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Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – 50 km Gehen (Männer)

Das 50 km Gehen der Männer bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 31. Juli 1948 im Wembley Stadion ausgetragen. 23 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Opening of the Olympic Games in London, 29 July, 1948. (7649948798).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 50 km Gehen
Geschlecht Männer
Teilnehmer 23 Athleten aus 11 Ländern
Wettkampfort Wembley Stadion (Start und Ziel)
Wettkampfphase 31. Juli 1948
Medaillengewinner
Goldmedaille John Ljunggren (SchwedenSchweden SWE)
Silbermedaille Gaston Godel (SchweizSchweiz SUI)
Bronzemedaille Tebbs Lloyd Johnson (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR)

Olympiasieger wurde der Schwede John Ljunggren vor dem Schweizer Gaston Godel. Bronze gewann der Brite Tebbs Lloyd Johnson.

Bestehende RekordeBearbeiten

StreckenführungBearbeiten

 
Start des Rennens

Nach dem Start im Wembley Stadion wandte die Strecke sich nach Nordwesten. An der A 4088 bog sie nach rechts ab und folgte der dortigen Straße bis zur Salmon Street, die wieder nach Nordwesten führte. Die Salmon Street wird zum Fryant Way und durchquert den Fryant Country Park. Es ging wieder weiter nach Nordwesten über die Honeypot Lane und die Marsh Lane. In Stanmore bog die Route nach rechts in die London Lane ab. Über die Spur Road ging es dann auf den Edgware Way nach Edgware. Nach Überquerung der Eisenbahnlinie führte der Weg über den Barnet By-Pass nach Norden. Vorbei am Stirling Corner ging es nun links in den Elstree Way, bis die Strecke kurz vor der Eisenbahnlinie nach rechts in die Theobald Street führte. Dem Verlauf der Theobald Street nach Nordwesten parallel zur Bahnstrecke folgend wurden die Schienen am Tennisclub von Radlett überquert. Nun ging es nach rechts auf die Watling Street, anschließend nach links über die Aldenham Road zur Watford Road. Hier führte die Route in einem Bogen nach Südosten der New Road und der Common Lane folgend bis zur Ortschaft Letchmore Heath. Weiter kamen die Grange Lane, die Primrose Lane und nach links abbiegend die Radlett Road bis in den Ort Aldenham. Über die A 41, dem Watford Bypass, ging es dann bis zur Spur Road und zum Schluss zurück ins Stadion zum Ziel.[2]

Das RennenBearbeiten

31. Juli 1948, 13.15 Uhr[3][4]

John Ljunggren, der amtierende Europameister, übernahm gleich nach dem Start die Führung und baute seinen Vorsprung stetig aus. Schon nach zehn km hatte der Verfolger Edgar Bruun eineinhalb Minuten Rückstand. Bei Kilometer zwanzig lag der Brite Rex Whitlock fast 2:30 Minuten zurück, fünf Kilometer weiter waren es schon über viereinhalb, bei Kilometer 35 mehr als acht Minuten, ehe Whitlock das Rennen aufgeben musste. Ljunggren gewann schließlich mit über sechs Minuten Vorsprung vor dem Schweizer Gaston Godel, der zum Schluss zwar aufgeholt, den führenden Schweden jedoch nie im Blick hatte und deshalb glaubte, selber gewonnen zu haben. Freudestrahlend winkte er den Zuschauern im Stadion zu. Erst nach dem Zieleinlauf bemerkte er seinen Fehler.[5]

John Ljunggrens Goldmedaille bedeutete den ersten schwedischen Olympiasieg in dieser Disziplin.

ResultatBearbeiten

 
Olympiasieger John Ljunggren (SWE)
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 John Ljunggren Schweden  Schweden 4:41:52 h
2 Gaston Godel Schweiz  Schweiz 4:48:17 h
3 Tebbs Lloyd Johnson Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 4:48:31 h
4 Edgar Bruun Norwegen  Norwegen 4:53:18 h
5 Herbert Martineau Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 4:53:58 h
6 Rune Bjurström Schweden  Schweden 4:56:43 h
7 Pierre Mazille Frankreich  Frankreich 5:01:40 h
8 Claude Hubert Frankreich  Frankreich 5:03:12 h
9 Enrique Villaplana Spanien 1945  Spanien 5:03:31 h
10 Tage Jönsson Schweden  Schweden 5:05:08 h
11 Henri Caron Frankreich  Frankreich 5:08:15 h
12 Ernest Crosbie Vereinigte Staaten 48  USA 5:15:16 h
13 Sándor László Ungarn 1946  Ungarn 5:16:30 h
14 Salvatore Cascino Italien  Italien 5:20:03 h
15 John Deni Vereinigte Staaten 48  USA 5:28:33 h
16 Adolf Weinacker Vereinigte Staaten 48  USA 5:30:14 h
DNF

oder

DSQ
Per Olav Baarnaas Norwegen  Norwegen
Valentino Bertolini Italien  Italien
Sixto Ibañez Argentinien  Argentinien
Francesco Pretti Italien  Italien
Sadhu Singh Indien  Indien
Rex Whitlock Vereinigtes Konigreich  Großbritannien
Gerhard Winther Norwegen  Norwegen

LiteraturBearbeiten

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 31f

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 566 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht S. 261, engl. (PDF)
  3. Offizieller Bericht S. 240, engl. (PDF)
  4. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 31f.
  5. SportsReference (engl.)