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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kleinkarlbach
Kleinkarlbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kleinkarlbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Leiningerland
Höhe: 174 m ü. NHN
Fläche: 2,7 km2
Einwohner: 829 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 307 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67271
Vorwahl: 06359
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Website: www.kleinkarlbach.de
Ortsbürgermeister: Daniel Krauß (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Kleinkarlbach im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild

Kleinkarlbach ist eine Ortsgemeinde im pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim. Der Ort liegt etwa 18 km westlich von Ludwigshafen am Rhein am Rand der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und gehört der Verbandsgemeinde Leiningerland an.

Geographie und GeologieBearbeiten

Kleinkarlbach ist ein Weinbauort in der Vorderpfalz am hügeligen Westrand der Oberrheinischen Tiefebene. Die Gemeinde liegt am Eingang des Leininger Tales am Eckbach, der nach Osten zum Rhein fließt und am Ortsausgang von rechts den Krumbach empfängt. Das namensverwandte Großkarlbach liegt 5 km weiter östlich in der Rheinebene.

Geologisch ist die Umgebung die Nahtstelle zwischen dem Mittelgebirge des Pfälzerwaldes, das hier nach Nordosten ausläuft, und dem tiefen Grabenbruch des Rheintals. Kleinkarlbach sitzt genau am Ende dieses Randgebirges – dem Leininger Sporn – knapp über dem Grünstädter bzw. Eisenberger Becken im Norden. Am Ostabhang dieses Sporns verläuft jene Bruchlinie, wo der einstige Boden des Oberrheingrabens über 10 km in die Tiefe sank und mit jüngeren Sedimenten zur jetzigen Ebene aufgefüllt wurde. Einige dieser Lockergesteine kommen auch dem Weinbau an den Hängen zugute.

GeschichteBearbeiten

Kleinkarlbach wurde 770 im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt.[2] 873 gehörte der Ort zum Kloster Murbach. 1309 ging er als Lehen an die Leininger Grafen. Nach der Französischen Revolution gehörte er zum Département du Mont-Tonnerre. Von 1814 bis 1816 stand Kleinkarlbach unter österreichisch-bayerischer Gemeinschaftsverwaltung, ehe es als Teil des Rheinkreises dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde.

Bis 1969 gehörte Kleinkarlbach zum (damals erloschenen) Landkreis Frankenthal (Pfalz).

ReligionBearbeiten

1555 wurde im Leiningerland die Reformation eingeführt, und Kleinkarlbach wurde lutherisch. 2007 waren 52,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 23,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kleinkarlbach liegt am Eckbach-Mühlenwanderweg, der an diesem Gewässer 23 erhaltene von ehemals 35 Wassermühlen verbindet. Im Ort existieren noch sechs von ursprünglich sieben:

  • Walkmühle
  • Wiesenmühle
  • Bann- und Backmühle
  • Strohmühle
  • Schleifmühle
  • Langmühle

Der Mühlenforscher Wolfgang Niederhöfer aus Kleinkarlbach erreichte 1997 die Eröffnung des Weges durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Kleinkarlbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG WGR WGH Gesamt
2019[5] 4 3 2 3 12 Sitze
2014[6] 4 2 5 1 12 Sitze
2009 3 2 5 2 12 Sitze
2004 3 2 7 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Kleinkarlbach e. V.
  • WGR = Wählergruppe Rogenwieser
  • WGH = Wählergruppe Hartmetz

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Daniel Krauß (SPD). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 war kein Kandidat angetreten, er wurde am 25. Juni 2019 einstimmig durch den Gemeinderat gewählt und ist damit Nachfolger von Rainer Gierth.[7][8]

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein grüner Wellenbalken“.

Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1452, in dem der Wellenbalken noch schrägrechts dargestellt wurde.[9]

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Alexander Esswein, verbrachte seine Kindheit vor Ort.
  • Heinz Esswein, Träger des Bundesverdienstkreuzes
  • Reinhold Niederhöfer, von 2010 bis 2017 Bürgermeister der VG Grünstadt-Land, wohnt vor Ort und wuchs dort auf.
  • Werner Spiess (1893–1957), zeitweise Bürgermeister vor Ort, später Landrat der Landkreise Frankenthal und Kaiserslautern
  • Heinz Itzerott (1912–1983), Dr. rer. nat., Naturforscher, Pflanzenschützer, Prokurist der Fa. Spiess

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 3), Urkunde 1076, April 770 – Reg. 481. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 106, abgerufen am 25. Februar 2016.
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2007
  4. Einweihung des Eckbach-Mühlenwanderweges. (Nicht mehr online verfügbar.) www.gruenstadt-land.de, Oktober 1997, archiviert vom Original am 17. Juni 2016; abgerufen am 20. Dezember 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gruenstadt-land.de
  5. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Kleinkarlbach. Abgerufen am 13. Oktober 2019.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Leiningerland, Verbandsgemeinde, 14. Ergebniszeile. Abgerufen am 13. Oktober 2019.
  8. Ortsgemeinde Kleinkarlbach: Daniel Krauß zum neuen Ortsbürgermeister von Kleinkarlbach gewählt. 27. Juni 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3