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Landkreis Neustadt an der Weinstraße

Landkreis in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Neustadt an der Weinstraße
Landkreis Neustadt an der Weinstraße
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Neustadt an der Weinstraße hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 8° 6′ O

Basisdaten (Stand 1969)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Pfalz
Verwaltungssitz: Neustadt an der Weinstraße
Fläche: 519,07 km2
Einwohner: 101.956 (30. Jun. 1968)
Bevölkerungsdichte: 196 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: NW
Kreisschlüssel: 07 5 39
Kreisgliederung: 39 Gemeinden

Der Landkreis Neustadt an der Weinstraße war ein bis 1969 bestehender Landkreis (bis Ende 1938 Bezirksamt) in Südwestdeutschland, der bis 1936 und dann noch einmal einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg den Namen Neustadt an der Haardt trug. Sitz der Kreisverwaltung war die namensgebende Stadt Neustadt an der Weinstraße, die dem Landkreis aber nicht angehörte.

GeographieBearbeiten

Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein und Speyer, an die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße sowie an die Landkreise Landau in der Pfalz, Bergzabern und Kaiserslautern.

GeschichteBearbeiten

Der spätere Landkreis entstand 1818 im Königreich Bayern als Landkommissariat Neustadt, aus dem 1862 das Bezirksamt Neustadt an der Haardt wurde. Am 1. Oktober 1902 wurde aus 22 Gemeinden des Bezirksamts das neue Bezirksamt Dürkheim gebildet.[1] Am 1. März 1920 schied die Stadt Neustadt an der Haardt aus dem Bezirksamt aus und wurde zur kreisunmittelbaren Stadt. Das Bezirksamt Dürkheim wurde 1931 wieder aufgelöst und in das Bezirksamt Neustadt an der Haardt zurückgegliedert.

Am 12. November 1936 wurde das Bezirksamtes Neustadt an der Haardt in Bezirksamt Neustadt an der Weinstraße umbenannt. 1939 wurde das Bezirksamt wie alle bayerischen Bezirksämter in Landkreis umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Landkreis Teil der französischen Besatzungszone und kam zu Rheinland-Pfalz. Er wurde zunächst in Landkreis Neustadt an der Haardt umbenannt, bis er 1950 seinen endgültigen Namen Landkreis Neustadt an der Weinstraße erhielt.

Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wurde der Landkreis am 7. Juni 1969 aufgelöst:

Von den Gemeinden des Altkreises Neustadt an der Weinstraße wurde am 16. März 1974 auch noch die Gemeinde Duttweiler in die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner Quelle
1864 66.378 [3]
1885 72.813 [4]
1900 79.462 [5]
1910 53.578 [5]
1925 37.082 [5]
1939 74.906 [5]
1950 85.683 [5]
1960 95.600 [5]
1968 101.956

LandräteBearbeiten

GemeindenBearbeiten

Zum Zeitpunkt seiner Auflösung gehörten dem Landkreis vier Städte und 35 weitere Gemeinden an:

Die Gemeinde Winzingen wurde 1892 in die Stadt Neustadt a./H. eingemeindet. Die Gemeinden Grethen und Seebach wurden am 31. März 1935 in die Stadt Bad Dürkheim eingemeindet.

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen NH zugewiesen. Bereits am 1. August 1956 erhielt er die neue Kennung NW. Diese wird in der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße durchgängig bis heute ausgegeben.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.gemeindeverzeichnis.de: Einzelheiten zur Bildung des Bezirksamts Dürkheim
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 147 (PDF; 2,8 MB).
  3. Eugen Hartmann: Statistik des Königreiches Bayern. Hrsg.: Königlich bayerisches statistisches Bureau. München 1866, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1864, S. 74 (Digitalisat).
  4. Königlich bayerisches statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. München 1888, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1885, S. VI (Digitalisat).
  5. a b c d e f Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. neustadt_haardt.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).