Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Bezirk von Berlin

Marzahn-Hellersdorf ist der zehnte Verwaltungsbezirk von Berlin. Am 31. Dezember 2018 hatte er 268.548 Einwohner.[3] Er entstand 2001 durch die Fusion der Bezirke Marzahn und Hellersdorf.

Wappen von Marzahn-Hellersdorf
Wappen von Berlin
Marzahn-Hellersdorf
10. Bezirk von Berlin
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ OKoordinaten: 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ O
Fläche 61,8 km²
Einwohner 268.548 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte 4345 Einwohner/km²
Ausländeranteil 8,3[1] % (31. Dez. 2016)
Arbeitslosenquote 6,8[2] % (30. Okt. 2017)
Postleitzahl 12619, 12621, 12623, 12627, 12629, 12679, 12681, 12683, 12685, 12687, 12689
Adresse der
Verwaltung
Alice-Salomon-Platz 3
12627 Berlin
Website www.marzahn-hellersdorf.de
Durchschnittsalter 43,6 Jahre[1] (31. Dez. 2016)
Gliederung
Bezirksschlüssel 10
Gliederung des Bezirks

5 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Thomas Braun (AfD)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
Linke AfD SPD CDU Grüne
16 15 11 11 2
Sitzverteilung in der BVV

Der Berliner Bezirk wird landschaftlich durch den Flusslauf der Wuhle und dem Wuhletal geprägt. Die höchsten natürlichen Erhebungen in der Gegend sind die Ahrensfelder Berge und der Kienberg. Letzterer befindet sich in den Gärten der Welt, einem thematisch angelegten Erholungspark, der zu den besucherreichen Anziehungspunkten in Berlin zählt.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Bezirk liegt im Nordosten Berlins und grenzt im Westen an den Bezirk Lichtenberg, im Süden an den Bezirk Treptow-Köpenick sowie im Norden an den Landkreis Barnim und im Osten an den Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg.

ErhebungenBearbeiten

Die Anhöhen des Bezirks entstanden in der Eiszeit und wurden durch Ablagerung von Schutt und durch den Aushub beim Bau von Wohnhäusern erhöht und verdichtet. Die Ahrensfelder Berge sind mit 112 und 101 Meter die höchsten Erhebungen im Bezirk. Der Kienberg (102 Meter) und die Biesdorfer Höhe (82 Meter) sind weitere Anhöhen in Marzahn-Hellersdorf.

GewässerBearbeiten

 
Das Wuhletal

OrtsteileBearbeiten

Der Bezirk besteht aus fünf Ortsteilen. Die Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf bildeten von 1986 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hellersdorf. Die Ortsteile Biesdorf und Marzahn bildeten den Bezirk Marzahn. Der Ortsteil Marzahn setzt sich aus der Flur des Dorfes Marzahn und dem nördlichen Teil der Flur Friedrichsfelde zusammen.

 
Ahrensfelder Terrassen Marzahn-Nord
Ortsteil und Ortslagen Fläche (km²) Ein­wohner[4]
30. Juni 2019
Ein­wohner
pro km²
Lage
1001 Marzahn 19,54 110.415 5.651
BerlinMarzahnHellersdorfKaulsdorfMahlsdorfBiesdorfBrandenburg 
1002 Biesdorf
  • Biesdorf-Nord
  • Biesdorf-Süd
12,44 27.723 2.229
BerlinMarzahnHellersdorfKaulsdorfMahlsdorfBiesdorfBrandenburg 
1003 Kaulsdorf
  • Kaulsdorf-Nord
  • Kaulsdorf-Süd
8,81 19.366 2.198
BerlinMarzahnHellersdorfKaulsdorfMahlsdorfBiesdorfBrandenburg 
1004 Mahlsdorf
  • Mahlsdorf-Nord
  • Mahlsdorf-Süd
12,94 29.236 2.259
BerlinMarzahnHellersdorfKaulsdorfMahlsdorfBiesdorfBrandenburg 
1005 Hellersdorf
  • Hellersdorf-Nord
  • Hellersdorf-Mitte
  • Hellersdorf-Süd
8,10 81.808 10.100
BerlinMarzahnHellersdorfKaulsdorfMahlsdorfBiesdorfBrandenburg 

GeschichteBearbeiten

 
Altes Dorf Marzahn mit neuer Großwohnsiedlung, 1989

1920–1990Bearbeiten

Alle fünf Ortsteile, aus denen der Bezirk besteht, stammen ursprünglich aus dem Landkreis Niederbarnim und wurden 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz nach Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Ortsteilen Lichtenberg und Friedrichsfelde bildeten sie bis 1979 den Bezirk Lichtenberg. Durch den Aufbau des Neubaugebietes Marzahn wuchs Ende der 1970er Jahre vor allem der Ortsteil Marzahn, sodass 1979 aus den fünf aktuell den Bezirk bildenden Ortsteilen und dem nördlichen Teil von Friedrichsfelde (Gebiet westlich des Eisenbahnringes, umgangssprachlich nach der S-Bahn-Station Friedrichsfelde-Ost genannt) der Bezirk Marzahn gebildet wurde.

Nachdem die Einwohnerzahl – bedingt durch die Entstehung der Neubaugebiete in Hellersdorf und Kaulsdorf – weiter gestiegen war, wurde am 1. Juni 1986 aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf der Bezirk Hellersdorf gegründet, der bis zur Bezirksreform 2001 eigenständig blieb.

Seit 1990Bearbeiten

Im Jahr 1997 wurde das neugebaute Stadtzentrum Helle Mitte fertiggestellt, das seitdem das urbane Zentrum von Hellersdorf bildet. In den 2000er Jahren kam es zu einem starken Zuzug in die Einfamilienhausgebiete Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, während im nördlichen Teil des Bezirks die Abwanderung geringer wurde.

Zum 1. Januar 2001 wurde der Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Rahmen der Berliner Bezirksreform gegründet. Am 25. Mai 2009 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt. Nach Steglitz-Zehlendorf wies der Bezirk im Jahre 2018 die zweitniedrigste Kriminalitätsrate auf.[5]

BevölkerungBearbeiten

Am 30. Juni 2016 zählte der Bezirk Marzahn-Hellersdorf 268.548 Einwohner auf einer Fläche von 61,8 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 4.345 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 8,3 %, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 16,2 % lag.[1] Schätzungsweise leben rund 30.000 Russlanddeutsche in dem Bezirk.[6] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 11,5 %.[2]

In Marzahn-Hellersdorf hat es hinsichtlich der Demografie etliche Veränderungen gegeben. 1991 betrug das Durchschnittsalter der beiden Bezirke 30,5 Jahre. Es erhöhte sich bis 2009 um knapp zwölf Jahre auf 42,4 Jahre.[7] Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter 43,6 Jahre.[1]

Die Zahlen (Stand jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.[8][9]

SozialesBearbeiten

Im Jahr 2016 erreichten 32,7 % aller Schulabgänger im Bezirk Marzahn-Hellersdorf die allgemeine Hochschulreife (Berliner Durchschnitt: 45,8 %). Nur die Schülerschaft in Bezirk Neukölln schnitt mit einer geringeren Quote ab.[10]

Mit nur 16.677 in Sportvereinen und Betriebssportgemeinschaften organisierten Einwohnern im Jahr 2017 ist Marzahn-Hellersdorf der Berliner Bezirk mit der geringsten Anzahl an eingetragenen Sportclubmitgliedern.[11]

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

In Marzahn-Hellersdorf waren 2009 rund 10 % der Bevölkerung kirchensteuerpflichtig.[12] Im östlichen Teil Berlins leben zudem die wenigsten Muslime der Stadt. Der Anteil der Bevölkerung, der sich zu einem religiösen Glauben bekennt zählt damit im berlin- und deutschlandweiten Vergleich zu den geringsten.

WirtschaftBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

 
Hasse & Wrede Gebäude
 
Eastgate Berlin

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2.547 in Marzahn-Hellersdorf gemeldet.[13] Das waren 47 Betriebe mehr als im Jahr zuvor.

Marzahn-Hellersdorf verfügt mit dem Berlin eastside über das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt. Die wichtigsten (größeren) Unternehmen sind:

EinzelhandelBearbeiten

WirtschaftsverbandBearbeiten

Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e. V. (MHWK) wurde 1991 von Marzahner Unternehmen unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg“ gegründet. Dieser Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen Marzahn-Hellersdorfer Unternehmen und Angehöriger freier Berufe gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wahrzunehmen. Durch Informationen und Beratung bietet der MHWK außerdem seinen Mitgliedern Unterstützung bei ihren Aufgaben als Arbeitgeber, Unternehmer oder Freiberufler.[14]

InfrastrukturBearbeiten

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Durch Marzahn-Hellersdorf führen die S-Bahn-Linien S5, S7, S75 sowie die U-Bahn-Linie U5. Des Weiteren führen mehrere Straßenbahn- und Buslinien durch den Bezirk.

IndividualverkehrBearbeiten

 
Rettungshubschrauber des UKB

Über die Bundesstraßen B 1 / B 5 und B 158 sowie über die Landsberger Allee/Landsberger Chaussee hat der Bezirk eine Anbindung an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) mit den Anschlussstellen Berlin-Hohenschönhausen, Berlin-Marzahn und Berlin-Hellersdorf.

LuftverkehrBearbeiten

Ein Luftrettungszentrum ist am Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn eingerichtet und wird von der DRF Luftrettung betrieben. Auf dem Klinikgelände ist der Intensivtransporthubschrauber Christoph Berlin stationiert, der im Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr für Primäreinsätze (Notfallrettung) als auch für Sekundäreinsätze (Intensiv- und Verlegungsflüge) eingesetzt wird. Ein Hubschrauberlandeplatz ist Teil des Klinikareals.[15]

EnergieversorgungBearbeiten

Im Jahr 2014 wurde im Bezirk eine der größten deutschen Solaranlagen auf Wohngebäuden in Betrieb genommen. Die auf den Dächern von 50 Häusern im Ortsteil Hellersdorf installierten Sonnenkollektoren wurden von dem Wohnungsunternehmen Stadt und Land finanziert.[16]

PolitikBearbeiten

BezirksverordnetenversammlungBearbeiten

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[17]
Wahlbeteiligung: 59,0 %
 %
30
20
10
0
26,0
23,2
18,3
17,2
4,6
2,5
8,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[17]
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-5,2
+23,2
-8,1
-0,1
-1,2
+1,4
-10,0

Bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) 2001 kam die PDS (heute: Linkspartei) auf 51,1 % der gültigen Stimmen. Bei der Wahl 2016 erreichte sie nur noch 26,0 %, blieb aber stärkste Partei.

Die BVV tritt in der Regel einmal im Monat zusammen. Die Tagung ist frei zugänglich, und Bürgerinnen und Bürger können ihre Beiträge in die BVV einbringen.[18] Die Sitzungen werden seit 2010 als Livestream im Internet übertragen.

BezirksbürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister des neuen Bezirks war von 2001 bis 2006 Uwe Klett (PDS). Seine Nachfolgerin Dagmar Pohle (Die Linke) amtierte von 2006 bis 2011. Nach der Wahl zur BVV 2011 wurde Stefan Komoß (SPD) Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf. Bezirksstadträte waren Dagmar Pohle (Die Linke), Christian Gräff (CDU), Stephan Richter (SPD) und Juliane Witt (Die Linke).[19]

Im Jahr 2016 wurde Dagmar Pohle erneut Bezirksbürgermeisterin. Bezirksstadträte sind Gordon Lemm (SPD), Johannes Martin (CDU), Juliane Witt (Die Linke) und Thomas Braun (AfD).[20]

Marzahn-Hellersdorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister und in der AG Ressourcensteuerung vertreten.[21][22]

BundestagswahlenBearbeiten

Der Bundestagswahlkreis Berlin-Marzahn – Hellersdorf ist bekannt für seine polarisierte Wählerschaft. Parteien die dem sehr linken und sehr rechten Spektrum zugeordnet werden erreichten bei der Bundestagswahl 2017 zusammen fast die Hälfte aller Wählerstimmen.

WappenBearbeiten

Das Wappen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf greift auf die Gestaltungselemente des Wappens des alten Bezirks Marzahn zurück. Der Bezirk Hellersdorf mit seinen Ortsteilen war vor seiner Gründung Bestandteil des Bezirks Marzahn. Dennoch wollte die Bezirksverordnetenversammlung nicht das alte Wappen von Marzahn für den neuen Bezirk übernehmen. Das Bezirksamt bildete eine Wappenkommission, die den Heraldiker Lutz Döring mit dem Entwurf des neuen Wappens beauftragte. Das heutige Wappen wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappenbeschreibung: In grünem Schild ein schräglinker silberner Wellenbalken, darüber eine goldene Korngarbe mit fünf Ähren, darunter ein silbernes Zahnrad. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[23]

Wappenbegründung: Die Korngarbe mit Ähren symbolisiert die jahrhundertelange landwirtschaftliche Prägung aller Ortsteile des Bezirkes, und die fünf Ähren verweisen auf die fünf Ortsteile Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn, aus denen der Bezirk besteht. Der Wellenbalken steht für die Wuhle, die den Bezirk von Nord nach Süd durchfließt, und die vielen Gewässer des Bezirks. Die grüne Tingierung des Schildes steht für die großzügigen Grünflächen und Parks. Das Zahnrad symbolisiert wie im alten Wappen von Marzahn die starke Industrialisierung des Bezirks im 20. Jahrhundert. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

 
Rathaus und Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Der Bezirk unterhält folgende Städtepartnerschaften:[24]

Ungarn  Budapest, IV. Bezirk (Újpest) und XV. Bezirk (Rákospalota), Ungarn, seit 9. November 1991
Vereinigtes Konigreich  Halton, Vereinigtes Königreich, seit 25. Mai 1994
Vietnam  Hanoi, Stadtbezirk Hoàng Mai, Vietnam, seit 2. Dezember 2013
Deutschland  Lauingen (Donau), Deutschland, seit 10. Juni 1999
Weissrussland  Minsk, Stadtbezirke Partizan und Oktjabr, Weißrussland, seit 26. Mai 1993
Polen  Tychy (dt. Tichau), Polen, seit 10. Mai 1992

PolizeiBearbeiten

Die Direktion 6 der Berliner Landespolizei ist für die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg zuständig. Der Direktionsleiter der Direktion 5 ist Michael Lengwenings (Stand: 2017).[25]

BildungBearbeiten

 
Friedrich-Schiller-Grundschule Mahlsdorf

Im Jahr 2012 gab es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 30 Grundschulen, zwölf Integrierte Sekundarschulen, fünf Gymnasien[26] und zwei Oberstufenzentren.[27] Seit 2008 existiert im Bezirk die private Freie Schule am Elsengrund in Mahlsdorf.[28] Am Victor-Klemperer-Kolleg können Erwachsene in Vollzeit ihr Abitur ablegen.

GrundschulenBearbeiten

(Auswahl)

OberschulenBearbeiten

(Auswahl)

HochschuleBearbeiten

Die Alice-Salomon-Hochschule Berlin (ASH) ist eine Fachhochschule in Berlin-Hellersdorf mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegemanagement.

KulturBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Gärten der Welt zählen zu den bekanntesten Parkanlagen in Berlin. Sie waren 2017 Standort der Internationalen Gartenausstellung 2017.[30] Die Gärten sind in verschiedene Themengebiete aufgeteilt wie z. B. dem Garten des wiedergewonnenen Mondes (Chinesischer Garten), dem Garten des zusammenfließenden Wassers (Japanischer Garten), dem Balinesischer Garten, dem Garten der vier Ströme (Orientalischer Garten), dem Koreanischen Garten und dem Italienisch inspirierten Renaissancegarten. Ein Hecken-Irrgarten, ein Boden-Labyrinth sowie ein Karl-Foerster-Staudengarten sind ebenfalls Teil des Parks.

Das Schloss Biesdorf ist ein ehemaliges Herrenhaus und war lange im Besitz der Industriellenfamilie Siemens. Es wurde im Jahr 2016 denkmalgerecht saniert wiedereröffnet. Das Bauensemble dient als öffentliches Zentrum für Kunst und Kultur.[31]

Im Jahr 1985 wurde die Mosaiksäule Deutsch-Sowjetische Freundschaft in Marzahn errichtet.

MuseenBearbeiten

 
Gutshaus Mahlsdorf mit Gründerzeitmuseum

Es gibt mehrere Museen im Bezirk, wie das von Charlotte von Mahlsdorf aufgebaute Gründerzeitmuseum mit Europas größter zusammenhängender Sammlung von Gegenständen der Gründerzeit in Mahlsdorf. Das Bezirksmuseum im alten Angerdorf Alt-Marzahn zeigt in zwei Häusern regionale Geschichte aus 11.000 Jahren, beherbergt ein Archiv und bietet umfangreiche museumspädagogische Angebote. Im Ortsteil Mahlsdorf begrüßt das malerisch gelegene Kunsthaus ‚Flora‘ seine Gäste.

Das im Ortsteil Hellersdorf gelegene Ausstellungszentrum Pyramide wurde von dem Architektenehepaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte entworfen und 1996 eröffnet.

Kinos und MusikBearbeiten

 
Das ORWOhaus

Das ORWOhaus in der Frank-Zappa-Straße ist eine Anlaufstelle für Musiker und Künstler in Berlin. Es bietet auf rund 4000 m² Proberäume (rund um die Uhr bespielbar), Treffpunkte, Tonstudios, musiknahe Dienstleistungen und gemeinsame Aktivitäten wie Konzerte und Veranstaltungen.[32] Die Hallen im Erdgeschoss wurden ab dem Jahr 2011 zu Veranstaltungsräumen für Konzerte und Tour-Vorbereitungen ausgebaut. Jedes Jahr im Juli findet dort das ORWOHAUS-Festival statt.[33]

Anfang 2005 wurde im Bezirk das Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf gegründet, in dem Schüler aus der Musikschule Marzahn-Hellersdorf und Schüler aus anderen Musikschulen spielen.

Im Park des Schlosses Biesdorf befindet sich die Parkbühne mit rund 5000 Plätzen. Sie wird häufig für Konzertveranstaltungen, Parkfeste und Schultreffen genutzt.

Sport und FreizeitBearbeiten

Mit 82 Sportvereinen im Jahr 2017 ist Marzahn-Hellersdorf der Bezirk mit den wenigsten Sportvereinen und Betriebssportgruppen. Überregionale Bedeutung besitzt der Athletik-Club Berlin, verschiedene deutsche und Berliner Meister im Bereich Leichtathletik wurden von dem Verein hervorgebracht.

Der East Side Beach hat insgesamt fünf Plätze, die für Beachvolleyball und andere Strandsportarten zur Verfügung stehen. Hier fand 2011 die Deutsche Meisterschaft der U20-Mannschaften im Beachvolleyball statt.[34]

Eine weitere Anlage ist der „Hellersdorfer Walkout“ am Cecilienplatz. Hier können Hobbysportler zwischen zwei Routen wählen und sportliche Aufgaben erfüllen, die überall in der näheren Umgebung auf kleinen blau-weißen Schildern verteilt sind. Die „lässige Route“ hat eine Länge von rund 300 Metern und hat acht Stopps, während die „flotte Route“ etwa 1100 Meter lang ist und vierzehn Stopps hat.[35]

Wanderrouten wie der Wuhletal-Wanderweg,[36] der Wuhle-Hönow-Weg,[37] die Route Am Barnimhang,[38] und Neue Urbanität[39] sind für vielseitige sportliche Freizeitaktivitäten eingerichtet.

Das Bergwerk.Berlin im Einkaufszentrum Helle Mitte zählt zu den größten Hallen-Kletterparks in Europa.[40] Aus vier Kletterparcours besteht die Anlage.

Der Bezirk in der KunstBearbeiten

Ilka Bessin, eine ehemalige Komikerin aus dem brandenburgischen Luckenwalde, ist mit ihrem Künstlernamen Cindy aus Marzahn deutschlandweit bekannt geworden.[41]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Marzahn-Hellersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Marzahn-Hellersdorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2016 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 25. Juni 2016.
  2. a b Arbeitslosigkeit sinkt – Das Paradoxon des Berliner Arbeitsmarktes. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 2. November 2017.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel.
  4. Melderechtlich registriete Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2019, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 9. November 2019 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  5. kriminalitaetsatlas.berlin.de, abgerufen am 26. September201p
  6. Hannah Wagner: Angebliche Vergewaltigung. Die Russlanddeutschen in Marzahn sind „sehr wütend“. In: welt.de. 28. Januar 2016, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  7. Demografische Situation in Marzahn-Hellersdorf 2009 (Memento vom 16. Januar 2014 im Internet Archive) (PDF; 498 kB).
  8. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012. In: Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 12 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. S. 7.
  9. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2017. In: Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 17 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. S. 5.
  10. Steglitz-Zehlendorf hat die meisten Abiturienten, Berliner Morgenpost, abgerufen am 16. Januar 2020.
  11. Sportvereine im Land Berlin(PDF Seite 5), Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 16. Januar 2020.
  12. Der geteilte Glaube, Der Tagesspiegel, abgerufen am 18. Januar 2020.
  13. Berliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2013. Hrsgg. von der IHK Berlin, abgerufen am 29. Juni 2017.
  14. Website des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises e. V.
  15. Neuer Hubschrauberlandeplatz für Unfallkrankenhaus. In: Der Tagesspiegel, 28. Juli 2008, abgerufen am 25. Juni 2017.
  16. In Hellersdorf steht die größte Solaranlage auf Wohngebäuden, Berliner Morgenpost, abgerufen am 17. Januar 2020.
  17. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  18. Bezirksverordnetenversammlung – Termine und Informationen zur BVV auf mahe.berlin, abgerufen am 22. Februar 2018
  19. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Bezirksamtskollegium (Memento vom 13. Februar 2014 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  20. Bezirksamt Marzahn Hellersdorf. Das Bezirksamtskollegium
  21. Rat der Bürgermeister – abgerufen am 18. Mai 2019
  22. Kleine Anfrage der FDP – abgerufen am 18. Mai 2019
  23. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen, abgerufen am 19. Januar 2020.
  24. Städtepartnerschaften des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf. Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  25. Direktion 6 – Direktionsleiter. In: berlin.de, abgerufen am 2. Juli 2017.
  26. Schulen in Marzahn-Hellersdorf (Memento vom 8. Februar 2012 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 28. August 2018.
  27. Oberstufenzentren in Marzahn-Hellersdorf
  28. Freie Schule am Elsengrund
  29. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  30. Die Gärten der Welt – Zentrum internationaler Garten- und Landschaftskunst, Grün-Berlin, abgerufen am 5. Juli 2017.
  31. Wiedereröffnung von Schloss Biedorf. Pressemitteilung der BVV Marzahn-Hellersdorf; abgerufen am 18. Dezember 2016.
  32. Jugendtanzmusik. Hausmeister des Rock ′n′ Roll. In: taz, 29. Juli 2007
  33. ORWOhaus Festival, abgerufen am 30. Juni 2017.
  34. Deutsche Meisterschaft der U20 im Beachvolleyball. In: Website des Marzahner TSC, abgerufen am 20. Juni 2017.
  35. Der Hellersdorfer Walkout. (Memento vom 21. Januar 2017 im Internet Archive) Beschreibung der beiden Routen mit einigen zusätzlichen Angaben.
  36. Der Wuhletal-Wanderweg (Memento vom 15. April 2015 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  37. Wuhle-Hönow-Weg (Memento vom 29. Juli 2014 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  38. Am Barnimhang (Memento vom 28. Mai 2015 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  39. Neue Urbanität (Memento vom 20. März 2015 im Internet Archive). In: berlin.de, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  40. Hochseilgärten und Kletterparks – Höher, Krasser, Weiter, Feuerwehrmagazin, abgerufen am 22. Januar 2020.
  41. Pinke Schminke und spitze Witze, abgerufen am 7. Juni 2017.