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Schweizer Radio und Fernsehen

Rundfunkgesellschaft für die Deutschschweiz
Schweizer Radio und Fernsehen

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Rechtsform Zweigniederlassung der SRG SSR[1]
Gründung 1. Januar 2011
Sitz Zürich, SchweizSchweiz Schweiz
Leitung

Rudolf Matter (ab Frühling 2019 Nathalie Wappler)

Mitarbeiterzahl

2128[2] (1. Januar 2018)

Branche Rundfunk
Website www.srf.ch

Das Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) entstand am 1. Januar 2011 durch Zusammenlegung von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen. Die neue Unternehmenseinheit der SRG SSR wurde damit zum grössten elektronischen Medienhaus der Deutschschweiz. SRF verfügt in Basel, Bern und Zürich (2) über vier Hauptstudios.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen entstand am 1. Januar 2011 durch die Zusammenlegung der ehemals unabhängigen Unternehmen Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen. Zunächst wurden jedoch im Fernsehen und Radio weiterhin die Namen SF und SR DRS weiterverwendet. Eine Umstellung auf den Namen SRF erfolgte schrittweise.

Seit dem 16. Dezember 2012 werden auch die Fernseh- und Radiosender unter der Marke SRF lanciert.[3]

OrganisationBearbeiten

Der unter dem Projektnamen «Medienkonvergenz SRG.D» durchgeführte Zusammenschluss ist der Deutschschweizer Teil des im März 2009 von der SRG SSR beschlossenen Projekts «Medienkonvergenz und Wirtschaftlichkeit». Mit dem Projekt soll die Zusammenlegung der Unternehmenseinheiten je Sprachregion sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Radio, Fernsehen und Online umgesetzt werden.[4][5]

Das Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen verfügt insgesamt über sechs Programmabteilungen. Während die vier Abteilungen «Programme», «Kultur», «Sport» und «Unterhaltung» medienübergreifend organisiert sind, wurden im publizistischen Kernbereich für Radio und Fernsehen aus medienpolitischen Überlegungen zwei separate Chefredaktionen geschaffen. Ferner wurde die Produktion der Radio- und Fernsehsendungen sowie die bisher separat geführten IT-Bereiche im Technology and production center switzerland (tpc) konzentriert. Mit dem Kinderprogramm Zambo entstand im Unterhaltungsbereich bereits im August 2010 die erste Konvergenzproduktion.

Als Direktor des neuen Unternehmens wurde der bisherige Chefredaktor von Schweizer Radio DRS (Radiogesellschaft der deutschen und rätoromanischen Schweiz), Rudolf Matter, gewählt.[6][7] Am 5. November 2018 wählte der Verwaltungsrat der SRG SSR Nathalie Wappler zurzeit Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), zur neuen Direktorin von SRF, mit Amtsantritt im Frühling 2019. Wappler wird nach Ingrid Deltenre, die das Schweizer Fernsehen (SF) von 2004 bis 2009 führte, die zweite Frau an der Spitze des (inzwischen mit dem Radio fusionierten) Schweizer Fernsehens sein.[8]

SenderBearbeiten

FernsehsenderBearbeiten

 
SRF Fernsehstudio Zürich Leutschenbach

Schweizer Radio und Fernsehen betreibt drei Fernsehsender:

  • SRF 1, Hauptsender
  • SRF zwei, vor allem Sport und Unterhaltung
  • SRF info, Wiederholungskanal, insbesondere für Informationssendungen sowie Ereigniskanal auch für Sport

RadiosenderBearbeiten

 
SRF Radiostudio Zürich Brunnenhof

Zum Unternehmen gehören sechs Radiosender:

Zusätzlich strahlt SRF über Swiss Satellite Radio die drei Musikspartenprogramme Radio Swiss Pop, Radio Swiss Classic und Radio Swiss Jazz aus. Sie sind über DAB+, Satellit, Kabel und Internetradio, empfangbar.

RegionaljournalBearbeiten

Seit 1978 werden auf SRF1 täglich mehrere Ausgaben der Regionaljournale ausgestrahlt. Sie berichten über Ereignisse in den Regionen und Kantone in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Es werden folgende Regionaljournals ausgestrahlt:

  • Regionaljournal Zürich und Schaffhausen (Radiostudio Zürich)
  • Regionaljournal Ostschweiz (Regionalstudio St. Gallen)
  • Regionaljournal Zentralschweiz (Regionalstudio Luzern)
  • Regionaljournal Basel (Radiostudio Basel)
  • Regionaljournal Aarau und Solothurn (Regionalstudio Aarau)
  • Regionaljournal Bern, Fribourg und Wallis (Radiostudio Bern)
  • Regionaljournal Graubünden (Regionalstudio Chur)

Während der Ausstrahlung der Regionaljournale wird das UKW-Sendernetz regional gesplittet. Über DAB+ werden alle Regionaljournale parallel in der ganzen Deutschschweiz ausgestrahlt. Es gibt somit ein SRF1 Ostschweiz, SRF1 Zentralschweiz etc.[9]

KooperationenBearbeiten

SRF betreibt gemeinsam mit der ARD, dem ZDF und dem ORF den Fernsehsender 3sat. Im Nachrichten- und Unterhaltungsbereich arbeitet SRF eng mit ARD und ZDF zusammen. SRF liefert auch einzelne Sendungen für das deutsch-französische Kulturprogramm ARTE. SRF beteiligt sich an mehreren Eurovisions-Sendungen.

Externe TV-AnbieterBearbeiten

SRF bietet auch Sendezeiten für weitere TV-Anbieter in der Schweiz an:[10]

YouTube-KanäleBearbeiten

Bei YouTube betreibt SRF ein Multi-Channel-Netzwerk mit rund 9'000 Videos auf acht Kanälen mit den Namen SRF The Voice, SRF 3, SRF DOK, SRF Kultur, SRF Virus, SRF Archiv, SRF Comedy, SRF Musik und Tama Gotcha! (Stand Mai 2017).[11] Die Kanäle Youngbulanz und Zwei am Morge richten sich vorwiegend an Jugendliche, die Themen reichen von aktuellen Ereignissen über Comedy und Talk bis Sexualität.

EmpfangBearbeiten

Alle Fernseh- und Radiosender sind in fast der gesamten Schweiz über Kabel empfangbar und sind per Livestream in der Schweiz abrufbar. Ferner sind die Radiosender auch ausserhalb der Schweiz per Livestream zu hören. Über den Satelliten Hotbird werden die Sender europaweit ausgestrahlt, SRF 1 und SRF zwei senden jedoch verschlüsselt.

Über UKW werden Radio SRF 2 Kultur und Radio SRF 3 in der Deutschschweiz gesendet, Radio SRF 1 wird in der gesamten Schweiz gesendet. Die restlichen Radiosender werden nicht über UKW gesendet. Seit 2012 werden alle SRF-Radioprogramme auch auf DAB+ ausgestrahlt.

StudiosBearbeiten

 
Stefan Reinhart, Deutschland-Korrespondent Chefredaktion TV für SRF, hier vor dem Landgericht Hannover am Tag des Freispruchs des deutschen Bundespräsidenten a. D. Christian Wulff

SRF verfügt über mehrere Studios. Die Fernsehproduktionen werden in den Studios Zürich Leutschenbach hergestellt. Diese Studios im Norden der Stadt wurden in den 1970er Jahren errichtet.

Die Radioproduktionen werden in drei Hauptstudios, die sich in Basel, Bern und Zürich Brunnenhof befinden, sowie in vier Regionalstudios in Aarau, Chur, St. Gallen und Luzern produziert. Die Radiosender Radio SRF 1, Radio SRF 3, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF Virus werden grösstenteils in Zürich produziert. Radio SRF 2 Kultur wird im Studio Basel produziert. Die Radio-Nachrichtensendungen und Radio SRF 4 News werden im Studio Bern hergestellt. Aus allen sieben Radiostudios werden die Regionaljournale von Radio SRF 1 gesendet.

Zusammen mit den SRG-Schwesterneinheiten betreibt SRF das Studio Bundeshaus in Bern. Es ist ein modern eingerichtetes Fernseh- und Radiostudio für die Bundeshaus- und Regionalkorrespondenten.[12]

TPC Switzerland AGBearbeiten

Für die gesamte Technik und Produktion der Fernseh-, Radio- und Multimediabeiträge von Schweizer Radio und Fernsehen SRF in allen SRF-Studios ist die SRG-Tochtergesellschaft TPC Switzerland AG verantwortlich.

KorrespondentenBearbeiten

Rund 40 fest stationierte und reisende Auslandkorrespondenten berichten für Radio und Fernsehen SRF aus sechs Kontinenten. Weitere 30 Korrespondenten berichten aus allen Teilen der Schweiz. Ein Teil der Korrespondenten ist freischaffend.[13]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schweizer Radio und Fernsehen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Porträt Schweizer Radio und Fernsehen. Abgerufen am 24. Januar 2016.
  2. Mitarbeitende. 2015. Abgerufen am 3. Juni 2018.
  3. SRF lanciert neue Markenwelt und erneuerten Web-Auftritt
  4. Medienkonvergenz und Wirtschaftlichkeit, SRG SSR idée suisse, 18. März 2008
  5. Zusammenlegung der Unternehmenseinheiten je Sprachregion beschlossen, SRG SSR idée suisse, Medienmitteilung vom 19. März 2010
  6. Medienkonvergenz SRG SSR: Detailkonzept für die SRG Deutschschweiz verabschiedet (Memento vom 6. Dezember 2010 im Internet Archive), SRG SSR idée suisse, Medienmitteilung vom 21. Juni 2010
  7. Abteilungsleiterinnen und -leiter von SRF ernannt (Memento vom 6. Dezember 2010 im Internet Archive), SRG SSR idée suisse, Medienmitteilung vom 30. August 2010
  8. Nathalie Wappler wird neue SRF-Direktorin. In: SRF News. 5. November 2018.
  9. SRF1 Regionaljournale
  10. SRF – Publizistisches Angebot – Fernsehprogramme, www.srf.ch, Abruf 2. Mai 2017
  11. SRF-YouTube-Kanäle, YouTube, Abruf 2. Mai 2017
  12. SRG Studio Bundeshaus
  13. SRF Korrenspondentennetz

Koordinaten: 47° 25′ 3,2″ N, 8° 33′ 37,6″ O; CH1903: 684654 / 252466