Dangerous (Album)

Album von Michael Jackson

Dangerous (englisch für „gefährlich“) ist das achte Studioalbum des US-amerikanischen Popsängers Michael Jackson. Es wurde am 21. (Europa) bzw. 26. (USA) November 1991 von Epic Records veröffentlicht und war seit 1975 das erste Album von Jackson, das nicht mit Quincy Jones produziert wurde. Es wurde über 32 Millionen Mal verkauft und gehört damit zu den weltweit meistverkauften Musikalben.[2]

Dangerous
Studioalbum von Michael Jackson

Veröffent-
lichung(en)

21. November 1991 (Europa), 25. November 1991 (Japan, Kanada), 26. November 1991 (USA)[1]

Aufnahme

25. Juni 1990 – 30. Oktober 1991

Label(s) Epic Records, Sony Music

Format(e)

CD, LP, MC, MD

Genre(s)

Pop, Rock, Contemporary R&B, New Jack Swing

Titel (Anzahl)

14

Länge

76:58

Besetzung
  • Gesang – Michael Jackson, Mystery Girl (Stephanié von Monaco) (auf In the Closet), Christa Larson (auf Heal the World), Linda Harmon (auf Who Is It)
  • Background Vocals – Andraé Crouch Singers, John Bahler Singers (auf Heal the World), Siedah Garrett (auf Keep the Faith), Shanice Wilson (auf Keep the Faith)
  • RapHeavy D (auf Jam), Wreckx-N-Effect (auf She Drives Me Wild), L.T.B. (Bill Bottrell) (auf Black or White)
  • Synthesizer – Teddy Riley, Rhett Lawrence, Michael Boddicker, Brad Buxer, David Paich, Steve Porcaro, Kevin Gilbert, Bill Bottrell
  • Gitarre – Teddy Riley, Paul Jackson Jr., Bill Bottrell, Tim Pierce, Slash, David Williams
  • Bassgitarre –Terry Jackson, Louis Johnson, Bill Bottrell, Abraham Laboriel
  • Soundeffekte – Scott Frankfurt
  • Keyboard Programmierung – Brad Buxer, Michael Boddicker, David Paich, Steve Porcaro, Jai Winding
  • Synthesizer Programmierung – Michael Boddicker, George Duke, Rhett Lawrence
  • Arrangements – Michael Jackson, Bruce Swedien, Teddy Riley, Rene Moore, John Bahler, Marty Paich, Brad Buxer, David Paich, George Del Barrio, Greg Phillinganes, Andraé Crouch, Sandra Crouch, Glen Ballard, Jerry Hey, Rhett Lawrence, Ben Wright
  • Tontechniker – Teddy Riley, Bruce Swedien, Matt Forger, Bill Bottrell, Jim Mitchell, Jean-Marie Horvat, Thom Russo
  • Assistierende Tontechniker – Craig Brock
  • Mix – Teddy Riley, Bruce Swedien, Matt Forger, Bill Bottrell

Produktion

Michael Jackson, Teddy Riley, Bill Bottrell, Bruce Swedien (Co-Produzent, Produzent auf Jam)

Studio(s)

Ocean Way Studios, Record One Studios (USA)

Chronologie
Bad
(1987)
Dangerous HIStory – Past, Present and Future Book I
(1995)
Singleauskopplungen
8. November 1991 Black or White
14. Januar 1992 Remember the Time
18. April 1992 In the Closet
13. Juli 1992 Who Is It
6. September 1992 Jam
11. November 1992 Heal the World
10. Februar 1993 Give In to Me
28. Juni 1993 Will You Be There
1. Dezember 1993 Gone Too Soon

HintergrundBearbeiten

Nach Bad trennte sich Jackson von seinem langjährigen Produzenten Quincy Jones und wandte sich stattdessen neuen Einflüssen zu. So arbeitete Jackson auf Vorschlag von Eddie Murphy auf Dangerous mit Teddy Riley zusammen und produzierte mit diesem einen Großteil der Songs, der bereits mit Jackson auf der Single 2300 Jackson Street der Jackson zusammengearbeitet hatte. Im Gegensatz zu Jones beteiligte sich Produzent Riley auch im großen als Songwriter an zahlreichen Songs von Dangerous. Die anderen Song produzierte Jackson entweder selbst mit dem Tontechniker Bruce Swedien als Co-Produzent oder mit Bill Bottrell, der sich auch als Songwriter einbrachte.

Dangerous zählt zu den Musikrichtungen moderner R&B, Hip-Hop und New Jack Swing, der als Erfindung von Teddy Riley gilt.

Decade 80s-90sBearbeiten

Ursprünglich plante Jackson Anfang 1989 eine Kompilation unter dem Namen Decade 79-89 zu veröffentlichen. Das angepeilte Veröffentlichungsdatum wurde jedoch aufgrund von Verzögerungen zum Jahresanfang 1990 geändert und das Projekt in Decade 80s-90s umbenannt. Jackson schrieb und produzierte teilweise gemeinsam mit Bill Bottrell die Tracks Heal the World, Who Is It und Black or White als Bonustracks. Nachdem aufgrund der noch nicht fertiggestellten Produktion der Bonustracks eine erneute Verschiebung immer wahrscheinlicher geworden war und Jackson weitere Ideen für Songs entwickelt hatte, verwarf er das Projekt zugunsten eines weiteren Studioalbums, dem späteren Dangerous. Auf der Titelliste war außerdem Jacksons Cover aus dem Film Moonwalker von Come Together den Beatles geplant. Das Cover erschien letztendlich auf der B-Seite von Come Together und später auf dem Album HIStory, Past, Present and Future Book I. Someone in the Dark erschien 2001 auf der Special Edition von Thriller.

Disc 1:

  1. Don’t Stop ’Til You Get Enough
  2. Rock With You
  3. Off the Wall
  4. She’s Out of My Life
  5. This Place Hotel
  6. Someone in the Dark
  7. Wanna Be Startin’ Somethin’
  8. The Girl Is Mine
  9. Thriller
  10. Beat It
  11. Billie Jean
  12. P.Y.T. (Pretty Young Thing)
  13. State of Shock

Disc 2:

  1. Bad
  2. The Way You Make Me Feel
  3. Man in the Mirror
  4. I Just Can’t Stop Loving You
  5. Dirty Diana
  6. Smooth Criminal
  7. Come Together
  8. I’ll Be There (Adult Version)
  9. Never Can Say Goodbye (Adult Version)
  10. Black or White
  11. Heal the World
  12. Who Is It

InhaltBearbeiten

Black or WhiteBearbeiten

Black or White ist ein Pop-Rock-Song und bildet den Übergang zwischen dem Sound von Bad und Dangerous und wurde von State of Shock der Jackson Five inspiriert. Der Song enthält die Botschaft, dass die Hautfarbe eines Menschen nicht wichtig sei. Prägend sind die insgesamt drei Gitarren mit den für die frühen 90er typischen, einfachen Gitarren-Riffs. Bill Bottrell (Produzent des Titels) trug unter dem Pseudonym L.T.B. (für die TV-Serie Leave It To Beaver) einen selbstgeschriebenen Rap bei.

Remember the TimeBearbeiten

Remember the Time ist ein Liebessong, den Jackson mit Teddy Riley und Bernard Belle in Gedanken an seine spätere Ehefrau Debbie Rowe schrieb und der musikalisch klassischen Funk bzw. Contemporary R&B mit New Jack Swing verbindet.

Heal the WorldBearbeiten

Heal the World ist eine Ballade, inspiriert von Livin’ in a World (They Didn’t Make) von Janet Jackson, und enthält die Botschaft, dass jeder die Welt zu einem besseren Ort machen solle, sowie den utopischen Traum einer Welt voller Freude ohne jeden Trauer.

TitellisteBearbeiten

  1. Jam (feat. Heavy D) (Michael Jackson) – 5:38
  2. Why You Wanna Trip on Me (Teddy Riley, Bernard Belle) – 5:24
  3. In the Closet (feat. Prinzessin Stéphanie von Monaco) (Michael Jackson, Teddy Riley) – 6:31
  4. She Drives Me Wild (feat. Wreckx-n-Effect) (Michael Jackson, Teddy Riley) – 3:41
  5. Remember the Time (Michael Jackson, Teddy Riley, Bernard Bell) – 3:59
  6. Can’t Let Her Get Away (Michael Jackson, Teddy Riley) – 4:58
  7. Heal the World (Michael Jackson) – 6:24
  8. Black or White (feat. L.T.B. und Slash) (Michael Jackson, Bill Bottrell) – 4:16
  9. Who Is It (Michael Jackson) – 6:34
  10. Give In to Me (feat. Slash) (Michael Jackson, Bill Bottrell) – 5:29
  11. Will You Be There (Theme from Free Willy, feat. The Andraé Crouch Singers) (Michael Jackson) – 7:40
  12. Keep the Faith (feat. The Andraé Crouch Singers) (Glen Ballard, Siedah Garrett, Michael Jackson) – 5:57
  13. Gone Too Soon (Larry Grossman, Buz Kohan) – 3:22
  14. Dangerous (Michael Jackson, Bill Bottrell, Teddy Riley) – 7:00

Unveröffentlichte AufnahmenBearbeiten

Es existieren eine Reihe von Songs, die nicht auf dem Album erschienen, und später im Internet geleaked wurden, obwohl diese nie offiziell veröffentlicht worden waren.

Work That BodyBearbeiten

Bryan Loren plante, mit Michael Jackson sorgenfreie Funk-Songs wie auf Off the Wall zu produzieren. Einer dieser Songs sollte Work That Body werden. Das Stück hat einen einfachen, synthetischen Groove. Markante Merkmale sind von Riffs, die (obwohl eigentlich von Synthesizern gespielt) wie von E-Gitarren klingen. Jacksons harsche, klagende Stimme erinnert an einige bei Motown veröffentlichte Songs aus seiner Kindheit. Im Stück kommt die Zeile „Sit down Girl. I think I love you.“ („Setzt dich, Mädchen. Ich denke, ich liebe dich“) vor, die bereits im 1970 erschienenen Song ABC von den Jackson Five verwendet wurde. Jackson beendete die Zusammenarbeit mit Bryan Loren vor der Vollendung, um sich ganz auf die Arbeit mit Teddy Riley zu konzentrieren. Der Titel sollte 2001 auf der Neuveröffentlichung von Dangerous erscheinen, was aber verworfen wurde. Eine CD mit den geplanten Bonustracks auf der Special Edition wurde im Internet geleaked. Außerdem veröffentlichte Bryan Loren selbst den Song auf Myspace.

Besetzung

  • Komposition – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Produktion – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Solo, Background Vocals – Michael Jackson
  • Synthesizer, Keyboard, Schlagzeug – Bryan Loren
  • Tontechniker – unbekannt
  • Mix – Bryan Loren

If You Don’t Love MeBearbeiten

If You Don’t Love Me ist ein kraftvoll (Ausnahme bildet nur eine kurze Pause vor dem letzten Refrain) und aggressiv gesungener Rocktrack über eine unerwiderte Liebe und entstand in Zusammenarbeit mit Bill Bottrell. Musikalisch prägend ist die Gitarre mit den für den Beginn der 90er typischen einfachen Riffs. Der hämmernde Rhythmus im Refrain erinnert an Produktionen aus der Blütezeit von Motown. Der Song wurde ebenfalls von der CD mit den geplanten Bonustracks der Special Edition geleaked. Davor war bereits eine unvollendete Version geleaked worden.

Besetzung

  • Komposition – Michael Jackson, Bill Bottrell
  • Produktion – Michael Jackson, Bill Bottrell
  • Solo, Background Vocals – Michael Jackson
  • Bassgitarre, Gitarre, Schlagzeug – Bill Bottrell
  • Keyboard, Synthesizer – unbekannt
  • Tontechniker – unbekannt
  • Mix – Bill Bottrell

Serious EffectBearbeiten

Serious Effect ist Einer von mehreren Songs, die Jackson mit einem Rap von LL Cool J aufnahm. Außerdem trug Jackson einige Ad-Lips bei, die Rap ähneln. Der Song handelt von einer Frau, die auf Männer eine große Wirkung („serious effect“) hat und ist musikalisch ein Mid-Tempo-Song zwischen Rap und Funk. Obwohl Bryan Loren Serious Effect für den besten für Dangerous produzierten Track hielt, entschied sich Jackson stattdessen Can’t Let er Get Away zu veröffentlichen. Vermutlich war Jackson der Meinung, dass bei Serious Effect eine einprägsame Melodie fehle.

Besetzung

  • Komposition – Michael Jackson, Bryan Loren, LL Cool J
  • Produktion – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Solo, Background Vocals – Michael Jackson
  • Rap – LL Cool J
  • Synthesizer, Keyboard, Schlagzeug – Bryan Loren
  • Tontechniker – unbekannt
  • Mix – Bryan Loren

She Got ItBearbeiten

She Got It hat einen industriellen, metallischen Beat mit wenigen elektrischen Gitarrenriffs, einfache und sich wiederholende Motive sowie prägende Synthesizer. Im Intro weißt der Song. Ähnlichkeiten mit dem Intro von Blood on the Dance Floor auf. Auf She Got It sollte ursprünglich auf der Special Edition von Dangerous erscheinen.

Besetzung

  • Komposition – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Produktion – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Solo, Background Vocals – Michael Jackson
  • Synthesizer, Keyboard, Schlagzeug – Bryan Loren
  • Tontechniker – unbekannt
  • Mix – Bryan Loren

Men in BlackBearbeiten

Der Song wurde erstmals 1990 vom britischen Fanmagazine Off the Wall erwähnt, später zeigte Bryan Loren auf seinen Seminaren eine Version ohne Lyrics, jedoch wurde erst 2020 das mysteriöse Stück in voller Länge geleaked. Der Song wurde geschrieben, nachdem Jackson erfahren hatte, dass der Regisseur Steve Spielberg einen gleichnamigen Film plante, ist dem New Jack Swing zuzurechnen und hat eine dominante Basslinie, die, obgleich der Song in Zusammenarbeit mit Bryan Loren entstand, oft von Teddy Riley verwendete Motive enthält.

Besetzung

  • Komposition (soweit bekannt) – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Produktion – Michael Jackson, Bryan Loren
  • Solo, Background Vocals – Michael Jackson
  • Synthesizer, Keyboard, Schlagzeug – Bryan Loren
  • Tontechniker – unbekannt
  • Mix – Bryan Loren

Später veröffentlichte AufnahmenBearbeiten

Kommerzieller ErfolgBearbeiten

Alleine in der ersten Woche wurden in den USA 326.500 und in Großbritannien über 200.000 Alben verkauft.[4] In den wenigen Wochen von der Veröffentlichung bis zum Jahresende wurden international 10 Millionen Alben verkauft (laut Sony Music sogar 5 Millionen außerhalb der USA in der Veröffentlichungswoche[1]). International wurden bis heute schätzungsweise über 32 Millionen Einheiten verkauft, damit ist Dangerous das dritterfolgreichste Album von Jackson (nach Thriller und Bad).[2]

Charts und ChartplatzierungenBearbeiten

AlbumBearbeiten

In den USA wurde Jackson mit dem Debüt von Dangerous zum zweiten Künstler nach Elton John, der mit zwei aufeinanderfolgenden Alben in der Debütwoche die Albumcharts toppte.[1]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1991 Dangerous DE1
 
×4
Vierfachplatin

(132 Wo.)DE
AT2
 
×5
Fünffachplatin

(61 Wo.)AT
CH1
 
×5
Fünffachplatin

(40 Wo.)CH
UK1
 
×6
Sechsfachplatin

(102 Wo.)UK
US1
 
×8
Achtfachplatin

(119 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. November 1991
Verkäufe: +32.000.000[2]
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1991)[6] Platzie­rung
  Vereinigtes Königreich (OCC) 4
ChartsJahres­charts (1992)[7] Platzie­rung
  Deutschland (GfK) 3
  Österreich (Ö3) 5
  Schweiz (IFPI) 4
  Vereinigtes Königreich (OCC) 4
  Vereinigte Staaten (Billboard) 2
  Vereinigte Staaten (Billboard R&B) 3
ChartsJahres­charts (1993)[8] Platzie­rung
  Deutschland (GfK) 6
  Österreich (Ö3) 20
  Vereinigte Staaten (Billboard) 38
  Vereinigte Staaten (Billboard R&B) 28

SinglesBearbeiten

In Großbritannien erreichten sieben Singles die Top-10, damit zählt Dangerous zu den Alben mit den meisten Top-10 Singles in diesem Land.[9] Das Billboard Magazine kürte Jackson zum männlichen Single Künstler des Jahres 1992 aufgrund der Erfolge seiner Singles in den USA.[10] In diesem Jahr war Jackson dort außerdem der einzige männliche Solokünstler mit drei Top-10-Singlen.

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[11]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US   R&B   Dance
1991 Black or White DE2
 
Gold

(34 Wo.)DE
AT2
(22 Wo.)AT
CH1
(29 Wo.)CH
UK1
 
Silber

(15 Wo.)UK
US1
 
×2
Doppelplatin

(20 Wo.)US
R&B3
(14 Wo.)R&B
Dance1
(9 Wo.)Dance
Erstveröffentlichung: 11. November 1991
Verkäufe: +3.700.000[12]
1992 Remember the Time DE8
(24 Wo.)DE
AT16
(12 Wo.)AT
CH4
(19 Wo.)CH
UK3
(10 Wo.)UK
US3
 
Platin

(20 Wo.)US
R&B1
(18 Wo.)R&B
Dance1
(11 Wo.)Dance
Erstveröffentlichung: 14. Januar 1992
Verkäufe: +2.000.000[13]
In the Closet DE15
(22 Wo.)DE
AT23
(2 Wo.)AT
CH25
(3 Wo.)CH
UK8
(8 Wo.)UK
US6
 
Gold

(20 Wo.)US
R&B1
(15 Wo.)R&B
Dance1
(11 Wo.)Dance
Erstveröffentlichung: 18. April 1992
Verkäufe: +860.000[13]
Who Is It DE9
(11 Wo.)DE
AT5
(8 Wo.)AT
CH14
(14 Wo.)CH
UK10
(7 Wo.)UK
US14
(18 Wo.)US
R&B6
(20 Wo.)R&B
Dance1
(9 Wo.)Dance
Erstveröffentlichung: 13. Juli 1992 (in den USA erst im März 1993)
Verkäufe: +720.000[13]
Jam DE18
(19 Wo.)DE
AT28
(3 Wo.)AT
CH22
(4 Wo.)CH
UK13
(6 Wo.)UK
US26
(14 Wo.)US
R&B3
(12 Wo.)R&B
Dance1
(10 Wo.)Dance
Erstveröffentlichung: 13. Juli 1992 (mit Heavy D) (in Europa erst im September 1992)
Verkäufe: +680.000[13]
Heal the World DE3
 
Gold

(37 Wo.)DE
AT4
(21 Wo.)AT
CH5
(27 Wo.)CH
UK2
 
Gold

(18 Wo.)UK
US27
(20 Wo.)US
R&B62
(18 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 11. November 1992
Verkäufe: +2.250.000[13]
1993 Give In to Me DE10
(19 Wo.)DE
AT12
(8 Wo.)AT
CH7
(16 Wo.)CH
UK2
(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 10. Februar 1993 (mit Slash; nicht in den USA erschienen)
Verkäufe: +420.000[13]
Will You Be There DE12
(30 Wo.)DE
AT11
(17 Wo.)AT
CH3
(21 Wo.)CH
UK9
(9 Wo.)UK
US7
 
Platin

(20 Wo.)US
R&B53
(13 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 28. Juni 1993
Verkäufe: +1.600.000[13]
Gone Too Soon DE45
(5 Wo.)DE
CH33
(4 Wo.)CH
UK33
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 1993 (in den USA lediglich als Promo)
Verkäufe: +125.000[13]

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Jackson erhielt für Dangerous Schallplattenauszeichnungen für über 17 Millionen Alben, davon 8 Millionen in den USA sowie 2 Millionen in Deutschland.[14] In den USA erhielt Dangerous vierfach Platin für 4 Millionen verkaufte Einheiten in unter zwei Monaten und übertrumpfte damit Bad, welches diese Marke in drei Monaten erreichte.

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
  Australien (ARIA)[15]   10× Platin 740.000
  Brasilien (PMB)   Gold 100.000
  Chile (IFPI)   5× Platin 125.000
  Dänemark (IFPI)   Gold 20.000
  Deutschland (BVMI)   4× Platin 2.000.000
  Europa (IFPI)   5× Platin (5.000.000)
  Finnland (IFPI)   Platin 61.896
  Frankreich (SNEP)   Diamant 1.000.000
  Israel (IFPI)   Platin 40.000
  Japan (RIAJ)   2× Platin 400.000
  Kanada (MC)   6× Platin 600.000
  Malaysia (RIM)   7× Platin 180.000
  Mexiko (AMPROFON)   5× Gold 600.000
  Neuseeland (RMNZ)   6× Platin 90.000
  Niederlande (NVPI)   3× Platin 300.000
  Österreich (IFPI)   4× Platin 200.000
  Portugal (AFP)   2× Platin 80.000
  Schweden (IFPI)   3× Platin 300.000
  Schweiz (IFPI)   5× Platin 250.000
  Spanien (Promusicae)   6× Platin 600.000
  Ungarn (MAHASZ)   Platin 20.000
  Vereinigte Staaten (RIAA)   8× Platin 8.000.000
  Vereinigtes Königreich (BPI)   6× Platin 1.800.000
Insgesamt   3× Gold
  88× Platin
  1× Diamant
17.606.896

Hauptartikel: Michael Jackson/Auszeichnungen für Musikverkäufe

AwardsBearbeiten

Kritiker- und Publikumspreise
Preisverleihung Kategorie Resultat Beleg
American Music Awards 1993 Favorite Pop/Rock Album Gewonnen [16]
American Music Awards 1993 Favorite Soul/R&B Album Nominiert [16]
American Music Awards 1993 Favorite Soul/R&B Song (für Remember the Time) Gewonnen [16]
American Music Awards 1993 Favorite Pop/Rock Male Artist Gewonnen [16]
American Music Awards 1993 Favorite Soul/R&B Male Artist Nominiert [16]
American Music Awards 1993 International Artist Award Gewonnen [16]
Grammy Awards 1993 Best Pop Vocal Performance, Male (für Black or White) Nominiert [17]
Grammy Awards 1993 Best R&B Vocal Performance, Male (für Jam) Nominiert [17]
Grammy Awards 1993 Best Rhythm & Blues Song (für Jam) Nominiert [17]
Grammy Awards 1994 Grammy Legend Award Gewonnen [17]
Soul Train Music Awards 1993 Best R&B/Soul Album of the Year, Male Gewonnen [18]
Soul Train Music Awards 1993 Best R&B/Soul Single, Male (für Remember the Time) Gewonnen [18]
Soul Train Music Awards 1993 Best R&B/Soul or Rap Music Video (für Remember the Time) Nominiert [18]
Preise für Verkäufe
Preisverleihung Kategorie Beleg
Billboard Music Awards 1992 No. 1 World Album [19]
Billboard Music Awards 1992 No. 1 World Album (für Black or White) [19]
World Music Awards 1993 World’s Best Selling American Artist [20]

Dangerous World TourBearbeiten

Zur Promotion des Albums ging Jackson vom 27. Juni 1992 bis zum 11. November 1993 auf eine nach dem Album benannte Welttournee mit insgesamt 69 Konzerten, dabei sang er von dem Album Black or White, Will You Be There, Jam und Heal the World live. Die eingenommen 100 Millionen spendete Jackson an die Heal the World Foundation.

Dangerous – The Short FilmsBearbeiten

1993 erschien zunächst auf Video, 2001 auch auf DVD mit Dangerous – The Short Films eine Kompilation, die sämtliche Musikvideos, Auftritte und sonstige Aufnahmen aus den Dangerous-Jahren 1991 bis 1993 beinhaltet. Die DVD wird seit 2008 auch zum Teil zusammen mit dem Album Dangerous als CD-/DVD-Kombination angeboten. Dangerous – The Short Films erreichte Platz 9 der Videokassetten-Charts in den USA und Platz 2 der Musikvideocharts in Großbritannien.

  1. Programmeinleitung
  2. Brace Yourself Intro
  3. Reaktionen auf Black or White
  4. Black or White (The Complete Version)
  5. Black or White: Hinter den Kulissen
  6. Grammy Legend Award 1993
  7. Heal the World beim Superbowl XXVII
  8. Remember the Time: Hinter den Kulissen
  9. Remember the Time
  10. Will You Be There
  11. In the Closet: Hinter den Kulissen
  12. In the Closet
  13. Ryan White
  14. Gone Too Soon
  15. NAACP Image Awards
  16. Jam: Hinter den Kulissen
  17. Jam
  18. Einleitung zu Heal the World
  19. Heal the World
  20. Give In to Me
  21. I'll Be There (Pepsi-Werbespot)
  22. Who Is It
  23. Dangerous: Hinter den Kulissen
  24. Dangerous
  25. Abspann (Why You Wanna Trip on Me)

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
  Argentinien (CAPIF)   Platin 8.000
  Australien (ARIA)   2× Platin 30.000
  Deutschland (BVMI)   Platin 50.000
  Mexiko (AMPROFON)   3× Platin 60.000
  Portugal (AFP)   Silber 5.000
  Spanien (Promusicae)   Platin 25.000
  Vereinigte Staaten (RIAA)   3× Platin 300.000
  Vereinigtes Königreich (BPI)   Platin 50.000
Insgesamt   1× Silber
  12× Platin
428.000

Hauptartikel: Michael Jackson/Auszeichnungen für Musikverkäufe

TriviaBearbeiten

  • Sechs Tage vor der Veröffentlichung des Albums, am 20. November 1991, raubte auf dem Los Angeles International Airport eine bewaffnete Bande 30.000 Exemplare des Albums.
  • Der Titelsong Dangerous sollte im Herbst 1993 (Ende Oktober, nach Will You Be There) als Single erscheinen, wurde dann aber doch nicht veröffentlicht – vermutlich befand man ihn aufgrund des damals stark beachteten Skandals um Kindesmissbrauch mit Evan Chandler für den damaligen Zeitpunkt für unpassend. (siehe dazu Michael Jackson#Vorwurf des Kindesmissbrauchs) Unüblich für ein Michael-Jackson-Album ist, dass der Titelsong nicht als Single erschien. Der dazugehörige Tanzauftritt wurde hingegen seit 1993 bei vielen Veranstaltungen und Konzerten in häufig modifizierten Versionen und Choreographien gezeigt, unter anderem bei Wetten, dass..? im November 1995.
  • Die Remixe der Singleauskopplung Dangerous wurden erst im Jahr 1997 als Bonustracks der Single Blood on the Dance Floor beigesteuert.
  • Im Mai 1999 verlor Jackson gegen den italienischen Sänger Al Bano einen Plagiatsprozess, weil Passagen des Hits Will You Be There mit Al Banos Lied I cigni di Balaka übereinstimmen.[21][22] 2001 wurde entschieden, dass beide Song Ähnlichkeiten zu dem Song Bless You von The Ink Spots aus dem Jahr 1939 aufweisen.
  • Für die Einleitung von Will You Be There wurden Teile des Allegro energico, sempre ben marcato aus dem vierten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gespielt vom Cleveland Orchester verwendet. Jedoch wurde erst nach einem Gerichtsurteil im Dezember 1992 das Orchester in den Credits genannt.
  • Das Album enthält die offiziellen Soundtracks zu zwei Spielfilmen aus dem Jahr 1993. So ist Will You Be There der Titelsong vom Soundtrack zum Film Free Willy – Ruf der Freiheit des Regisseurs Simon Wincer[23] und Can’t Let Her Get Away Teil des Soundtracks der US-amerikanischen Comicverfilmung Meteor Man des Autors, Regisseurs und Hauptdarstellers Robert Townsend.[24]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • François Allard, Richard Lecocq: Michael Jackson: All the Songs: The Story Behind Every Track. Cassell, 2018, ISBN 978-1-78840-057-2.
  • Craig Halstead, Chris Cadman: Michael Jackson: the solo years. New Generation Publishing, 2003, ISBN 978-0755200917

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Billboard Magazine. In: www.worldradiohistory.com. 14. Dezember 1991, abgerufen am 26. Juni 2021.
  2. a b c Michael Jackson’s Life & Legacy: The Eccentric King Of Pop (1986-1999). In: MTV.com. Abgerufen am 14. Juli 2021.
  3. Bryan Loren, die unveröffentlichten Songs mit Michael Jackson. In: www.jackson.ch. 3. Oktober 2016, abgerufen am 28. Juni 2021.
  4. ‘HIStory’ Sales Not a Record : Music: Michael Jackson’s latest doesn’t top Guns N’ Roses ‘Illusion I and II’ debuts. But first-week estimates of 375,000 to 470,000 albums sold put it ahead of his ‘Dangerous.’ In: Los Angelos Times. 27. Juni 1995, abgerufen am 28. März 2021 (englisch).
  5. Chartquellen (Singles): DE, AT, CH, UK, US
  6. Jahrescharts (1991): UK
  7. Jahrescharts (1992): DE AT CH UK US
  8. Jahrescharts (1993): DE AT US US-RB
  9. The albums that spawned the most Top 10 singles. In: www.officialcharts.com. 15. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021 (englisch).
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  13. a b c d e f g h Michael Jackson – Singles (Verkaufszahlen) (Memento im Internet Archiv vom 30. Dezember 2010). Abgerufen am 25. Juni 2021.
  14. Bundesverband Musikindustrie
  15. David Dale: The Tribal Mind Archive – The Music Australia Loved. The Sydney Morning Herald, 10. Januar 2013, archiviert vom Original am 12. Januar 2014; abgerufen am 31. Mai 2021 (englisch).
  16. a b c d e f American Music Awards 1993. In: www.rockonthenet.com. Abgerufen am 27. Juni 2021.
  17. a b c d Michael Jackson bei den Grammy Awards. In: www.grammy.com. Abgerufen am 27. Juni 2021.
  18. a b c Soul Train Music Awards 1993. In: awardsandwinners.com. Abgerufen am 27. Juni 2021 (englisch).
  19. a b Billboard Music Awards 1992 – Michael Jackson. Abgerufen am 27. Juni 2021.
  20. World Music Awards 1993. In: www.awardsandwinners.com. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  21. Spiegel-online: Michael Jackson klaut bei Al Bano, 12. Mai 1999
  22. Rhein-Zeitung: „Jacko“ muss 4000 Mark Strafe zahlen – Gericht: Hit „Will you be there“ des Popstars ist ein Plagiat, 12. Mai 1999
  23. Original Soundtrack zum Film „Free Willy“
  24. Original Soundtrack zum Film „Meteor Man“