DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1956

Die DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1956 waren die siebente Austragung der DDR-Meisterschaften der Männer und Frauen im Feldfaustball der DDR im Jahre 1956.

Die Finalspiele fanden am 15./16. September 1956 im „Stadion der Freundschaft“ in Görlitz statt.[1][2]

Zum zweitenmal erkämpften sich die Männer von Aktivist Hirschfelde durch einen Sieg in der entscheidenden Begegnung gegen Stahl Leipzig den Titel. Noch härter umstritten war die Meisterschaft der Frauen. Trotz größerer Routine musste Rotation Dresden Mitte dem wesentlich jüngeren Kollektiv von Empor Barby schließlich den Endsieg überlassen.[1]

FrauenBearbeiten

Empor Barby
Lok Schwerin
Einheit Weimar
Lok Köthen
Aktivist Staßfurt
Motor Zeiss Jena
Motor Görlitz
Rotation Dresden Mitte
Motor
Dresden Ost
Stahl Megu Leipzig
Chemie
Zeitz
Motor Suhl West
Standorte der Mannschaften der Frauenoberliga

Die Frauenliga wurde in zwei Gruppen ausgetragen.[3] Die ersten drei jeder Gruppe waren für das Finalturnier qualifiziert.[4]

Es waren folgende Spieltage geplant:[3]
Gruppe A:

  • 3. Juni in Dresden
  • 24. Juni in Leipzig
  • 22. Juli in Zeitz

Gruppe B:

  • 3. Juni in Weimar
  • 24. Juni in Barby
  • 15. Juli in Staßfurt
Gruppe A
Rotation Dresden Mitte
Motor Görlitz Mitte
Motor Megu Leipzig
Motor Suhl West
Chemie Zeitz
Motor Dresden Ost
Gruppe B
Empor Barby
Lokomotive Schwerin
Einheit Weimar
Lokomotive Köthen
Aktivist Staßfurt
Motor Zeiss Jena

Abstieg:[5] Die beiden letzten jeder Gruppe mussten sich untereinander um die Qualifikation für die Oberliga 1957 auseinandersetzen. Im Ergebnis der Spiele wurden die Absteiger Motor Dresden Ost und Motor Zeiss Jena durch die Aufsteiger Stahl Eisleben und Lokomotive Görlitz ersetzt.

Platz Mannschaft Punkte
1. Aktivist Staßfurt 6:0
2. Chemie Zeitz 4:2
3. Motor Dresden Ost 2:4
4. Motor Zeiss Jena 0:6

Aufstiegsspiele:[5]

Am 23. September 1956 wurden auf der Südkampfbahn in Leipzig-Connewitz die letzten Entscheidungen der Liga um den Aufstieg zur Oberliga und den Abstieg ausgetragen.

Abschlusstabelle der Aufstiegsspiele:

Platz Mannschaft Punkte
1. Stahl Eisleben 8:2
2. Lokomotive Görlitz 6:4
3. Chemie Jena 6:4
4. SG Leipzig-Eutritzsch 4:6
5. Einheit Rostock 4:6
6. Turbine Gardelegen 2:8


Finalspiele:[6]

  • Rotation Dresden Mitte – Empor Barby 25:24
  • Empor Barby – Lok Schwerin 33:23
  • Lok Schwerin – Rotation Dresden Mitte 31:29

In der Wiederholung gewann Empor Barby alle Spiele.[6]

Endstand:[2]

Platz Mannschaft  Punkte
1. Empor Barby  8:2
2. Rotation Dresden Mitte  8:2
3. Lok Schwerin  8:2
4. Motor Görlitz Mitte 4:6
5. Stahl Megu Leipzig 2:8
6. Einheit Weimar 0:10

MännerBearbeiten

H.
Fortschritt Zittau
Fortschritt Walddorf
Wissenschaft / Einheit Halle
Lok Dresden
Motor Großenhain
Empor Rudolstadt
Stahl Megu Leipzig
Chemie Zeitz
Motor West Erfurt
Motor Suhl Mitte
Fortschritt Apolda
Aktivist Staßfurt
Mannschaften der Männeroberliga, farblich nach Staffeln sortiert
H.=Aktivist Hirschfelde

Die Oberliga wurde in zwei Gruppen ausgetragen. Die ersten drei jeder Gruppe waren für das Finalturnier qualifiziert.[4]

Es waren folgende Spieltage geplant:[3]
Gruppe A:

  • 3. Juni in Zittau
  • 24. Juni in Halle (Sportplatz von Wissenschaft Halle)
  • 15. Juli in Großenhain
  • Die in Großenhain ausgefallenen Spiele wurden am 26. August auf den Dresdner Lok-Plätzen nachgeholt.[7]

Gruppe B:

  • 3. Juni in Halle (Sportplatz von Einheit Halle)
  • 24. Juni in Zeitz
  • 15. Juli in Magdeburg


Gruppe A[7]
Platz Mannschaft Punkte
1. Aktivist Hirschfelde 20:04
2. Wissenschaft Halle 16:08
3. Fortschritt Walddorf 12:12
4. Lokomotive Dresden 11:13
5. Fortschritt Süd Zittau 11:13
6. Empor Rudolstadt 08:16
7. Motor Großenhain 06:18
Gruppe B[8]
Platz Mannschaft Punkte
1. Stahl Megu Leipzig 20:04
2. Chemie Zeitz 17:07
3. Motor West Erfurt 14:10
4. Motor Mitte Suhl 14:10
5. Fortschritt Apolda 10:14
6. Aktivist Staßfurt 06:18
7. Einheit Halle 03:21

Abstieg:[5] Die beiden letzten Mannschaften jeder Gruppe spielten untereinander zwei Absteiger aus.

Platz Mannschaft Punkte  Punkte der
Entscheidungsrunde
1. Empor Rudolstadt 4:2 4:0
2. Motor Großenhain 4:2 2:2
3. Einheit Halle 4:2 0:4
4. Aktivist Staßfurt 8:0

Aufgrund der Punktgleichheit waren erneute Entscheidungsspiele nötig.

  • Empor Rudolstadt – Motor Großenhain 42:24
  • Motor Großenhain – Einheit Halle 45:21
  • Empor Rudolstadt – Einheit Halle 30:25

Aktivist Staßfurt und Einheit Halle traten in der nächsten Saison in der DDR-Liga an. Sie wurden durch Motor Rochlitz und Lokomotive Schwerin ersetzt.

Aufstiegsspiele:[5]

Am 23. September 1956 wurden auf der Südkampfbahn in Leipzig-Connewitz auch bei den Männern die entscheidenden Spiele um Auf- und Abstieg der Liga ausgetragen. Teilnehmer waren die Sieger der fünf regionalen Staffeln.[8]

Abschlusstabelle der Aufstiegsspiele:

Aufgrund Punktgleichheit wurde ein Entscheidungsspiel um Platz 2 notwendig.

  • Lokomotive Schwerin – Empor Barby 31:22
Platz Mannschaft Staffel  Punkte
1. Motor Rochlitz Süd 8:0
2. Lokomotive Schwerin Nord 4:4
3. Empor Barby Mitte 4:4
4. Motor Zeiss Jena West 2:6
5. Einheit Köpenick Ost 2:6

Finalspiele:[6]

  • Aktivist Hirschfelde – Stahl Megu Leipzig 41:31
  • Aktivist Hirschfelde – Motor West Erfurt 29:27
  • Chemie Zeitz – Motor West Erfurt 27:26
  • Stahl Megu Leipzig – Chemie Zeitz 31:28
  • Wissenschaft Halle – Fortschritt Walddorf 30:20

Entscheidungsspiel:

  • Aktivist Hirschfelde – Stahl Megu Leipzig (Hirschfelde gewinnt)

Endstand:[2]

Platz Mannschaft Punkte
1. Aktivist Hirschfelde 8:2
2. Stahl Megu Leipzig 8:2
3. Wissenschaft Halle 6:4
4. Chemie Zeitz  4:6
5. Motor Erfurt West  2:8
6. Fortschritt Walddorf  2:8

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b DDR-Meister im Faustball. In: Neues Deutschland. 19. September 1956, S. 6, abgerufen am 17. Oktober 2019 (kostenfreier online-Zugang erforderlich).
  2. a b c Görlitz – Höhepunkt des Faustballjahres 1956. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 1. Jahrgang, Nr. 5, Oktober 1956, ISSN 0323-3138, S. 1–3.
  3. a b c Wie, wo und wann spielen unsere Oberliga und Frauenliga? In: DFV (Hrsg.): Der Faustball. 1. Jahrgang, Nr. 1, Juni 1956, ISSN 0323-3138, S. 4 (Mehrere Mannschaften wurden in der Quelle falsch benannt; statt Turbine Halle startete Motor Zeiss Jena; dies wurde in der Folgeausgabe berichtigt.).
  4. a b Amtliche Bekanntmachung des Präsidiums. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 1. Jahrgang, Nr. 4, September 1956, ISSN 0323-3138, S. 9.
  5. a b c d Auf- und Abstieg entschieden. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 1. Jahrgang, Nr. 6, Oktober 1956, ISSN 0323-3138, S. 4–5.
  6. a b c DDR-Meisterschaften im Spiegel der Kritik. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 1. Jahrgang, Nr. 6, Oktober 1956, ISSN 0323-3138, S. 1–2.
  7. a b Letzte Punktspiele Männer Oberliga. In: DFV (Hrsg.): Der Faustball. 1. Jahrgang, Nr. 5, Oktober 1956, ISSN 0323-3138, S. 3.
  8. a b Abschluß in der Oberliga und Männerliga. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 1. Jahrgang, Nr. 3, August 1956, ISSN 0323-3138, S. 3.

WeblinkBearbeiten