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Hornesselwiese

Die Hornesselwiese ist ein Weiler, der zur Ortsgemeinde Elmstein im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim gehört. Mitunter wird auch das 1 Kilometer südlich gelegene Stilles Tal als Teil der Hornesselwiese betrachtet.

Hornesselwiese
Ortsgemeinde Elmstein
Koordinaten: 49° 19′ 17″ N, 7° 56′ 12″ O
Höhe: 255 m ü. NN
Postleitzahl: 67471
Vorwahl: 06328
Hornesselwiese (Rheinland-Pfalz)
Hornesselwiese

Lage von Hornesselwiese in Rheinland-Pfalz

Geographische LageBearbeiten

Die Hornesselwiese liegt inmitten des Pfälzerwaldes im südlichen Gemeindegebiet von Elmstein am Helmbach. Links und rechts des Helmbachtals, das sich dort zu einer kleinen Aue mit Stauweiher öffnet, erheben sich nordwestlich bzw. nördlich der 474 Meter hohe Bierenberg und der 405 Meter hohe Große Schweinsberg sowie im Südosten der 456 Meter hohe Birkenkopf.

Südlich der Hornesselwiese und westlich des Birkenkopfes verläuft das Stille Tal, durch das über einen Waldweg am Grobsbach aufwärts zunächst das Dachsloch und (nach gut 4 Kilometer) das 505 Meter hoch auf einem Bergsattel gelegene Forsthaus Taubensuhl erreicht wird. Die Verbindung zum Hauptort Elmstein ist eine 11 Kilometer lange schmale, kurvenreiche Straße, die zunächst am linken Ufer des Helmbachs abwärts und dann in gleicher Weise am Speyerbach aufwärts führt. Sie ist auf Landkarten als landschaftlich besonders schöne Strecke markiert.[1]

GeschichteBearbeiten

Der Name der Hornesselwiese stammt von der pfälzischen Bezeichnung Hornessel für die Hornisse, die größte in Deutschland vorkommende Wespenart. Im von Süden einmündenden Stillen Tal wurde ein Hornesselwieserhof bereits 1795 urkundlich erwähnt.[2] Dem Namen nach war er ein Ableger der Hornesselwiese, und möglicherweise ging aus ihm das heutige Gasthaus Stilles Tal hervor.

Die eigentliche Hornesselwiese besteht nur aus wenigen Gebäuden. Sie entstand als Schankwirtschaft in den Jahren 1905/1906. Später wurde sie zu einem Waldhotel ausgebaut, das 2001 drei Sterne erhielt. Am 14. November 2002 geriet das Anwesen, das zu großen Teilen aus Holz errichtet war, nach einem technischen Defekt in der Sauna in Brand. Zunächst wurden nur Nebengebäude zerstört, und das Feuer schien gelöscht. Als es jedoch zwei Tage danach wieder aufflammte, brannte auch das Haupthaus bis auf die Grundmauern nieder.[3][4] Seither war der Hotelkomplex Ruine, doch sieben Jahre nach dem Schadensereignis wurden Pläne für einen Wiederaufbau bekannt.[5] Dieser erfolgte im Verlauf des Jahres 2010. Seit Januar 2011 ist das Haus als Waldschänke wieder geöffnet.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mairs Geographischer Verlag: Die Generalkarte Nr. 12
  2. Gemeinde Elmstein: Elmsteiner Ortsteile. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2008; abgerufen am 31. Dezember 2010.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elmstein.de
  3. Freiwillige Feuerwehr Esthal: Brand Waldhotel Hornesselwiese. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 31. Dezember 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.feuerwehr-esthal.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2002/47: „Hornesselwiese“ abgebrannt. (Nicht mehr online verfügbar.) 23. November 2002, ehemals im Original; abgerufen am 31. Dezember 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ahgz.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2009/40: Hornesselwiese kehrt zurück. 3. Oktober 2009, S. 29, abgerufen am 31. Dezember 2010.
  6. Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2011/08: Neuanfang nach knapp neun Jahren. 19. Februar 2011, S. 26, abgerufen am 11. April 2011.