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Siegermacht

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Eine Siegermacht ist in der Regel ein Staat, der einen Krieg gewonnen hat.

Inhaltsverzeichnis

Erster WeltkriegBearbeiten

Die Siegermächte im Ersten Weltkrieg waren Frankreich, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland, die Vereinigten Staaten von Amerika und das Königreich Italien. Die Triple Entente von 1907 umfasste nur Frankreich, Großbritannien und das Russische Reich. Italien trat erst 1915 der Entente bei. Russland war schon nach der Oktoberrevolution 1917 ausgeschieden.

Die USA betrachteten sich lediglich als assoziierte Macht der Triple-Entente, der sie nicht beigetreten waren. Die Entente siegte über die Mittelmächte und bestimmte die Pariser Vorortverträge.

Zweiter WeltkriegBearbeiten

Europa

Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges in Europa waren die Sowjetunion, die USA und Großbritannien als Hauptmächte der Anti-Hitler-Koalition. Frankreich hatte 1940 eine Niederlage erlitten und war unter deutsche Besatzung geraten. Trotz der französischen Kapitulation baute General Charles de Gaulle im Ausland die Forces Françaises Libres auf, die auf Seiten der Hauptalliierten bis zur Befreiung Frankreichs und der Besetzung Deutschlands und Österreichs weiterkämpfte. Nach dem Krieg wurde Frankreich durch Beschluss der Alliierten nachträglich ebenfalls zur Siegermacht mit eigener Besatzungszone auf dem Territorium des besiegten Deutschlands erkoren und bildete einen Teil der Vier Mächte.

Die USA, die Sowjetunion und das Vereinigte Königreich werden in diesem Zusammenhang häufig auch als drei Mächte – mit Frankreich dann vier Mächte – bezeichnet. In Österreich endete die Besatzung durch die vier Siegermächte bereits 1955 mit Inkrafttreten des Österreichischen Staatsvertrags. Mit dem Viermächteabkommen über Berlin kam es 1971 zu einer Einigung der Siegermächte in der Berlin-Frage. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung traten sie 1990 ein letztes Mal zur Verhandlung und Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrags zusammen, durch den u. a. die Beendigung des Viermächte-Status und somit der Besatzung in Berlin geregelt wurde und der insbesondere die Souveränität Gesamtdeutschlands wiederherstellte.[1]

Asien

In Asien galt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch die Republik China als Siegermacht über das Japanische Kaiserreich. Dementsprechend erhielt China einen permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die USA besetzten Japan bis 1951 und waren dort neben einigen Soldaten aus dem britischen Commonwealth die wesentliche Besatzungsmacht. Korea wurde zur Entwaffnung japanischer Soldaten provisorisch geteilt und jeweils von Truppen der Vereinigten Staaten sowie Großbritanniens und solchen der UdSSR besetzt. Frankreich und Großbritannien erhielten ihre verlorenen Kolonien in Südostasien teilweise zurück.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. Eckart Klein, Deutschlands Rechtslage, in: Werner Weidenfeld/Karl-Rudolf Korte (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Einheit 1949–1989–1999, Neuausgabe 1999, S. 282–291, hier S. 284 f.; Rudolf Hoke, Österreichische und deutsche Rechtsgeschichte, Böhlau, 1992, S. 511; Martin List, Internationale Politik studieren. Eine Einführung, VS Verlag, Wiesbaden 2006, S. 102.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Siegermacht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen