Hauptmenü öffnen

Universität Kopenhagen

Universität in Dänemark

Die Universität Kopenhagen (dänisch: Københavns Universitet, lateinisch: Universitas Hafniensis) ist die älteste und – gemessen an der Anzahl der Studenten – die zweitgrößte Universität in Dänemark. Die Gebäude der Universität liegen heute im ganzen Großraum Kopenhagen verteilt, während das Haupt- und Verwaltungsgebäude weiterhin in der Innenstadt liegt.

Universität Kopenhagen
Logo
Motto Coelestem adspicit lucem
Gründung 1479
Trägerschaft staatlich
Ort Kopenhagen, Dänemark
Rektor Henrik C. Wegener[1]
Studierende 38.615 (29.038 FTE) (2016)[2]
Mitarbeiter 9.763 FTE (2016)[3]
Jahresetat 8,5 Mrd. Dän. Kronen (2016)
Netzwerke 4EU+, ELLS, IARU, IAU[4], LERU
Website www.ku.dk

Sie wurde im Jahr 1479 gegründet und ist damit nach der Universität Uppsala die älteste Hochschule Skandinaviens. Neben der 1928 gegründeten Universität Aarhus (der größten in Dänemark) ist sie die angesehenste des Landes.

Die Universität gehört dem Hochschulverbund International Alliance of Research Universities und der Euroleague for Life Sciences an.

FakultätenBearbeiten

 
Universitätsgebäude in Kopenhagen

Es gibt sechs Fakultäten:

Die Ingenieurwissenschaften sind nicht an der Universität vertreten.

Geschichte der UniversitätBearbeiten

 
Gebäude der Universität Kopenhagen im Stadtzentrum
 
Institut für Mathematik
 
Universität Kopenhagen, Campus auf der Insel Amager, Humanistische Fakultät

Die Universität wurde 1479 durch ein königliches Dekret unter dem Namen Universitas Hafniensis (von Hafnia, dem alten, latinisierten Namen Kopenhagens) gegründet. Neben der römisch-katholischen Theologie wurden zunächst noch Jura, Medizin und Philosophie gelehrt. 1537 erreichte die lutherische Reformation die Universität, die in ein evangelisches Seminar umgewandelt wurde. Dieses Datum gilt heute als alternatives Gründungsdatum und ist auch auf dem offiziellen Siegel der Universität vermerkt. Angefangen mit der theologischen Fakultät 1675 führten bis 1788 alle Fakultäten Examensprüfungen ein, die fortan für den Erwerb eines Abschlusses Voraussetzung waren.

Admiral Nelson bombardierte während der napoleonischen Kriege 1801 Kopenhagen, und zerstörte dabei fast alle Hochschulgebäude. Bis 1836 wurden mehrere neue Gebäude – darunter auch das heutige Hauptgebäude – eingeweiht, und mehrere neue – insbesondere technische – Studiengänge eingeführt. Bis 1850 wurden auch die Fakultäten grundlegend reformiert, beispielsweise wurden Mathematik und Naturwissenschaften von der Philosophischen Fakultät abgespalten. Im Jahr 1877 nahm die KU die erste Studentin auf.

Zwischen 1960 und 1980 stieg die Anzahl der Studierenden sprunghaft von 6000 auf über 25.000 an, was Erweiterungen in der Ausstattung erforderlich machte. Daraufhin wurde auf der vorgelagerten Insel Amager ein neuer Campus eröffnet. Zudem wurden von 1970 bis 1973 wichtige Schritte zur Demokratisierung und studentischen Mitbestimmung eingeleitet, sowie von 1990 bis 1993 für nahezu alle Studiengänge der Bachelor-Abschluss eingeführt.

2007 und 2012 folgten zwei große Umstrukturierungen. Per 1. Januar 2007 wurden die Pharmazeutische Universität Dänemarks und die Königliche Veterinär- und Landwirtschaftsuniversität Teil der Universität Kopenhagen als Pharmazeutische Fakultät (Det Farmaceutiske Fakultet/FARMA) und Umweltwissenschaftliche Fakultät (Det biovidenskabelige Fakultet/LIFE). Per 1. Januar 2012 wurde die Pharmazeutische Fakultät sowie der veterinärwissenschaftliche Teil der Umweltwissenschaftlichen Fakultät in die Medizinische Fakultät integriert. Die anderen Teile der Umweltwissenschaftlichen Fakultät wurden mit der Naturwissenschaftlichen Fakultät (Det naturvidenskablige Fakultet/NAT) zur Natur- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät fusioniert.

Bekannte Dozenten und StudentenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Universität Kopenhagen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Om universitetet > Ledelse > Rektor. Abgerufen am 8. August 2019.
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 8. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/introduction.ku.dk (englisch)
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Juni 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/introduction.ku.dk (englisch)
  4. List of IAU Members. In: iau-aiu.net. International Association of Universities, abgerufen am 25. Juli 2019 (englisch).

Koordinaten: 55° 39′ 45″ N, 12° 35′ 17″ O