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Holocaustleugnung

Bestreiten oder Verharmlosen des Massenmords an den Europäischen Juden
Ein Mahnbild des Holocaust: KZ Auschwitz-Birkenau, Blick von innen auf die Haupteinfahrt; kurz nach der Befreiung durch die Rote Armee 1945.

Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten oder weitgehende Verharmlosen des Holocaust. Dabei wird gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen behauptet, der geplante, systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder er sei nur ein Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen. Dies betrifft auch den Genozid an den Roma (genannt Porajmos), den Holocaustleugner meist nicht ausdrücklich erwähnen.

Holocaustleugnung ist seit 1945 fester Bestandteil des Rechtsextremismus in vielen Staaten, eng mit Antisemitismus und dem auf die NS-Zeit bezogenen Geschichtsrevisionismus verbunden. Viele Holocaustleugner nennen sich „Revisionisten“ und geben ihre Texte als historische oder naturwissenschaftliche Forschungsbeiträge aus, präsentieren aber pseudowissenschaftliche Geschichtsfälschung im Dienst von Hass-Propaganda gegen Holocaustopfer und deren Nachfahren.[1] Einige Holocaustleugner, so manche französischen Negationisten, kommen aus dem Linksextremismus. Wie auch Islamisten vertreten sie einen radikalen, antisemitischen Antizionismus. Die Szene der Holocaustleugner hat sich seit den 1970er Jahren zunehmend international vernetzt.

Die Neue Rechte vertritt eine Holocaustrelativierung, die sich mancher Methoden und Argumente von Holocaustleugnern bedient. Leugner und Relativierer des Holocaust stützen sich in ihren Veröffentlichungen mitunter gegenseitig, um eine „Deutungshoheit“ über die NS-Vergangenheit zu gewinnen.

Die Holocaustforschung lehnt eine ergebnisoffene Debatte über evident falsche Behauptungen von Holocaustleugnern ab, um sie nicht zu Forschungsbeiträgen aufzuwerten.[2]

Einige Staaten tolerieren Holocaustleugnung im Rahmen von Meinungsfreiheit. In anderen ist sie ein eigener Straftatbestand oder unter bestimmten Umständen als Rassenhass, Verleumdung oder „falsche Nachricht“ strafbar. Dazu gehören Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und die Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Motive und Ziele

Die meisten Holocaustleugner haben die Zeit des Nationalsozialismus nicht erlebt, bevorzugen und erstreben aber ähnliche Staats- und Gesellschaftsmodelle. Sie betrachten das Leugnen und Relativieren des Holocaust als notwendige Voraussetzung dafür, wesentliche Ziele des Nationalsozialismus zu rehabilitieren und politisch zustimmungsfähig zu machen.[3]

Ein Hauptgrund dafür ist der fortdauernde Antisemitismus. Die Tatsache des Holocaust kann nur mit alten antisemitischen Verschwörungstheorien geleugnet werden.[4] Die Leugnung beruht im Kern auf der Wahnvorstellung eines „Weltjudentums“, das einen weltweiten Geschichtsschwindel inszeniert habe und ihn bis heute aufrechterhalte, um seine finstere Agenda umzusetzen. Einige Leugner behaupten, Juden hätten den Holocaust selbst geplant und gelenkt, um Reparationen zu erwirken und westliche Unterstützung für den Staat Israel zu verstärken. Verschwörungstheoretischer Antisemitismus, Pseudowissenschaft, Geschichtsrevisionismus und Extremismus sind Bestandteile jeder Variante der Leugnung. Sie soll die Erinnerung an die Holocaustopfer auslöschen und greift mit den historischen Tatsachen deren Nachfahren an.[5] Viele Leugner beziehen sich dazu explizit auf die antisemitische Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion“ von 1918, selbst wenn sie anerkennen, dass diese gefälscht war.[6]

Antisemitischen Holocaustleugnern geht es um Schuldabwehr und Schuldumkehr. Dazu behaupten sie, Juden hätten ihre eigene Vernichtung herbeigeführt oder erfunden, um die Welt moralisch zu erpressen und finanziell auszubeuten. Sie benutzten den Holocaust zur fortgesetzten Erpressung politischer Vorteile, tabuisierten Kritik daran und verursachten so den Antisemitismus selbst. Diese Stereotypen passen altbekannte Bilder, „der Jude“ sei ein „raffgieriger Parasit“ und „gerissener Lügner“, mit der Täter-Opfer-Umkehr an die aktuelle Lage an.[7]

Viele Holocaustleugner tarnen ihren Judenhass als Antizionismus: Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs seien von Juden gelenkt und hätten den Holocaust erfunden, um den Staat Israel zu schaffen. Dieser propagiere den Holocaust, um seine (angeblichen) Eroberungs- und Vernichtungsziele im Nahen Osten zu rechtfertigen. Sie bestreiten damit das Existenzrecht Israels als eines zum Schutz von Holocaustüberlebenden gegründeten Staates. Dieser Israel-bezogene Antisemitismus ist seit 1960 auch in islamischen und arabischen Staaten verbreitet.[8]

Besonders deutsche Rechtsextremisten vertreten einen rückwärtsgewandten, aggressiven Nationalismus. Sie betrachten die NS-Verbrechen als Hindernis für „deutsche Identität“ und Nationalstolz, entschuldigen ihre Täter, Wegbereiter und Helfer. Sie bestreiten Ausmaß und Besonderheiten des Holocaust, um Reparationen zu beenden und Ansprüche auf ehemalige Ostgebiete des Deutschen Reiches zu erheben.[9]

Die Holocaustrelativierung stellt dieses singuläre Verbrechen mit anderen Massenverbrechen oder Massensterben gleich, um sie moralisch gleichzusetzen. Die Alliierten hätten die Singularität des Holocaust bewusst konstruiert, um von eigenen Verbrechen abzulenken und Kritik daran zu tabuisieren. Wie die nationalsozialistische Propaganda erfinden oder übertreiben rechtsextreme Holocaustrelativierer alliierte Kriegsverbrechen und Massenmorde. Zur Aufrechnung und Schuldumkehr bezeichnen sie die Luftangriffe auf Dresden als „Bombenholocaust“ an den Deutschen und halten dazu an historisch widerlegten, weit überhöhten Opferzahlen fest.[10] Sie sprechen von einer „Siegerjustiz“ nach 1945, bestreiten die Rechtmäßigkeit aller NS-Prozesse und der eigenen Strafverfolgung.[11] Sie unterstellen, dass ihre Gegner eine immerwährende Kollektivschuld der Deutschen vertreten, die nur durch das Bestreiten des Holocausts abzuschütteln sei.[12] Sie greifen die Erinnerungskultur zu den NS-Verbrechen als „Schuldkult“ an, den die Alliierten den Deutschen aufgezwungen hätten, um von ihren Verbrechen abzulenken, deutsches Selbstbewusstsein dauerhaft zu schwächen und andere Staaten vor Deutschland zu ängstigen, um es besser beherrschen zu können. Wer dann an den Holocaust erinnert, erscheint als „Nestbeschmutzer“ mit einem gestörten Verhältnis zum eigenen Volk.[13] Dahinter steht das von den Nationalsozialisten propagierte „gesunde Volksempfinden“, das nicht mit den Opfern fühlt, auch nicht den deutschen Juden darunter, und keine kritische Distanz zu den Tätern aufbringt.[14]

Die Verdrängung der NS-Zeit, „Schlussstrich“-Mentalität und Abwehr der Erinnerung an die NS-Verbrechen begünstigen die Holocaustleugnung. Umfang und Durchführung des Holocaust waren so außerordentlich, dass er für viele unvorstellbar bleibt. Das erschwert die Anerkennung, dass Menschen dazu fähig waren. Dieses psychologische Motiv schließt an Schutzbehauptungen vieler Deutscher nach 1945 an, etwa „Davon haben wir nichts gewusst“, und bestimmt auch spätere Generationen mit geringer Kenntnis der NS-Zeit.[15]

Die Holocaustleugnungskonferenz im Iran 2006 verschaffte der Leugnerszene staatlichen Rückhalt und internationale Aufmerksamkeit.[16] Sie zeigte, dass die Leugnung neue genozidale Verbrechen, nämlich die Auslöschung der in Israel lebenden Juden, vorbereiten soll. Das Leugnen, Verharmlosen und Relativieren des Holocausts gilt daher heute nicht mehr als relativ unbedeutende Randerscheinung, sondern als aktuelle Bedrohung derselben Opfergruppe, auf die der Holocaust zielte:[17] „Jede Leugnung des Holocaust enthält eine Aufforderung, ihn zu wiederholen“.[18]

Methoden

Der Holocaust gehört zu den am besten erforschten Ereignissen der Zeitgeschichte. Die Holocaustforschung hat alle Aspekte dieses Großverbrechens gründlich und umfassend untersucht, überprüft und sorgfältig dokumentiert und bietet keine Anhaltspunkte für Zweifel daran. Darum versuchen Holocaustleugner, sämtliche historische Belege dafür zu bestreiten. Sie unterschlagen sie, deuten sie manipulativ und selektiv, stellen sie als gefälscht dar und erfinden eigene Quellen als angebliche Gegenbeweise.[19][20]

Die ersten Holocaustleugner waren Nationalsozialisten oder deren Helfer. Sie stellten Holocaustdokumenten nur angebliche eigene Erlebnisse aus der NS-Zeit entgegen und griffen hauptsächlich Holocaustüberlebende an. Ihre als „Quellen“ deklarierten Augenzeugenberichte konnten nicht lange als „Belege“ dienen. Daher beriefen sie sich zunehmend auf angeblich wissenschaftliche Autoritäten, sogenannte Experten, Doktoren und Professoren, obwohl diese durchweg keine Fachkompetenz besaßen. In einer Arbeitsteilung verfassen rechtsextreme Propagandisten mit Fußnoten, Zitaten und Querverweisen gespickte Schriften, halten in eigens gegründeten „Instituten“ Vorträge, Tagungen und Seminare, um einen wissenschaftlichen Diskurs vorzutäuschen. Neonazis verbreiten diese Texte und Argumente in ihren Staaten dann weiter.[21] Besonders von Frankreich und den USA aus begann die Leugnerszene sich ab 1970 international auszubreiten und zu vernetzen.[22]

In den 1980er Jahren bemühten sich Holocaustleugner verstärkt, ihr Bestreiten der industriellen Massenvernichtung als „Forschung“ erscheinen zu lassen und pseudowissenschaftliche Texte als seriösen, jedoch weithin unterdrückten Teil der Wissenschaft zu etablieren.[23] Holocaustleugnende Aufsätze oder Bücher sind wie eine wissenschaftliche Arbeit mit Fußnoten und Zitaten gespickt, zitieren sich aber immer wieder gegenseitig, so dass ein selbstreferentielles System entsteht.[19] Einige Leugner verwenden eine Reihe von Pseudonymen, um zu verdecken, dass sie sich selbst zitieren.[24] Sie schufen sich eine eigene „Sparte“ mit entsprechenden Verlagen, deren Bücher unter anderen Rubriken verkauft wurden, etwa in religiösen Buchläden.[25] In eigenen geschichtsrevisionistischen Zeitschriften unter unverfänglichen Namen veröffentlichen sie ihre Texte oder lassen sich interviewen. Sie verkaufen Tonaufnahmen ihrer Vorträge und senden diese kostenlos an öffentliche Bibliotheken.[26]

Seit 1990 wurde das World Wide Web zum wichtigsten Medium der Holocaustleugnung.[27] Seine Möglichkeiten erkannten und nutzten zuerst rechtsextreme Gruppen in den USA. Bestimmte, auf Auslandsservern angelegte Webseiten verbreiten hauptsächlich in einigen Ländern verbotene Schriften und umgehen nationale Strafverfolgung dafür.[28] Sie bevorzugen oft das „Spamming“, also das massenhafte Absetzen der immer gleichen Texte im Internet, und „Crossposts“, also das gleichzeitige Verbreiten dieser Texte in vielen Newsgroups des Usenet, um Benutzerausschlüsse und Strafverfolgung zu erschweren.[29] Vor 2000 konnten Holocaustleugner ihre Materialien in gängigen Suchmaschinen an obersten Stellen platzieren. Wie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) 1999 nachwies, erschienen holocaustleugnende Webseiten bei der Suche nach Begriffen wie „KZ Auschwitz“, „Gaskammer“, „Judenvernichtung“, „Vergasung“ oder „Wannseekonferenz“ oft unter den ersten zwanzig und mehr Suchergebnissen. Daraufhin wurden die Suchmuster bei deutschen Suchmaschinen umgestellt.[30]

Die Methoden der Leugner zielen auf absichtliche Falschdarstellung von Beweisdokumenten und folgen einem vorab konstruierten Deutungsschema, das ihren Behauptungen den Anschein einer Faktenbasis verleihen soll. Weit entfernt von jeder unvoreingenommenen empirischen Forschung, stehen ihre Schlussfolgerungen von vornherein fest: Der Holocaust könne unmöglich so stattgefunden haben, wie er historisch erwiesen ist.[31]

Zentrale Behauptungen

Holocaustleugner bestreiten vor allem:

  • die Massenmorde in den eigens dazu gebauten Vernichtungslagern,
  • ihre zielgerichtete Planung und systematische Durchführung,
  • ihre technisch-industrielle Machbarkeit, besonders die der Vergasungen,
  • die Opferzahlen der im Kriegsverlauf und in den NS-Lagern getöteten Juden,
  • die Echtheit der vorliegenden Holocaustdokumente.

Holocaustrelativierer räumen einige Massenmorde an Juden ein, bestreiten aber systematische Planung, Durchführung, Ausmaß und Ausrottungsabsicht des Holocaust. Sie behaupten etwa, die Vernichtungslager seien nur Arbeitslager gewesen, dort seien nur Regime- und Kriegsgegner getötet worden, Massensterben sei auf Seuchen und zufällige Kriegsfolgen zurückzuführen.

Dabei vertreten nicht alle Holocaustleugner alle diese Thesen zugleich, ergänzen sich aber und berufen sich vielfach aufeinander. Ziel ist in jedem Fall, die Tatsachen des Holocaust, sein Ausmaß und die Vernichtungsabsicht der Täter in Zweifel zu ziehen und zu bestreiten.

Planung

 
Führerbefehl zu Geheimhaltung der Planung „Gesamtlösung der Judenfrage“ (Juli 1943)
 
Auftrag Görings an Heydrich vom 31. Juli 1941

Da kein schriftlicher Befehl Adolf Hitlers zur Vernichtung aller Juden erhalten ist, folgern die Holocaustleugner, dass weder er noch andere hochrangige Führungspersonen des NS-Regimes diese befohlen hätten. Zwar habe es Verbrechen an Juden im Dritten Reich gegeben, doch seien diese nicht zentral geplant worden, so dass die NS-Führung nicht dafür verantwortlich zu machen sei.

Diese Deutung schließt direkt an die NS-Propaganda an. Mit schriftlichem Führerbefehl vom 11. Juli 1943 hat Adolf Hitler die öffentliche Erörterung einer „Gesamtlösung der Judenfrage“ untersagt. Der Führungskreis behielt die Pläne zum Holocaust wenigen Eingeweihten vor, die bewusst so wenig Belege wie möglich dafür hinterließen. Im Februar 1945 ordnete ein Runderlass an alle NSDAP-Gauleiter an, „Geheimbefehle des Führers“ und andere „Geheime Reichssachen“ (Dokumente zu Mord- und Ausrottungsbefehlen) zu vernichten. Dennoch zeigen viele erhaltene Originaldokumente unwiderlegbar, dass alle Führungsebenen des NS-Regimes den Holocaust zielgerichtet geplant und durchgeführt haben. Hitler gab schriftliche Massenmordbefehle an Gruppen, in die Juden eingeschlossen waren, etwa den Kommissarbefehl vom 6. Juni 1941. Er gab mehrere ausdrückliche mündliche „Führerbefehle“ zur „Endlösung der Judenfrage“, auf die Heinrich Himmler in Briefen an Untergebene und seinen Posener Reden öfter verwies. Hermann Göring, seit 1938 von Hitler mit der „Gesamtlösung der Judenfrage“ beauftragt, ermächtigte seinerseits Reinhard Heydrich am 31. Juli 1941, dazu „alle erforderlichen Vorbereitungen […] im deutschen Einflussbereich in Europa zu treffen“. Am Tag darauf erhielten die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, die bereits mit Massenerschießungen von Juden hinter der Ostfront begonnen hatten, den Befehl, Hitler laufend über ihre „Erfolge“ zu unterrichten.[32]

Hitler gab von 1918 bis zu seinem Tod selbst zahlreiche unmissverständliche Hinweise auf seine Absichten und ihre Durchführung. Er kündigte am 30. Januar 1939 die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ im Falle eines Weltkriegs an. Seit dem Überfall auf die Sowjetunion ließ er den Holocaust durchführen, nach militärischen Niederlagen und seiner Kriegserklärung an die USA war die Judenvernichtung sein primäres Kriegsziel.[33] Dies bestätigte Joseph Goebbels am 13. Dezember 1941 mit seinem Tagebucheintrag Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muss die notwendige Folge sein. Auch die systematische Vernichtung ist einem Eintrag Goebbels’ vom 27. März 1942 belegt:

„Es wird hier ein ziemlich barbarisches und nicht näher zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel übrig.“

Tagebucheintrag Goebbels vom 27. März 1942[34]

Mit dem erhalten gebliebenen Protokoll von der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 ist zudem erwiesen, dass die begonnene Judenvernichtung auf die Ausrottung von 11 Millionen europäischen Juden zielte, von fast allen Verwaltungsbehörden des NS-Regimes im Detail organisiert und vom Reichssicherheitshauptamt unter Heydrich zentral gelenkt wurde.[35]

Die zentrale Planung und Rolle der NS-Führung beim Holocaust ist daher wissenschaftlich unumstritten.[36] Die Holocaustforschung diskutiert heute nur noch darüber, wann und wie sich die Entscheidung zur „Endlösung“ entwickelte, seit wann deren Planung konkrete Formen annahm, wie sich die Ausrottungsabsicht zur tatsächlichen Durchführung verhielt und wie viel die deutsche Bevölkerung darüber wusste (siehe Zeitgenössische Kenntnis vom Holocaust).

Durchführbarkeit

Der Holocaust sei technisch undurchführbar gewesen: Dies begründen Holocaustleugner meist mit Bezug auf die Gaskammern und Krematorien (Brennöfen) der Vernichtungslager, besonders der in Auschwitz. Schon früh wurde etwa behauptet:

  • Es habe dort gar keine Gaskammern zur Massenvernichtung von Menschen gegeben.
  • Die angeblichen Gaskammern hätten keine Lüftung und Abdichtung gehabt, seien also nicht zur Vergasung gebaut worden (Robert Faurisson).
  • Die in einigen Lagern vorhandenen kleinen Gaskammern seien nicht zu Massenmorden, sondern zur Entlausung von Häftlingskleidern verwendet worden (Wilhelm Stäglich).
  • Die als Gaskammern vorgeführten Gebäude hätten zwar existiert, seien aber nicht zur Vergasung von Menschen gedacht und geeignet gewesen. Die nach 1945 als Gaskammern vorgeführten Gebäude seien Attrappen gewesen (Hellmut Diwald).
  • Auch die Krematorien seien zu klein und nicht zur massenhaften Verbrennung geeignet gewesen. Sie seien nur für die natürlich und an Epidemien Verstorbenen gebaut und verwendet worden, um eine hygienische Bestattung in einem Massenarbeitslager zu gewährleisten.
  • Die Menge an Energie, die zum Befeuern dieser Öfen nötig gewesen wäre, übertreffe bei Weitem die Energie, die eine Nation im Krieg dafür hätte abzweigen können.

Tatsächlich mussten einige der Gebäude nach Kriegsende als Gedenkstätte neu aufgebaut werden, denn im KZ Auschwitz I (Stammlager) hatte die Lager-SS die 1941 erbaute Gaskammer 1944 zum Schutzbunker für sich umgebaut, dazu die Deckenlöcher zum Einschütten des Giftes zubetoniert und Zwischenwände entfernt. Vor dem Eintreffen der Roten Armee hatte sie die Krematorien gesprengt. Dennoch sind die Behauptungen der Holocaustleugner durch detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen, Prozesse und Gerichtsgutachten heute vollständig widerlegt. Aufgrund dieses erdrückenden Beweismaterials wenden sich manche deshalb anderen Vernichtungs- und Konzentrationslagern zu, um die dortigen Massenmorde in Zweifel zu ziehen.

Ausmaß

Die Forschung zur Gesamtopferzahl des Holocaust hat seit 1990 osteuropäische Archivbestände einbezogen und alle verfügbaren Dokumente methodisch systematisch miteinander abgeglichen. Damit wurde die bis 1990 gültige Mindestschätzung von 5,3 Millionen jüdischen Holocaustopfern bestätigt und eine Höchstschätzung von mehr als 6 Millionen wahrscheinlich gemacht.[37]

Holocaustleugner bestreiten traditionell diese gesicherte Gesamtschätzung mit von ihnen geprägten Ausdrücken wie „6-Millionen-Lüge“. In Bezug auf Auschwitz sprechen sie von der „4-Millionen-Auschwitz-Lüge“ oder der „1-1,5-Millionen-Lüge“. Damit wollen sie die wahrscheinliche Gesamtzahl der Holocaustopfer wie auch Schätzungen für einzelne Vernichtungslager schon sprachlich von vornherein unglaubwürdig machen. Dass es ihnen nicht um genauere Schätzungen, sondern um Leugnung geht, zeigen Ausdrücke wie „Auschwitz-Lüge“, „Auschwitz-Mythos“ oder „Auschwitz-Schwindel“, die sie auf den Holocaust insgesamt beziehen.[38]

Dabei berufen sich die Leugner immer wieder auf dieselben, erfundenen und längst widerlegten Belege. So behauptete das deutsche Neonaziblatt „Die Anklage“ 1955 in dem Artikel „Beweis aus der Schweiz: was nun, Herr Staatsanwalt?“ eine Gesamtzahl von 300.000 jüdischen Opfern. Als angebliche Quellen nannte der Text einen angeblich weltweit bekannten Experten aus den USA namens Warwick Heesters und die Schweizer Zentrale des Roten Kreuzes. Die Boulevardzeitung „Das grüne Blatt“ übernahm die Angabe ungeprüft in eine Opferaufstellung unter dem reißerischen Titel „57 Millionen Opfer!“ Als das Institut für Zeitgeschichte nach Belegen dafür fragte, räumte die Redaktion ein, die Falschangabe sei ungeprüft aus einem anderen Boulevardblatt abgeschrieben worden. Das Internationale Rote Kreuz (IRK) erklärte am 17. August 1955 schriftlich, weder die Zahl 300.000 noch sonst irgendeine Gesamtzahl genannt zu haben. Man stelle ohnehin keine Statistiken auf, verfüge nicht über die notwendigen Mittel und Methoden dazu und besitze nur sehr unvollständige Meldungen zu KZ-Häftlingen. 1965 beriefen sich Rechtsextreme erneut auf das Rote Kreuz, so dass sich das IRK am 11. Oktober 1965 in einem ausführlichen Brief an das Institut für Zeitgeschichte nochmals von der Fälschung distanzierte. Der IRK-Brief wurde in allen großen Tageszeitungen und vielen Lokalzeitungen abgedruckt. Jedoch behauptete Heinz Roth 1973, die UNO habe nach dem Krieg 200.000 jüdische Kriegsopfer festgestellt. Die UN-Vertretung der Bundesrepublik erklärte 1974 dazu, dass diese Angabe nicht von der UNO stammen könne. Gleichwohl kolportieren Leugner solche Falschangaben einfach immer weiter, damit diese als fester Bestandteil des Quellenmaterials erscheinen und nicht mehr überprüft, sondern als bekannt vorausgesetzt und geglaubt werden.[39]

So behauptet etwa Ernst Zündel im Anschluss an ältere Holocaustleugner, die jüdische Weltbevölkerung sei von 15,3 Millionen vor 1933 auf 17,8 Millionen nach 1946 angestiegen, so dass schon deshalb gar kein Holocaust stattgefunden haben könne.[40] Behauptet wird auch, nach den Zahlen des Weltalmanachs sei die jüdische Gesamtbevölkerung vor und nach dem Krieg gleich geblieben. Tatsächlich wiederholte der Weltalmanach bis 1947 die Bevölkerungsstatistik von 1933, da während des Krieges keine Volkszählungen stattgefunden hatten. Erst die Ausgabe von 1948 aktualisierte die Zahlen der jüdischen Bevölkerung Europas und gab Verluste von etwa sechs Millionen Menschen an.[41]

Weitere Thesen der Holocaustleugner lauten: Im Zugriffsbereich der Nationalsozialisten hätten gar nicht so viele Juden gelebt, wie sie ermordet haben sollten. Über eine Million deutsche Juden seien vor dem Weltkrieg nach Palästina, in die USA, ins Vereinigte Königreich und weitere Länder ausgewandert. Weitere Millionen osteuropäische Juden hätten sich nie im deutschen Machtbereich befunden und seien nach 1941 in entfernte Regionen der Sowjetunion wie Sibirien geflohen. So behauptete Walter N. Sanning (Wilhelm Niederreiter) 1983, die meisten osteuropäischen Juden hätten den Machtbereich der Nationalsozialisten verlassen, so dass es keinen Massenmord gegeben haben könne. 750.000 Juden seien „verschollen“. Dazu berief er sich auf angebliche Volkszählungen und unbestätigte Nachkriegsberichte.[42] Unberücksichtigt bleibt, dass solche Bevölkerungsbewegungen unter Stalins Diktatur unmöglich waren und die demographische Struktur der Sowjetunion nach dem Krieg keine Anhaltspunkte für solche Massenwanderungen gibt.

Weiter wird behauptet, die Häftlinge nationalsozialistischer Vernichtungslager in Osteuropa seien nicht zu ihrer Vernichtung dorthin deportiert worden, sondern dort mehrheitlich an Unterernährung, Gelbfieber und Tuberkulose gestorben. Zyklon B sei nur als Insektizid gegen die Überträger des Gelbfiebers oder zur Entwesung von Kleidung verwendet worden. Gezielte Erschießungen seien nur in wenigen Fällen und dann auf rechtsstaatlicher Grundlage erfolgt.

Zur Stützung dieser Thesen wird auf fehlende Meldelisten und Aufstellungen in den Konzentrationslagern über die Vernichtung verwiesen. Ignoriert wird dabei, dass die Lagerkommandanten keine Daten zur gezielten Massenvernichtung erheben durften, sondern Meldelisten nach der Versendung an das Reichssicherheitshauptamt und SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt vernichten mussten. Somit waren in den Vernichtungslagern selbst nie vollständige Unterlagen zur Gesamtzahl der Ermordeten vorhanden. Die zentralen Unterlagen des Reichssicherheitshauptamts und WVHA wurden vor Kriegsende vernichtet; nur wenige Meldungen an das WVHA blieben erhalten, aus denen die als „Sonderbehandlung“ kaschierten Massenmorde zweifelsfrei hervorgehen. Fehlende Lagerstatistiken hat die Holocaustforschung durch weitestgehend erhaltene Deportationslisten aus den Herkunftsländern und Nachweis der Bestimmungsorte aus damaligen Fahrplänen ausgeglichen.

Besonderes Augenmerk richten Holocaustleugner traditionell auf das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Hier widerlegen sie gern die von ihnen selbst aufgestellte Behauptung, allein in Auschwitz seien sechs Millionen Juden vergast worden. Tatsächlich waren in der Gedenkstätte Auschwitz nach dem Krieg Gedenktafeln mit der Angabe von vier Millionen Opfern aufgestellt worden, die aus Angaben des Lagerkommandanten Rudolf Höß zur möglichen Tötungskapazität der Gaskammern eine überhöhte Gesamtschätzung der tatsächlichen Opfer ableiteten. Die Tafeln wurden 1990 entfernt und 1993 durch neue Tafeln mit der von Francisek Piper ermittelten Opferzahl von 1,1 bis 1,5 Millionen ersetzt. Dies gaben die Holocaustleugner als Erfolg ihrer Bemühungen aus und behaupteten, die Opferzahlen würden künftig weiter reduziert werden, so dass eine Massenvernichtung grundsätzlich ausgeschlossen werden könne. Ignoriert wird dabei, dass westliche Historiker wie Gerald Reitlinger und Raul Hilberg die Opferzahlen von Auschwitz schon in den 1960er Jahren auf 800.000 bis eine Million ansetzten.

Dokumentation

Holocaustleugner behaupten stets, es gebe keine Beweise für die NS-Verbrechen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern. Die vorhandenen Beweise seien gefälscht und nachträglich fabriziert worden. Die Zeugenaussagen der Opfer seien erlogen, übertrieben oder verzerrt. Die Aussagen der Täter seien erzwungen oder fehlgedeutet worden. Die Sieger hätten die ab 1945 entstandenen Fotos und Filme über die Vernichtungslager bewusst manipuliert. So zeigten Bilder von Leichenbergen des Holocaust tatsächlich deutsche Opfer der Luftangriffe auf Dresden. Bilder von vergasten Menschen zeigten an Hunger oder Typhus Gestorbene. Die Aussagen von Beteiligten wie Rudolf Höß seien durch Folter zustande gekommen.

Weil das Tagebuch der Anne Frank den Holocaust aus seiner unpersönlichen Abstraktheit riss und das Geschichtsbewusstsein jüngerer Leser stark beeinflusste, bestreiten Neonazis und andere Rechtsextremisten seit Jahrzehnten seine Echtheit und versuchen, es als Fälschung ihres Vaters darzustellen. Indem sie einem weltweit bekannten Holocaustopfer die Glaubwürdigkeit zu entziehen versuchen, wollen sie die Realität jüdischen Leidens unter den Nationalsozialisten insgesamt als „Schwindel“ beweisen.[43]

Dass Historiker diese Behauptungen widerlegt und als unbelegt, unbelegbar und gefälscht zurückgewiesen haben, erklären Holocaustleugner wiederum aus ihrer Abhängigkeit von ihren Geldgebern und aus Manipulation der öffentlichen Meinung mittels verabredeter Lügen.

Deutschland

Nachkriegszeit

Die Leugnung des Holocaust begann schon, als er stattfand. Das NS-Regime befahl und benutzte durchweg eine Tarnsprache, um seine Verbrechen zu verschleiern, etwa „Evakuierung“ für Deportation, „Sonderbehandlung“ für Ermordung und „Endlösung“ für Vernichtung.[44] Ab Januar 1942 plante das NS-Regime die großangelegte Beseitigung aller materiellen Spuren der Massenmorde an Juden. Ab Juni 1943 begannen dazu aufgestellte Einheiten der Sonderaktion 1005 unter SS-Standartenführer Paul Blobel, Leichen an Massenmordstätten in der Sowjetunion zu exhumieren, zu verbrennen und die Asche abzutransportieren. Diese Maßnahmen sollten die Rekonstruktion der NS-Verbrechen und die von den Alliierten angekündigte Bestrafung der Täter bei einer deutschen Kriegsniederlage erschweren. Aus demselben Grund wurden Holocaustbefehle oft nur mündlich erteilt, schriftliche Dokumente dazu wurden vor Kriegsende auf Befehl des NS-Regimes zielgerichtet zerstört. 1944 wurden Krematorien und Gaskammern im KZ Auschwitz-Birkenau gesprengt. Demzufolge fehlten den alliierten Anklägern im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher ab 1946 zunächst häufig empirisch harte Beweise, um Einzeltäter überführen zu können. Viele Mordplätze und Beweisstücke waren noch unbekannt oder nicht gefunden, überlebende Zeugen fehlten und Inspektionen in den bekannten Vernichtungslagern ergaben nicht genug Spuren. Dies kam den Angeklagten zugute. Sie bestritten durchgehend ihr Wissen vom Holocaust, selbst planende Funktionäre und Kommandeure der Vernichtungslager verharmlosten, relativierten und leugneten sein Ausmaß.[45]

Auch die nicht unmittelbar beteiligten Deutschen leugneten nach Kriegsende die NS-Verbrechen und ihr Mitwissen davon. Um den üblichen Ausreden entgegenzutreten, besuchten britische Parlamentarier einige Wochen nach Kriegsende (8. Mai 1945) deutsche Konzentrationslager und dokumentierten die dort geschehenen Massenmorde. Ihr Dokumentarfilm Holocaust uncovered schloss mit den Worten: Let no one say these things were never real („Lass niemand sagen, dass diese Dinge nie wirklich waren“). Die Briten beschlossen, den Deutschen solche Filme vorzuführen und sie zum Bergen der Leichen aus den Lagern zu verpflichten.[46]

In den 1950er Jahren bestritten ehemalige Nationalsozialisten vorrangig die deutsche Kriegsschuld und etablierten eine revisionistische Literaturgattung, die in seriös-wissenschaftlicher Aufmachung Geschichtsfälschung betreibt.[47]

1960–1990

Seit den Auschwitzprozessen (ab 1963) und der Gründung der KZ-Gedenkstätte Dachau (1965) brachten ehemalige Nationalsozialisten im Umfeld der NPD (gegründet 1964) „Erinnerungen“ heraus, die sich als „Quellen“ ausgaben und Legenden über angeblich positive Seiten der NS-Barbarei in Umlauf brachten.[48]

Armin Mohler, ein Vordenker für die deutsche Neue Rechte, stellte 1965 in einem Aufsatz die „Groß-Tabus“ in Frage, mit denen eine „gerechte Untersuchung“ der NS-Vergangenheit verhindert werde, und zweifelte das Ausmaß des Holocaust an. Er schrieb später positive Rezensionen für die Bücher von Holocaustleugnern und warb für sie in seiner Zeitschrift Criticón. 1987 behauptete er, das angebliche „Dogma“ von der Singularität des Holocaust und das gesetzliche Verbot, ihn zu leugnen, seien ein Mittel, „um jede Deutschland entlastende Forschung zum Schweigen zu bringen“.[49]

Ab 1970 erhielt die Holocaustleugnung eine zentrale Rolle für das rechtsextreme Ziel, die NS-Verbrechen zu „entkriminalisieren“ und die deutsche Geschichte umzuschreiben.[47] Thies Christophersen, der 1944 SS-Sonderführer für Pflanzenanbau in einem Außenlager von Auschwitz-Birkenau gewesen war, veröffentlichte dazu 1973 Die Auschwitzlüge – Ein Erlebnisbericht. Die Schrift widmete sich erstmals ausschließlich der Leugnung der Gaskammern in Auschwitz und verankerte sie als wichtiges strategisches Mittel des internationalen Neonazismus. Der Ausdruck „Auschwitzlüge“ wurde daher zum Synonym für Holocaustleugnung. Der Autor beschrieb den Alltag im Vernichtungslager wie einen Erholungsurlaub. Er habe nichts von Vergasungen bemerkt und alle Gerüchte über Leichenverbrennungen persönlich geprüft, aber nichts gefunden. Manfred Roeder, der die Schrift angeregt hatte, behauptete im Vorwort: Bei Dresdens Bombardierung seien mehr Deutsche getötet worden als Juden in der ganzen NS-Zeit. „Krankhafte Hirne“ hätten Hitlers Absicht und Befehle zur Judenermordung und die Gaskammern erfunden. Diese Lügen würden „von bestimmten Weltherrschaftscliquen verbreitet“ und erzeugten Antisemitismus. Wer dagegen aufstehe, erfülle „Gottes Auftrag“. Roeder wurde deshalb 1976 wegen Volksverhetzung verurteilt. Er hatte 1973 zugegeben, dass Christophersons Pamphlet wie Propaganda einer Kriegspartei wider besseres Wissen Tatsachen leugnete. Es wurde jedoch in viele Sprachen übersetzt, so 1974 von Ernst Zündel ins Englische, mit neuen Vorworten versehen, etwa von Wilhelm Stäglich, und fünfmal neu aufgelegt. Christopherson veröffentlichte in seiner Zeitschrift „Kritik“ weitere holocaustleugnende Texte, darunter Der Auschwitz-Betrug (1974). Ab 1977 behauptete er, er habe nur das zeitgenössische Nichtwissen vom Holocaust darstellen wollen. 1978 zogen deutsche Gerichte sein Pamphlet wegen Volksverhetzung ein, 1993 setzte die BPjM es auf ihren Index. 1990 verriet Christopherson einem Journalisten: „Ich will uns entlasten und verteidigen, dann kann ich das nicht mit dem, was wir tatsächlich getan haben. Ich leugne das nicht. Aber jeder Verteidiger, der was zu verteidigen hat, der wird doch nicht das Belastende aufführen.“[50]

Dabei halfen der Verleger Gerhard Frey und seine Deutsche National-Zeitung (etwa mit Schlagzeilen wie „Judenvergasung widerlegt“) und der Altnazi Erwin Schönborn. Er wollte in den 1970er Jahren in Frankfurt am Main zweimal einen „Auschwitz-Kongress“ gegen damalige Ausstellungen über die Judenvernichtung abhalten.[48] Ein für den „Kampfbund Deutscher Soldaten“ verfasstes Flugblatt Schönborns von 1975 bot „10.000 DM Belohnung […] für jede einwandfrei nachgewiesene Vergasung in einer Gaskammer eines deutschen KZs“ und schloss zugleich „KZ-Zeugen aus Polen, Israel oder den USA, die wie in den NS-Prozessen, Meineide geschworen haben“ aus.[51] Im Mai 1978 ließen sich Hamburger Neonazis um Michael Kühnen mit Eselsmasken und Pappschildern mit Parolen wie „Ich Esel glaube noch, daß in Auschwitz Juden vergast wurden“, öffentlich fotografieren. Diese Provokation verschaffte der neu gegründeten Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS) die gewünschte Beachtung.[52]

In der Bundesrepublik erschienen ferner folgende holocaustleugnende Schriften:

  • Franz Scheidl: Geschichte der Verfemung Deutschlands (1967),
  • Emil Aretz: Hexen-Einmal-Eins einer Lüge (1970),
  • Wilhelm Stäglich: Der Auschwitz-Mythos (1973),
  • Austin App: Six Million Swindle (1973),
  • Arthur Butz: The Hoax of the Twentieth Century (1976), eine Art „Bibel“ der Revisionistenszene;
  • Paul Rassinier: Debunking the Genocide Myth (1978),[53]
  • Robert Faurisson: Es gab keine Gaskammern (deutsch 1978); Ich suchte – und fand die Wahrheit (1982),
  • Erich Kern: Die Tragödie der Juden. Schicksal zwischen Propaganda und Wahrheit (1979).

Auch Heinz Roth veröffentlichte bis zu seinem Tod 1978 mehrere holocaustleugnende Broschüren (Auf der Suche nach der Wahrheit, 1971; Warum werden wir Deutschen belogen?, 1973). Darin bezweifelte er mit Zitatcollagen Opferzahlen, Mordmethoden, Funktion und Einsatz von Gaskammern in KZ auf deutschem Boden. Mit den Titeln Wieso waren wir Väter Verbrecher? und Was hätten wir Väter wissen müssen? machte er sich zum Sprecher der Generation der NS-Zeit gegenüber der 68er-Bewegung. Dabei berief er sich auf andere Leugner, darunter David L. Hoggan und Udo Walendy. 1975 behauptete Roth im Anschluss an David Irving, Anne Franks Tagebuch sei ein „Schwindel“ ihres Vaters. Nach dessen Strafanzeige wurde er verurteilt. Sein Revisionsantrag mit Robert Faurisson als Zeuge blieb erfolglos.[54]

Der Erlanger Historiker Hellmut Diwald behauptete in seinem Buch Geschichte der Deutschen (1978): Bei den im KZ Dachau installierten Gaskammern handele es sich um Attrappen, zu deren Bau das amerikanische Militär nach der Befreiung inhaftierte SS-Angehörige gezwungen habe. Alfred Schickel nannte die Zahl der Toten im KZ Auschwitz-Birkenau 1980 „die umstrittenste Zahl der Zeitgeschichte“, behauptete das „ungeklärte Ausmaß der jüdischen Opfer“ und bezeichnete auch die Menge der rund 500.000 ermordeten Sinti und Roma als „Zahlenfiktion“. Diwald, Schickel und Alfred Seidl gründeten 1981 die Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt (ZFI), um zentrale Holocaustdokumente und die deutsche Kriegsschuld scheinwissenschaftlich in Frage zu stellen und das renommierte Institut für Zeitgeschichte in München zu diskreditieren. Die neurechte Zeitschrift Junge Freiheit urteilte 1991: Die ZFI habe der „Historiographie aus dem Ghetto der Siegergeschichtsschreibung“ verholfen, „vermeintliche Geschichtsquellen“ als „hochprozentige Geschichtsfälschung“ entlarvt und sei somit ein wirkungsvolles „Korrektiv ewiggültiger Wahrheiten“.[55]

Der Holocaustleugner Otto Ernst Remer und Lisbeth Grolitsch gründeten 1983 den Freundeskreis Ulrich von Hutten mit die Ziel, die antisemitische und rassistische Weltanschauung des Nationalsozialismus wiederzubeleben, seine Verbrechen zu entschuldigen und zu verharmlosen. Dazu pflegt der Verein auch Kontakte zu Holocaustleugnern.[56]

Ab 1983 öffnete Ursula Haverbeck das 1963 von ihrem Mann Werner Georg Haverbeck gegründete rechtsesoterische Collegium Humanum in Vlotho für Auftritte von Holocaustleugnern und Neonazis. 1999 übernahm sie die Leitung. Das Collegium war als gemeinnützig anerkannt und wurde bis kurz vor seinem Verbot 2008 aus Steuermitteln gefördert.[57]

Der seit 1957 in Kanada ansässige deutsche Neonazi Ernst Zündel gehörte von 1970 bis zu seinem Tod 2017 zu den weltweit aktivsten Holocaustleugnern. Er verbreitete ab 1974 Christophersons „Auschwitzlüge“, ab 1976 zahlreiche weitere Leugner-Texte über seinen Verlag Samisdat Publishers im englischsprachigen Raum. 1979 gründete er das Institute for Historical Review in Kalifornien mit. 1980 verlegte er Richard Harwoods Schrift Did Six Million Really Die? (erschienen 1974), 1981 versandte er weltweit kostenlos Tonkasetten mit Vorträgen von Holocaustleugnern. Ein Gerichtsurteil zu 15 Monaten Haft auf Bewährung wegen der „Verbreitung falscher Nachrichten“ (Harwoods Text) von 1985 wurde wegen Formfehlern aufgehoben. Den zweiten Prozess 1988 in Toronto nutzte Zündel für ein Großaufgebot von Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten als Zeugen. Zuletzt legte der Konstrukteur elektrischer Stühle Fred A. Leuchter ein Gutachten vor, das beweisen sollte, es habe im KZ Auschwitz und im KZ Majdanek keine Massenmorde in Gaskammern gegeben. Zündel wurde zu neun Monaten Haft verurteilt, aber 1992 freigesprochen, weil das Oberste Gericht Kanadas das dem Urteil zugrundeliegende Gesetz aufhob. 2005 schob Kanada Zündel nach Deutschland ab. Das Landgericht Mannheim verurteilte ihn 2007 wegen Volksverhetzung zur Höchststrafe von fünf Jahren Haft.[58]

Zu Zündels Zeugen 1988 gehörten Joseph G. Burg, Thies Christopherson, Robert Faurisson, David Irving, Emil Lachout, Bradley Smith, Wilhelm Stäglich, Udo Walendy und Mark Weber. 1992 veröffentlichte Zündels kanadische Anwältin Barbara Kulaszka sämtliche ihrer Aussagen zusammen mit Harwoods Text in Zündels Verlag. Das 900 Seiten starke Sammelwerk unter dem Titel Did six Million really die? wurde in viele Sprachen übersetzt und mehr als eine Million mal verkauft.[59]

Der über Zündels Verlag vertriebene Hetzfilm „Deutscher und ein Jude untersuchen Auschwitz“ wurde 1994 von deutschen Behörden indiziert.[60]

Zündels deutsche Verteidigerin Sylvia Stolz hatte den Prozess in Mannheim für antisemitische und nazistische Propaganda zu benutzen versucht und dabei ebenfalls den Holocaust geleugnet.

Seit 1990

Der von Otto Ernst Remer ausgebildete Neonazi Bela Ewald Althans organisierte 1990 in München den Kongress Wahrheit macht frei für Holocaustleugner. Althans hatte Kontakte zum SS-Veteranenverein Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte, dessen Rechtsanwalt ihn und andere Holocaustleugner wie Gerd Honsik juristisch unterstützte. Althans wie Honsik erhielten später Haftstrafen.[61]

Der wegen Volksverhetzung angeklagte Otto Ernst Remer beauftragte den Chemiker Germar Rudolf mit der Erstellung eines „Gutachtens über die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den Gaskammern von Auschwitz“, um die Thesen des Leuchter-Reports zu untermauern. Das 1992 verfasste, 2001 veröffentlichte Rudolf-Gutachten behauptet, aufgrund der Verwendung von Zyklon B in den Gaskammern von Auschwitz hätte dort die Cyanidverbindung Berliner Blau vorhanden sein müssen. Da diese laut eigenen Probenentnahmen von Leuchter und Rudolf nicht vorhanden war, könnten diese Räume auch nicht als Gaskammer verwendet worden sein. Germar Rudolf verbreitete diese Behauptungen auch in weiteren Schriften unter mindestens zwölf Pseudonymen, um den Eindruck einer Anerkennung seiner Thesen durch viele Experten zu erwecken.[62] Der Chemiker und Gerichtsgutachter Richard Green wies nach, dass die relativ niedrige Gaskonzentration und das von den Opfern ausgeatmete Kohlenstoffdioxid die Bildung von „Berliner Blau“ in den Gaskammern verhinderten. In Proben aus den Gaskammern wurden bereits 1945 andere Cyanidverbindungen nachgewiesen; das Forensische Institut in Krakau wies sie in Reaktion auf das Rudolf-Gutachten 1994 nochmals nach.

Der Historiker Ernst Nolte, der seit 1986 die Singularität (nicht Historizität) des Holocaust bestritten und damit den deutschen Historikerstreit ausgelöst hatte, plädierte 1993 dafür, den Leuchter-Report und David Irvings diesbezügliche Thesen als mögliche Quellen zu diskutieren. Damit trug er dazu bei, Thesen von Holocaustleugnern zum diskussionswürdigen Teil der historischen Forschung aufzuwerten.[63] Die bundesdeutsche Neue Rechte griff Noltes Thesen vielfach positiv auf, um ein neues „nationales Selbstbewusstsein“ und eine „Normalität“ zu schaffen, die das Holocaustgedenken als Ausgangspunkt und unaufgebbaren Bestandteil deutscher Identität ersetzen soll. Gerd Wiegel verwies auf „die Gefahr, die von den Holocaustleugnern ausgehen kann, wenn es ihnen gelingt, ihre Ansichten zu akzeptablen, wissenschaftlichen Meinungen zu stilisieren.“[64] Alexander Ruoff beschrieb die neurechte Gedankenwelt als „Diskurs des völkischen Nationalismus, in dem nicht Auschwitz selbst, sondern die 'Bedeutung' dieses Verbrechens für die Bildung einer 'selbstbewussten Nation' geleugnet wird“, damit diese „negative Folie“ „für eine völkische Fassung nationaler Selbstvergewisserung“ nicht mehr hinderlich sei.[65]

Gegenwärtig wird Holocaustleugnung oft als vergleichende Einordnung, Historisierung, Normalisierung und rationale Abkehr von einer angeblichen „Holocaustreligion“ ausgegeben. Zugleich verstärken die Leugner ihre internationale Vernetzung und verbinden sich mit dem politischen Antizionismus islamischer Staaten.[66]

In der Tradition der Nationalsozialisten, NS-Verbrechen mit tatsächlichen oder behaupteten Kriegsverbrechen der Alliierten gleichzusetzen und gegeneinander aufzurechnen, übertragen Rechtsextremisten den Holocaustbegriff auf andere Sachverhalte. Sie sprechen in Buchtiteln und öffentlichen Auftritten etwa von einem angeblichen „Vertreibungsholocaust“ und einem alliierten „Bombenholocaust“. Dieses von Jürgen Gansel (NPD) aufgebrachte Schlagwort riefen etwa 6000 Neonazis und andere Rechtsextremisten bei einem „Trauermarsch“ am 13. Februar 2005 in Dresden, dem 60. Jahrestag der Luftangriffe. Sie griffen damit eine von David Irving seit 1978 verbreitete These auf, welche die Flächenbombardements deutscher Städte im Luftkrieg 1941–1945 als lange geplante und gezielte Massenvernichtung von Deutschen darstellt, um Ursachen und Folgen der NS-Verbrechen umzukehren, moralisch gleichzusetzen und den Holocaust vergessen zu machen. Indem sie die Alliierten als Kriegsverbrecher anklagen, stellen sie die Deutschen aber nicht als ebensolche Verbrecher, sondern als die eigentlichen Opfer des Zweiten Weltkriegs dar (Täter-Opfer-Umkehr).

Der damalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt sagte 2007: „Sechs Millionen kann nicht stimmen. Es können maximal 340.000 in Auschwitz umgekommen sein. Dann sagen zwar die Juden immer: Auch wenn nur ein Jude umgekommen ist, weil er Jude ist, ist das ein Verbrechen. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob wir für sechs Millionen zahlen oder für 340.000. Und dann ist auch irgendwann die Einmaligkeit dieses großen Verbrechens – oder angeblich großen Verbrechens weg.“[67]

Zu den deutschen Rechtsextremisten und Neonazis, die in öffentlichen Aussagen in- oder ausländische Holocaustleugner zitiert oder selbst den Holocaust geleugnet haben, gehören neben den schon Genannten:

Viele dieser Personen wurden wegen Volksverhetzung oder anderen Vergehen verurteilt. Ihre Bücher verlegen vor allem der rechtsextreme Grabert-Verlag und der NPD-nahe Verlag Deutsche Stimme.

Auf Initiative Horst Mahlers gründeten deutschsprachige Holocaustleugner (darunter Jürgen Graf, Manfred Roeder, Germar Rudolf, Wilhelm Stäglich, Fredrick Thoben, Ernst Zündel, Frank Rennicke) am 9. November 2003 (mit bewusstem Bezug auf den Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 und die Novemberpogrome 1938) den Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV). Vorsitzende waren der Schweizer Bernhard Schaub, später Udo Walendy, und Ursula Haverbeck. Der Verein sollte alle Gerichtsprozesse wiederaufrollen, in denen Leugner mit Hinweis auf die Offenkundigkeit des Holocaust verurteilt worden waren, und neue Prozesse provozieren, um sie zur Holocaustleugnung und Propaganda der Reichsbürger-Ideologie zu nutzen. In Mahlers Vorstellung sollte diese Prozesswelle einen „allgemeinen Volksaufstand […] gegen die Auschwitzlüge als dem Fundament der Fremdherrschaft“ vorbereiten. Nur wenige der rund 120 Mitglieder wie Ernst Zündel folgten Mahlers Vorgaben. Neun Mitglieder nahmen an der Holocaustleugnungskonferenz im Iran 2006 teil.[78] In Reaktion auf Medienberichte über Steuergelder für rechtsextreme Organisationen und anhaltende Proteste verbot Innenminister Wolfgang Schäuble am 7. Mai 2008 die Bauernhilfe, das Collegium Humanum und den VRBHV.[57]

Andere

→ Siehe auch: Liste von Holocaustleugnern

Arabische Staaten und Palästinensergebiete

In fast allen arabischen und islamischen Staaten ist Holocaustleugnung nicht strafbar und häufiger Teil einer antizionistischen Propaganda in den Medien. Die Regierungen dulden oder fördern diese.

Al-Ahram, die auflagenstärkste Zeitung Ägyptens, kommentierte etwa am 13. März 2001:[79]

„Lügen sind über hier und dort ermordete Juden und den Holocaust ans Tageslicht gekommen […] Es gab überhaupt kein Chelmno, kein Dachau, kein Auschwitz! An diesen Orten standen lediglich Desinfektionsanlagen […] Sie [die Juden] begannen, ihre Propaganda zu veröffentlichen, dass sie verfolgt, ermordet und vernichtet worden seien […] Hier und dort waren Ausschüsse tätig, um […] diese fremde Einheit [Israel] zu gründen, die als Krebs in unserem Land wuchert, wo unsere Väter lebten, wo wir leben und wo unsere Kinder nach uns leben werden. Sie haben sich immer als Opfer dargestellt, und sie gründeten ein Zentrum für Heldentum und Holocaust. Wessen Heldentum denn? Wessen Holocaust?“

Wagaih Abu Sikri, Korrespondent der ägyptischen Zeitung Al-Akhbar, schrieb am 13. April 2001 mit Bezug auf den Leuchter-Report:[80]

„Wieder einmal taucht die Frage des Holocaust auf. Sie ist über ein halbes Jahrhundert lang nicht verschwunden, weil die zionistische Propaganda ihn in ein Mittel zur Erlangung politischer und wirtschaftlicher Vorteile umgewandelt hat, abgesehen davon, dass er zum Vorantreiben von Besetzung und Besiedelung genutzt wird […] In einem vor kurzem veröffentlichten Buch eines amerikanischen Forschers geht es um den Holocaust. Mit wissenschaftlichen und chemischen Nachweisen beweist es, dass die Zahl von sechs Millionen Juden, die im Nazilager Auschwitz eingeäschert worden sein sollen, eine Lüge zu Propagandazwecken ist, da selbst die geräumigsten Baracken im Lager nicht einmal ein Prozent dieser Anzahl hätten beherbergen können.“

2001 veranstalteten die Vereinigten Arabischen Emirate eine internationale Konferenz mit Gästen aus der europäischen und US-amerikanischen Revisionistenszene, um offiziell „Lügen und Übertreibungen zum sogenannten Holocaust offenzulegen“. Andere arabische Regierungen haben solche Zusammenkünfte in ihren Staaten bisher jedoch untersagt. Kontaktversuche mit deutschen Holocaustleugnern waren nach deren Berichten kaum erfolgreich.

Der amtierende Palästinenserpräsident Mahmud Abbas behauptete 1983 in seiner Doktorarbeit über Die geheimen Beziehungen zwischen Nazismus und der Führung der Zionistischen Bewegung: Nicht sechs Millionen, sondern maximal 890.000 Juden seien in den nationalsozialistischen Lagern ermordet worden. Sie seien „Opfer eines zionistisch-nazistischen Komplotts“ gewesen. Die Zionisten hätten den Holocaust als Druckmittel zur Schaffung des Staates Israel gewollt.[81]

Der französische Holocaustleugner Roger Garaudy wurde zur Kairoer Buchmesse von 1998 eingeladen, als in Frankreich ein Verbotsverfahren gegen sein holocaustleugnendes Buch Die Gründungsmythen der israelischen Politik lief.[82]

Issam Sissalem, Historiker an der Islamischen Universität Gaza, sagte am 29. November 2000 in einer Fernsehsendung der palästinensischen Autonomiebehörde:[80]

„Am 27. April fangen die Wahnkarnevale in Israel an, was sie den Holocausttag nennen oder die ‚Verbrennung von sechs Millionen Juden‘ in den Öfen der Nazis. Der Holocaust ist nichts weiter als ein Märchen. Viele Historiker in der Welt haben diese erfundene Geschichte schon entlarvt.“

Al-Hayat AI-Jadida, Tageszeitung der palästinensischen Autonomiebehörde, schrieb am 13. April 2001:[80]

„Die Juden haben das Märchen erfunden, nämlich die Massaker der Nazis gegen die Juden […] Das zionistische Wesen ist ein Krebsgeschwür, das man herausschneiden muss.“

Als Holocaustleugner hervorgetreten ist 2003 auch der Hamas-Vertreter Abd al-Aziz ar-Rantisi.[83]

Australien

Der in Deutschland geborene Philosoph Fredrick Toben ist ein führender Holocaustleugner Australiens. 1998 gründete er das Adelaide Institute, das Holocaustleugnung unter wissenschaftlichem Deckmantel betreibt. Er arbeitet eng mit dem US-Institut von Willis Carto zusammen. Im April 1999 wurde Toben in Deutschland wegen des Imports von holocaustleugnenden Schriften zu zehn Monaten Haft verurteilt, jedoch nach sieben Monaten Untersuchungshaft gegen eine Geldstrafe freigelassen. Material seiner Internetseite wurde 2001 als Verstoß gegen den australischen Racial Hatred Act von 1995 verurteilt. Er nutzte diese Vorgänge für ein autobiografisches Buch, um sich international als Holocaustleugner bekannt zu machen.[84]

Im Dezember 1999 hielt er im Iran holocaustleugnende Vorträge, über die iranische Zeitungen zustimmend berichteten.[85] Im März 2001 sollte Toben an einer internationalen Holocaustleugnerkonferenz in Beirut teilnehmen, die jedoch von der libanesischen Regierung abgesagt und verboten wurde.[86] 2003 lud der Iran Toben als Redner zu einer antizionistischen Konferenz ein, wo er den Holocaust leugnete und zugleich Israels Politik in den besetzten Gebieten Palästinas als Holocaust bezeichnete.[87]

2003 zeigte das linksgerichtete Melbourne Underground Film Festival Filme über die israelische Besatzung Palästinas zusammen mit Filmen der Holocaustleugner David Irving und Robert Faurisson. Deren Artikel oder Aufsätze wurden in linksradikalen Magazinen wie Nexus teilweise nachgedruckt.[88]

Weitere australische Holocaustleugner sind Michèle Renouf und Richard Krege. Die League of Rights tarnt sich als Menschenrechtsgruppe, vereint aber tatsächlich australische Rassisten und Antisemiten und hat Einfluss weit über enge rechtsextreme Zirkel hinaus. Sie organisierte in den 1990er Jahren Vortragsreisen für international bekannte Holocaustleugner wie Fred Leuchter durch Australien und vertreibt deren Schriften. Ihr Vorsitzender John Bennett bezeichnet den Holocaust als „gigantische Lüge“ für israelische Interessen. Eine ähnliche League of Rights besteht auch im Nachbarstaat Neuseeland.[89]

Belgien

Zu Belgiens frühen Holocaustleugnern zählte der ehemalige Offizier der Waffen-SS Léon Degrelle, Führer der belgischen faschistischen Partei der Rexisten. Die niederländische Rechtsextremistin Florentine Rost van Tonningen war bis zu seinem Tod eng mit ihm befreundet. Ihr Haus in Velp, Niederlande, ist ein Treffpunkt für Holocaustleugner, Alt- und Neonazis aus ganz Europa.

1985 gründeten Herbert und Siegfried Verbeke die „Stiftung“ Vrij Historisch Onderzoek (VHO) mit Sitz in Berchem (Antwerpen). Hauptzweck waren Erstellung, Verkauf und Verbreitung holocaustleugnender Materialien. Herbert Verbeke fungierte als Herausgeber solcher Publikationen im angeschlossenen Verlag, sein Bruder, ein militanter Neonazi und früheres Mitglied von Vlaams Militante Order und Vlaams Belang, bestimmte die ideologische Richtung. 1995 stieß Germar Rudolf hinzu, der vor deutscher Strafverfolgung nach Belgien geflohen war. Die VHO versandte in Deutschland verbotene Materialien nun auch dorthin, oft in großen Mengen und anonym. Ab 1997 vertrieb die VHO Udo Walendys Leugner-Zeitschrift Historische Tatsachen und Rudolfs Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung. Rudolf baute die VHO-Webseite zu einem der größten internationalen Portale für Holocaustleugnung aus. 1998 gründete er den Verlag Castle Hill Publishers im englischen Hastings, dem er die deutschsprachige Abteilung der VHO-Webseite angliederte, angeblich um die Brüder Verbeke vor Strafverfolgung zu schützen. Die VHO wurde 2002 gerichtlich verboten, aber ihre Internetplattform bestand bis 2005 als wichtiges internationales Zentrum.[90]

Das VHO-Flugblatt Antwort auf die Goldhagen- und Spielberglügen zur damaligen Goldhagen-Debatte. leugnete den Holocaust mit Bezug auf den Leuchter-Report. Nachdem deutsche Gerichte es eingezogen hatten, verbreitete die VHO das Flugblatt Holocaust und Revisionismus. 33 Fragen und Antworten zum Holocaust. Es fasste die wichtigsten Behauptungen der Holocaustleugner zusammen und warb für ihre Publikationen. Damit wurde die Problematik von Straftaten in Deutschland vom Ausland aus sichtbar.[91]

Frankreich

1947 behauptete der französische Faschist Maurice Bardèche in seinem Buch Nürnberg und das versprochene Land, die Alliierten hätten einige in den Nürnberger Prozessen vorgelegte Beweisdokumente für den Holocaust gefälscht. Die Gaskammern seien tatsächlich Desinfektionskammern zur Entlausung gewesen. Die meisten in den Konzentrationslagern internierten Juden seien dort an Hunger und Krankheiten gestorben. Ihre Inhaftierung sei Folge dessen gewesen, dass sie den Versailler Vertrag von 1919 unterstützt und so den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hätten.

Das ehemalige Résistance-Mitglied Paul Rassinier überlebte eine KZ-Haft und veröffentlichte 1948 den Erfahrungsbericht Über die Grenze. Darin stellte er die gebräuchlichen Zahlen der von Nationalsozialisten getöteten Juden als weit übertrieben und die jüdischen KZ-Aufseher als die eigentlichen Urheber der Grausamkeiten an Mitjuden dar. Seit seinem Buch Die Grenzüberschreitung (1948; deutsch: Die Lüge des Odysseus, 1959) sprach er stets vom „Holocaustmythos“. 1964 in The Drama of European Jewry stellte Rassinier die Gaskammern als jüdische Erfindung dar, die nur Ansprüche der Zionisten auf den Staat Israel und deutsche Entschädigungen stützen sollten. Der US-Amerikaner Willis Carto (Pseudonym E. L. Anderson) veröffentlichte Rassiniers Bücher nach dessen Tod 1967 in den USA mit dem Titel Debunking the Genocide Myth (deutsch: „Der Mythos der sechs Millionen“, 1969).

Mit dem einflussreichen Buch Das Drama der Europäischen Juden von Paul Rassinier (1964) begann die französische Variante der Holocaustleugnung, der Negationismus. Rassinier behauptete, der Holocaust sei eine von Zionisten, Alliierten und Sowjets gemeinsam geheim geschaffene Propagandalüge, um den Staat Israel durchzusetzen. Er führte dafür keine Beweise, sondern eigene Eindrücke und Überlegungen an. Er war bekennender Antisemit, Sozialist, ausgebildeter Historiker und ehemaliger Häftling des KZ Buchenwald. Dort wurden jedoch keine Vergasungen durchgeführt, folglich konnte Rassinier diese dort nicht beobachten. Gleichwohl wurde er später oft von anderen Holocaustleugnern als Kronzeuge angeführt.

Hauptvertreter der französischen Holocaustleugnung war der Neonazi[92] und ehemalige Literaturprofessor Robert Faurisson aus Lyon. Für ihn waren die Judenvergasungen nur ein „gigantischer politischer und finanzieller Schwindel“ für die Interessen Israels und des Zionismus. Er spezialisierte sich auf Umdeutung von Schriftdokumenten der NS-Zeit, etwa Wehrmachtsbefehle von 1941, die „Exzesse“ an Zivilisten unter Strafe stellten, wobei er Mordbefehle an Einsatzgruppen aus demselben Zeitraum verschwieg. Ein Bewunderer Rassiniers und Protégé Faurissons, der Agronom Henri Roques, konnte 1985 an der Universität Nantes mit einer Arbeit promovieren, in der er den Gerstein-Bericht als Fälschung und Erfindung darstellte. Nach anhaltenden öffentlichen Protesten und dem Nachweis von Unregelmäßigkeiten annullierte der französische Unterrichtsminister 1986 seinen Doktortitel.[93]


Louis Darquier de Pellepoix hatte bis 1945 als „Generalkommissar für jüdische Fragen“ des Vichy-Regimes die Abtransporte französischer Juden in die Todeslager koordiniert und war dafür nach 1945 als Kollaborateur der Nationalsozialisten zum Tod verurteilt worden. Er floh nach Spanien, wo er unbehelligt lebte. Am 2. Oktober 1978 erklärte er in der Wochenzeitung L’Express: Der Holocaust sei eine „typisch jüdische Erfindung“, um „Jerusalem zur Welthauptstadt zu machen“. Das Interview erschien unter dem Zitat: In Auschwitz wurden nur Läuse vergast.

Ab 1979 machten Pierre Guillaume und Jeune Taupe aus dem einst linksradikalen Pariser Buchladen La Vieille Taupe einen führenden Verlag für neonazistische und holocaustleugnende Schriften in Europa.

Die meisten französischen Holocaustleugner stehen dem rechtsextremen Front National nahe. Dessen Vorsitzender Jean-Marie Le Pen erklärte 1987 in einem Radiointerview, er habe nie Gaskammern gesehen. Ihre Existenz sei nicht nachgewiesen und werde von Historikern angefochten. Diese falsche Behauptung vertreten auch:

Der prominente Neomarxist Roger Garaudy trat 1982 dem Islam bei und veröffentlichte seither antizionistische Schriften, in denen er den Holocaust zu den „Gründungsmythen des Staates Israel“ zählt. Er wurde deshalb 1998 verurteilt.

Als Bindeglied zwischen deutschen, belgischen und französischen Holocaustleugnern fungierte die inzwischen gesperrte französische Webseite der Organisation AAARGH (Association des anciens amateurs de récits de guerre et d’holocauste). Deren Inhalte werden heute von der belgischen VHO weiterverbreitet.

In Frankreich wurde 1990 ein Strafgesetz gegen die Leugnung oder Relativierung von Verbrechen gegen die Menschheit verabschiedet, das das Antirassismus-Strafgesetz von 1972 ergänzt. Damit reagierte die Justiz auf die Schändung des jüdischen Friedhofs im südfranzösischen Carpentras vom 8. Mai 1990 durch einige Neonazis, die eine Welle öffentlicher Proteste gegen Antisemitismus und „Negationismus“ auslöste.

Am 26. Dezember 2008 ließ der wiederholt wegen judenfeindlicher Äußerungen verurteilte Komiker Dieudonné M’bala M’bala Robert Faurisson in seiner Satireshow in Paris auftreten. Vor rund 5500 Zuschauern, darunter Jean-Marie Le Pen, verlieh ein Mitarbeiter in KZ-Kleidung Faurisson einen Preis für „fehlende Gesellschaftsfähigkeit/Unangepasstheit und Unverfrorenheit/Impertinenz“.[94]

Die französischen Leugner bilden eine kleine Gruppe Intellektueller, erreichten aber durch systematische Verknüpfung mit der antizionistischen Ablehnung Israels, dass Teile der französischen Linken ihre Sicht als legitim ansehen und zumindest die Singularität des Holocaust bestreiten.[95]

Iran

Der ehemalige Präsident Irans, Mahmud Ahmadinedschad, stellte den Holocaust seit 2005 im Rahmen seines Konfrontationskurses zum Westen wiederholt öffentlich in Frage. Am 8. Dezember 2005 sagte er in einer Rede im saudi-arabischen Mekka laut der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA: „Some European countries insist on saying that Hitler killed millions of innocent Jews in furnaces…. Although we don't accept this claim, if we suppose it is true, our question for the Europeans is: Is the killing of innocent Jewish people by Hitler the reason for their support to the occupiers of Jerusalem? If the Europeans are honest they should give some of their provinces in Europe – like in Germany, Austria or other countries – to the Zionists and the Zionists can establish their state in Europe.“[96] „Einige europäische Staaten bestehen darauf zu sagen, Hitler habe Millionen unschuldiger Juden in Öfen getötet... Obwohl wir diese Behauptung nicht akzeptieren, wenn wir unterstellen, sie sei wahr, ist unsere Frage an die Europäer: Ist die Tötung unschuldiger jüdischer Leute durch Hitler der Grund für ihre Unterstützung der Besatzer Jerusalems? Wären die Europäer ehrlich, sollten sie einige ihrer Gebiete in Europa – wie in Deutschland, Österreich oder anderen Staaten – den Zionisten geben, so dass diese ihren Staat in Europa errichten können.“[97] Ferner sagte er: „If the Europeans are telling the truth in their claim that they have killed six million Jews in the Holocaust during the World War II – which seems they are right in their claim because they insist on it and arrest and imprison those who oppose it, why the Palestinian nation should pay for the crime. […] If you have committed the crimes so give a piece of your land somewhere in Europe or America and Canada or Alaska to them to set up their own state there.“ „Wenn die Europäer die Wahrheit sagen mit ihrer Behauptung, im Holocaust während des Zweiten Weltkriegs sechs Millionen Juden getötet zu haben – und sie scheinen richtig zu liegen mit ihrer Behauptung, da sie darauf Gewicht legen und diejenigen, die sich dem entgegenstellen, verhaften und einsperren – warum soll dann die Palästinensische Nation für dieses Verbrechen bezahlen? […] Wenn ihr das Verbrechen begangen habt, so gebt ihnen ein Stück Land irgendwo in Europa oder Amerika und Kanada oder Alaska, um dort ihren eigenen Staat aufzubauen.“[98] Dies deuteten viele westliche Medien als Holocaustleugnung. Ahmadinedschad selbst und andere bestritten diese Deutung.[99] Die UNO, Europäische Union und USA protestierten gegen die Aussagen. Der israelische Staatspräsident Ariel Sharon forderte, den Iran wegen Verletzung der UN-Charta aus der UNO auszuschließen.

In einem Spiegel-Interview vom 31. Mai 2006 fragte Ahmadinedschad, ob der Holocaust wirklich geschehen sei und wenn ja, wer die Verantwortung dafür trage: „Warum ist es nicht erlaubt, über eine Tatsache zu forschen, die vor 60 Jahren passiert ist?“ Das deutsche Volk werde seit 60 Jahren mit unberechtigten Schuldvorwürfen erniedrigt, gezwungen, den Zionisten zu dienen und noch 100 Jahre Reparationen an Israel zu zahlen, obwohl die Generationen seit 1945 nicht am Holocaust schuldig seien. Es gebe in der westlichen Geschichtsforschung zwei konträre Meinungen zum Holocaust: Eine Minderheitsposition werde von bekannten Historikern in Australien, Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich vertreten. Er nannte ihre Namen nicht, bestritt aber auch nicht, dass die Personen gemeint waren, die die Interviewer daraufhin erwähnten: David Irving, Ernst Zündel, George Theil, Horst Mahler. Ahmadinedschad übernahm damit die Behauptung des Geschichtsrevisionismus, dass der Holocaust historisch nicht bewiesen und daher ergebnisoffen zu erforschen sei.[100]

Im August 2006 rief eine regierungsamtliche Tageszeitung in Teheran als Antwort auf die dänischen Mohammedkarikaturen zu einem Karikaturenwettbewerb zum Holocaust auf. Am 11. und 12. Dezember 2006 veranstaltete das dem iranischen Außenministerium unterstellte Institut für Politische und Internationale Studien unter Leitung des Präsidentenberaters Mohammad-Ali Ramin[101] ein von Ahmadinedschad im März 2006 angeordnete[102] Holocaustleugnungskonferenz im Iran 2006 unter dem offiziellen Titel International Conference on «Review of the Holocaust: Global Vision». 67 Holocaustleugner, Revisionisten, Islamisten und Antizionisten aus 30 Staaten nahmen daran teil. Das vom Vize-Außenminister öffentlich formulierte Ziel des Treffens war, den Holocaust als „Erfindung der von den Zionisten aufgehetzten Siegermächte“ auszugeben[103] und – so Ahmadinedschad in seiner Abschlussrede – den Staat Israel „abzuschaffen“. Die Bundeszentrale für Politische Bildung veranstaltete zur selben Zeit eine Gegenkonferenz in Berlin, wo unter anderen der Holocaustforscher Raul Hilberg sprach.[104] Der ehemalige Staatspräsident Indonesiens, Abdurrahman Wahid, wies die Holocaustleugnung auf einer von ihm geleiteten Kontrastveranstaltung 2007 in Indonesien zurück.[105] Der Umgang mit dieser organisierten Vernetzung von Rechtsextremisten, Islamisten und Antizionisten ist international umstritten; gefordert wurden zuweilen wirksame UN-Sanktionen.

Am 5. September 2013 bezeichnete der neu gewählte iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif Ahmadinedschads Holocaustleugnung öffentlich als Privatmeinung. Der Staat Iran habe den Holocaust niemals geleugnet.[106]

Italien

Der italienische Revisionist Carlo Mattogno stellte in seinem Buch Der Mythos der Ausrottung der Juden (1985), erschienen im rechtsextremen Verlag „Sentinella d’Italia“, den Gerstein-Bericht, der als frühester authentischer Augenzeugenbericht des Holocaust gilt, als Fälschung dar.

Italiens Strafgesetzgebung sieht keinen Sondertatbestand der Holocaustleugnung vor. Justizminister Clemente Mastella brachte zur Zeit der zweiten Prodi-Regierung (2006–2008) einen Gesetzesentwurf ein, der die Leugnung des Holocaust speziell unter Strafe stellen sollte, dieser wurde aber nicht gebilligt.

Holocaustleugnung kann gemäß Gesetz 654/1975 geahndet werden, wenn der Tatbestand der Aufstachelung zum Rassenhass erfüllt ist: Dieser wird mit bis zu vier Jahren Haft bestraft.

Mehrmals haben in Italien neonazistische Konferenzen stattgefunden, an denen islamistische und rechtsradikale Holocaustleugner anwesend waren. Diese Treffen wurden von den italienischen Behörden nicht verboten, da sie oftmals als private Veranstaltungen deklariert wurden. Aufgrund dieser vergleichsweise liberalen Haltung wurden italienische Städte von den Negationisten bevorzugt ausgewählt.[107]

Bei einem dieser Treffen im Jahr 2001 waren der australische Holocaustleugner Fredrick Toben, die US-amerikanischen Revisionisten Russ Granata und Robert Countess sowie der marokkanische Islamist Ahmed Rami anwesend. Dieser lebt seit 1973 in Schweden und gründete dort den Kurzwellensender Radio Islam, der die Zusammenführung von Rechtsextremismus und Islamismus propagiert. Dafür wurde er bereits einmal sechs Monate inhaftiert. Die Redner versuchten gemeinsam, die Terroranschläge am 11. September 2001 für ihre revisionistischen Ziele auszunutzen: Ohne die amerikanische Unterstützung Israels, so der Gesamttenor, hätte es keine solchen Anschläge gegeben. Der „angebliche Holocaust“ liefere nur die Rechtfertigung für die proisraelische Haltung der US-Regierung. Die islamischen und arabischen Staaten müssten daher die Forschungsarbeit der Revisionisten an ihren Universitäten gebührend […] beachten und fördern.

Im Oktober 2010 kündigte Gianfranco Fini, der Präsident der ersten Parlamentskammer, eine Gesetzesinitiative gegen Holocaustleugnung an, nachdem es unter anderem an der Universität Teramo mehrfach zur öffentlichen Holocaustleugnung gekommen war.[108]

Japan

In Japan ist mit dem Fall Marco Polo 1995 eine besonders schwerwiegende Form der Holocaustleugnung mit folgenden Boykottaufrufen gegen das Verlagshaus aufgetreten.

Masami Uno, ein Autor von antiamerikanischen und antizionistischen verschwörungstheoretischen Bestsellern, erklärt den Holocaust zur Erfindung, die USA zur „jüdischen Nation“ und das Tagebuch der Anne Frank zu einer Lügensammlung. Er versucht damit zugleich, Israels Existenzrecht zu bestreiten. Diese Haltung ist Teil des japanischen Geschichtsrevisionismus, der auch japanische Kriegsverbrechen und Kriegsschuld leugnet.[109]

Kroatien

Der erste frei gewählte Präsident Kroatiens, Franjo Tuđman, gab im Präsidentschaftswahlkampf 1990 das Buch Wastelands – Historical Truth heraus. Darin sprach er von überhöhten Opferzahlen des Holocaust: Die Zeugen dafür seien befangen, die Fakten würden übertrieben. Diese Verharmlosung betraf auch die Rolle Kroatiens in der NS-Zeit: Die meisten kroatischen Juden und Roma waren von anderen Kroaten ermordet worden.[110]

Österreich

 
Noch 2006 versuchte Walter Lüftl, die Echtheit des bereits 1989 falsifizierten Lachout-Dokuments zu belegen.

In Österreich ist Holocaustleugnung seit dem Verbotsgesetz 1947 als NS-Wiederbetätigung strafbar. Nach der letzten Novellierung dieses Gesetzes von 1992 kann mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu 10 Jahren bestraft werden, „wer öffentlich den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.“ Eine sogenannte Bagatellgrenze schließt das Gesetz aus.

Bekannte österreichische Holocaustleugner sind Walter Ochensberger, der die rechtsextreme Zeitschrift „Sieg“ herausgibt, Gerd Honsik, Herbert Schaller (Verteidiger anderer Holocaustleugner wie David Irving und Ernst Zündel), Hans Gamlich, John Gudenus und Walter Lüftl (Holocaust, Glaube und Fakten 1992).

1994 lobte Herwig Nachtmann, Herausgeber der Monatszeitschrift Die Aula, das Buch als „Meilenstein auf dem Weg zur Wahrheit“. Daraufhin stellte die FPÖ ihre Finanzierungshilfen für den Verlag der Aula ein.[111] Das Landgericht Graz verurteilte Nachtmann am 8. August 1995 wegen Verstoßes gegen das NS-Wiederbetätigungsverbot zu einer Bewährungs- und Geldstrafe. Auch die Europäische Menschenrechtskommission befasste sich danach mit dem Fall.[112]

Der frühere Wiener Bezirksrat Wolfgang Fröhlich, bis 1994 FPÖ-Mitglied, veröffentlichte 2001 sein Pamphlet Der Gaskammerschwindel – Psychoterror gegen die Völker. Naturwissenschaftliche Fakten und politische Hintergründe des Jahrhundertbetruges.[113] Er wurde wegen wiederholter öffentlicher Holocaustleugnung am 14. Januar 2008 zum dritten Mal zu einer Haftstrafe verurteilt.[114]

Seit den 1990er Jahren fordert die FPÖ-Abgeordnete Barbara Rosenkranz die Aufhebung des Verbotsgesetzes 1947. Seit 2006 verteidigte sie die Holocaustleugnung als von der Meinungsfreiheit gedeckte Meinungsäußerung, etwa im Blick auf Aussagen von John Gudenus. Als Kandidatin bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich 2010 wiederholte sie diese Ansichten. Auf Fragen nach der Existenz von Gaskammern in NS-Vernichtungslagern antwortete sie: Sie verfüge dazu über Schulbuchwissen der 1960er und 1970er Jahre.[115] Dies wurde als „Code“ kritisiert, der strafbare Äußerungen vermeide, aber als Parteinahme für rechtsextreme Holocaustleugner verstehbar sei.[116]

Die österreichische GfK erfragt seit 1979 regelmäßig die Meinung der Bevölkerung zum Thema. Nach ihren Umfrageergebnissen sinkt der Anteil der Holocaustleugner in Österreich seit Jahren. 1991 hielten 53 Prozent der bei einer Gallup-Umfrage befragten Österreicher die Zeit für gekommen, „den Holocaust zu den Akten zu legen“.[117] 2009 meinten fünf Prozent der befragten über 14-Jährigen, es habe keine NS-Massenmorde an Juden gegeben.[118]

Schweiz

Ein in der Schweiz und Deutschland aktiver Holocaustleugner ist der Schweizer Bernhard Schaub (* 1954 in Bern). Er veröffentlicht etwa unter seinen Pseudonymen „Hans Herzog“ und „E. Wolff“.

Der als Volksverhetzer verurteilte Schweizer Holocaustleugner Jürgen Graf entzog sich seiner Haftstrafe durch Flucht nach Russland. Bis dahin war er Präsident des Schweizer Vereins „Vérité et Justice (V&J)“, der 2002 wegen holocaustleugnender und antisemitischer Ansichten gerichtlich aufgelöst wurde. Graf und weitere Mitglieder blieben jedoch weiter revisionistisch aktiv.[119]

Weitere Schweizer Leugner sind oder waren:[120]

  • Gaston-Armand Amaudruz, Verfasser der Schrift Ist Rassebewusstsein verwerflich? (1975), seit 1990 Versandbuchhändler für in Deutschland verbotene holocaustleugnende Schriften
  • René-Louis Berclaz, ehem. Vize-Präsident von V&J
  • Philippe Brennenstuhl
  • Ernst Dünnenberger, Kaufmann
  • Ahmed Huber, Bankmanager und Journalist
  • Mariette Paschoud, Geschichtslehrerin aus Lausanne
  • Henri Roques
  • Andres J. Studer, Lehrer
  • Arthur Vogt, Mitglied der Nationalen Aktion, Autor von Der Holocaust – Legende oder Realität (1991)
  • Max Wahl, Jurist aus Winterthur, Mitbegründer der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU).

Slowakei

Im Vorfeld der Trennung von Tschechien erklärten rechtsnationalistische Separatisten den Kriegsverbrecher Jozef Tiso zum Vorbild einer unabhängigen Slowakei. Dabei wurden auch der Holocaust und die Mitwirkung von Slowaken daran geleugnet.[121]

Spanien

Die spanischen Holocaustleugner stehen durchweg den Neonazis im Umfeld der CEDADE (Circulo Español de Amigos de Europa: „Spanischer Kreis von Freunden Europas“) nahe. Diese Gruppe wurde 1965 in Barcelona von dem Rassisten Santiago Varela Geiss und dem spanischen Faschisten Ramón Bau gegründet. Sie diente vielen in Deutschland von Strafverfolgung bedrohten ehemaligen SS-Angehörigen wie Otto Skorzeny, belgischen Nazi-Kollaborateuren wie Léon Degrelle und spanischen Francisten nach Francos Tod als Rückzugsort.

Die CEDADE hatte etwa 1500 Mitglieder. Bei einem „Kongress über Meinungsfreiheit“ 1992 leugneten geladene „Experten“ wie Gerd Honsik, Ernst Zündel, Thies Christophersen, Gaston-Armand Amaudruz (Schweiz), Léon Degrelle, der Argentinier Horacio Punset sowie Manfred Roeder den Holocaust. 1993 wurde der CEDADE offiziell aufgelöst, doch ihre Mitglieder setzten ihre Aktivitäten u. a. bei der Partido Popular und im Proyecto IES (Instituto de Estudios Sociales, Políticos y Económicos) in Madrid fort. Pedro Varel, lange Leiter der Gruppe, betreibt heute die Druckerei „Nothung“ und die Buchhandlung „Europa“ in Barcelona, die auf Schriften von Holocaustleugnern spezialisiert sind.

Spanien war lange Zeit auch Fluchtort für Nationalsozialisten und Neonazis aus anderen europäischen Staaten, die dort strafrechtlich verurteilt waren, so z. B. ab 1994 bis zu seinem Tod für den ehemaligen Offizier der Wehrmacht Otto Ernst Remer.

Bis November 2007 wurde Holocaustleugnung in Spanien mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Dann urteilte das spanische Verfassungsgericht, der entsprechende Paragraf des Strafgesetzbuches sei zu ändern, da Holocaustleugnung unter die Meinungsfreiheit falle.[122]

Türkei

In der Türkei und über seine Homepage verbreitete der islamische Kreationist Adnan Oktar, der unter dem Pseudonym Harun Yahya schreibt, als Autor und/oder Herausgeber den Holocaust leugnende Schriften.[123] Unter diesem Pseudonym wurde in den 1990er Jahren das Buch The Holocaust Lie. veröffentlicht. Oktar behauptet, das Buch sei von seinem Freund Nuri Özbudak verfasst worden, der lediglich unerlaubt seinen Namen verwendet habe.[124]

Vereinigtes Königreich

Der wohl erste nichtdeutsche Holocaustleugner war der Schotte Alexander Ratcliffe, ein protestantischer Antisemit. 1943 veröffentlichte er das Pamphlet The Truth about the Jews, in dem er spekulierte, die britische Regierung sei von Juden gelenkt und brauche einen Hitler. Die deutschen KZ seien vom „jüdischen Geist“ erfunden, Leichenberge in Bergen-Belsen und anderswo seien in jüdischen Kinos gefälscht worden. Ende 1945 und 1946 behauptete er wiederholt in seiner Zeitung Vanguard, „die Juden“ hätten den Holocaust erfunden. Dazu berief er sich auf einen polnischen Grafen und den Briten William John Tracey. Britische Rechtsextremisten zitierten Ratcliffes Artikel und verbreiteten die Zitate weltweit. Erst 1998 wurden die Originaltexte wiederentdeckt.[125]

Der britische Journalist Douglas Reed hielt Adolf Hitler für einen Agenten des Zionismus im Dienste der Wall Street und den Judenmord nur für vorgetäuscht. Reeds These wurde ein wichtiger Bezugspunkt für hitlerkritische Rechtsextremisten.[126]

Britische Holocaustleugner finden sich vor allem im Umfeld der rechtsextremen British National Party (BNP). 1988 sandte diese über 30.000 Exemplare ihres regelmäßigen Rundbriefs Holocaust News an jüdische Gemeinden und Prominente: Darin wurde der Holocaust als „Mythos“ von Juden zur Ausbeutung der Völker dargestellt.

David Irving, ein britischer Publizist und Hitlerbiograf, ist einer der bekanntesten Holocaustleugner. Er hatte bis 1988 vor allem Hitlers Wissen von und Beteiligung an der organisierten Judenvernichtung bestritten, nicht diese selbst. Im kanadischen Prozess gegen Ernst Zündel trat auch er als Gutachter für ihn auf und sprach dort auf Nachfrage von höchstens 100.000 beweisbaren jüdischen Todesopfern in den NS-Lagern. Für den später als Buch veröffentlichten Leuchter-Report schrieb er ein zustimmendes Vorwort. Seitdem traten Irving und Leuchter oft gemeinsam auf, etwa im April 1990 beim „Internationalen Revisionistenkongress“ in München. Dort erklärte Irving, in Auschwitz habe es „niemals Gaskammern gegeben“, die den „Touristen“ vorgeführten Gebäude seien „Attrappen“, für die der deutsche Staat „16 Milliarden Mark Strafe“ bezahlt habe. Irving pflegte auch intensive Verbindungen zur DVU, an deren Jahrestreffen er oft teilnahm.[127]

Im Vereinigten Königreich ist die Holocaustleugnung nicht strafbar. Irving löste jedoch 1996 mit einer Verleumdungsklage gegen Deborah Lipstadt, die ihn als „einen der gefährlichsten Holocaustleugner“ bezeichnet hatte, einen vierjährigen Prozess aus. Gerichtsgutachten u. a. von Richard J. Evans und Peter Longerich bestätigten den Holocaust und Hitlers führende Rolle dabei vor einem hohen Gericht nochmals als unwiderlegbare Tatsachen. Im Revisionsprozess wollte Irving eine Neufassung des Rudolf-Gutachtens als Beweis einführen. Da ein Gutachten des Chemikers Richard Green dieses widerlegte, nahm Irving davon Abstand. Er wurde als Holocaustleugner und Geschichtsfälscher überführt und im Urteil des Londoner High Court of Justice als Lügner, Rassist und Antisemit bezeichnet.[128]

Wegen fortgesetzten öffentlichen Leugnens erhielt Irving ein Einreiseverbot für Deutschland und weitere Staaten. Im Februar 2006 wurde er in Österreich wegen NS-Wiederbetätigung zu drei Jahren Haft verurteilt, aber im Dezember vorzeitig aus der Haft entlassen.

Am 27. November 2007 diskutierten Irving und Nick Griffin, wegen Rassenhass verurteilter Vorsitzender der BNP, mit Studenten der Oxford University zum Thema „Die Grenzen der Meinungsfreiheit“. Der renommierte Debattierklub Oxford Union hatte beide dazu eingeladen. Nach heftigen Protesten im Vorfeld wollte der Vorsitzende des Klubs, Luke Tryl, unter den Mitgliedern über die Einladung abstimmen lassen. Gegner demonstrierten gegen die Veranstaltung und besetzten den Tagungsort. Daraufhin fand die Diskussion in getrennten Räumen ohne vorherige Abstimmung statt.[129]

Vereinigte Staaten

In den USA deckt die Rechtsprechung Holocaustleugnung als freie Meinungsäußerung. Dies nutzen Rechtsextremisten und andere Geschichtsrevisionisten, von denen einige an Universitäten beschäftigt sind.

Harry Elmer Barnes, vor 1933 ein anerkannter Historiker, sah nach 1945 US-Präsident Franklin D. Roosevelt als Hauptschuldigen am Zweiten Weltkrieg, bestritt die deutsche Kriegsschuld und relativierte in diesem Kontext den Holocaust. Auf ihn beriefen sich später Holocaustleugner wie James J. Martin (1916–2004) und der US-Kriegsveteran Willis Carto.

Carto gründete 1978 das Institute for Historical Review (IHR) in Kalifornien. Es ist das weltweit wichtigste Zentrum der Holocaustleugner. Heutiger Leiter ist Mark Weber. Als parteiunabhängiges Forschungszentrum getarnt, betreibt es seit 1979 mit jährlichen Kongressen die internationale Vernetzung der Holocaustleugner und Verbreitung ihrer Schriften. Man bestreitet offiziell, den Holocaust zu leugnen, vergibt aber keine Forschungsaufträge und veröffentlicht nur Aufsätze, die anerkannte Fakten des Holocaust als Übertreibungen, Fälschungen oder Fehldeutungen darstellen. Zu deren Autoren gehörten oder gehören folgende US-Bürger:

1979 versprach das IHR eine Belohnung von 50.000 Dollar für den, der die Gaskammern von Auschwitz schlüssig beweisen könne. Nachdem der Auschwitzüberlebende Mel Mermelstein diesen Beweis nach juristisch gültigen Kriterien mit Sachdokumenten, einem beglaubigten eigenen Augenzeugnis und Tätergeständnissen führte, weigerte das Institut sich, ihm die Summe auszuzahlen. Das oberste kalifornische Gericht verurteilte das IHR 1985 zuletzt dazu, 90.000 Dollar an Mermelstein zahlen, und beurteilte den Holocaust zu einem unbestreitbaren Faktum. IHR-Veranstaltungen blieben erlaubt. Dies widerlegt die von deutschen Leugnern oft angeführte Behauptung, politische Justiz unterdrücke die freie Wahrheitssuche zum Holocaust. Bisher erreichten die am IHR versammelten Autoren keine wissenschaftliche Anerkennung ihrer Thesen. Laut dem Journal of American History (2003) wird das IHR von der US-amerikanischen Historikerzunft geschlossen als fachlich vollkommen unseriös und moralisch als antisemitische Kaderschmiede abgelehnt.

Das IHR lädt regelmäßig europäische und islamistische Holocaustleugner wie Ahmed Rami und den Jordanier Ibrahim Alloush zu seinen Tagungen ein. Es widmete Ernst Zündel im April 2004 eine gemeinsame Konferenz mit dem australischen Adelaide Institute und dem European American Culture Council, um ihn in seinem Mannheimer Prozess zu unterstützen. Unterstützer waren das Vanguard News Network, Organ der rechtsextremen National Alliance, Teilnehmer waren unter anderen Mitglieder der Stormfront, Horst Mahler, Fredrick Toben, Hans Schmidt, Paul Fromm, Germar Rudolf, Gerhoch Reisegger, Stan Hess und der israelische Verschwörungstheoretiker Barry Chamish. Dem polnischen Holocaustleugner Dariusz Ratajczak wurde als „gefährliche Person“ die Einreise in die USA verweigert. Der Kroate Tomislav Sunic zog seine Zusage zurück, da er Aussicht auf einen Ministerposten in Kroatien hatte.[130]

Die IHR-Vertreter Mark Weber und Bradley Smith gründeten 1987 das Committee for Open Debate on the Holocaust (CODOH). Ab 1991 startete das CODOH eine Anzeigenkampagne in Universitätszeitungen der USA mit dem Anspruch, ein angebliches Forschungstabu zum Holocaust zu brechen und eine „offene Debatte“ darüber herbeizuführen. Anfangs debattierten die Universitäten, ob man die Anzeigen verfassungsrechtlich abdrucken müsse oder dies ablehnen könne. Von 2000 bis 2003 gab Smith die Zeitschrift The Revisionist heraus, die Germar Rudolf dann übernahm, aber 2005 einstellte. 2009 trennte sich Weber vom CODOH, um das IHR auf einen moderateren politischen Kurs zu bringen. Smith trat damals mit dem holocaustleugnenden Film El Gran Tabu („Das große Tabu“) bei einem Festival in Mexiko auf. Die seriös aufgemachte Webseite von CODOH ist bis heute eine wichtige Anlaufstation für Holocaustleugner weltweit.[131]

David Irving veröffentlichte Fred Leuchters Gutachten für Zündel von 1988 noch im selben Jahr als Leuchter-Report. Dieser gibt Holocaustleugnung als rein technisch-naturwissenschaftliche Untersuchung aus, indem er die Gaskammern von Auschwitz und Majdanek zu Desinfektionskammern erklärt, die für Vergasungen von Menschen ungeeignet gewesen seien. Leuchter hatte sich nur wenige Tage unerlaubt in den Gedenkstätten aufgehalten und einige Proben der Mauerreste mitgenommen, deren Blausäure-Gehalt er methodisch unabgesichert maß, mit modernen Hinrichtungsgaskammern in den USA verglich und sich das gewünschte Ergebnis von einem Labor bestätigen ließ. Im Zündel-Prozess gab er sich als Chemiker und Ingenieur für Hinrichtungstechniken aus, wurde aber als Hochstapler überführt. Sein Gutachten gab der pseudowissenschaftlichen Holocaustleugnung einen neuen Schub und wurde bald nachgeahmt, vor allem durch das Rudolf-Gutachten von 1991. Leuchters erstes Gutachten wurde von mehreren Experten und wissenschaftlichen Instituten widerlegt. Er selbst veröffentlichte drei weitere „Reports“ derselben Machart, die auch die Judenmorde in anderen Vernichtungslagern zu bestreiten versuchten. Er trat wiederholt bei Leugnertreffen in Europa auf und wurde 1993 in Deutschland nach einem Talkshowauftritt festgenommen, konnte aber in die USA fliehen. Rudolf, Leuchter und Faurisson veröffentlichten 2005 eine „kritische Ausgabe“ der vier „Gutachten“, die bis 2012 dreimal neu aufgelegt wurde. Diese Leugnungsversuche fanden jedoch weniger Beachtung.[132]

Der Afroamerikaner Robert Brock trat 1992 mit der Gruppe United for Holocaust Fairness hervor, die den Holocaust mit dem Sklavenhandel verglich und relativierte. Er arbeitet eng mit weißen Rassisten, etwa Mitgliedern des Ku-Klux-Klans, zusammen. Mit der 1994 gegründeten Gruppe America’s Rainbow Truth Squad griff er wiederholt das United States Holocaust Memorial Museum an.[133] Er gab unter dem Pseudonym Ben Weintraub das Buch The Holocaust Dogma: Keystone of the New World Order[134] und zusammen mit deutschen Geschichtsrevisionisten das Buch Freispruch für Deutschland heraus.[135]

Der Neonazi und Holocaustleugner Gary Lauck, Gründer der NSDAP-Aufbauorganisation, ist auch in Europa aktiv und wurde in Deutschland als Volksverhetzer verurteilt. Der Holocaustleugner und Hitlerverehrer David Duke erhielt 1991 als Kandidat für das Senatorenamt in Louisiana 40 Prozent der Stimmen. Der ultrakonservative Journalist Pat Buchanan, der seinerseits den Holocaust in Zweifel zog, unterstützte daraufhin Dukes Bewerbung als Präsidentschaftskandidat der USA für 1992.[136]

Am 1. Februar 2007 wurde der Holocaustüberlebende Elie Wiesel in San Francisco von dem Holocaustleugner Eric Hunt körperlich angegriffen. Dieser erklärte später im Internet, er habe Wiesel dazu nötigen wollen, zu erklären, dass die Inhalte seines Holocaustbuchs Die Nacht fiktiv seien. Hunt wurde später gefasst, im August angeklagt und zu einer Haftstrafe verurteilt.[137]

Piusbruderschaft

Einzelne Vertreter der Piusbruderschaft, einer antimodernistischen Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche, sind seit den 1980er Jahren mit holocaustleugnenden Äußerungen hervorgetreten. 1987 bezeichnete Philippe Laguérie Thesen der Holocaustleugner Henri Roques und Robert Faurisson als „absolut wissenschaftlich“. Der mit David Irving befreundete, ohne vatikanische Erlaubnis zum Bischof der Piusbrüder geweihte Brite Richard Williamson sagte 1989 in einer Predigt in Kanada: Es sei kein einziger Jude in Gaskammern umgekommen. Das seien alles Lügen. Die Juden hätten den Holocaust erfunden, um die Anerkennung des Staates Israel von den Nichtjuden zu erpressen.[138]

Im November 2008 bekräftigte er in einem bei Regensburg geführten Interview: Es spreche sehr starke historische Evidenz gegen die absichtliche Ermordung von sechs Millionen Juden in Gaskammern. Es seien höchstens zwischen 200.000 und 300.000 Juden in Konzentrationslagern umgekommen, aber keiner durch Gas. Er glaube nicht, dass es Gaskammern in diesen Lagern gegeben habe. Dabei berief er sich auf den Leuchter-Report, den er als wissenschaftliche Untersuchung eines Experten für Gaskammern bezeichnete. Das Interview wurde am 21. Januar 2009 im Staatsfernsehen Schwedens gesendet. Mehrere Gerichtsinstanzen verurteilten Williamson für die auf deutschem Boden verübte Holocaustleugnung zu einer Geldstrafe.[139] Das Oberlandesgericht Nürnberg bestätigte 2014 die vorangegangenen Urteile und lehnte eine Revision ab.[140]

Der italienische Priester Floriano Abrahamowicz, ein Regionalvertreter der Piusbruderschaft, bezweifelte in einem Zeitungsinterview am 28. Januar 2009 den Vernichtungszweck von Gaskammern in Auschwitz und die Opferzahlen des Holocaust.[141] Er wurde daraufhin aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen.

Am 21. Januar 2009 vormittags hatte Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der vier Pius-Bischöfe, darunter Williamson, aufgehoben.[142] Dagegen richteten sich nun starke inner- und außerkirchliche Proteste. Daraufhin wies der Papst Holocaustleugnung am 28. Januar[143] und in Yad Vashem am 12. Mai 2009 zurück, nahm aber Williamsons Aufnahme nicht zurück und nahm keine Stellung zu möglichen Versäumnissen des Vatikans in der NS-Zeit.[144] Vatikansprecher Federico Lombardi erklärte am 30. Januar 2009, Christen dürften die Erinnerung an die Shoah weder meiden noch diese leugnen. Wer das tue, leugne den christlichen Glauben, da er nichts von Gottes Mysterium, Israels Erwählung zum Volk Gottes, wisse.[145]

Gegeninitiativen

Aufklärung von Hintergründen und Methoden

Aufgrund der vielfach bestätigten und gesicherten Dokumente für den Holocaust werden die anhaltenden Versuche, dieses Verbrechen zu leugnen, zu verharmlosen und als großangelegte Irreführung der Weltöffentlichkeit umzudeuten, von den weitaus meisten Historikern nicht für diskussionswürdig erachtet. Man sieht darin bestenfalls Betrug und Verdummung schlecht informierter Laien, meist aber darüber hinaus Hetzpropaganda auf Kosten Überlebender mit langfristig fatalen politischen Folgen.

Deshalb streiten professionelle Historiker darüber, wie mit den Veröffentlichungen von Holocaustleugnern umzugehen sei. Die Auffassung, dass man sie am besten geschlossen ignorieren sollte, um ihren Behauptungen nicht den gewünschten Anschein einer seriösen Forschung zu verleihen, ist auch in Deutschland verbreitet. Dies konnte die Neuauflagen holocaustleugnender Literatur in den 1970er Jahren jedoch nicht stoppen.

Daher lenken eine Reihe von Historikern das Augenmerk nun verstärkt auf die Methoden und Motive der Holocaustleugner, lehnen aber direkte Dialoge mit ihnen weiterhin ab, um ihre „Argumente“ nicht als diskussionswürdig aufzuwerten. Mit dieser Intention hat die US-Amerikanerin Deborah Lipstadt ein Standardwerk über die Entwicklung der Holocaustleugnung vorgelegt, dessen Schlussteil die wichtigsten Fakten zu den Gaskammern zusammenfasst, von denen die übrige Beschreibung ausgeht. Sie erklärt dieses Vorgehen wie folgt:[146]

„Man braucht seine Zeit nicht mit der Widerlegung jeder einzelnen Unterstellung der Holocaust-Leugner zu vergeuden. Es wäre eine Sisyphusarbeit, Argumenten begegnen zu wollen, deren Verfechter Befunde verfälschen, aus dem Zusammenhang herausgelöst zitieren und eine erdrückende Anzahl von Zeugnissen verwerfen, nur weil sie ihren Thesen entgegenstehen. Auf das Blendwerk ihrer Argumentationsweisen muss man reagieren, nicht auf die Argumente selbst. […] wichtiger als alle andere ist es, die Illusion einer rationalen Forschungsmethodik zu zerstören, hinter der sich ihre extremistischen Anschauungen verbergen.“

Mit ähnlicher Intention gaben 34 französische Historiker am 21. Februar 1979 eine Erklärung heraus:[147]

„Es steht jedem frei, ein Phänomen wie den Hitlerschen Genozid seiner eigenen Philosophie gemäß zu interpretieren. Es steht jedem frei, ihn mit anderen mörderischen Unternehmungen zu vergleichen, die früher, zur selben Zeit oder später vollstreckt wurden. Es steht jedem frei, diesbezüglich unterschiedliche Erklärungen anzubieten; es steht jedem unbegrenzt frei, sich vorzustellen oder davon zu träumen, dass diese grauenvollen Ereignisse nicht stattgefunden hätten.
Leider haben sie stattgefunden, und niemand kann ihre Realität bestreiten, ohne die Wahrheit zu vergewaltigen.
Die Frage, wie dieser Massenmord technisch möglich war, erübrigt sich. Er war technisch möglich, weil er stattgefunden hat. Genau das muss Voraussetzung und Ausgangspunkt für jede historische Untersuchung dieses Themas sein. Es ist unsere Pflicht, uns […] an folgende Wahrheit zu erinnern: Die Realität der Gaskammern steht nicht zur Diskussion und kann niemals zur Diskussion gestellt werden.“

Widerlegung von Falschbehauptungen

Eine dritte Gruppe konfrontiert die falschen und irreführenden Behauptungen von Holocaustleugnern mit empirischen Fakten, direkten Gegenargumenten und dem Aufdecken falscher Schlüsse, um sie konsequent zu entkräften. Diesen Weg beschreitet seit 1995 das rein durch Privatspenden finanzierte Nizkor Project (hebräisch: „Wir werden uns erinnern“) des US-Amerikaners und Kanadiers Kenneth McVay. Um Holocaustleugnung im Internet zu bekämpfen, bietet es ein umfassendes Archiv mit Originaldokumenten zum Holocaust, Nachrichten über Holocaustleugner, Forenbeiträgen von „Hassgruppen“ und faktengestützten Antworten darauf, darunter eine ausführliche Widerlegung des Leuchter-Reports. Zwar bestritten einige Autoren die ihnen zugeschriebenen archivierten Aussagen. Bisher gewann McVay jedoch sämtliche Gerichtsverfahren, die wegen angeblicher Falschaussagen seines Projekts gegen ihn angestrengt wurden.

Seine Arbeit traf jedoch auch auf Kritik: Das Simon Wiesenthal Zentrum warf ihm vor, dass er durch dauernde Beobachtung und Dokumentation manchen Holocaustleugnern erst die Aufmerksamkeit verschaffe, die sie suchten. Andere warfen ihm vor, dass er sich nicht für die Strafverfolgung von hate crimes („Hassverbrechen“ wie Volksverhetzung) einsetze. 1996 sprach er sich als Experte vor dem kanadischen Parlament gegen solche Gesetzgebung aus und befürwortete die argumentative Widerlegung der Holocaustleugnung statt ihrer Zensur.

In Deutschland verfolgt die Webseite Holocaustreferenz eine ähnliches Ziel, während der 2006 eingestellte Informationsdienst gegen Rechtsextremismus stärker die Biografien, politischen Aktivitäten und personellen Verflechtungen des internationalen Netzwerks der Holocaustleugner transparent machte.

Der Chemiker und frühere Holocaustleugner Jean-Claude Pressac begann seine Untersuchung Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers mit der Absicht, die Existenz der Gaskammern im KZ Auschwitz-Birkenau zu widerlegen und die Behauptungen seines Mentors Robert Faurisson zu beweisen. In zehn Jahren sammelte er umfangreiches Beweismaterial und machte es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. In seinem folgenden Buch Les Crématoires d’Auschwitz (Paris 1993; deutsch: „Die Krematorien von Auschwitz“, München 1994) untersuchte er die Funktionsweise der Krematorien ebenso akribisch. Seine beiden Bücher gelten als umfassendste Dokumentation zur technischen Durchführung des Holocaust im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Kritisiert wird, dass Pressac die Tötungskapazität der Krematorien zu niedrig ansetzte. Dass er zum Beispiel Dokumente der Bauleitung der Waffen-SS als „SS-Propaganda“ abwertete, wurde als eigenwillig und spekulativ bewertet. Auch seine dazugehörige Berechnung der Opferzahlen von Auschwitz wird wegen sachlicher und methodischer Fehler als zu niedrig abgelehnt. Er bezeichnete sie als „Minimal-Wert, der aufgrund neuer Dokumente durchaus korrigiert werden kann“ und betonte: „Auschwitz steht weiterhin für die Massenvernichtung unschuldiger Menschen durch Gas.“[148]

Holocaustleugner führen Pressacs Reduktion der Opferzahlen gern als Argument an, um den Holocaust zu relativieren. Germar Rudolf deutete Pressacs Dokumente und Aussagen in seinem Rudolf-Gutachten so um, dass sie scheinbar erneut die Holocaustleugnung stützten. Faurisson dagegen diffamierte seinen ehemaligen Anhänger. Holocaustleugner gehen auch sonst verschieden mit Kritik um. Oft vereinnahmen sie kritische Autoren und verwenden deren Texte ohne ihr Wissen und ihre Erlaubnis auf Mitarbeiterlisten in rechtsextremen Publikationen, um ihre Holocaustleugnung als Teil eines wissenschaftlichen Diskurses darzustellen.

Demonstrative Zitierung

Eine Werbeaktion von Lea Rosh für das Berliner Holocaustmahnmal griff die Holocaustleugnung im Juli 2001 gezielt auf. Ein etwa 30×15 m großes Plakat am Brandenburger Tor trug vor dem Hintergrund einer idyllischen Bergseelandschaft den mit Anführungszeichen als Zitat kenntlichen Satz: „Den Holocaust hat es nie gegeben.“ In wesentlich kleinerer Schrift stand darunter: „Es gibt immer noch viele, die das behaupten. In 20 Jahren könnten es noch mehr sein. Spenden Sie deshalb für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.“ Etwa 1000 solche Plakate und 500.000 Postkarten mit dem Plakatmotiv wurden zum Verkauf gedruckt.

Viele Journalisten, Prominente und jüdische Gemeinden kritisierten diese Aktion; zehn Personen zeigten Rosh wegen Volksverhetzung an.[149] Das Ermittlungsverfahren wurde bis 23. August 2001 eingestellt.[150] Die meisten Kommentatoren kritisierten die Werbung mit diesem Thema, „als wäre der Holocaust ein Produkt und der Gedenkende Kunde“. Andere kritisierten, das Plakat unterstelle den meisten Deutschen, Holocaustleugner zu sein oder zu werden; wieder andere, es fördere Holocaustleugnung. Viele griffen die Initiatorin in ihrer Rolle als Sprecherin der Holocaustopfer und des Mahnmalförderkreises an.[151]

Der Holocaustleugner Manfred Roeder demonstrierte am 7. August 2001 mit Anhängern am Brandenburger Tor vor dem Plakat.[152] Daraufhin ließ Rosh es am 9. August abhängen, stellte den Plakatverkauf ein und zog noch unverkaufte Postkarten zurück.[153] Das belgische Leugnerzentrum Vrij Historijk Onderzoek und sein Castle Hill Verlag nutzten das Postkartenmotiv in modifizierter Fassung noch jahrelang zur Eigenwerbung.[154]

Internationale Ächtung

Die zahlreichen, auch international geführten Prozesse gegen Holocaustleugner haben ihre öffentlichen Auftritte in den letzten 50 Jahren allmählich zurückgedrängt. Manche von ihnen waren untergetaucht, andere können aufgrund von Einreiseverboten nicht mehr zu Leugnertreffen reisen.

Dennoch beeinflussen die besonders über das Internet verbreiteten Schriften, aber auch öffentliche Vorträge und Reden aktiver Holocaustleugner viele Menschen. Die letzten Augenzeugen der Vergasungen in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern sterben aus. Deshalb erwartet etwa Germar Rudolf zwar zu seinen Lebzeiten kaum breitere Anerkennung seiner Ansichten, sieht aber die Zukunft des Geschichtsrevisionismus „rosig“, setzt also auf das Vergessen der nachfolgenden jüngeren Generation. Dieses wird durch die verbreitete „Schlussstrich“-Mentalität begünstigt. Je weiter die NS-Verbrechen in die Vergangenheit rücken, desto größer schätzen Beobachter wie Deborah Lipstadt die Gefahr ein, dass Holocaustleugnung international zunimmt und nicht nur Rechtsextremisten, sondern die Mitte ziviler Gesellschaften erreicht.[155]

Am 26. Januar 2007 – einen Tag vor dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz) – verurteilte die UNO-Vollversammlung die Holocaustleugnung. Die 192 Mitgliedsstaaten beschlossen im Konsens ohne Abstimmung eine Resolution, die alle UN-Mitglieder zur Ächtung der Holocaustleugnung aufruft. Die Erinnerung an dieses Verbrechen solle wachgehalten werden, um neue Völkermorde zu verhindern. Die Initiative dazu ging von den USA aus; nur der Iran wies den Vorschlag zurück und warf Israel vor, den Holocaust als Vorwand für neuen Völkermord zu benutzen. Daraufhin warf der israelische UN-Botschafter dem Iran vor, mit seinem Atomprogramm einen neuen Völkermord an den Juden vorzubereiten.[156]

Bei seiner Rede an die islamische Welt in Kairo am 4. Juni 2009 erklärte US-Präsident Barack Obama:[157]

„In aller Welt wurde das jüdische Volk Jahrhunderte lang verfolgt, und in Europa gipfelte der Antisemitismus in dem beispiellosen Holocaust. […] Sechs Millionen Juden wurden getötet, mehr als heute in Israel leben. Diese Tatsache zu leugnen, ist gegenstandslos, ignorant und abscheulich. Israel mit Zerstörung zu drohen oder widerwärtige Klischees über Juden zu wiederholen, ist zutiefst falsch und führt nur dazu, in den Köpfen der Israelis diese schmerzhafteste aller Erinnerungen wachzurufen und dabei den Frieden zu verhindern, den die Menschen dieser Region verdienen.“

Am 5. Juni bei seinem Besuch im Konzentrationslager Buchenwald bekräftigte Obama:[158]

„Bis heute gibt es jene, die darauf beharren, dass es den Holocaust niemals gab – eine Leugnung der Fakten und der Wahrheit, die jeder Grundlage entbehrt, ignorant und abscheulich ist. Dieser Ort ist die elementarste Zurechtweisung solcher Gedanken, eine Mahnung an unsere Pflicht, uns gegen jene zu stellen, die Lügen über unsere Geschichte verbreiten.“

Siehe auch

Literatur

Fakten zum Holocaust siehe
Überblick
  • Maria Munzert: Revisionismus/Leugnung des Holocaust. In: Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hg.): Lexikon der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. Transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 87–91.
Gesamtdarstellungen
  • Paul Behrens, Olaf Jensen, Nicholas Terry (Hg.): Holocaust and Genocide Denial: A Contextual Perspective. Routledge, London 2017, ISBN 978-1-138-67273-4.
  • Robert Wistrich (Hrsg.): Holocaust Denial. The Politics of Perfidy. De Gruyter, Berlin/ Boston 2012, ISBN 978-3-11-028821-6.
  • Stephen E. Atkins: Holocaust denial as an international movement. Praeger, Westport, Connecticut 2009, ISBN 978-0-313-34538-8.
  • Michael Shermer, Alex Grobman: Denying History: Who Says the Holocaust Never Happened and Why Do They Say It? University of California Press, S. Mark Taper Foundation Imprint in Jewish Studies, 2002, ISBN 0-520-23469-3 (Auszug online, englisch)
  • Ted Gottfried, Stephen Alcorn: Deniers of the Holocaust: Who They Are, What They Do, Why They Do It? Twenty-First Century Books, 2001, ISBN 0-7613-1950-6.
  • John C. Zimmerman: Holocaust denial: demographics, testimonies, and ideologies. Lanham, MD 2000.
  • Robert Jan Van Pelt: The science of Holocaust research and the art of Holocaust denial. University of Waterloo, 1999, ISBN 0-921083-93-9.
  • Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. (1993) 3. Auflage. Rio Verlag, Zürich 1998, ISBN 3-907768-10-8.
  • Brigitte Bailer-Galanda, Wolfgang Benz, Wolfgang Neugebauer (Hrsg.): Die Auschwitzleugner. ‚Revisionistische‘ Geschichtslüge und historische Wahrheit. Elefanten Press, Berlin 1996, ISBN 3-88520-600-5. Ersterscheinen 1995 in Wien als Wahrheit und Auschwitz. HRSG. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Deuticke 1995.
  • Kenneth S. Stern: Holocaust Denial. In: Encyclopaedia Judaica. 2. Auflage. Band 9, Detroit/New York u. a. 2007, ISBN 978-0-02-865937-4, S. 493–495 (englisch).
  • Kenneth S. Stern: Holocaust Denial. The American Jewish Committee, New York 1993.
Widerlegungen
  • Armin Pfahl-Traughber: Revisionistische Behauptungen und historische Wahrheit. Zur Widerlegung rechtsextremistischer Geschichtslegenden. In: Christoph Butterwegge, Georg Lohmann: Jugend, Rechtsextremismus und Gewalt. Analyse und Argumente. Leske + Budrich, 2001, ISBN 3-8100-3222-0, S. 241–258. (Textauszug online)
  • Heiner Lichtenstein: Vierundzwanzigstes Bild: Die Auschwitz-Lüge. In: Julius H. Schoeps, Joachim Schlör (Hrsg.): Bilder der Judenfeindschaft. Antisemitismus – Vorurteile und Mythen. Augsburg 1999, ISBN 3-8289-0734-2, S. 294–301.
  • Till Bastian: Auschwitz und die 'Auschwitz-Lüge'. Massenmord und Geschichtsfälschung. Beck, München 1997, ISBN 3-406-43155-0.
  • Markus Tiedemann: „In Auschwitz wurde niemand vergast.“ 60 rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt. Mülheim/Ruhr 1996, ISBN 3-570-20990-3.
  • Hellmuth Auerbach: Auschwitz Lüge. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. 5. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1994, ISBN 3-423-03295-2, S. 36 f.
  • Werner Wegner: Keine Massenvergasungen in Auschwitz? Zur Kritik des Leuchter-Gutachtens. In: Uwe Backes, Eckhard Jesse, Rainer Zitelmann (Hrsg.): Die Schatten der Vergangenheit. Impulse zur Historisierung der Vergangenheit. Propyläen Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-549-07407-7, S. 450–476.
  • Arthur Suzman, Denis Diamond: Der Mord an sechs Millionen Juden. Die Wahrheit ist unteilbar. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Band 30, 29. Juli 1978, S. 4–21 (zu Richard Harwood, „Starben wirklich sechs Millionen?“)
  • Ino Arndt, Wolfgang Scheffler: Organisierter Massenmord an Juden in nationalsozialistischen Vernichtungslagern. Ein Beitrag zur Richtigstellung apologetischer Literatur. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 24, Heft 2, 1976, S. 105–112. (Volltext online; PDF; 1,5 MB)
Holocaustleugnung in Einzelstaaten
Über Holocaustleugner

Weblinks

Fakten zum Holocaust

Argumente gegen Holocaustleugner

Geschichte

Verbreitung

Bekämpfung

Andere Länder

Auswahlbibliographie

  • Susan S. Cohen, Rosalind N. Arzt: Holocaust Denial. A Selected Bibliography. The Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA), The Hebrew University of Jerusalem 1999, basierend auf der bibliographischen Datenbank des Felix Posen Bibliographic Project, Beispielabfrage mit weiterer Literatur

Einzelnachweise

  1. Robert Wistrich: Holocaust Denial, Boston 2012, S. 2, 110 und öfter.
  2. Deborah Lipstadt: Denying the Holocaust. New York 1993, S. 1; Wayne Klein: Postmodernism and the Holocaust. Rodopi B.V. Editions, 1998, ISBN 90-420-0581-5, S. 54
  3. Ted Gottfried, Stephen Alcorn: Deniers of the Holocaust: Who They Are, What They Do, Why They Do It? 2001, S. 83
  4. American Jewish Committee: Holocaust Denial. New York 1993, S. 85; Andrew E. Mathis: Holocaust, Denial of. In: Peter Knight (Hrsg.): Conspiracy Theories in American History: an Encyclopedia, Band 1. ABC-CLIO, Santa Barbara 2003, S. 323.
  5. Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDMIR) der OSZE / UNESCO (Hg.): Mit Bildungsarbeit gegen Antisemitismus: Ein Leitfaden für politische Entscheidungsträger/-innen. Paris / Warschau 2019, ISBN 978-92-3-000070-7 (Volltext online, PDF S. 23)
  6. Robert Wistrich: Holocaust Denial, Boston 2012, S. 91, 181, 197, 233, 245; Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Band 2: Personen. De Gruyter, Berlin 2009, S. 870; Klaus Faber, Julius Hans Schoeps, Sacha Stawski: Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik. Verlag für Berlin-Brandenburg, 2006, ISBN 3-86650-163-3, S. 108; Barbara Steiner: Die Inszenierung des Jüdischen: Konversion von Deutschen zum Judentum nach 1945. Wallstein, 2015, S. 207
  7. Monika Schwarz-Friesel, Jehuda Reinharz: Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-027772-2, S. 96, S. 159 und Fn. 57
  8. Omar Kamil: Der Holocaust im arabischen Gedächtnis: Eine Diskursgeschichte 1945-1967. 2. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2018, ISBN 3-525-35599-8, S. 38
  9. Fabian Fischer: Die konstruierte Gefahr: Feindbilder im politischen Extremismus. Nomos, Chemnitz 2018, ISBN 978-3-8487-5149-5, S. 121
  10. Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Springer VS, Wiesbaden 2000, ISBN 978-3-322-93544-1, S. 78
  11. Michael Fischer: Horst Mahler. Biographische Studie zu Antisemitismus, Antiamerikanismus und und Versuchen deutscher Schuldabwehr. KIT Scientific Publishing, 2015, ISBN 3-7315-0388-3, S. 346
  12. Elisabeth Klamper: Die Macht der Bilder: antisemitische Vorurteile und Mythen. Picus, Wien 1995, ISBN 3-85452-275-4, S. 372
  13. Bernd Struß: „Ewiggestrige“ und „Nestbeschmutzer“: Die Debatte über die Wehrmachtsausstellungen – eine linguistische Analyse. Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3-631-58736-8, S. 252
  14. Monika Schwarz-Friesel: Sprache und Emotion. UTB, 2013, ISBN 978-3-8252-4039-4, S. 328 und 347.
  15. Peter Longerich: „Davon haben wir nichts gewusst!“ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945. 3. Auflage, Siedler, 2009; Lars Rensmann, Julius H. Schoeps: Feindbild Judentum: Antisemitismus in Europa. Verlag für Berlin-Brandenburg, 2008, ISBN 3-86650-642-2, S. 90
  16. Mark Weitzman: Antisemitismus und Holocaustleugnung. In: Thomas Greven, Thomas Grumke: Globalisierter Rechtsextremismus? Die extremistische Rechte in der Ära der Globalisierung. Springer VS, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14514-2, S. 65
  17. Paul Behrens et al (Hg.): Holocaust and Genocide Denial, London 2017, S. 3
  18. Matthias Küntzel, zitiert in Alvin H. Rosenfeld: Das Ende des Holocaust. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 3-525-54042-6, S. 217
  19. a b Maria Munzert: Revisionismus/Leugnung des Holocaust. In: Lexikon der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland, Bielefeld 2009, S. 90
  20. Nina Horaczek, Sebastian Wiese: Handbuch gegen Vorurteile: Von Auschwitzlüge bis Zuwanderungstsunami. Czernin, Wien 2013, S. 6
  21. Wolfgang Benz: Die Funktion von Holocaustleugnung und Geschichtsrevisionismus für die rechte Bewegung. In: Stephan Braun et al. (Hg.): Strategien der extremen Rechten, Wiesbaden 2009, S. 212
  22. Maria Munzert: Revisionismus/Leugnung des Holocaust. In: Lexikon der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland, Bielefeld 2009, S. 87ff.
  23. Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Springer VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-33502-2, S. 206
  24. Thomas Grumke, Bernd Wagner: Handbuch Rechtsradikalismus: Personen, Organisationen, Netzwerke: vom Neonazismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Leske + Budrich, 2002, ISBN 3-8100-3399-5, S. 313
  25. Lars Rensmann, Julius H. Schoeps: Feindbild Judentum, Berlin 2008, S. 47
  26. Robert Wistrich: Holocaust Denial, Boston 2012, S. 165
  27. Bernd Nickolay: Rechtsextremismus im Internet: ideologisches Publikationselement und Mobilisierungskapital einer rechtsextremen sozialen Bewegung? Ergon, 2000, ISBN 3-933563-84-4, S. 25 u. ö.
  28. Brigitte Bailer-Galanda (Hrsg.): Das Netz des Hasses: Rassistische, rechtsextreme und neonazistische Propaganda im Internet. Deuticke, 1997, ISBN 3-216-30329-2, S. 41 und 56
  29. Bernd Nickolay: Rechtsextremismus im Internet: ideologisches Publikationselement und Mobilisierungskapital einer rechtsextremen sozialen Bewegung? 2000, S. 20ff.
  30. Bettina Brockhorst: Zwischen Meinungsfreiheit und Gefahr für die Jugend. In: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften und Medien. Sonderheft, 9./10. November 1999, S. 66.
  31. Paul Behrens et al (Hg.): Holocaust and Genocide Denial, London 2017, S. 57 f.
  32. Guido Knopp: Holokaust. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2001, ISBN 3-442-15152-X, S. 100 f.
  33. Andreas Dietz: Das Primat der Politik in kaiserlicher Armee, Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr: Rechtliche Sicherungen der Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden zwischen Politik und Militär. Mohr/Siebeck, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150865-3, S. 440.
  34. Ralf Georg Reuth: Joseph Goebbels Tagebücher. 3. Auflage. München 2003, ISBN 3-492-21414-2, Band 4, S. 1776.
  35. Wolfgang Benz: Der Holocaust. C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-39822-3, S. 8.
  36. Peter Longerich: Der ungeschriebene Befehl: Hitler und der Weg zur „Endlösung“. Piper, München 2001, ISBN 3-492-04295-3, S. 185 ff.
  37. Wolfgang Benz (Hrsg.): Dimension des Völkermords. Die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus. 2. Auflage, Oldenbourg, München 1991, S. 17
  38. Bernhard Pörksen: Die Konstruktion von Feindbildern: Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien. Springer VS, Wiesbaden 2005, ISBN 978-3-322-80846-2, S. 205
  39. Wolfgang Benz (Hrsg.): Dimension des Völkermords. Die Zahl der Opfer des Nationalsozialismus. 2. Auflage, München 1996, S. 5–7
  40. Wolfgang Benz: Realitätsverweigerung als antisemitisches Prinzip: Die Leugnung des Völkermords. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in Deutschland. Zur Aktualität eines Vorurteils. München 1995, S. 129.
  41. Ken McVay (Nizkor Project): The World Almanac Gambit
  42. Walter N. Sanning: The Dissolution of Eastern European Jewry. (Vorwort von Arthur Butz) Noontide Press 1986, ISBN 0-939484-11-0.
  43. Alvin H. Rosenfeld: Das Ende des Holocaust. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 3-525-54042-6, S. 139
  44. Avraham Milgram, Robert Rozett: Der Holocaust: FAQs - Häufig gestellte Fragen. Gedenkstätte Yad Vashem (Hrsg.), Wallstein, 2012, S. 27f.
  45. Andrej Angrick: „Aktion 1005“ - Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942 - 1945: Eine „geheime Reichssache“ im Spannungsfeld von Kriegswende und Propaganda. Wallstein, 2018, ISBN 978-3-8353-4295-8, S. 9–12
  46. Mark Bray: Antifa. London 2017, S. 39 und Fn. 147; Holocaust Uncovered (1945)
  47. a b Wolfgang Benz: Die Funktion von Holocaustleugnung und Geschichtsrevisionismus für die rechte Bewegung. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster: Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. Springer VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 210–228, hier S. 210
  48. a b Fabian Virchow: „Auschwitz muß weg“. In: Jens Mecklenburg (Hrsg.): Antifareader. Antifaschistisches Handbuch und Ratgeber. Elefanten Press, Berlin 1996, S. 208–210.
  49. Joachim Rohlfes: Antidemokratische Einstellungen im Weimarer Staat und in der Bundesrepublik. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. 66, Heft 3/4, 2015, S. 213.
  50. Christian Mentel: Die Auschwitz-Lüge (Thies Christopherson, 1973). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 6: Publikationen. De Gruyter, Berlin 2013, S. 52f.
  51. H. Joachim Schwagerl: Rechtsextemismes Denken: Merkmale und Methoden. Fischer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-11465-9, S. 60
  52. Fabian Virchow: Eselsmasken-Aktion (1978). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen. De Gruyter / Saur, Berlin 2011, S. 107 f.
  53. Michael Shermer, Alex Grobman: Denying History: Who Says the Holocaust Never Happened and Why Do They Say It? Los Angeles 2000, S. 40
  54. Thomas Irmer: Roth, Heinz. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 2: Personen. De Gruyter, Berlin 2009, S. 696f.
  55. Anton Maegerle: Club der Revisionisten. In: Blick nach Rechts 25, 11. Dezember 2006.
  56. Stephan Braun et al (Hg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe - Analysen - Antworten. Wiesbaden 2009, S. 377 f. und 470
  57. a b Christian Mentel: Collegium Humanum. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Berlin 2012, S. 114 f.
  58. Christian Mentel: Zündel, Ernst. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 2: Personen. Berlin 2009, S. 907
  59. Juliane Wetzel: Did six Million really die? (Richard E. Harwood, 1974). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 6: Publikationen. Berlin 2013, S. 154 f.
  60. Innenministerium NRW: Rechtsextremistische Skinheadmusik. 2001, PDF S. 94; Deutscher Bundestag: 14. Wahlperiode, Drucksache 14/2638. 3. Februar 2000, PDF S. 19
  61. Oliver Schröm, Andrea Röpke: Stille Hilfe für braune Kameraden: Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis. Ein Inside-Report. Christian Links, Berlin 2012, S. 74
  62. Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 3: Personen. De Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 701
  63. Stephan Braun und andere (Hg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. Springer VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 408; Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 3: Begriffe, Theorien, Ideologien. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-598-24074-4, S. 292
  64. Gerd Wiegel: Leugnung und Relativierung: Der Missbrauch von Auschwitz in der aktuellen Politik. HaGalil, Dezember 2004.
  65. Alexander Ruoff: Verbiegen, Verdrängen, Beschweigen: die Nationalgeschichte der "Jungen Freiheit". Auschwitz im Diskurs des völkischen Nationalismus. Unrast, 2001, ISBN 389771406X, S. 7
  66. Beispiele: Tim Cole: Selling the Holocaust: From Auschwitz to Schindler, How History is Bought. Routledge Chapman & Hall, 2000, ISBN 0-415-92813-3, S. 143; Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. VS Verlag, 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 454.
  67. Patrick Gensing: NPD-Chef Voigt und der Holocaust. Zeit online/ Störungsmelder, 11. Dezember 2007; Bundesministerium des Innern / Bundesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2007, S. 83; SWR / Report Mainz: Interview von NPD-Chef Udo Voigt mit iranischen Journalisten löst Empörung aus. 10. Dezember 2007
  68. Lars Rensmann: Demokratie und Judenbild: Antisemitismus in der politischen Kultur der bundesrepublik Deutschland. Springer VS, Wiesbaden 2004, S. 245
  69. Brigitte Bailer-Galanda, Wolfgang Neugebauer (Hg.): Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus. Deuticke, 1994, ISBN 3-216-30099-4
  70. Günter Morsch, Astrid Ley (Hg.): Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas: Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung. Metropol-Verlag, 2011, ISBN 3-940938-99-8, S. 392
  71. »Reichsbürger« vor BRD-Gericht. AIB 65, 11. März 2005
  72. Jan Raabe: Gedächtnisstätte e.V. Belltower, 19. Mai 2008
  73. Gebhard Schultz: kreuz.net – rechtsextreme Katholiken im Internet. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, 25. März 2009; Anton Maegerle: Flüchtiger Volksverhetzer gefasst. Blick nach rechts, 21. März 2012.
  74. Michael Fischer: Horst Mahler. Biographische Studie zu Antisemitismus, Antiamerikanismus und Versuchen deutscher Schuldabwehr. KIT Scientific Publishing, 2015, ISBN 3-7315-0388-3, S. 329
  75. Jean-Yves Camus: Holocaust-Denial. In: Uwe Backes, Patrick Moreau: The Extreme Right in Europe. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 3-525-36922-0, S. 246
  76. Holocaustleugnerin Haverbeck festgenommen. Zeit, 7. Mai 2018
  77. Dennis Beismann: Das Internet und die Leugnung des Holocaust.Neue Perspektiven in deutschsprachigen Veröffentlichungen.
  78. Christian Mentel: Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Berlin 2012, S. 628f.
  79. zitiert nach Mitchell G. Bard: Negative arabisch/ moslemische Einstellungen gegenüber Israel. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jewishvirtuallibrary.org Jewish Library.
  80. a b c zitiert aus Gal Ben-Ari: Die Saat des Hasses. Juden und Israel in den arabischen Medien. Hänssler, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3861-7.
  81. Mahmud Abbas: The Other Side: The Secret Relations Between Nazism and the Leadership of the Zionist Movement. 1983, übersetzt vom Simon-Wiesenthal-Center; Bericht darüber von Ulrich W. Sahm in: Stuttgarter Zeitung. 25. April 2003.
  82. Goetz Nordbruch (Hebrew University of Jerusalem): The Socio-historical Background of Holocaust Denial in Arab Countries: Arab reactions to Roger Garaudy's ‚The Founding Myths of Israeli Politics‘. (Memento des Originals vom 4. Dezember 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sicsa.huji.ac.il 2005.
  83. Hamas Leader Rantisi: The Holocaust. The Greatest of Lies Funded by the Zionists. In: Memri. 27. August 2003.
  84. Robert S. Wistrich: Holocaust Denial, Boston 2012, S. 159 f.
  85. Stephen Roth: Anti-semitism Worldwide, 1999/2000. University of Nebraska Press, 2001, ISBN 0-8032-5943-3, S. 196.
  86. Thomas Greven, Thomas Grumke: Globalisierter Rechtsextremismus? VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2006, ISBN 3-531-90125-7, S. 197.
  87. George Michael: The enemy of my enemy: the alarming convergence of militant Islam and the extreme right. University Press of Kansas, 2006, ISBN 0-7006-1444-3, S. 158 und Fn 206.
  88. Danny Ben-Moshe: Analysis of current trends in antisemitism. Vol. 25: Holocaust Denial in Australia. Hebrew University of Jerusalem, 2005, ISSN 0792-9269, S. 26.
  89. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. Rio-Verlag, Zürich 1994, S. 29.
  90. Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Berlin 2012, S. 641
  91. Friedrich-Wilhelm Schlomann: Neo-nazistische Propaganda aus dem Ausland nach Deutschland. Hanns Seidel Stiftung, 2000, S. 16; Bernd Nickolay: Rechtsextremismus im Internet: ideologisches Publikationselement und Mobilisierungskapital einer rechtsextremen sozialen Bewegung? Ergon, 2000, ISBN 3-933563-84-4, S. 157
  92. Jürg Altwegg: Noam Chomsky und die Realität der Gaskammern. Zeit online, 21. November 2012
  93. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 25 f.
  94. Eklat in Frankreich: Satiriker tritt mit Holocaust-Leugner auf. Spiegel Online, 29. Dezember 2008.
  95. Alvin H. Rosenfeld: Das Ende des Holocaust. Göttingen 2015, S. 216
  96. zitiert nach Ray Takeyh: Guardians of the Revolution: Iran and the World in the Age of the Ayatollahs. Oxford University Press, 2011, S. 256.
  97. Übersetzung laut Reuters im Stern, 8. Dezember 2005
  98. deutsche Übersetzung nach Anneliese Fikenscher & Andreas Neumann (AG Friedensforschung): Der Krieg gegen den Iran hat längst begonnen. „Israel von der Landkarte löschen“ – Über die angeblichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad.
  99. Usa Ibp: Iran Foreign Policy & Government Guide. Intl Business Publications, 2006, ISBN 0-7397-8300-9, S. 147.; Arash Norouzi (Global Research 20. Januar 2007): „Wiped Off The Map“ – The Rumor of the Century.
  100. Gespräch mit Ahmadinedschad. In: Spiegel Online. 31. Mai 2006.
  101. Iranische Holocaust-Konferenz „Unser Präsident meint es nur gut“. In: Spiegel Online. 17. Februar 2006.
  102. New York Times: Holocaust Deniers and Skeptics Gather in Iran
  103. Alles, was Nazis hören möchten. In: Der Stern. 12. Dezember 2006.
  104. Holocaust-Konferenz in Berlin. Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft. In: Spiegel Online, 11. Dezember 2006.
  105. Reuters, 12. Juni 2007: Indonesia conference denounces Holocaust denial; dazu William F. S. Miles: Indigenization of the Holocaust and the Tehran Holocaust Conference: Iranian Aberration or Third World Trend? In: Human Rights Review. Band 10, 4/2009, ISSN 1524-8879, S. 505–519.
  106. Christine Pelosi: Iran No Longer Led By Holocaust Denier, Foreign Minister Javad Zarif Tweets. In: Huffington Post. 5. September 2013.
  107. Treffen von Islamisten und Neonazis Holocaust-Leugner schwören auf Italien. In: Spiegel Online. 11. Oktober 2002.
  108. Holocaustleugnung – ein Strafbestand?, kath.net, 19. Oktober 2010.
  109. Deborah Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. S. 30.
  110. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 22.
  111. Schmutzige Hände. In: Der Spiegel. Nr. 12, 2009, S. 69 (online).
  112. Europäische Menschenrechtskommission: Application No. 36773/97 by Herwig NACHTMANN against Austria. (PDF; 72 kB)
  113. Anton Maegerle/Heribert Schiedel (DOEW): Krude Allianz: Das arabisch-islamistische Bündnis mit deutschen und österreichischen Rechtsextremisten (PDF; 198 kB)
  114. Ehemaliger FPÖ-Politiker als Holocaust-Leugner verurteilt. In: Spiegel Online. 14. Januar 2008.
  115. FPÖ-Kandidatin Rosenkranz gegen NS-Verbotsgesetz. auf: krone.at, 3. März 2010.
  116. Die Codes der Rechtsextremen. auf: presse.com, 5. März 2010.
  117. Deborah Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 286, Anmerkung 43.
  118. GfK Austria: Österreich: Einstellung zum Holocaust
  119. Vérité et Justice aufgelöst (Memento des Originals vom 21. Oktober 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hans-stutz.ch. tacheles, 8. März 2002.
  120. Hans Stutz: Holocaust-Leugner in der Schweiz. In: Widerspruch. Beiträge zur sozialistischen Politik. Nummer 32: Streit um Geschichte, Antisemitismus, Rassismus. Dezember 1996, S. 23–28. (Memento des Originals vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hans-stutz.ch
  121. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 23 + Anmerkung 20, S. 286.
  122. Holocaust-Leugnung in Spanien nicht mehr strafbar. In: Spiegel Online. 9. November 2007.
  123. Arthur M. Shapiro: Political Creationism in Turkey. In: The New Leader. 1. März 2000.
  124. All Terrorists Are Darwinists’ – Interview with Harun Yahya. In: Spiegel Online. 23. September 2008. (online auf: spiegel.de)
  125. Michael Shermer, Alex Grobman: Denying History: Who Says the Holocaust Never Happened and Why Do They Say It? Los Angeles 2000, S. 41
  126. Paul Behrens et al (Hg.): Holocaust and Genocide Denial, London 2017, S. 15–18
  127. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 24.
  128. Robert Jan van Pelt: The Case for Auschwitz: Evidence from the Irving Trial. Indiana University Press, 2002, ISBN 0-253-34016-0 (englisch)
  129. Sebastian Borger (Der Standard, London, 28. November 2007): Auftritt gegen „Auschwitz-Lügner“.; Protest in Oxford gegen Holocaust-Leugner: Grenzen der Meinungsfreiheit. In: Taz Berlin. 27. November 2007.
  130. Michael Funk (Blick nach Rechts, 1. April 2004): USA verweigern polnischem Holocaust-Leugner die Einreise für Konferenz.
  131. Christian Mentel: Committee for Open Debate on the Holocaust (USA). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Berlin 2012, S. 121 f.
  132. Christian Mentel: Leuchter-Report (Fred A. Leuchter, 1988). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Band 6: Publikationen. Berlin 2012, S. 424–428
  133. Nizkor: Robert Brock
  134. Zitate und Analyse bei Holocaustreferenz: Ben Weintraub: Holocaust-Dogma
  135. Holocaustreferenz: Robert Brock: Freispruch für Deutschland.
  136. Deborah E. Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. Rio-Verlag, Zürich 1994, S. 20 f.
  137. HaGalil: Tätlicher Angriff auf Elie Wiesel (11. Februar 2007); Bild.de: Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel von Holocaust-Leugner angegriffen – Sollte er entführt werden?
  138. Anti-Defamation-League: The Society of St. Pius X: Mired in Anti-Semitism. (Memento des Originals vom 6. Februar 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adl.org
  139. Bischof Williamson zu Geldstrafe verurteilt. In: Die Zeit. 11. Juli 2011.
  140. Revision abgelehnt: Bischof Williamson muss zahlen. In: Süddeutsche Zeitung. 11. April 2014.
  141. John L. Allen Jr., National Catholic Reporter, 29. Januar 2009: Italian Lefebvrite priest questions Holocaust. (Memento des Originals vom 2. Februar 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ncronline3.org
  142. Dekret zur Aufhebung der Exkommunikation Latae Sentenciae der Bischöfe der Sozietität St. Pius X. 21. Januar 2009. (englisch)
  143. Die Zeit, 28. Januar 2009: Papst kritisiert Holocaust-Leugner
  144. Benedikt XVI. in Jad Vaschem. Holocaust: Papst spart Rolle der Kirche aus. In: Süddeutsche Zeitung. 12. Mai 2009.
  145. Wieder Holocaust bezweifelt: Vatikan bekommt Leugner nicht in den Griff. (Memento vom 31. Januar 2009 im Internet Archive) In: Netzeitung. 30. Januar 2009.
  146. Deborah Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 49.
  147. Deborah Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 35.
  148. Jean-Claude Pressac: Die Krematorien von Auschwitz: die Technik des Massenmordes. Piper, 1994, S. 202
  149. Stephanie Schmidt, Renée Hansen: „Den Holocaust hat es nie gegeben“ – Plakat übertönt Mahnmal – eine selbstgeschaffene Kommunikationskrise. In: Ralf Laumer, Jürgen Pütz (Hrsg.): Krisen-PR in der Praxis. Wie Kommunikationsprofis mit Krisen umgehen. Daedalus, Münster, ISBN 3-89126-240-X.
  150. Holocaust-Plakat: Verfahren eingestellt. Tagesspiegel, 23. August 2001.
  151. Barbara Oertel: Holocaust und Tabudiskurs: Die Werbekampagne zugunsten des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas „den holocaust hat es nie gegeben“. (Memento des Originals vom 31. Januar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.soemz.uni-sofia.bg (PDF; 119 kB)
  152. Mahnmal-Plakat: Ermittlungen gegen Neonazi Roeder. In: FAZ. 7. August 2001.
  153. Presse-Infos >Lea Rosh Holocaus-Plakat< (2) (Memento des Originals vom 13. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cf.jiddisch.org
  154. Die Aufwertung der NS-Gewaltherrschaft: Revisionismus. In: HaGalil. 13. Mai 2004.
  155. Deborah Lipstadt: Betrifft: Leugnen des Holocaust. 1994, S. 50.
  156. Uno verurteilt Leugnung des Holocaust. In: Tagesschau. 26. Januar 2007 21.20 Uhr. (tagesschau.de-Archiv)
  157. Obama-Rede im Wortlaut: „Der Islam ist ein Teil Amerikas“. In: FAZ.net, 4. Juni 2009.
  158. Präsident Obama zu Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. In: Amerikadienst. 5. Juni 2009.
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  Dieser Artikel wurde am 18. Dezember 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.