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Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – 5000 m (Männer)

Der 5000-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 31. Juli und 2. August 1948 im Wembley Stadion ausgetragen. 33 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Opening of the Olympic Games in London, 29 July, 1948. (7649948798).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 5000-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 33 Athleten aus 21 Ländern
Wettkampfort Wembley Stadion
Wettkampfphase 31. Juli 1948 (Vorläufe)
2. August 1948 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Gaston Reiff (BelgienBelgien BEL)
Silbermedaille Emil Zátopek (TschechoslowakeiTschechoslowakei TCH)
Bronzemedaille Willem Slijkhuis (NiederlandeNiederlande NED)

Olympiasieger wurde der Belgier Gaston Reiff vor dem Tschechoslowaken Emil Zátopek. Bronze gewann Willem Slijkhuis aus den Niederlanden.

Inhaltsverzeichnis

Bestehende RekordeBearbeiten

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die Läufer traten am 31. Juli zu drei Vorläufen an, aus denen sich die jeweils vier besten Läufer für das Finale am 6. August qualifizierten.

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

VorläufeBearbeiten

31. Juli 1948, 16.00 Uhr[2]
Es sind nicht alle Zeiten überliefert.

Vorlauf 1Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Evert Nyberg Schweden  Schweden 14:58,2 min
2 Väinö Koskela Finnland  Finnland 14:58,3 min
3 Curt Stone Vereinigte Staaten 48  USA 14:58,6 min
4 Marcel Vandewattyne Belgien  Belgien 15:14,0 min
5 Jacques Vernier Frankreich  Frankreich 15:29,8 min
6 Harry Nelson Neuseeland  Neuseeland 15:34,4 min
7 Jef Lataster Niederlande  Niederlande 15:39,0 min
8 Jack Braughton Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
9 Cliff Salmond Kanada 1921  Kanada 16:05,0 min
10 Manny Ramjohn Trinidad und Tobago 1889  Trinidad und Tobago k. A.
DNF John Joe Barry Irland  Irland
DNF Aage Poulsen Danemark  Dänemark

Vorlauf 2Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Erik Ahldén Schweden  Schweden 14:34,2 min
2 Emil Zátopek Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 14:34,4 min
3 Väinö Mäkelä Finnland  Finnland 14:45,8 min
4 Martin Stokken Norwegen  Norwegen 15:04,4 min
5 Maurice Pouzieux Frankreich  Frankreich 15:09,8 min
6 Gregorio Rojo Spanien 1945  Spanien 15:19,0 min
7 William Lucas Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
8 Luo Wenao China Republik 1928  China k. A.
9 Vasilios Mavrapostolos Erste Hellenische Republik  Griechenland k. A.
10 Sim Bok-seok Korea Sud  Südkorea k. A.
DNF Mustafa Özcan Turkei  Türkei
DNF Clarence Robinson Vereinigte Staaten 48  USA

Vorlauf 3Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Willem Slijkhuis Niederlande  Niederlande 15:06,8 min
2 Gaston Reiff Belgien  Belgien 15:07,0 min
3 Bertil Albertsson Schweden  Schweden 15:07,8 min
4 Helge Perälä Finnland  Finnland 15:07,8 min
5 Jerald Thompson Vereinigte Staaten 48  USA 15:08,4 min
6 Alain Mimoun Frankreich  Frankreich 15:11,2 min
7 Alec Olney Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
8 Martín Alarcón Mexiko 1934  Mexiko k. A.
9 Ernst Günther Schweiz  Schweiz k. A.

FinaleBearbeiten

 
Emil Zátopek (TCH), Gewinner der Silbermedaille
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Gaston Reiff Belgien  Belgien 14:17,6 min OR
2 Emil Zátopek Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 14:17,8 min
3 Willem Slijkhuis Niederlande  Niederlande 14:26,8 min
4 Erik Ahldén Schweden  Schweden 14:28,6 min
5 Bertil Albertsson Schweden  Schweden 14:39,0 min
6 Curt Stone Vereinigte Staaten 48  USA 14:39,4 min
7 Väinö Koskelaä Finnland  Finnland 14:41,0 min
8 Väinö Mäkelä Finnland  Finnland 14:43,0 min
9 Marcel Vandewattyne Belgien  Belgien k. A.
10 Martin Stokken Norwegen  Norwegen k. A.
11 Helge Perälä Finnland  Finnland k. A.
DNF Evert Nyberg Schweden  Schweden

2. August 1948, 17.00 Uhr[3]

Das Finale bestritten sieben Skandinavier, davon jeweils drei Schweden und Finnen. Den Rest des Starterfeldes bildeten zwei Belgier, ein Niederländer, ein Tschechoslowake und ein US-Amerikaner. Gunder Hägg aus Schweden war wie über 1500 Meter der Weltrekordhalter. Da er gegen den Amateurstatus verstoßen hatte, war er auch über die 5000 Meter nicht startberechtigt. Der Europameister von 1946, der Brite Sydney Charles Wooderson, war verletzt.
Von Beginn an machte der Gewinner des 10.000-Meter-Rennens, Emil Zátopek, das Tempo, dem nur der Belgier Gaston Reiff, der Schwede Erik Ahldén und der Niederländer Willem Slijkhuis, Dritter über 1500 m, zu folgen vermochten. In der neunten Runde zog Reiff einen Zwischenspurt an, der ihm einen deutlichen Vorsprung vor seinen Verfolgern einbrachte. Zu Beginn der letzten Runde führte er mit ca. 20 Metern vor Slijkhuis und fast 50 Metern vor dem müde wirkenden Zátopek. Doch nun ging ein Ruck durch Zátopek. Er überholte Slijkhuis und kämpfte sich sogar noch an Reiff heran, der jedoch das Rennen mit knappem Vorsprung gewinnen konnte.[4][5]

Gaston Reiff gewann die erste Goldmedaille Belgiens in der Leichtathletik.
Emil Zátopek gewann die erste tschechoslowakische Medaille in dieser Disziplin.
Erstmals gab es keinen skandinavischen Medaillengewinner.

LiteraturBearbeiten

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 23f

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 551 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" Seite 240, engl. (PDF)
  3. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" Seite 240 (engl.)
  4. SportsReference, engl.
  5. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 23