Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)

Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 31. Juli 1948 im Wembley-Stadion ausgetragen. 24 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Opening of the Olympic Games in London, 29 July, 1948. (7649948798).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 24 Athleten aus 16 Ländern
Wettkampfort Wembley-Stadion
Wettkampfphase 31. Juli 1948
Medaillengewinner
Goldmedaille Imre Németh (Ungarn 1946Ungarn HUN)
Silbermedaille Ivan Gubijan (JugoslawienJugoslawien YUG)
Bronzemedaille Robert Bennett (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)

Olympiasieger wurde der Ungar Imre Németh vor dem Jugoslawen Ivan Gubijan. Bronze ging an den US-Amerikaner Robert Bennett.

Bestehende RekordeBearbeiten

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die Teilnehmer traten am 31. Juli zu einer Qualifikationsrunde an. Als Qualifikationsweite waren 49,00 Meter gefordert. Alle Athleten, die diese Weite schafften, qualifizierten sich für das Finale am gleichen Tag. Sollten weniger als 12 Athleten die Weite geschafft haben, wurde das Finalfeld auf Grundlage der Weiten auf 12 Werfer aufgefüllt.

Anmerkung: Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt. Nur die Bestweite ist überliefert. Die Reihenfolge und Weiten der weiteren Versuche in der Qualifikation sind unbekannt.

QualifikationBearbeiten

31. Juli 1948, 10.00 Uhr[2]

Gruppe ABearbeiten

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Bo Ericson Schweden  Schweden 52,28 m
2 Svend Aage Frederiksen Danemark  Dänemark 51,35 m
3 Robert Bennett Vereinigte Staaten 48  USA 51,13 m
4 Henry Dreyer Vereinigte Staaten 48  USA 50,37 m
5 Duncan Clark Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,76 m
6 Samuel Felton Vereinigte Staaten 48  USA 49,20 m
7 Poul Cederquist Danemark  Dänemark 48,16 m
8 Ewan Douglas Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 47,77 m
9 Norman Drake Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 47,75 m
10 Dan Coyle Irland  Irland 47,11 m
11 Juan Fusé Argentinien  Argentinien 46,95 m
12 Edmundo Zúñiga Chile  Chile 44,03 m

Gruppe BBearbeiten

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Imre Németh Ungarn 1946  Ungarn 54,02 m
2 Einar Söderqvist Schweden  Schweden 52,39 m
3 Teseo Taddia Italien  Italien 51,06 m
4 Hans Houtzager Niederlande  Niederlande 50,91 m
5 Ivan Gubijan Jugoslawien  Jugoslawien 50,44 m
6 Lauri Tamminen Finnland  Finnland 49,82 m
7 Gin Gang-hwan Korea Sud 1948  Südkorea 49,49 m
8 Reino Kuivamäki Finnland  Finnland 48,99 m
9 Pierre Legrain Frankreich 1946  Frankreich 47,60 m
10 Jaroslav Knotek Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 42,46 m
11 Nat Singh Somnath Indien  Indien 41,36 m
12 Francisco González Suaste Mexiko 1934  Mexiko 39,50 m

FinaleBearbeiten

31. Juli 1948, 15.30 Uhr[3][4]

Anmerkung: Die Versuchsserien sind nur für die Medaillengewinner bekannt. Bei den anderen Finalisten sind lediglich die Bestweiten übermittelt.

Der Ungar Imre Németh, der zwei Wochen vor den Spielen Weltrekord warf, galt in Abwesenheit deutscher Werfer als hoher Favorit. Németh studierte die Hammerwerfer aus der Schule des deutschen Trainers Christian Gehrmann und baute darauf seine Technik auf. Einzig dem schwedischen Europameister Bo Ericson wurden Außenseiterchancen zugetraut. Im ersten Versuch setzte sich der Ungar zunächst auch an die Spitze. Doch der Jugoslawe Ivan Gubijan und auch der US-Werfer Robert Bennett zogen mit ihren nächsten Versuchen an ihm vorbei. Im letzten Durchgang warf Németh den Hammer auf 56,07 m und gewann den Wettkampf. Karl Heins olympischer Rekord von 1936 blieb unangetastet.[5]

Imre Németh schaffte den ersten ungarischen Olympiasieg in dieser Disziplin. Später wurde er Präsident des ungarischen Leichtathletik-Verbands.

Ivan Gubijan gewann die erste jugoslawische Medaille in dieser Disziplin. Zugleich war es die erste Medaille Jugoslawiens in der Leichtathletik.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Bestweite Anmerkung
1 Imre Németh Ungarn 1946  Ungarn 53,59 m 55,44 m 54,94 m 50,05 m x 56,07 m 56,07 m
2 Ivan Gubijan Jugoslawien  Jugoslawien x x 54,27 m 51,76 m 54,22 m x 54,27 m
3 Robert Bennett Vereinigte Staaten 48  USA 52,53 m 51,11 m 52,08 m 53,73 m 51,21 m 49,81 m 53,73 m
4 Samuel Felton Vereinigte Staaten 48  USA 53,66 m
5 Lauri Tamminen Finnland  Finnland 53,08 m
6 Bo Ericson Schweden  Schweden 52,98 m
7 Teseo Taddia Italien  Italien 51,74 m
8 Einar Söderqvist Schweden  Schweden 51,48 m
9 Henry Dreyer Vereinigte Staaten 48  USA 51,37 m
10 Svend Aage Frederiksen Danemark  Dänemark 50,07 m
11 Duncan Clark Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 48,35 m
12 Hans Houtzager Niederlande  Niederlande 45,69 m
13 Gin Gang-hwan Korea Sud 1948  Südkorea 43,93 m

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 39

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 558 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" S. 240, engl. (PDF)
  3. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" S. 240, engl. (PDF)
  4. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 39
  5. SportsReference (engl.)