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Hellen Obiri

kenianische Mittel- und Langstreckenläuferin
(Weitergeleitet von Hellen Onsando Obiri)
Hellen Obiri Leichtathletik

Hellen Obiri (2017)
Hellen Onsando Obiri in Rom 2017

Voller Name Hellen Osnsando Obiri
Nation KeniaKenia Kenia
Geburtstag 13. Dezember 1989 (29 Jahre)
Geburtsort Kisii, Kenia
Größe 160 cm
Gewicht 50 kg
Karriere
Disziplin Mittel- und Langstreckenlauf
Trainer Sammy Rono
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Crosslauf-Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Commonwealth Games 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Afrikameisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Rio de Janeiro 2016 5000 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Bronze0 Moskau 2013 1500 m
0Gold0 London 2017 5000 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Gold0 Istanbul 2012 3000 m
0Silber0 Sopot 2014 3000 m
Logo der IAAF Crosslaufweltmeisterschaften
0Gold0 Aarhus 2019 Einzel
0Silber0 Aarhus 2019 Team
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
0Gold0 Gold Coast 2018 5000 m
Logo der CAA Afrikameisterschaften
0Gold0 Marrakesch 2014 1500 m
0Gold0 Asaba 2018 5000 m
letzte Änderung: 30. März 2019

Hellen Onsando Obiri (* 13. Dezember 1989 in Kisii) ist eine kenianische Mittel- und Langstreckenläuferin.

Inhaltsverzeichnis

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Hellen Obiri bei den Militärweltspielen 2011 in Rio de Janeiro, bei denen sie in 2:01,86 min die Bronzemedaille im 800-Meter-Lauf gewann und über 1500 Meter Platz vier belegte. Über diese Disziplin qualifizierte sie sich aber für die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu, bei denen sie mit 4:20,23 min im Finale auf den elften Platz gelangte. Im Jahr darauf siegte sie überraschend bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul über 3000 Meter in 8:37,16 min vor der Marokkanerin Mariem Alaoui Selsouli und Hind Dehiba Chahyd aus Frankreich.[1] Während der Freiluftsaison steigerte sie ihre Bestleistung über 1500 Meter auf 3:59,68 min und qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele London, bei denen sie mit 4:16,57 min im Finale den achten Platz belegte.

Im Jahr 2013 qualifizierte sie sich erneut für die Weltmeisterschaften in Moskau, bei denen sie in 4:03,86 min die Bronzemedaille hinter Abeba Aregawi, die für Schweden an den Start ging und der US-Amerikanerin Jenny Simpson. In der Hallensaison 2014 erfolgte die Teilnahme an den Hallenweltmeisterschaften im polnischen Sopot, bei denen sie im 3000 Meter in 8:57,72 min die Silbermedaille hinter der Äthiopierin Genzebe Dibaba Dibaba gewann und zugleich den Beginn einer jahrelang andauernden Rivalität darstellt. Ende Mai stellte sie bei den erstmals ausgetragenen IAAF World Relays auf den Bahamas mit dem Quartett Mercy Cherono, Faith Chepngetich Kipyegon, Irene Jelagat und Hellen Obiri mit 16:33,58 min einen neuen und bis heute (Stand 2018) gültigen Weltrekord mit der 4-mal-1500-Meter-Staffel auf. Zuvor lief sie beim Qatar Athletic Super Grand Prix in Doha am 9. Mai die schnellste Zeit seit dem 13. September 1993, als mit Junxia Wang, Qu Yunxia und Zhang Linli gleich drei Chinesinnen schneller gelaufen waren. Mit 8:20,68 min steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um mehr als 13 Sekunden und steht damit auf Rang fünf der ewigen Bestenliste (Stand 2018). Ende Juli nahm Obiri zum ersten Mal an den Commonwealth Games in Glasgow teil und konnte dort mit dem sechsten Platz und einer Zeit von 4:10,84 min ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Jedoch gewann sie zwei Wochen später bei den Afrikameisterschaften in Marrakesch in 4:09,53 min die Goldmedaille vor der Äthiopierin Dawit Seyaum und Rababe Arafi aus Marokko. Mitte September gelangte sie beim Leichtathletik-Continentalcup ebendort auf den vierten Rang.

Es folgte das Jahr 2015 in dem Obiri keine Wettkämpfe bestritt, sich aber zunehmend auf den 5000-Meter-Lauf hinzuwandte. 2016 qualifizierte sie sich ohne kompetitive internationale Rennen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen sie in 14:29,77 min im Finale die Silbermedaille hinter ihrer Landsfrau Vivian Jepkemoi Cheruiyot gewann. Bei der Golden Gala 2017 in Rom bestritt sie die 5000 Meter in 14:18,37 min und stellte damit einen neuen kenianischen Rekord auf und lief die fünftschnellste, jemals gelaufene Zeit (Stand 2018).[2] Sie galt damit als Favoritin für die Weltmeisterschaften in London, bei denen sie sich mit 14:34,86 min im Finale deutlich gegen Almaz Ayana aus Äthiopien durchsetzen konnte. Im Jahr darauf belegte sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham in 8:49,66 min den für sie enttäuschenden vierten Platz über 3000 Meter. Im April stellte sie bei den Commonwealth Games im australischen Gold Coast ihre internationale Klasse zu schau und gewann in moderaten 15:13,11 min vor ihrer Landsfrau Margaret Chelimo Kipkemboi und der Engländerin Laura Weightman.[3] Anschließend gewann sie bei den Afrikameisterschaften in Asaba in 15:47,18 min vor den Äthiopierinnen Senbere Teferi und Meskerem Mamo ebenfalls die Goldmedaille.[4] Im September vertrat sie Afrika erneut beim Leichtathletik-Continentalcup in Ostrava und wurde diesmal in 8:36,20 min Dritte über 3000 Meter.

2019 siegte sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Aarhus in 36:14 min vor der Äthiopierin Dera Dida und sicherte sich hinter Äthiopien die Silbermedaille in der Teamwertung.[5]

Zwischen 2011 und 2014 sowie 2018 wurde Obiri Kenianische Meisterin im 1500-Meter-Lauf.

Persönliche BestzeitenBearbeiten

  • 800 Meter: 2:00,53 min, 5. August 2011 in London
  • 1500 Meter: 3:57,05 min, 31. Mai 2014 in Eugene
    • 1500 Meter (Halle): 4:05,04 min, 15. Februar 2018 in Toruń
  • Meile: 4:16,15 min, 22. Juli 2018 in London (Kenianischer Rekord)
  • 3000 Meter: 8:20,68 min, 9. Mai 2014 in Doha (Kenianischer Rekord)
    • 3000 Meter (Halle): 8:29,41 min, 18. Februar 2017 in Birmingham
  • 5000 Meter: 14:18,37 min, 8. Juni 2017 in Rom (Kenianischer Rekord)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hellen Onsando Obiri – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF: Event Report – Women’s 3000 Metres – Final. 11. März 2012
  2. Cathal Dennehy: After national record run in Rome, Obiri ascends to a new level (englisch) IAAF. 10. Juni 2017. Abgerufen am 19. Oktober 2018.
  3. Len Johnson: Obiri and Manangoi lead Kenyan 1-2s on day seven of Commonwealth Games (englisch) IAAF. 14. April 2018. Abgerufen am 19. Oktober 2018.
  4. Bob Ramsak: Obiri and Ta Lou dominate in Asaba, Samaai defeats Manyonga - African Championships, day two (englisch) IAAF. 2. August 2018. Abgerufen am 19. Oktober 2018.
  5. Emily Moss: Senior women’s report: Dominant Obiri makes history in Aarhus (englisch) IAAF. 30. März 2019. Abgerufen am 31. März 2019.