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Isigny-sur-Mer ist eine französische Gemeinde mit 3.656 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Calvados in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Bayeux und zum Kanton Trévières. Die Einwohner nennen sich Isignais.

Isigny-sur-Mer
Wappen von Isigny-sur-Mer
Isigny-sur-Mer (Frankreich)
Isigny-sur-Mer
Region Normandie
Département Calvados
Arrondissement Bayeux
Kanton Trévières
Gemeindeverband Isigny-Omaha Intercom
Koordinaten 49° 19′ N, 1° 6′ WKoordinaten: 49° 19′ N, 1° 6′ W
Höhe 0–64 m
Fläche 61,44 km2
Einwohner 3.656 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km2
Postleitzahl 14230
INSEE-Code
Website http://www.isigny-sur-mer.fr/

Kirche Saint-Georges

Sie entstand mit Wirkung vom 1. Januar 2017 als Commune nouvelle durch die Fusion der früher selbstständigen Gemeinden Castilly, Neuilly-la-Forêt, Les Oubeaux, Vouilly und Isigny-sur-Mer, wo sich der Verwaltungssitz befindet. Der Name der neuen Gemeinde ist mit dem des nunmehrigen Ortsteiles (Commune déléguée) identisch.

GliederungBearbeiten

Ortsteil ehemaliger
INSEE-Code
Fläche (km²) Einwohnerzahl zum
1. Januar 2016[1]
Isigny-sur-Mer (Verwaltungssitz) 14342 17,4 2.545
Castilly 14142 12,2 301
Neuilly-la-Forêt 14462 21,2 444
Les Oubeaux 14481 4,3 214
Vouilly 14763 6,3 152

GeographieBearbeiten

Der Ort Isigny-sur-Mer liegt rund 25 Kilometer nördlich von Saint-Lô, im Regionalen Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin, an der Grenze zum benachbarten Département Manche, an der Baie des Veys.

 
Fluss Aure in Isigny-sur-Mer. Die Portes à flot öffnen bei Ebbe und schließen bei Flut

An der westlichen Gemeindegrenze verläuft der Fluss Vire, an der nördlichen sein rechter Nebenfluss Aure. Die beiden treffen knapp nordwestlich des Ortes aufeinander und streben danach als kanalisierter Fluss dem Ärmelkanal zu. Isigny-sur-Mer hat im Gegensatz zu seinem Namen keinen unmittelbaren Landanteil am Küstenverlauf. Lediglich die kanalartig ausgebaute Mündung der Vire ermöglicht eine Verbindung mit dem Meer.

ToponymieBearbeiten

Isigny bedeutet Eigentum von Iso, wobei Iso ein romanischer Name ist, und -acus eine sich auf das Eigentum beziehende lateinische Nachsilbe ist.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Geschichte Isignys wurde von der Entwicklung der Milchindustrie am Anfang des 19. Jahrhunderts geprägt. Der Hafen spielte eine große Rolle: Holz aus dem Norden wurde eingeführt, Butter wurde ausgeführt, genauso wie Kohle aus dem Bergbau um Le Molay-Littry. Außerdem war die Fischerei noch bis zum Ende der 1970er Jahre sehr wichtig.

Isigny-sur-Mer wurde während des Zweiten Weltkrieges zu mehr als 60 % (am 8. Juni 1944) zerstört. Die Gemeinde lag zwischen den amerikanischen Landungsstränden Utah Beach und Omaha Beach.

Im Jahre 1924 wurde Isigny aufgrund seiner Nähe zum Meer amtlich in Isigny-sur-Mer umbenannt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Georges aus dem 13. Jahrhundert
  • Das Rathaus befindet sich in einem Schloss aus dem 18. Jahrhundert, im Stil Louis XVI.
  • Kapelle Saint-Roch, erbaut im 16. Jahrhundert

WirtschaftBearbeiten

Isigny-sur-Mer ist bekannt für seine Milchprodukte, die durch das AOC-Zeichen Isigny-Sainte-Mère geschützt sind. Die sogenannten Caramels d’Isigny sind sehr bekannt.

Seit dem 20. Jahrhundert werden auch Austern in der Bucht von Les Veys gezüchtet.

PartnergemeindenBearbeiten

Isigny-sur-Mer ist durch Partnerschaften verbunden mit:

PersönlichkeitenBearbeiten

Der normannische Ritter d’Isigny zog mit Wilhelm dem Eroberer nach England, wo er sich ansiedelte. Mit der Zeit ist aus d’Isigny der Name Disney geworden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Isigny-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. aktuelle Einwohnerzahlen gemäß INSEE
  2. René Lepelley. Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie.