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Sophus Theodor Krarup-Smith, eigentlich Sophus Theodor Krarup Smith (* 8. Februar 1834 in Holstebro; † 28. Mai 1882 in Qeqertarsuaq) war ein dänischer Mineraloge, Geologe, Lehrer und Inspektor von Grönland.

LebenBearbeiten

Sophus Theodor Krarup-Smith besuchte die Schule in Viborg und schloss diese 1850 ab. Daraufhin begann er ein naturwissenschaftliches Studium, das er 1857 mit dem Examen beendete. Er wurde dann Assistent des staatlichen Wasserbaudirektors und des Innenministeriums, bevor er ins mineralogische Universitätsmuseum wechselte, wo er sich für Grönland zu interessieren begann, da er dort die Sammlungen von Johann Georg Forchhammer und Carl Ludwig Giesecke erhielt. Zusätzlich wirkte der damalige Innenminister Orla Lehmann stark auf ihn ein. Durch den Chemiker Julius Thomsen wurde er außerdem mit dem in Grönland entdeckten Kryolith bekannt gemacht. 1861 wurde er daher vom Innenministerium bezahlt, um eine Expedition nach Grönland zu unternehmen. Hierfür bereiste er Ivittuut, wo das Mineral gefunden worden war. Er arbeitete zusammen mit Thomsen an der Planung des Bergbaus, der sich wirtschaftlich jedoch dermaßen schwierig erwies, dass er 1863 wieder Grönland verließ. Darauffolgend wurde er Lehrer an der Næsgaard, der auf Falster liegenden ältesten landwirtschaftlichen Schule Dänemarks. 1866 bot ihm Christian Søren Marcus Olrik nach zwanzig Jahren sein Inspektorat Nordgrönland an, das er 1867 vom zwischenzeitlich agierenden Inspektor Carl August Ferdinand Bolbroe übernahm. Kurz nach seinem Amtsantritt wurde er vom Bergsteiger Edward Whymper aufgesucht und auch danach war er ständig Ansprechpartner für viele verschiedene Wissenschaftler, wie George Nares, Allen Young oder Isaac Israel Hayes. Er galt als überaus freundlich und uneigennützig. Für sein Amt wurde er mit dem schwedischen Wasaorden ausgezeichnet. Er sammelte auch während seiner Zeit als Inspektor weiter alles, was er finden konnte und ließ 1871 zudem das grönländische Inlandeis erforschen, jedoch eher weniger weit, da die Gruppe lediglich eine Entfernung von acht Meilen von Qasigiannguit aus erreichte, dennoch neue Erkenntnisse bringend. 1882 wurde er schwer krank und starb nach einem Monat, während er sich noch im Amt befand. Hjalmar Christian Reinholdt Knuthsen wurde für ein Jahr sein Nachfolger.[1]

FamilieBearbeiten

Sophus Theodor Krarup war ein Sohn von Troels Smith (1794–1873) und Sophie Dorothea Krarup (1800–1834). Er ist entfernt mit Carl Emil Krarup verwandt, da Sophus' Urgroßvater zugleich Carls Ururgroßvater war, aber auch ein Vorfahr von Ole Krarup. Er war verheiratet mit Johanne Margrethe Lundsteen (1841–1916),[2][3] die die Schwester von Hansine Lundsteen war, der Frau des späteren südgrönländischen Inspektors Edgar Christian Fencker.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. K. J. V. Steenstrup: Krarup Smith død. In: Geografisk tidsskrift. Band 6, 1882, S. 111–112 (dänisch).
  2. Alex Garboe: GAMLE GRØNLANDSBREVE AF GRØNLANDS GEOLOGISKE UDFORSKNINGS HISTORIE in der Tidsskriftet Grønland
  3. Eintrag im Biografisk Leksikon for Grønland