DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1972

Die DDR-Meisterschaften im Feldfaustball 1972 waren seit 1949 die 23. Austragung der Meisterschaften im Faustball in der DDR im Jahre 1972.

Die Finalkämpfe der vier besten Mannschaften der Oberliga fanden am Sonnabend, den 23.[1] September 1972 in Hirschfelde statt.[2]

FrauenBearbeiten

SG Görlitz
Chemie Weißwasser
TSG Berlin-Oberschöneweide
ISG Hirschfelde
Pentacon Dresden
Lok Schwerin
Lok Schleife
Motor Leipzig Mockau
Mannschaften der Frauenoberliga

Abschlusstabelle nach der Hauptrunde:[1]

Platz Mannschaft Punkte  Siege Remis Niederlagen Bälle
1. SG Görlitz (M) 23:5 11 1 2 447:325 +122
2. Chemie Weißwasser (N) 23:5 11 1 2 415:334 +81
3. TSG Berlin-Oberschöneweide 18:10 8 2 4 356:333
4. ISG Hirschfelde 14:14 7 7 410:357
5. Pentacon Dresden 14:14 6 2 6 336:347
6. Lokomotive Schwerin 11:17 5 1 8 359:379
7. Lokomotive Schleife 9:19 4 1 9 341:420
8. Motor Leipzig-Mockau (N) 0:28 14 261:430

Absteiger zur DDR-Liga waren der sieglose Neuling Motor Leipzig-Mockau und Lok Schleife.[1]

In der Aufstiegsrunde der Frauen in Wildau erreichten die Mannschaften Motor Rathenow und Chemie Jena die Oberliga.[3]

Aufstiegsrunde:[4][5]

Platz Mannschaft Punkte
1. Motor Rathenow  8:0
2. Chemie Jena 6:2
3. Lokomotive Dresden 4:4
4. Fortschritt Groitzsch  2:6
5. Spielgemeinschaft Görlitz 0:8

Finalrunde:[6][7]

In den Finalspielen traten der Erstplatzierte der Hauptrunde gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten an.

Halbfinale:

  • SG Görlitz – ISG Hirschfelde 42:29 (21:16)
  • TSG Berlin-Oberschöneweide – Chemie Weißwasser 37:33 nach Verlängerung (9:15, 28:28)

Spiel um Platz 3:[2]

  • ISG Hirschfelde — Chemie Weißwasser 37:24 (20:11)

Finale:[2]

  • SG Görlitz — TSG Berlin-Oberschöneweide 42:35 (24:15)

Abschlusstabelle

Platz Mannschaft
1. SG Görlitz
2. TSG Berlin-Oberschöneweide
3. ISG Hirschfelde
4. Chemie Weißwasser

Aufsteiger zur Oberliga waren Motor Rathenow und Chemie Jena.[5]

MännerBearbeiten

Chemie Zeitz
ISG   
Hirschfelde
Rotation und Lok Dresden
Motor
Greiz
Motor Schleusingen
Fortschritt Zittau
Medizin
Erfurt
Einheit Halle
Fortschritt Glauchau
Mannschaften der Männeroberliga

Abschlusstabelle nach der Hauptrunde:[8]

Platz Mannschaft Punkte  Siege Remis Niederlagen Bälle
1. Chemie Zeitz 30:6 15 3 587:446
2. Motor Greiz 23:13 11 1 6 583:532
3. ISG Hirschfelde 22:14 11 7 553:481
4. Lokomotive Dresden 20:16 9 2 7 525:528
5. Motor Schleusingen 18:18 8 9 519:558
6. Einheit Halle 15:21 7 1 10 525:535
7. Fortschritt Glauchau (N) 14:22 6 2 10 529:547 -18
8. Rotation Dresden (N) 14:22 7 11 507:545 -38
9. Medizin Erfurt 13:23 6 1 11 511:598
10. Fortschritt Zittau (M) 11:25 5 1 12 553:622

Abstieg: Als letztplatzierte Mannschaft musste der DDR-Meister Fortschritt Zittau in die DDR-Liga absteigen![8]

In der Aufstiegsrunde der Liga-Staffelsieger in Jüterbog erreichten die Mannschaften Lok Wittstock und Aktivist Freienhufen die Oberliga. Aufgrund der Erweiterung der Oberliga um einen Platz auf elf Mannschaften gab es zwei Relegationsspiele des Ligavorletzten Medizin Erfurt und des Drittplatzierten der Aufstiegsrunde Einheit Jüterbog im „Stadion der Eisenbahner“ in Delitzsch. Beide Mannschaften gewannen je ein Spiel, die Jüterboger aber erzielten die bessere Balldifferenz und stiegen damit auf.[9]

Aufstiegsrunde:[3][5]

Platz Mannschaft Punkte ±Bälle
1. Lokomotive Wittstock  8:2 +41
2. Aktivist Freienhufen 8:2 +22
3. Einheit Jüterbog 6:4 +11
4. Fortschritt Eppendorf 4:6 -10
5. Motor Zwickau-Süd 4:6 -21
6. SpG Görlitz 0:10 -20

Finalrunde:[6]

In den Finalspielen traten der Erstplatzierte der Hauptrunde gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten an.

Halbfinale:[2]

  • ISG Hirschfelde – Motor Greiz 43:31 (17:19)
  • Lok Dresden – Chemie Zeitz 40:32 (22:19)

Spiel um Platz 3:[2][2]

  • Chemie Zeitz — Motor Greiz 44:37 (27:16)

Finale:[2][7]

  • ISG Hirschfelde — Lok Dresden 42:36 (23:15)

Abschlusstabelle:

Platz Mannschaft
1. ISG Hirschfelde
2. Lokomotive Dresden
3. Chemie Zeitz
4. Motor Greiz

Weitere ErgebnisseBearbeiten

DDR-Meister:[10]

  • weibliche Jugend: Empor Barby
  • männliche Jugend: Lok Dresden
  • Schülerinnen: Lok Schleife
  • Schüler: ISG Hirschfelde

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Frauen, Oberliga. Vierter Platz hart umkämpft. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 8, August 1972, ISSN 0323-3138, S. 7–8.
  2. a b c d e f g SPORT in Zahlen. In: Berliner Zeitung. 25. September 1972, S. 6, abgerufen am 18. September 2019 (kostenfreier online-Zugang erforderlich).
  3. a b Aufstieg zur Männer-Oberliga: Lok Wittstock und Aktivist Freienhufen. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 11, November 1972, ISSN 0323-3138, S. 2.
  4. Aufstieg zur Frauen-Oberliga: Motor Rathenow und Chemie Jena. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 11, November 1972, ISSN 0323-3138, S. 2.
  5. a b c Tore • Punkte • Meter • Sekunden. In: Neues Deutschland. 13. Oktober 1972, S. 8, abgerufen am 18. September 2019 (kostenfreier online-Zugang erforderlich).
  6. a b Gunter Herzog: XXIII. DDR-Meisterschaften der Männer und Frauen: SG Görlitz und ISG Hirschfelde. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 9/10, Oktober 1972, ISSN 0323-3138, S. 1–2.
  7. a b Tore • Punkte • Meter • Sekunden. In: Neues Deutschland. 25. September 1972, S. 7, abgerufen am 18. September 2019 (kostenfreier online-Zugang erforderlich).
  8. a b Männer, Oberliga. Vorjahresmeister Zittau muß absteigen. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 9/10, Oktober 1972, ISSN 0323-3138, S. 3–4.
  9. Dora Gleisberg: Einheit Jüterbog gab den Routiniers aus Erfurt das Nachsehen. In: DFV (Hrsg.): der faustball. 17. Jahrgang, Nr. 11, November 1972, ISSN 0323-3138, S. 3.
  10. Tore • Punkte • Meter • Sekunden. In: Neues Deutschland. 20. November 1971, S. 7, abgerufen am 18. September 2019 (kostenfreier online-Zugang erforderlich).

WeblinksBearbeiten