Hauptmenü öffnen

Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

Bezirk von Berlin

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der vierte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 338.923 Einwohner per 30. Juni 2018.

Wappen von Charlottenburg-Wilmersdorf
Wappen von Berlin
Charlottenburg-Wilmersdorf
4. Bezirk von Berlin
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 29′ 56″ N, 13° 17′ 6″ OKoordinaten: 52° 29′ 56″ N, 13° 17′ 6″ O.
Fläche 64,72 km²
Einwohner 338.923 (30. Jun. 2018)
Bevölkerungsdichte 5237 Einwohner/km²
Ausländeranteil 29,2[1] % (31. Dez. 2016)
Arbeitslosenquote 7,9[2] % (30. Okt. 2017)
Postleitzahl 10585, 10587, 10589, 10623, 10625, 10627, 10629, 10707, 10709, 10711, 10713, 10715, 10717, 10719, 10777, 13627, 14050, 14052, 14053, 14055, 14057, 14059, 14193, 14197, 14199
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Charlottenburg
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin
Website www.charlottenburg-wilmersdorf.de
Durchschnittsalter 45,5 Jahre[1] (31. Dez. 2016)
Gliederung
Bezirksschlüssel 04
Gliederung des Bezirks

7 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Arne Herz (CDU)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
SPD CDU Grüne FDP AfD Linke
15 13 12 6 5 4
Sitzverteilung in der BVV

Er entstand 2001 mit der Berliner Verwaltungsreform durch die Fusion der damaligen Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf.

Der Bezirk gilt heute als eher bürgerlicher Wohnbezirk und weist eine vorteilhafte Sozialstruktur auf.[4]

Charlottenburg-Wilmersdorf ist eines der umsatzstärksten Geschäfts- und Handelszentren in Berlin. Die im Bezirk ansässige Technische Universität zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland.[5]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Charlottenburg ist hervorgegangen aus der Gemeinde Lietzenburg (ursprünglich: Lietzow), auf deren Territorium zu Ehren von Königin Sophie Charlotte das Schloss Charlottenburg errichtet und 1705 die Stadt Charlottenburg gegründet wurde. Bis zur Eingemeindung zu Groß-Berlin im Jahr 1920 entwickelte sich Charlottenburg zur reichsten Stadt Preußens.

Der ehemalige Bezirk Wilmersdorf und heutige Ortsteil wurde nach 1220 gegründet. Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die ersten Berliner Bürger Land und Bauernhäuser im damaligen Deutsch-Wilmersdorf und richteten Sommersitze in der Wilhelmsaue ein. Mit dem 1. April 1907 schied Wilmersdorf aus dem Kreis Teltow aus und wurde ein selbstständiger Stadtkreis. Ab 1912 führte die Stadt die Bezeichnung Berlin-Wilmersdorf. Zum 1. Oktober 1920 wurde die Großstadt nach Groß-Berlin eingemeindet.

Der Bezirk entstand zum 1. Januar 2001 durch die Fusion der beiden ehemaligen West-Berliner Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf. Im Jahr 2004 wurde der Bezirk in die heutigen Ortsteile gegliedert.

GeographieBearbeiten

Der Bereich um den Kurfürstendamm nimmt als City West neben der historischen Mitte eine der beiden Zentrumsfunktionen für ganz Berlin wahr. Nennenswerte im Bezirk gelegene Institutionen sind unter anderem die Technische Universität, die Universität der Künste, die Deutsche Oper, das Olympiastadion sowie das Messegelände unter dem Funkturm mit dem CityCube, der das nahegelegene Internationale Congress Centrum ICC ersetzt.

SiedlungsstrukturBearbeiten

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. Neben den dicht besiedelten Ortsteilen Wilmersdorf (Rang 7 in Berlin), Charlottenburg und Halensee (Rang 11 und 12) liegt Grunewald, einer der am dünnsten besiedelten Ortsteile Berlins. Im Ortsteil Grunewald leben drei Prozent der Bevölkerung des Bezirks auf mehr als einem Drittel der Gesamtfläche des Bezirks, allerdings entfallen rund 85 Prozent der Fläche des Ortsteils auf den unbewohnten Forst Grunewald und Wasserflächen. Zwei Drittel der Bevölkerung des Bezirks lebt in Charlottenburg und Wilmersdorf. Halensee ist nach dem Hansaviertel der zweitkleinste Ortsteil Berlins, während der Ortsteil Grunewald zu den größten zählt.

OrtsteileBearbeiten

 
Das Rathaus Charlottenburg ist Sitz des Bezirksbürgermeisters von Charlottenburg-Wilmersdorf

Der Bezirk unterteilt sich in sieben Ortsteile:

Ortsteile und
Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner[6]
30. Juni 2018
Ein­wohner
pro km²
Lage
0401 Charlottenburg
10,60 129.010 12.171
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0402 Wilmersdorf
7,16 100.943 14.098
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0403 Schmargendorf
3,59 21.704 6.046
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0404 Grunewald
22,30 10.830 486
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0405 Westend
13,50 41.574 3.080
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0406 Charlottenburg-Nord
6,20 19.506 3.146
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 
0407 Halensee
1,27 15.356 12.091
BerlinHalenseeWestendGrunewaldSchmargendorfWilmersdorfCharlottenburgCharlottenburg-Nord 

CharlottenburgBearbeiten

Der Ortsteil Charlottenburg umfasst unter anderem die historische Altstadt Charlottenburg mit dem gleichnamigen Schloss und das ehemalige Zooviertel, heute besser bekannt als City West oder zwischen den Weltkriegen auch Neuer Westen genannt. Bis heute nimmt die Gegend um den Bahnhof Zoo mit dem Boulevard Kurfürstendamm eine Zentrumsfunktion für große Teile des Berliner Westens ein.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ostteil der Ortslage stark zerstört, woran bis heute die in Teilen als Ruine erhaltene Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erinnert. Wesentlich weniger Zerstörungen erlitten der Norden und Westen Charlottenburg, sodass in gewissen Gegenden, wie etwa in der Altstadt oder dem Danckelmannkiez, ein fast homogenes Vorkriegsstadtbild erhalten blieb.

Charlottenburg-NordBearbeiten

Nördlich von Charlottenburg liegt der 2004 neu definierte Ortsteil Charlottenburg-Nord, der mit seinen Großwohnsiedlungen im Kontrast zur historischen und zum Teil sehr großzügig angelegten Bausubstanz im Süden liegt. Auch ist hier bereits die industrielle Atmosphäre des Berliner Nordens spürbar. Als Siedlungsgebiet entstand die Gegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg als Reaktion auf den allgegenwärtigen Wohnungsmangel.

WestendBearbeiten

 
Das Corbusierhaus in Westend

Ursprünglich ab den 1860er Jahren als reine Villenkolonie für die wachsende Großstadt Charlottenburg geplant, haben heute einige Gegenden in Westend auch das typische (West-)Berliner Ambiente mit einer Mischung aus Mietshäusern und Gewerbe. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 ließ das Nazi-Regime hier groß angelegte Sportstätten errichten, die bis heute für Großveranstaltungen genutzt werden. Eine Besonderheit ist das Corbusierhaus, ein Hochhaus, das vom Architekten Le Corbusier 1957 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau 1957 errichtet wurde.

WilmersdorfBearbeiten

Der heutige Ortsteil Wilmersdorf besteht im Wesentlichen aus dem ehemaligen Ortsteilzentrum des ehemaligen Bezirks Wilmersdorf um die sogenannte „Carstenn-Figur“, einer historischen Straßenstruktur mit der Bundesallee (bis 1950: Kaiserallee) im Zentrum und den vier Eckpunkten Fasanenplatz, Nürnberger Platz, Prager Platz und Nikolsburger Platz. Die Gegend östlich der Bundesallee wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, sodass die historische Stadtstruktur dort kaum noch erkennbar ist. Auch die autogerechte Stadtplanung der 1960er und 1970er Jahre trug in diesem Teil der Ortslage stark dazu bei, das geschlossene stadtplanerische Bild der Wilmersdorfer Carstenn-Figur zu zerstören. Westlich der Bundesallee hingegen sind Ensembles wie die Schmuckplätze Fasanenplatz und Nikolsburger Platz gut erhalten.

Die eigentliche Keimzelle der Ortslage, ist die nördlich des Volksparks Wilmersdorf gelegene Wilhelmsaue mit der neogotischen Auenkirche und dem Schoeler-Schlösschen, dem ältesten Gebäude Wilmersdorfs. Der Volkspark entstand 1915 an Stelle des ehemaligen Wilmersdorfer Sees, der ab 1915 trockengelegt wurde.

Südlich angrenzend und ebenfalls zum Ortsteil Wilmersdorf gehörend, befindet sich das Rheingauviertel und die Künstlerkolonie. Das Rheingauviertel wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Landhauskolonie im englischen Stil für gehobenes Wohnen fertiggestellt und ist in dieser Gestalt weitestgehend erhalten. Auch die Künstlerkolonie aus den 1920er Jahren, die von der Interessenvertretung für Künstler und Schriftsteller für die Kulturschaffenden Berlins errichtet wurde, ist in ihrer Gestalt größtenteils unverändert geblieben.

HalenseeBearbeiten

Benannt nach dem im angrenzenden Grunewald gelegenen Halensee wurde die Gegend des heutigen Ortsteils Halensee als Villen- und Mietshaussiedlung für gehobenes Wohnen geplant. In den 1920er Jahren siedelten sich hier viele russische Emigranten an, die ihre Heimat in Folge der Oktoberrevolution hatten verlassen müssen. Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg trafen Halensee besonders stark und der anschließende Wiederaufbau veränderten den Charakter des Ortsteils nachhaltig. Es entstanden zunächst vor allem Bauten des Sozialen Wohnungsbaus und später zahlreiche Bürohochhäuser und die Stadtautobahn. Diese Trasse begrenzt Halensee zu den Ortsteilen Grunewald und Schmargendorf. Der Kurfürstendamm teilt den kleinen Ortsteil in zwei Hälften.

SchmargendorfBearbeiten

Zwischen AVUS und dem Grunewald liegt Schmargendorf, das seinen kleinstädtischen Charakter mit seinem eigenen historischen Ortsteilzentrum bis heute erhalten hat. Besonderer Beliebtheit bei Hochzeitspaaren erfreut sich das Standesamt im historischen Rathaus Schmargendorf. In der Friedrichshaller Straße 23 wohnte Lilly Wust, besser bekannt als Aimée aus dem Film und Tatsachenroman Aimée & Jaguar, der von ihrer Liebe zu der jüdischen Journalistin Felice Schragenheim erzählt. Ein Großteil der Handlung von Film und Buch spielt in ebendieser Wohnung.

GrunewaldBearbeiten

Der Ortsteil Grunewald ist benannt nach dem gleichnamigen Forst, der einen Großteil seiner Fläche einnimmt. Seit seiner Entstehung in den 1880er Jahren, zählt er zu wohlhabendsten Gebieten Berlins. Grunewald ist geprägt von herrschaftlicher Villenbebauung, wie beispielsweise dem Palais Mendelssohn, das in den 1960er Jahren mit zeitgenössischen Bauelementen wiederhergestellt wurde und seither von der Johannischen Kirche als St.-Michaels-Heim genutzt wird. Damals wie heute befinden sich viele Botschaften und zahlreiche Botschafter-Residenzen im Ortsteil Grunewald. Eine dunkle Geschichte hat der Bahnhof Grunewald. Von dort erfolgte ab 1941 die Deportation der Berliner Juden, vornehmlich in Konzentrations- und Vernichtungslager in Osteuropa. An diese Verbrechen erinnert seit 1988 das Mahnmal Gleis 17.

BevölkerungBearbeiten

 
Bevölkerungspyramide des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorfs 2010

Charlottenburg-Wilmersdorf gilt als eher bürgerlicher Bezirk. Per 30. Juni 2018 zählte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 338.923 Einwohner auf einer Fläche von 64,7 Quadratkilometern.[6] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 5.237 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 29,2 %, während insgesamt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 39,6 % lag.[1] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 10,7 %.[2] Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 45,5 Jahre.[1]

Bevölkerung nach Herkunft (2012)
Deutsche ohne Migrationshintergrund 66,0 % (209.700)
Deutsche mit Migrationshintergrund bzw. Ausländer 34,0 % (110.000)
Andere (Europäische Union, Israel, Ostasien, USA etc.) 13,1 % (44.500)
Muslimischer/nahöstlicher Migrationshintergrund (Türkei, Arabische Liga, Iran) 8,0 % (25.500)
Ehemalige Sowjetunion 4,4 % (14.000)
Polnischer Migrationshintergrund 3,5 % (11.000)
Ehemaliges Jugoslawien 2,5 %00(7500)
Afrodeutsche 2,5 %00(7500)

SakralbautenBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

 
Ludwig-Erhard-Haus der IHK Berlin

Institutionen und StandorteBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

Im Vergleich mit den anderen Berliner Bezirken sind mit etwa 28.000 Unternehmen in Charlottenburg-Wilmersdorf die meisten Unternehmen ansässig.[7]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Belege fehlen, Relevanzdarstellung fehlt (Bedeutung für den Bezirk, Mitarbeiterzahlen vor Ort usw., vgl. WP:FVS#Unternehmen, Vereine und Persönlichkeiten), ggf. (erg.) Fließtext statt reine Liste, siehe auch Artikeldisk
Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

HandwerkBearbeiten

Im Jahr 2012 waren von den 30.862 in Berlin ansässigen Handwerksbetrieben insgesamt 2761 in Charlottenburg-Wilmersdorf gemeldet.[8]

InfrastrukturBearbeiten

IndividualverkehrBearbeiten

KraftverkehrBearbeiten

Die Autobahnen A 100, A 111 und A 115 sowie die Bundesstraßen B 2 und B 5 führen durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Bemerkenswert für den Individualverkehr sind in diesem Zusammenhang die beiden folgenden historischen Garagen:

FahrradverkehrBearbeiten

Einige regionale und internationale Radwanderwege verlaufen durch den Bezirk, u. a. der Spreeradweg[9] und der Europaradweg R1.[10]

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Die S-Bahn-Linien S5, S7, S41, S42, S45, S46 und S75 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U7 und U9 führen durch den Bezirk.

PolitikBearbeiten

BezirksverordnetenversammlungBearbeiten

Die Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf wurde im September 2016 gewählt.

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[11]
Wahlbeteiligung: 62,9 %
 %
30
20
10
0
25,1
21,6
19,8
10,3
9,7
7,9
5,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[11]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-3,7
-8,5
-4,1
+7,6
+9,7
+4,5
-5,6

BezirksbürgermeisterBearbeiten

  • Bürgermeister der Stadt Charlottenburg 1705 bis 1920: → siehe hier
  • Bürgermeister des Bezirks Charlottenburg 1921 bis 2000: → siehe hier
  • Gemeindevorsteher und Bürgermeister des Bezirks Wilmersdorf 1875 bis 2000: → siehe hier
Zeitraum Name Partei
2000–2001 Andreas Statzkowski CDU
2001–2011 Monika Thiemen SPD
seit 2011 Reinhard Naumann SPD

Vertretung auf LandesebeneBearbeiten

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.[12]

WappenBearbeiten

Das Wappen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf wurde am 4. September 2001 durch den Senat von Berlin verliehen.

Wappenbeschreibung: Unter silbern-blau gespaltenem Schildhaupt, darin drei Lilien in verwechselten Farben, in Gold ein gezinntes blaues Burgtor mit offenem schwarzem Fallgatter, die Seitentürme mit Kuppeldächern, der Mittelbau mit einem Walmdach, das oben mit zwei abgewendeten Flaggen besteckt ist, die rechte schwarz-silbern, die linke silbern-rot geteilt. Die Seitentürme sind belegt mit je einem Schild: rechts in Silber ein goldengekrönter und -bewehrter schwarzer Adler mit goldenen Kleeblattstängeln auf den Flügeln und auf der Brust belegt mit dem goldenen Monogramm FR, überhöht von einer goldenen Königskrone; links in Rot ein silbernes springendes Ross. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[13]

Wappenbegründung: Das Wappen wurde aus den bisherigen eigenen Wappen der Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf erstellt. Das untere Feld des geteilten Schildes zeigt ein schwebendes blaues gezinntes Burgtor mit aufgezogenem schwarzen Fallgatter im Durchgang des Mittelbaus. Dieses Element Charlottenburgs hat einige geschichtliche Details – der vordere Turm symbolisiert das Königreich Preußen mit dem auflegten Schild mit Preußischem Adler und der schwarz-weißen Flagge, während der hintere Turm für das Haus Hannover steht, mit dem springenden Ross und der weiß-roten Flagge. Das Element des Schlosses Charlottenburg wurde um die drei blau-silberfarbenen Lilien angereichert, die aus dem Wappen des Bezirks Wilmersdorf entlehnt wurden – diese Elemente verweisen dabei auf die Gründer von Wilmersdorf aus dem 1802 ausgestorbenen Geschlecht derer von Wilmersdorf. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

PartnerschaftenBearbeiten

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat folgende Partnerschaften:[14]

International
Niederlande  Apeldoorn (Niederlande), seit 5. Januar 1968 mit Wilmersdorf
Ungarn  Budapest (fünfter Bezirk, Ungarn), seit 9. Juni 1998 mit Charlottenburg
Frankreich  Gagny (Frankreich), seit 1992 mit Wilmersdorf
Danemark  Gladsaxe (Dänemark), seit 5. Januar 1968 mit Wilmersdorf
Israel  Karmi’el (Israel), seit 16. Januar 1985 mit Wilmersdorf
Ukraine  Kiew (Ukraine), seit 21. Februar 1991 mit Wilmersdorf
Vereinigtes Konigreich  London Borough of Lewisham (Vereinigtes Königreich), seit 19. März 1968 mit Charlottenburg
Osterreich  Linz (Österreich), seit 9. Juni 1998 mit Charlottenburg
Polen  Międzyrzecz (ehem. Meseritz, Polen), seit 11. Juni 1993 mit Wilmersdorf
Israel  Or Jehuda (Israel), seit 1966 mit Charlottenburg
Kroatien  Split (Kroatien), seit 5. Mai 1970 mit Wilmersdorf
Vereinigtes Konigreich  London Borough of Sutton (Vereinigtes Königreich), seit 18. April 1968 mit Wilmersdorf
Italien  Trient (Italien), seit 11. Mai 1966 mit Charlottenburg

National

BundeswehrBearbeiten

 
Die Patenschaftsurkunde aus dem Jahr 1999 zwischen dem Bezirk Wilmersdorf und der 5. Wachbataillon BMVg

Das 5. Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung pflegt seit dem Jahr 1999 eine Patenschaft mit dem Bezirk Wilmersdorf, die im Jahr 2001 durch den fusionierten Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übernommen wurde.[15]

PolizeiBearbeiten

Die Direktion 2 der Berliner Landespolizei ist für die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau zuständig.

BildungBearbeiten

SportBearbeiten

KulturBearbeiten

BühnenBearbeiten

Clubs, Bars und CafésBearbeiten

MuseenBearbeiten

KinosBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

VeranstaltungenBearbeiten

Persönlichkeiten des BezirksBearbeiten

FilmeBearbeiten

  • Bilderbuch: Berlin Charlottenburg. Gezeigt in: RBB, 1. August 2017, 21 Uhr, Länge: 43 Min.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Charlottenburg-Wilmersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Charlottenburg-Wilmersdorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2016 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 26. Juni 2017.
  2. a b Arbeitslosigkeit sinkt – Das Paradoxon des Berliner Arbeitsmarktes. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 2. November 2017.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Handlungsorientierter Sozialstrukturatlas Berlin 2013. (PDF; 17 MB) Gesundheitsberichterstattung Berlin – Spezialbericht. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, S. 15, abgerufen am 28. Juli 2015.
  5. TU9 – Excellence in Engineering and the Natural Sciences – Made in Germany. TU9, abgerufen am 29. Juni 2017.
  6. a b Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2018, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 26. November 2018 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  7. Charlottenburg-Wilmersdorf. Business Location Center von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, abgerufen am 12. November 2017.
  8. Berliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2013. Hrsgg. von der IHK Berlin, abgerufen am 29. Juni 2017.
  9. Spreeradweg – Teilstrecke im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. 8. September 2016, abgerufen am 19. Mai 2017.
  10. Europaradweg R1 (Ost)/Land Berlin. Abgerufen am 19. Mai 2017.
  11. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  12. Rat der Bürgermeister – abgerufen am 18. Mai 2019
  13. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen.
  14. Partnerschaften. Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, abgerufen am 3. Januar 2015.
  15. Kommando-Übergabe. 22. August 2017, abgerufen am 2. März 2019.