Cerstin Richter-Kotowski

deutsche Politikerin (CDU), MdA

Cerstin-Ullrike Richter-Kotowski (* 14. April 1962 in Berlin) ist eine deutsche Verwaltungsjuristin und Politikerin (CDU). Seit November 2016 ist sie Bezirksbürgermeisterin des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf.

Cerstin Richter-Kotowski, 2016

BiografieBearbeiten

Nach dem Abitur 1981 am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf[1] studierte sie von 1981 bis 1988 an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaft und legte 1988 das erste und 1991 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1991 trat sie in den Öffentlichen Dienst des Landes Berlin ein und war zuletzt Magistratsrätin im Bezirksamt Neukölln. Seit 2006 war sie Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Bürgerdienste im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Nach der Bezirksverordnetenwahl 2011 wurde sie erneut als Stadträtin gewählt und erhielt zusätzlich das Sport- und Schulamt in ihren Verantwortungsbereich hinzu.[2]

Richter-Kotowski ist verheiratet und hat einen Sohn.[1] Sie war die Schwiegertochter des Hochschullehrers und CDU-Politikers Georg Kotowski (1920–1999).[3]

PolitikBearbeiten

Richter-Kotowski trat 1978 in die Junge Union und 1979 in die CDU wie auch die Frauenunion ein.[2] Von 1985 bis 1992 war sie Bezirksverordnete im Bezirk Steglitz und von 1988 bis 1991 Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union.[2] Sie gehörte von 1992 bis 2001, 2005 bis 2006 und 2011 dem Abgeordnetenhaus von Berlin an.[2] Im Oktober 2006 wurde sie erneut gewählt, schied aber schon nach einem Monat am 17. November wieder aus, weil sie in Steglitz-Zehlendorf Bezirksstadträtin geworden war. Außerdem ist sie seit 2009 Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Steglitz-Zentrum.[4] Bei der Abgeordnetenhauswahl 2011 gewann sie das Direktmandat für den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 1, gab es aber im November 2011 zu Gunsten ihrer erneuten Wahl zur Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf auf. Ins Abgeordnetenhaus von Berlin ist für Cerstin Richter-Kotowski von der Bezirksliste Steglitz-Zehlendorf Stefan Schlede nachgerückt.

Am 9. November 2016 wurde Richter-Kotowski als Nachfolgerin von Norbert Kopp im ersten Wahlgang von der Bezirksverordnetenversammlung zur Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf gewählt und ist damit zugleich Leiterin der Abteilung Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf.[5][2][6]

Zudem ist sie seit 2015 stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner CDU.[7][2] Bis dahin war sie seit 2013 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Berlin gewesen.[2]

MitgliedschaftenBearbeiten

Cerstin Richter-Kotowski ist Mitglied unter anderen folgender Organisationen (Stand 2020):[2]

LiteraturBearbeiten

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 308.

WeblinksBearbeiten

Commons: Cerstin Richter-Kotowski – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b „Mein Appell wurde nicht ernst genommen“. Abgerufen am 13. November 2020.
  2. a b c d e f g h Biographie. 18. Juni 2018, abgerufen am 13. November 2020.
  3. Annika Middeldorf: Nächster Halt: Freie Universität. In: Der Tagesspiegel. 8. Dezember 2015, abgerufen am 13. November 2020.
  4. Berlin Steglitz-Zehlendorf: CDU Ortsverband Steglitz-Zentrum - Cerstin Richter-Kotowski | Vorsitzende und Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Abgerufen am 13. November 2020.
  5. Hasan Gökkaya: BVV wählt neue Rathauschefin. In: Der Tagesspiegel, 9. November 2016, abgerufen am 13. November 2020.
  6. Veröffentlicht von eb | Nov 10, 2016 | 0: Steglitz-Zehlendorf hat eine neue Bürgermeisterin und eine Stadtratstelle blieb unbesetzt | StadtrandNachrichten. Abgerufen am 13. November 2020 (deutsch).
  7. CDU Landesverband Berlin - Landesvorstand -. Abgerufen am 13. November 2020.