DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1963

Die DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1963 waren die 14. Austragung der DDR-Meisterschaften der Männer und Frauen im Feldfaustball der DDR im Jahre 1963.

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14. DDR-Meisterschaften im Feldfaustball
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Platzierungen Männer
Goldmedaille Chemie Zeitz
Silbermedaille ISG Hirschfelde
Bronzemedaille Empor Rudolstadt
Platzierungen Frauen
Goldmedaille Energie Görlitz
Silbermedaille Lokomotive Schwerin
Bronzemedaille SG Leipzig-Eutritzsch

Der letzte Spieltag fand am 25. August 1963 im „Ernst-Thälmann-Stadion“ in Zeitz,[1] das finale Entscheidungsspiel der Männer aber erst am 6. Oktober 1963 an gleichem Ort statt.[2]

FrauenBearbeiten

Die Frauenliga wurde in diesem Jahr in vier Gruppen ausgetragen. Einheit Rostock, Lok Schwerin und Motor Rathenow traten in Gruppe I an; Aufsteiger Fortschritt Groitzsch, SG Eutritzsch und Aktivist Staßfurt spielten in Gruppe II, Medizin Weimar, Motor West Suhl und Chemie Jena in Gruppe III und Rotation Dresden Mitte, ISG Hirschfelde und Energie Görlitz in Gruppe IV.

Die Mannschaft von Lok Köthen, im Vorjahr noch Bronzemedaillengewinner, spielte nicht mehr in der Oberliga – vermutlich aufgrund der Regelung des Zwangsabstieges bei ungenügender Nachwuchsarbeit.

Einheit Rostock
Lok Schwerin
Motor Rathenow
Aktivist Staßfurt
SG Eutritzsch
Fortschritt Groitzsch
Chemie Jena
Medizin Weimar
Motor West Suhl
ISG Hirschfelde
Rotation Dresden Mitte
Energie Görlitz
Mannschaften der Frauenoberliga, farblich nach Gruppen sortiert


Abschlusstabelle:

Platz Mannschaft Punkte
1.[1] Energie Görlitz (N)
2.[1] Lokomotive Schwerin
3.[1] SG Leipzig-Eutritzsch
Einheit Rostock (M)
ISG Hirschfelde
Motor Rathenow
Fortschritt Groitzsch (N)
Motor West Suhl
Rotation Dresden Mitte
Aktivist Staßfurt
Medizin Weimar
Chemie Jena (N)

Auf-/Abstieg: Da in der Vorsaison keine Mannschaft abstieg, spielten zwölf Mannschaften in der Frauen-Oberliga, von denen daher vier absteigen sollten, letztlich aber – bei fünf Absteigern – nur sieben in der Oberliga verblieben. Zu den Aufstiegsspielen in Halle[3] hatten acht Mannschaften gemeldet, von denen drei nicht teilnahmen. Lok Schleife und Chemie Weißwasser erreichten den Aufstieg zur Oberliga 1964.

Platz Mannschaft Punkte
1. Lokomotive Schleife 8:0
2. Chemie Weißwasser 6:2
3. Turbine Halle 4:4
4. Lokomotive Schwerin II 2:6
5. Empor Grabow 0:8
Medizin Weimar nicht angetreten
SG Heidenau abgesagt
Motor Radeberg abgesagt

MännerBearbeiten

ISG Hirschfelde
Fortschritt Zittau
Empor Rudolstadt
Fortschritt Glauchau
SG Eutritzsch
Chemie Zeitz
Motor West Erfurt
Lok Wittstock
Empor Barby
Einheit Halle
Lok Schwerin
Mannschaften der Männeroberliga, farblich nach Staffeln sortiert

Die Mannschaften spielten wie in den Vorjahren in zwei Staffeln, wobei gegenüber dem Vorjahr Empor Rudolstadt und Chemie Zeitz die Staffeln wechselten. An den Spieltagen 1 und 3 spielten die Staffeln untereinander und an den Spieltagen 2 und 4 gegen die Mannschaften der anderen Staffel.

ISG Hirschfelde I und II, Fortschritt Zittau, Empor Rudolstadt, Fortschritt Glauchau und Aufsteiger SG Eutritzsch spielten in Staffel I; Chemie Zeitz, Motor West Erfurt, Lok Wittstock, Empor Barby, Einheit Halle und Aufsteiger Lok Schwerin in Staffel II.

Aufgrund gleicher Punktestände zwischen den beiden Ersten der Punktspielrunde wurde ein Entscheidungsspiel am 6. Oktober 1963 im Ernst-Thälmann-Stadion in Zeitz ausgetragen.[2]

Finale

  • Chemie Zeitz – ISG Hirschfelde 35:20 (16:9)

Damit lösten die Zeitzer den seit 1955 erfolgreichen DDR-Meister aus Hirschfelde ab.


Abschlusstabelle:

Platz Mannschaft Punkte
1. Chemie Zeitz 40:4
2. ISG Hirschfelde (M) 40:4
3. Empor Rudolstadt
Lok Wittstock
Empor Barby
Fortschritt Zittau
Motor West Erfurt
ISG Hirschfelde II
SG Leipzig-Eutritzsch (N)
Einheit Halle
Fortschritt Glauchau
Lok Schwerin (N)

Auf-/Abstieg: Die Mannschaften auf den beiden letzten Plätzen stiegen direkt ab. Am 11. August 1963 fanden die Aufstiegsspiele in Leipzig statt. Die acht qualifizierten Mannschaften spielten in zwei Staffeln. In Vergleichen unter den jeweils ersten beiden setzten sich am Ende beide Dresdner Mannschaften Motor Dresden Ost und Rotation Dresden Mitte durch.[3]

Staffel A
Platz Mannschaft
1. Motor Dresden Ost
2. Chemie Jena
3. Lokomotive Güstrow
4. Fortschritt Eppendorf
Staffel B
Platz Mannschaft
1. Rotation Dresden Mitte
2. Chemie Zeitz II
3. Schleusingen
4. Motor Rathenow

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Energie Görlitz Frauenmeister. Titel bei den Männern noch nicht vergeben. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 8. Jahrgang, Nr. 6, September 1963, ISSN 0323-3138, S. 1–3.
  2. a b Chemie Zeitz Deutscher Meister 1963. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 8. Jahrgang, Nr. 7, November 1963, ISSN 0323-3138, S. 3.
  3. a b Aufstiegsspiele zur Oberliga. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 8. Jahrgang, Nr. 6, September 1963, ISSN 0323-3138, S. 4.

WeblinkBearbeiten