Oberthal BE

Gemeinde im Kanton Bern, Schweiz
BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Oberthalf zu vermeiden.
Oberthal
Wappen von Oberthal
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0620i1f3f4
Postleitzahl: 3531
Koordinaten: 617370 / 196199Koordinaten: 46° 55′ 0″ N, 7° 40′ 0″ O; CH1903: 617370 / 196199
Höhe: 822 m ü. M.
Höhenbereich: 734–1118 m ü. M.[1]
Fläche: 10,54 km²[2]
Einwohner: 723 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 69 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
2,1 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.oberthal.ch
Schulhaus Oberthal

Schulhaus Oberthal

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
w

Oberthal ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

GeographieBearbeiten

 
Luftbild (1952)

Oberthal liegt im Emmental im östlichen Teil des Amtes Konolfingen, durchschnittlich 900 m ü. M. und ist eine vorwiegend landwirtschaftlich orientierte Gemeinde mit Einzelhofsystem (also ohne Dorfkern). Sie ist ein beliebtes Ausflugs- und Wandergebiet der Agglomeration Bern.

Die Hauptzufahrt erfolgt seit 1871 von Zäziwil aus. Weitere Zufahrtsmöglichkeiten bestehen von Signau, Arni und Grosshöchstetten. Das Gemeindegebiet umfasst 1054 ha, wovon 294 ha Wald (= 28 %, welcher sich grösstenteils im Privatbesitz befindet). Oberthal ist flächenmässig die siebtgrösste Gemeinde im Amt Konolfingen.

PolitikBearbeiten

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2019 betrugen: SVP 46,3 %, BDP 12,2 %, glp 9,1 %, GPS 7,2 %, SP 6,0 %, EVP 4,8 %, EDU 4,7 %, FDP 3,8 %.[5]

BildungBearbeiten

Seit 1684 besteht die Schule Oberthal. 1932 wurde "Der Möschberg" als „Bauernheimat- und Hausmutterschule“ errichtet und von Hans Müller und seiner Frau Maria Müller-Bigler geleitet. In den 1990er Jahren wurde das Haus vom Bioforum Schweiz zu einer modernen Bildungsstätte umgebaut und wird als unabhängiges Seminarhotel betrieben.

WappenBearbeiten

Blasonierung

In Silber über einem grünen Dreiberg sieben (3, 4) rote, fünfstrahlige Sterne.

Die sieben Sterne geben die Vielzahl von Örtlichkeiten an; der Dreiberg stellt drei Hügelzüge und die zwei dazwischen liegenden Täler dar. Das Wappen wurde 1931 geschaffen.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Blasenfluh ist mit 1118 m. ü. M. der höchste Aussichtspunkt Oberthals. Bis vor einigen Jahren fand jeweils eine «Blasenfluh-Chilbi» statt. Im Ersten Weltkrieg Bau eines hölzernen Beobachtungs- und Aussichtsturmes, welcher später wieder abgerissen wurde. Der Sockel ist noch vorhanden. Die Möglichkeit eines Wiederaufbaus des Blasenfluhturmes wird gegenwärtig abgeklärt.

Der Lychleu-Stein, eine 1,6 m hohe Granitsäule, liegt am Rand der Strasse nach Grosshöchstetten. Seine Bedeutung wird verschieden ausgelegt (Findling, Grenzstein der ehemaligen Gerichte Bern und Signau, Sage von Scheintoten). Nach Brauch hielten hier die vorüberziehenden Leichenzüge zu einem Gebet. Heute hat der Stein aber durch das Verschwinden der Leichenzüge an Bedeutung verloren.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Oberthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Wahlen 2019 : Resultate der Gemeinde Oberthal. Kanton Bern, abgerufen am 23. April 2020