Bezirk Steglitz-Zehlendorf

Bezirk von Berlin

Steglitz-Zehlendorf ist der sechste Verwaltungsbezirk von Berlin.[1] Am 31. Dezember 2020 hatte der Bezirk 308.840 Einwohner. Der im Südwesten Berlins gelegene Bezirk entstand 2001 im Zuge der Berliner Verwaltungsreform durch die Zusammenlegung der früheren Bezirke Steglitz und Zehlendorf.

Wappen von Steglitz-Zehlendorf
Wappen von Berlin
Steglitz-Zehlendorf
6. Bezirk von Berlin
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
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Fläche 102,50 km²
Einwohner 308.840 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 3013 Einwohner/km²
Adresse der
Verwaltung
Kirchstraße 1/3
14163 Berlin
Website www.steglitz-zehlendorf.de
Ortsteile Dahlem
Lankwitz
Lichterfelde
Nikolassee
Schlachtensee
Steglitz
Wannsee
Zehlendorf
Politik
Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU)

Steglitz-Zehlendorf gilt als wohlhabender Bezirk mit einer günstigen Sozialstruktur.[2] Im Jahr 2016 war der Altbezirk Zehlendorf mit den Ortsteilen Dahlem, Nikolassee, Wannsee und Zehlendorf der Berliner Bezirk, in dem mehr Einwohner mit einem Jahreseinkommen über 500.000 Euro lebten als in anderen Bezirken der Stadt.[3] Der neu geschaffene Ortsteil Schlachtensee entstand am 11. Dezember 2020.

Die Hochschul- und Forschungslandschaft im Bezirk ist international renommiert und gilt als Anziehungspunkt für Wissenschaftler aus aller Welt.[4] Zu den wesentlichen kulturellen Zentren zählen u. a. das Literarische Colloquium Berlin, der Botanische Garten, das Brücke-Museum und der Titania-Palast.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Steglitz-Zehlendorf grenzt im Westen an die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, ferner an die Berliner Bezirke Spandau (nordwestlich), Charlottenburg-Wilmersdorf (nördlich), sowie Tempelhof-Schöneberg im Osten. Hinter der Landesgrenze im Süden liegen Kleinmachnow und Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. In ost-westlicher Richtung erstreckt sich der Bezirk über 19 Kilometer und in nord-südlicher Richtung über 9 Kilometer.

Der westlichste Punkt Berlins befindet sich im Ortsteil Wannsee in der Havel, auf der die Grenze zu Brandenburg verläuft.

BesiedlungBearbeiten

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst ausgedehnte Erholungsgebiete, Villensiedlungen sowie unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist im nördlichen Teil geprägt von der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde und kleineren Einzelhandelszentren; in Lichterfelde-Süd finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der weiter östlich gelegene Ortsteil Steglitz ist hingegen stärker städtisch strukturiert, wie die Schloßstraße im Ortskern mit der höchsten Ladendichte Berlins zeigt.[5] Sie stellt das Hauptzentrum für die südwestlichen Bezirke der Stadt dar.[6] Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem liegen, entgegen der eigenen Bezeichnung, im Ortsteil Lichterfelde.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Steglitz und Lichterfelde, die beide von der Einwohnerzahl her in das oberste Viertel aller 97 Berliner Ortsteile gehören, lebt die Hälfte der Bevölkerung. Wannsee, der größte Ortsteil von Steglitz-Zehlendorf mit fast einem Viertel der Gesamtfläche, ist mit seinen drei Prozent Bevölkerungsanteil sehr dünn besiedelt.

OrtsteileBearbeiten

 
Botanischer Garten in Lichterfelde
 
Bierpinsel in Steglitz
Ortsteile
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner[7]
31. Dezember 2020
Ein­wohner
pro km²
Lage
0601 Steglitz 6,79 75.578 11.131
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0602 Lichterfelde
  • Lichterfelde West
  • Lichterfelde Ost
  • Lichterfelde Süd
18,22 85.885 4.714
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0603 Lankwitz 6,99 43.558 6.231
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0604 Zehlendorf 18,83 54.328 2.885
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0605 Dahlem 8,39 16.916 2.016
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0606 Nikolassee 19,61 11.642 594
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0607 Wannsee 23,68 10.126 428
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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0608 Schlachtensee 4,05 10.573 2.611
BerlinBrandenburgWannseeNikolasseeSchlachtenseeZehlendorfDahlemSteglitzLankwitzLichterfelde 
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GeschichteBearbeiten

Die vormaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf wurden 1920 bei der Bildung von Groß-Berlin aus zuvor eigenständigen Landgemeinden sowie Gutsbezirken des Landkreises Teltow gebildet.

Das gesamte Gebiet des heutigen Bezirks gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1990 zusammen mit den Bezirken Tempelhof, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg zum Amerikanischen Sektor von Berlin, vgl. auch → Geteilte Stadt (dort hellblauer Bereich).

Im Jahr 2001 wurden die beiden ehemals eigenständigen Bezirke im Rahmen der Berliner Verwaltungsreform zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf zusammengelegt.

Im Dezember 2020 wurde auf betreiben von Anwohnern der neue Ortsteil Schlachtensee gegründet.[8]

BevölkerungBearbeiten

ÜberblickBearbeiten

Am 31. Dezember 2020 zählte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf 308.840 Einwohner. Bedingt durch den Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von knapp 103 Quadratkilometern[9] sowie die in der Mehrzahl aufgelockerte Bebauung lag am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei 3.013 Einwohnern pro Quadratkilometer (siehe hierzu auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins).

Die Einwohnerzahlen (Stand jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.[10][11]

BevölkerungsstrukturBearbeiten

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung von Steglitz-Zehlendorf am 31. Dezember 2020.[12]

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 146.492 47,4 %
weiblich 162.348 52,6 %
Insgesamt 308.840 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 053.801 17,4 %
20 bis unter 40 070.573 22,9 %
40 bis unter 60 085.025 27,5 %
ab 60 099.441 32,2 %
Insgesamt 308.840 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 218.129 70,8 %
Deutsche mit Migrationshintergrund 042.270 13,7 %
Ausländer 047.741 15,5 %
Insgesamt 308.840 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 010.847 03,5 %
mittlere Wohnlagen 116.350 37,7 %
gute Wohnlagen 181.643 58,8 %
Insgesamt 308.840 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch 073.324 23,8 %
römisch-katholisch 034.313 11,1 %
sonstige bzw. keine 201.203 65,1 %
Insgesamt 308.840 100 %

Das Durchschnittsalter lag am 31. Dezember 2020 bei 46,3 Jahren (Berliner Durchschnitt 42,8 Jahre) und ist damit das höchste aller Berliner Bezirke.[12]

WirtschaftBearbeiten

Größte Arbeitgeber und HandwerksbetriebeBearbeiten

 
Lindner-Filiale

Zu den größten Arbeitgebern im Bezirk zählen die medizinischen Einrichtungen Lungenklinik Heckeshorn im Helios-Verbund und das Krankenhaus Waldfriede sowie die wissenschaftlichen Institutionen. Darüber hinaus spielt das in Berlin gegründete Unternehmen Robert Lindner eine bedeutende Rolle. Im gesamten Stadtgebiet sind Feinkostläden des Lebensmitteleinzelhändlers präsent. Weitere große Arbeitgeber im Bezirk sind das Diakoniewerk Bethel und 3B Dienstleistung Deutschland.[13]

Im Jahr 2015 waren von den 30.015 in Berlin vertretenen Handwerksfirmen insgesamt 2.276 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet.[14]

Geschäfts- und GewerbezentrenBearbeiten

Ein wichtiges Geschäfts- und Einkaufszentrum für den südwestlichen Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist die Steglitzer Schloßstraße. Mit über 200.000 m² Verkaufsfläche ist sie einer der größten Einzelhandelsstandorte Berlins. Neben den vier großen Einkaufszentren Forum Steglitz, Das Schloss, Schloss-Straßen-Center und Boulevard Berlin gibt es dort zahlreiche, zum Teil mehrgeschossige Ladengeschäfte. In den Seitenstraßen befinden sich eine Vielzahl von gastronomischen Einrichtungen.

Das größte Gewerbegebiet des Bezirks umfasst etwa 77 ha und befindet sich rund um Goerzallee, Beeskowdamm und Am Stichkanal. Über 280 Unternehmen haben dort ihren Sitz und beschäftigen etwa 3500 Menschen.[15]

Technik- und GründungszentrumBearbeiten

Gegenwärtig in Bau befindet sich das Gründerzentrum FUBIC (Stand: 2020).[16] Auf dem ehemaligen Gelände eines US-Militärhospitals entstehen Räume für innovative Absolventen der Freien Universität.

InfrastrukturBearbeiten

IndividualverkehrBearbeiten

Die Autobahnen A 100, A 103, A 115 und die Bundesstraße 1 führen durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Glienicker Brücke ist Teil der B 1 und verbindet Berlin mit Potsdam.

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Durch den Bezirk führen die S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26 und S7 sowie die U-Bahn-Linien U3 und U9. Ferner verkehren zahlreiche Buslinien einschließlich Nachtlinien im Bezirk. Die BVG betreibt zusätzlich eine Fähre über den Wannsee nach Kladow.

SchiffsverkehrBearbeiten

EnergieversorgungBearbeiten

Das Heizkraftwerk Lichterfelde wurde 1972 erstmals in Betrieb genommen und arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Das heutige Gaskraftwerk mit seinen 158 Meter hohen Kaminen verfügt über drei Blöcke und hat eine elektrische Gesamtleistung von 450 MW sowie eine thermische Leistung von 720 MW.

Politik und VerwaltungBearbeiten

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[17]
Wahlbeteiligung: 71,1 %
 %
30
20
10
0
28,4
22,6
19,6
10,5
9,9
6,1
2,4
0,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[17]
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
−11,0
−2,3
−1,7
+10,5
+7,4
+3,5
−3,6
−3,0

BezirksverordnetenversammlungBearbeiten

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Steglitz-Zehlendorf am 18. September 2016 führte zu folgender Sitzverteilung:[18]

Partei Sitze
CDU 17
SPD 13
Bündnis 90/Die Grünen 11
AfD 06
FDP 05
Die Linke 03
Insgesamt 55

BezirksbürgermeisterBearbeiten

Hier werden die Bürgermeister des Bezirks Steglitz-Zehlendorf seit 2001 aufgeführt. Die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf finden sich dort.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.[19]

BezirksstadträteBearbeiten

  • Ordnung, Nahverkehr, Soziales und Bürgerdienste (und Stellvertretender Bezirksbürgermeister): Michael Karnetzki (SPD)
  • Sport und Schule, Immobilien, Umwelt und Tiefbau: Maren Schellenberg (Grüne)
  • Jugend und Gesundheit: Carolina Böhm (SPD)[20]

WappenBearbeiten

Das Wappen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf orientiert sich an den Wappen der namensgebenden Ortsteile Steglitz und Zehlendorf. Die Wappen der übrigen Ortsteile bleiben unberücksichtigt. Dies entspricht dem Muster der Wappenbildung in den meisten Berliner Bezirken. Auch schon die von 1920 bis 2000 bestehenden ehemaligen Verwaltungsbezirke Steglitz und Zehlendorf hatten jeweils nur die Wappen der beiden alten preußischen Dörfer verwandt, ergänzt um die allen Berliner Wappen gemeinsame Mauerkrone als Sinnbild des Stadtverbands. Das heutige Bezirkswappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin gestiftet.

Blasonierung: In Gold eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm auf grünem Boden, darunter ein silberner Wellenschildfuß, darüber im Schildhaupt ein schwebender rotbewehrter und -gezungter schwarzer Adlerkopf. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.

Wappenbegründung: Die Kiefer und der Wellenschildfuß (Wassersymbolik) sind dem Zehlendorfer Wappen (seit Wappenentwurf von 1907) entnommen. Sie versinnbildlichen den Wald- und Wasserreichtum des Bezirks Zehlendorfs. Das Adlermotiv ist dem Steglitzer Wappen (Bestandteil im Wappen um 1887, als dem Ort Steglitz unüblicherweise ein eigenes Wappen zuerkannt wurde) entnommen. Das Adlermotiv ist auf den Wappenverleiher Kaiser Wilhelm I. zurückzuführen. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.[21]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

 
Im Rathaus Steglitz befindet sich gegenwärtig ein Bürgeramt.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf pflegt folgende Städtepartnerschaften:[22]

International

Israel  Kirjat Bialik (Israel), 1966
Danemark  Brøndby (Dänemark), 1968
Italien  Cassino (Italien), 1969
Israel  Sderot (Israel), 1975
Schweden  Ronneby (Schweden), 1976
Ungarn  Szilvásvárad (Ungarn), 1989
Ukraine  Charkiw (Ukraine), 1990
Polen  Kazimierz Dolny, Poniatowa, Nałęczów (Polen), 1993
Griechenland  Sochos (Griechenland), 1993
Ungarn  Zugló (Bezirk von Budapest, Ungarn), 2008
Korea Sud  Songpa-gu (Bezirk von Seoul, Südkorea), 2013

National

Darüber hinaus ist der Bezirk Patenschaften mit der 2. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung und der Reservistenkameradschaft Berlin-Südwest ‚Flakregiment 12‘ eingegangen.

PolizeiBearbeiten

Die Direktion 4 der Berliner Landespolizei mit Dienstsitz im Ortsteil Lankwitz ist für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg zuständig.

Diplomatische VertretungenBearbeiten

In Berlin haben sich nach dem Jahr 2000 (nach dem Hauptstadtumzug) die meisten diplomatischen Vertretungen niedergelassen. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf haben die Botschaft des Königreichs Thailand in der Lepsiusstraße 64, die Botschaft der Republik Tschad in der Lepsiusstraße 114, die Botschaft der Republik Sierra Leone in der Herwarthstraße 4 und die Botschaft der Republik Niger in der Machnower Straße 24 ihren Sitz.

Bauwerke und Grünanlagen (Auswahl)Bearbeiten

 
Bauhaussiedlung Onkel Toms Hütte

BildungBearbeiten

Bibliotheken und SchulenBearbeiten

In Steglitz-Zehlendorf gab es mit Stand 2019 78 Schulen mit ca. 1360 Klassen und 35.000 Schülern.[23]

(Auswahl)

WissenschaftsstandorteBearbeiten

 
Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft

(alphabetisch sortiert)

Kultur und SportBearbeiten

Literaturtreff und KunstgalerienBearbeiten

SportBearbeiten

 
Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee

Der Berliner HC war mehrfacher Deutscher Meister im Damen- und Herrenfeldhockey. Der Bundesligaclub trägt seine Heimspiele in erster Linie im Ernst-Reuter-Stadion in Zehlendorf aus. Unter den erfolgreichen Spielern der Hockeyabteilung sind einige Mitglieder der Familie Keller. Erwin Keller gewann eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Carsten, Andreas und Natascha Keller konnten bei Olympischen Spielen je eine Goldmedaille erringen.[24]

Verschiedene Jugendmannschaften der Basketballabteilung des TuS Lichterfelde Berlin waren Berliner und Deutscher Meister.

Der Fußballverein FC Viktoria 1889 Berlin ist mit rund 1600 spielenden Mitgliedern in 65 verschiedenen Teams einer der größten aktiven Fußballvereine in Berlin.[25]

Eine beliebte Strecke für Radsport und Inlineskaten ist der Kronprinzessinnenweg im Grunewald. Der im Wald gelegene asphaltierte Weg ist insgesamt vier Kilometer lang.[26]

Als ältester Golfclub in Deutschland gilt der 1895 gegründete Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee. Aktuell sind rund 1800 eingetragene Mitglieder Teil des Clubs (Stand: 2017). Auf einem 1913/1914 errichteten 18-Loch-Golfplatz am Schäferberg sowie auf einer 1926 angelegten 9-Loch-Erweiterung werden die Golfpartien gespielt.[27][28]

MuseenBearbeiten

 
Gemälde Erich Heckel und Otto Müller spielen Schach von Ernst Ludwig Kirchner im Brücke-Museum

Theater und KinosBearbeiten

RestaurantsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bezirk Steglitz-Zehlendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  2. Handlungsorientierter Sozialstrukturatlas Berlin 2013. (PDF; 17 MB) Gesundheitsberichterstattung Berlin – Spezialbericht. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, S. 15, abgerufen am 15. Januar 2016.
  3. Reichtum in Berlin: Hier wohnen Berlins Millionäre. In: Berliner Zeitung, 18. Februar 2018.
  4. World Reputation Rankings 2017, In: Times Higher Education. abgerufen am 23. Juni 2017.
  5. Karin Schmidl: Neues Einkaufscenter in Steglitz / Eines geht noch. In: Berliner Zeitung. 29. März 2012.
  6. Stadtentwicklungsplan Zentren 2020. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin 2007.
  7. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2020, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 11. Februar 2021 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  8. Katrin Lange: Neuer Ortsteil Schlachtensee ist jetzt offiziell eingetragen. 15. Dezember 2020, abgerufen am 2. Januar 2021 (deutsch).
  9. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2020 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 12. Juni 2021 ([1]) (Hilfe dazu).
  10. Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung nach Bezirken 1991 bis 2019
  11. Statistischer Bericht A I 5-hj 2/20. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2020. Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2021, S. 5.
  12. a b Statistischer Bericht A I 5-hj 2/20. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2020. Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2021.
  13. Berlins Top 100 – Die größten Berliner Arbeitgeber, BLC, abgerufen am 17. Januar 2020.
  14. Berliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2016. Hrsgg. von der IHK Berlin, abgerufen am 1. Juli 2017.
  15. Boris Buchholz: Die Goerzallee gegen den Wohnungsbau zu verteidigen, ist Chefinnen-Sache. In: Der Tagesspiegel. 12. Mai 2017, abgerufen am 23. Juni 2017.
  16. Berliner Unis wollen sich bei Start-Ups zusammentun. In: Der Tagesspiegel. abgerufen am 15. Januar 2020.
  17. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 20. September 2016.
  18. Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung 2016
  19. Rat der Bürgermeister – abgerufen am 18. Mai 2019.
  20. Mitglieder des Bezirksamtes. 15. Juni 2021, abgerufen am 10. September 2021.
  21. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen, abgerufen am 17. Januar 2020.
  22. Beauftragte für Partnerschaften. Übersicht der Partnerstädte und befreundeten Gemeinden/Landkreise. Berlin.de, abgerufen am 18. April 2014.
  23. Amt für Statistik Berlin Brandenburg - Regionaldaten. Abgerufen am 27. August 2021.
  24. Heimat Hockey-Platz. In: Der Tagesspiegel. abgerufen am 3. Juli 2017.
  25. FC Viktoria 1889 Berlin. In: sponsoo.de. Abgerufen am 2. Juli 2015.
  26. Martin Thoma: Viel Grün – gleich hinter der City. In: Berliner Morgenpost. 14. Juni 2011, abgerufen am 3. Juli 2017.
  27. Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e. V. Golfverband Berlin-Brandenburg, abgerufen am 23. Juni 2017.
  28. Plätze Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee, abgerufen am 23. Juni 2017.
  29. Die schönsten Cafés für ein Frühstück in der Sonne. In: Berliner Morgenpost. abgerufen am 4. Juli 2017.