und an seinem südlichen Rand der Haselbach in den Speyerbach.

Im Osten nimmt er von rechts mit dem Helmbach seinen stärksten Zufluss auf. Dieser bildet zugleich weitestgehend die südöstliche Gemarkungsgrenze von Elmstein. Nachdem er zunächst innerhalb eine zu Landau in der Pfalz gehörende Waldexklave durchfließt, mündet von links in diesen der Blattbach, der zuvor von rechts den Miedersbach aufnimmt. Danach mündet von rechts der Grobsbach, der die letzten zwei Kilometer seines Laufes die Grenze zu einer Waldexklave von Edesheim bildet, auf. Zweieinhalb Kilometer östlich nimmt der Helmbach von links den Iggelbach auf, der die gleichnamige Ortschaft durchfließt. Lediglich ein kurzes Stück vor seiner Mündung in den Helmbach befindet sich der Kohlbach auf der Gemarkung von Elmstein. Zu letzterer gehört ebenso das Westufer des kurz zuvor vom Kohlbach durchflossenen Helmbachweihers. Im Osten bildet der Breitenbach größtenteils die Grenze zu Esthal; seine Mündung in den Speyerbach befindet sich bereits jenseits der Elmsteiner Gemarkung.

GeschichteBearbeiten

Der Hauptort geht auf die mittelalterliche Burg Elmstein zurück, die oberhalb am Südwesthang des Schloßbergs gelegen ist und im 12./13. Jahrhundert von den Pfalzgrafen bei Rhein errichtet wurde. Die Ortsteile entstanden später zumeist als Ausbausiedlungen für Waldarbeiter, als Standort eines Sägewerkes oder wie Röderthal als Bergarbeitersiedlung.

Am 1. Januar 1976 wurden die zuvor zu Wilgartswiesen gehörenden Orte Erlenbach, Schwarzbach und Speyerbrunn, die zusammen 207 Einwohner zählten, nach Elmstein umgemeindet.[2]

ReligionBearbeiten

2013 waren 48 Prozent der Einwohner evangelisch und 30 Prozent katholisch. Besonderheit ist die Freireligiöse Gemeinde, gegründet 1921, welche mit etwa 5 Prozent der örtlichen Bevölkerung die zweitgrößte Freireligiöse Gemeinde in der Pfalz darstellt. Die übrigen Einwohner gehörten anderen Religionen an oder waren konfessionslos.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Elmstein besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU AU SWG Gesamt
2014 5 5 1 5 16 Sitze
2009 5 8 1 6 20 Sitze
2004 9 9 2 20 Sitze
  • AU = Aktionsgemeinschaft „die Unabhängigen“ e. V.
  • SWG = Soziale Wählergemeinschaft e. V.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber zwei gekreuzte rote Doppelhaken, bewinkelt von vier sechsstrahligen goldenen Sternen.“[5]
Wappenbegründung: Es wurde 1937 vom Reichsstatthalter in Bayern genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1772. Die Forsthaken verweisen auf den Standort von Elmstein inmitten des Waldes und die Forstwirtschaft.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturBearbeiten

Seit 1973 gibt es im Ortsteil Appenthal eine Künstlerkolonie ähnlich wie in Worpswede und Darmstadt. Drei Häuser von 13 befinden sich im Privatbesitz von Künstlerinnen für Intarsienkunst, Malerei und Töpferei. 2011 wurden Kulturtage unter dem Namen „Kultur total im Elmsteiner Tal“ ins Leben gerufen, die seither jährlich stattfinden.

BaudenkmälerBearbeiten

 
Kirchturmruine Appenthal

Baudenkmäler sind unter anderem die Alte Samenklenge, ein Museum für Wald- und Forstgeschichte, die Wappenschmiede Elmstein, eine wasserbetriebene Sägemühle im Elmsteiner Tal, die Hofruine Geisskopf bei der Geisswiese nahe Helmbach, das Kurpfälzische Jagdhaus – zugleich das älteste Haus des Ortes – mit dem im Privatbesitz befindlichen ältesten Kellergebäude der Verbandsgemeinde von 1754, dem ältesten Kellergebäude der Verbandsgemeinde, der von 1950 bis 1952 vom Architekten Albert Boßlet erbauten katholischen Kirche Herz Mariä in Elmstein, die 1765 erbaute katholische Kirche Mariä Heimsuchung samt 1887 installierter historischer Schlimbach-Orgel, die protestantische Kirche Elmstein, die Ruine der Burg Elmstein, die Kirchturmruine der ehemaligen 1488 erbauten Wallfahrtskirche zur Mutter Gottes in Appenthal, die in den Jahren 1931 und 1932 erbaute katholische Kirche St. Wendelinus und St. Hubertus im Ortsteil Speyerbrunn, mehrere historische Holztriftanlagen bei Erlenbach und im Legelbachtal zwischen Mückenwiese und Elmstein, der 1889 erbaute Glockenturm in Iggelbach sowie der Glockenturm in Appenthal mit historischem Glockengeläut.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Von Neustadt an der Weinstraße über Lambrecht verkehrt eine Museumsbahn, das Kuckucksbähnel, nach Elmstein. Mit dem Auto ist die Gemeinde über die Landesstraße 499 von Johanniskreuz oder von Frankeneck aus erreichbar. Außerdem existiert eine stündliche Busanbindung durch die Linie 517 (Neustadt an der Weinstraße–Elmstein–Iggelbach). Die Fahrzeit mit dem Bus beträgt etwa eine Stunde.

Wegen vieler Motorradunfälle in der Vergangenheit ist die Straße durch das Elmsteiner Tal (Johanniskreuz–Elmstein–Lambrecht) an Wochenenden und Feiertagen im Sommerhalbjahr (April bis einschließlich Oktober) für den Kraftradverkehr gesperrt; lediglich Anwohner – nicht Anlieger – dürfen während der Sperrzeit mit dem Motorrad die Strecke befahren.

InfrastrukturBearbeiten

2011 wurde Elmstein als eine von 20 Kommunen in Rheinland-Pfalz in das Dorferneuerungs-Programm aufgenommen.

In Elmstein geborenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Elmstein – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 175 (PDF; 2,6 MB).   Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.