Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – 10.000 m Gehen (Männer)

Das 10.000-Meter-Gehen der Männer bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 3. und 7. August 1948 im Wembley-Stadion ausgetragen. 19 Athleten nahmen teil. Diese Disziplin wurde erstmals seit 1924 wieder ins olympische Programm aufgenommen.

Olympische Ringe
Opening of the Olympic Games in London, 29 July, 1948. (7649948798).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 10.000-Meter-Gehen
Geschlecht Männer
Teilnehmer 19 Athleten aus 10 Ländern
Wettkampfort Wembley-Stadion
Wettkampfphase 1. August 1948 (Vorläufe)
7. August 1948 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille John Mikaelsson (SchwedenSchweden SWE)
Silbermedaille Ingemar Johansson (SchwedenSchweden SWE)
Bronzemedaille Fritz Schwab (SchweizSchweiz SUI)

Olympiasieger wurde der Schwede John Mikaelsson vor seinem Landsmann Ingemar Johansson. Bronze gewann Fritz Schwab aus der Schweiz.

Bestehende RekordeBearbeiten

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Die Geher absolvierten zwei Vorrunden am 3. August, aus denen sich die jeweils fünf besten Geher für das Finale qualifizierten, das am 7. August stattfand.

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

SchiedsrichterBearbeiten

Der Ablauf des Rennens wurde von zehn Schiedsrichtern unter dem britischen Oberschiedsrichter F. W. Blackmore kontrolliert. Unter ihnen befanden sich der Brite William Palmer, der das olympische 10.000-Meter-Gehen-Finale 1912 in Stockholm erreicht hatte, Gordon Goodwin, der Olympiasieger von 1924 in Paris, ebenfalls Brite und der Italiener Giorgio Oberweger, der 1936 im Diskuswurf die Bronzemedaille gewonnen hatte.

VorrundeBearbeiten

3. August 1948, 10:30 Uhr[1]

Es sind nicht alle Zeiten überliefert.

Vorrunde 1Bearbeiten

 
Louis Chevalier (FRA) kurz nach seiner Disqualifikation
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 John Mikaelsson Schweden  Schweden 45:03,0 min OR
2 Charles Morris Italien  Italien 45:10,4 min
3 Émile Maggi Frankreich 1946  Frankreich 45:44,4 min
4 Giuseppe Dordoni Italien  Italien 46:25,8 min
5 Ingemar Johansson Schweden  Schweden 46:44,2 min
6 Kaare Hammer Norwegen  Norwegen 46:48,6 min
7 George Knott Australien  Australien k. A.
DSQ Kallie Reyneke Sudafrika 1928  Südafrikanische Union
Fred Sharaga Vereinigte Staaten 48  USA
Ernest Weber Vereinigte Staaten 48  USA

Vorrunde 2Bearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Harry Churcher Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 46:26,4 min
2 Fritz Schwab Schweiz  Schweiz 46:38,0 min
3 Ronald West Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 47:11,6 min
4 Gianni Corsaro Italien  Italien 47:26,8 min
5 Werner Hardmo Schweden  Schweden 47:34,8 min
6 Louis Courron Frankreich 1946  Frankreich 48:13,0 min
DSQ Louis Chevalier Frankreich 1946  Frankreich
Henry Laskau Vereinigte Staaten 48  USA
Sadhu Singh Indien  Indien
 
Olympiasieger John Mikaelsson (SWE)

FinaleBearbeiten

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 John Mikaelsson Schweden  Schweden 45:13,2 min
2 Ingemar Johansson Schweden  Schweden 45:43,8 min
3 Fritz Schwab Schweiz  Schweiz 46:00,2 min
4 Charles Morris Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 46:04,0 min
5 Harry Churcher Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 47:28,0 min
6 Émile Maggi Frankreich 1946  Frankreich 47:02,8 min
7 Ronald West Vereinigtes Konigreich  Großbritannien k. A.
8 Gianni Corsaro Italien  Italien
9 Giuseppe Dordoni Italien  Italien
DSQ Werner Hardmo Schweden  Schweden

7. August 1948, 15:45 Uhr[2]

Klarer Favorit auf Gold war der Schwede Werner Hardmo, der in den vorhergehenden Jahren insgesamt 25 inoffizielle Weltrekorde auf verschiedenen Gehstrecken erzielt hatte. Hardmo wurde jedoch im Finale disqualifiziert. Sein Landsmann John Mikaelsson, der in der Vorrunde schon neuen Olympiarekord gegangen war, gewann das Finale mit über einer halben Minute Vorsprung.[3]

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 31

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizieller Bericht S. 240 (englisch)
  2. Offizieller Bericht S. 241, engl. (PDF)
  3. SportsReference (englisch)