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Wohlen bei Bern

Gemeinde in der Nähe von Bern in der Schweiz
Wohlen bei Bern
Wappen von Wohlen bei Bern
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0360i1f3f4
Postleitzahl: 3033 Wohlen bei Bern
3032 Hinterkappelen
3044 Innerberg
3034 Murzelen
3049 Säriswil
3043 Uettligen
Koordinaten: 593784 / 202353Koordinaten: 46° 58′ 20″ N, 7° 21′ 25″ O; CH1903: 593784 / 202353
Höhe: 547 m ü. M.
Fläche: 36,30 km²
Einwohner: 9215 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 248 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Bänz Müller (SPplus)
Website: www.wohlen-be.ch
Südansicht von Wohlensee und der Ortschaft Wohlen

Südansicht von Wohlensee und der Ortschaft Wohlen

Karte
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Wohlen bei Bern ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des gleichnamigen Kantons in der Schweiz.

Wohlen ist heute eine Vorstadt- oder Agglomerationsgemeinde von Bern mit den Orten Hinterkappelen, Wohlen, Illiswil, Murzelen, Innerberg, Uettligen, Möriswil und Säriswil. Dazu kommen verschiedene Weiler wie Oberdettigen, Hofen und Wölflisried.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die südliche Gemeindegrenze wird vom Wohlensee gebildet, einem Stausee der BKW Energie für die Aare. Die Nachbargemeinden im Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Meikirch, Kirchlindach, Bern, Frauenkappelen, Mühleberg, Radelfingen und Seedorf BE.

GeschichteBearbeiten

Die erste Nennung des Namens gab es im Jahr 1185, in einer Papstbulle. Im Jahre 1275 wurde der Ort in der Lautung Wolun erwähnt. Wohlen gehörte bis 1410 zu Savoyen und wurde zuletzt von den Grafen von Oltigen regiert, die in der Burg Oltigen in Radelfingen residierten. Als 1410 der letzte Inhaber von Oltigen in einem Volksaufstand erschlagen wurde und der drohende Krieg zwischen Savoyen und Bern beigelegt werden konnte, gelangte die Herrschaft Oltigen mitsamt Wohlen durch einen Liquidationsvertrag und gegen 5000 Gulden an die Stadt Bern.[2]

Die Arco Schule Säriswil besteht seit 2005.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2011 2013
Einwohner 3172 3277 3225 2789 2916 2985 4190 7666 9003 8952 9004 8897 9008

BürgergeschlechterBearbeiten

Alte Bürgergeschlechter, die in Wohlen vor 1800 eingebürgert wurden, sind Bucher, Frey, Geiser, Gosteli, Hausammann, Hügli, Hänni, Krieg, Lauper, Liniger, Lobsiger, Münger, Nobs, Remund, Sahli, Salvisberg, Schneider, Schori, Schreyer, Schürch, Schütz, Staub, Stämpfli, Thierwächter, Thomet, Tschannen, Walther, Wieland, Ziehli, Zimmermann und Zingg.[3]

PolitikBearbeiten

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 26,1 %, SP 24,1 %, BDP 12,5 %, FDP 12,2 %, GPS 10,2 %, glp 7,3 %, CVP 2,2 %, EVP 2,1 %, EDU 1,0 %, Piraten 0,9 %.[4]

SportBearbeiten

Der 1973 gegründete SC Wohlensee ist der einzige Fussballverein in der Gemeinde Wohlen. Der Heimplatz, der Sportplatz Ey, befindet sich direkt am Wohlensee unterhalb der Überbauung Kappelenring in Hinterkappelen.

Das 1988 gegründete Unihockey-Team TV Wohlen, eine Untersektion des TV Wohlen, ist der grösste Unihockeyclub der Gemeinde.

Seit 1997 fördert der Ruderclub Wohlensee das Rudern als Breitensport. Im Juni 2016 wurde in Hinterkappelen das neue Bootshaus mit direktem Zugang zum Wohlensee eingeweiht.

NaturBearbeiten

Die Gemeinde verfügt auf ihrem 36 Quadratkilometer grossen Gebiet über eine vielfältige Natur mit verschiedenen Landschaftskammern vom Wohlensee bis hinauf zum Frienisberg. Der Wohlensee ist ein Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung. Das Schutzgebiet umfasst den oberen Teil des Wohlensees, von der Halenbrücke bis zur Wohleibrücke. Es ist ein wichtiger Rastplatz für Watvögel, Schwimm- und Tauchenten. Ausserdem bietet es einen geeigneten Überwinterungsort für gewisse Wasservögel und zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Artenzahl aus.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die reformierte Pfarrkirche in Wohlen stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde in spätgotischer Zeit erweitert.[5]

PersönlichkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Thomas Brodbeck, Andrea Schüpbach: Wohlen bei Bern im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Gemeinde zwischen Stadt und Land. Bern 2006, ISBN 3-033-00945-X.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Otto Arn: Oltigen. Ein Stück Seeländer Geschichte. Biel 1962.
  3. Familiennamenbuch der Schweiz, http://www.hls-dhs-dss.ch/famn/index.php
  4. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Wohlen. Kanton Bern, abgerufen am 18. März 2016.
  5. Christoph Waber, Hans Gugger: Die Pfarrkirche von Wohlen bei Bern. (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 568). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1995, ISBN 3-85782-568-5.