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Reichsbürgerbewegung

Verschwörungstheorie
Protest von „Reichsbürgern“, die sich auf Artikel 146 des Grundgesetzes berufen (vor dem Reichstagsgebäude in Berlin 2013)

Die Reichsbürgerbewegung bzw. die ihr zuzurechnenden Gruppierungen bestreiten die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als legitimer und souveräner Staat. Sie weigern sich mit dieser Begründung, unter anderem Steuern und Bußgelder zu zahlen oder Gerichtsbeschlüsse und Verwaltungsentscheidungen zu befolgen. „Reichsbürger“ berufen sich darauf, dass ihrer Meinung nach das Deutsche Reich weiterhin fortbestehe, entsprechend ihrer Ideologie entweder in den Grenzen des Deutschen Kaiserreichs oder in denen von 1937. Dieses werde als Organisation durch eine „kommissarische Reichsregierung“ (KRR) oder Ähnliches vertreten, welche verschiedene Gruppen jeweils für sich beanspruchen. Die Reichsbürgerbewegung wird manchmal auch als „Reichsbürger“-Szene oder Anhänger der „Reichsideologie“ bezeichnet. Der Szene zugeordnet werden auch die sogenannten „Selbstverwalter“, die behaupten, durch einseitige Erklärungen aus der Bundesrepublik und ihrer Gesetzgebung „austreten“ zu können, sich dabei aber nicht unbedingt auf das Deutsche Reich beziehen. Zu der von unterschiedlichen Gruppierungen der Reichsbürgerbewegung vertretenen Ideologie gehören Verschwörungstheorien, oft die Ablehnung der Demokratie, Ideologieelemente des Rechtsextremismus, Geschichtsrevisionismus und teilweise die Leugnung des Holocausts.

Die Bewegung ist weder homogen noch existiert eine dominante Gruppe.[1] Vielmehr umfasst sie mehrere, teils sektenartige und oft untereinander konkurrierende Gruppierungen in Deutschland. Diese bezeichnen sich selbst vor allem als „Reichsbürger“, „Reichsregierung“, „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“, „Selbstverwalter“ oder „Natürliche Personen“.

Die Szene entstand in den 1980er Jahren und tritt seit 2010 verstärkt in Erscheinung, seit 2013 auch mit Militanz. Der Bundesverfassungsschutz rechnet der Bewegung im September 2017 rund 15.000 Personen zu;[2] davon gelten 900 Personen als Rechtsextremisten. Rund 13.000 Straftaten werden „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ seit deren Erfassung zugerechnet, davon 750 Gewaltdelikte.[3]

Inhaltsverzeichnis

Grundannahmen und ArgumentationBearbeiten

Die Verschwörungstheorien der Reichsbürgerbewegung gehen üblicherweise davon aus, dass das Deutsche Reich fortbestehe,[4] da die Weimarer Reichsverfassung von 1919 weder durch das NS-Regime noch von den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkriegs jemals abgeschafft wurde (siehe Fortgeltung der Verfassung nach 1933). Die Bundesrepublik sei nicht mit dem Deutschen Reich identisch, sondern völker- und verfassungsrechtlich illegal und de jure nicht existent. Allein das Deutsche Reich als Organisation[5] bestehe in rechtsgültiger Weise fort. Ein Teil der Szene vertritt die Auffassung, es habe eine Regierung in Gestalt einer „kommissarischen Reichsregierung“, die zwar noch keine faktische Staatsgewalt innehabe, jedoch rechtsgültig die Regierungs- und Amtsgeschäfte für Deutschland ausführe. Gesetze, Gerichte und die erhobenen Steuern seien unrechtmäßig. Vertreter der Reichsbürgerbewegung fordern oft die Ablösung des Grundgesetzes, indem sie auf Artikel 146 GG verweisen.

Diese erwiesen unwahren Tatsachenbehauptungen gründen auf der bereits im Vorfeld der Gründung der beiden deutschen Staaten erörterten Frage nach der Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches. Spätestens mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland und der (Wieder-)Erlangung der vollen Souveränität ist entweder das Deutsche Reich mangels effektiver Staatsgewalt endgültig untergegangen und auf seinem Staatsgebiet ein neuer Staat, das vereinte Deutschland, entstanden oder aber die heutige Bundesrepublik ist seither völkerrechtlich vollidentisch (subjektsidentisch) mit dem Deutschen Reich.[6]

Rechtsnachfolge des Deutschen ReichesBearbeiten

Eine der wichtigsten Argumentationsgrundlagen dieser Gruppierungen ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1973 (BVerfGE 36, 1 ff.) – wohlgemerkt lange vor der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für Gesamtdeutschland im Hinblick auf die „normative Kraft des Faktischen“ (Jellinek) –, in der es in erster Linie um die Frage der Rechtmäßigkeit des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik (Westdeutschland) und der DDR ging. Im Rahmen dieser Entscheidung stellte das Gericht auch dar, welche völkerrechtlichen Probleme sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch die Teilung Deutschlands hinsichtlich des deutschen Staates („als Ganzes“) aufgetan hatten. Die für die „Reichsregierungen“ wichtigsten Sätze des Urteils lauten:

„Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, dass das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; das ergibt sich aus der Präambel, aus Art. 16, Art. 23, Art. 116 und Art. 146 GG. Das entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, an der der Senat festhält. Das Deutsche Reich existiert fort (BVerfGE 2, 266 [277]; 3, 288 [319 f.]; 5, 85 [126]; 6, 309 [336, 363]), besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. […] Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (vgl. Carlo Schmid in der 6. Sitzung des Parlamentarischen Rates – StenBer. S. 70). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht ‚Rechtsnachfolger‘ des Deutschen Reiches […].“

Diverse „Reichsregierungen“ hielten sich für die laut Bundesverfassungsgericht fehlenden Organe und behaupteten, durch ihre Existenz das Deutsche Reich auf der Grundlage der ihrer Meinung nach noch gültigen Weimarer Verfassung wieder handlungsfähig zu machen oder schon gemacht zu haben.[7] Zudem stützen sie sich auf die Aussage, die Bundesrepublik sei nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches. Daher, so die „Reichsregierungen“, habe sie auch keinerlei Befugnisse, für das Deutsche Reich zu handeln. Bemerkenswert ist, dass der letzte Satz der oben zitierten Passage freilich noch etwas weitergeht und vollständig lautet (vgl. ergänzend hierzu die Bundesverfassungsgerichtsentscheidung von 1987 (Az.: 2 BvR 373/83 = BVerfGE 77, 137 ff.)[8]):

„Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht ‚Rechtsnachfolger‘ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat ‚Deutsches Reich‘, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings ‚teilidentisch‘, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht.“[9]

„Reichsbürger“ verwickeln sich bei Verwendung dieses Arguments zudem in den Selbstwiderspruch, dass sie von der Rechtsgültigkeit des Urteils des Bundesverfassungsgerichts ausgehen, dessen Legitimität als Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland sie doch eigentlich ablehnen.[10]

Geltungsbereich des GrundgesetzesBearbeiten

Eine weitere Argumentationslinie vieler „Reichsbürger“ ergibt sich aus der Aufhebung des Artikels 23 des Grundgesetzes von 1949 im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung. Der Artikel regelte den Geltungsbereich des Grundgesetzes vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und ermöglichte den Beitritt anderer Teile Deutschlands zu diesem Wirkungsbereich. Der Artikel wurde nach Beschluss vom 12. September 1990 (erklärt im Zwei-plus-Vier-Vertrag) für obsolet befunden, da mit dem Beitritt der DDR die Einigung Deutschlands in seinen endgültigen Grenzen vollzogen werde. Mit Wirksamkeit des Beitritts am 3. Oktober 1990 wurde der Art. 23 GG in seiner alten Fassung aufgehoben. Manche „Reichsbürger“ beziehen sich dabei auf mündliche Äußerungen der Außenminister James Baker und Eduard Schewardnadse; diese hätten am 17. Juli 1990 bei den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen in Paris Artikel 23 außer Kraft gesetzt. Das habe ein generelles Erlöschen des Grundgesetzes zur Folge gehabt, da es seit diesem Tag über keinen definierten Geltungsbereich mehr verfüge. Ohne geltendes Grundgesetz sei Deutschland nicht mehr als souveräner Staat zu betrachten. Diese Argumentation übersieht zum einen, dass Wortbeiträge von Außenministern nicht die Verfassung eines Drittstaates außer Kraft setzen können.[11] Zudem ist im Einigungsvertrag (Art. 3) klar der Geltungsbereich des Grundgesetzes definiert:

„Mit dem Wirksamwerden des Beitritts tritt das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland […] in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in dem Teil des Landes Berlin, in dem es bisher nicht galt, […] in Kraft.“

Gleichzeitig wurden in Artikel 4 Nr. 1 des Vertrags die neue Präambel des Grundgesetzes und insbesondere dessen Geltung für Gesamtdeutschland festgelegt:

„Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“

Auch die Präambel stellt einen rechtlich wirksamen Gesetzesbestandteil dar, durch die Aufhebung des Art. 23 GG durch den Einigungsvertrag (Art. 4 Nr. 2) ergab sich also nie die Situation eines unklaren oder nicht bestehenden Wirkungsbereichs des Grundgesetzes.[12] Davon abgesehen ist bereits die diesem Argument der Reichsanhänger zugrunde liegende Behauptung falsch, Gesetze ohne ausdrücklich genannten Geltungsbereich seien unwirksam:

„In der Regel gelten Gesetze und Rechts-VOn [d. h. Rechtsverordnungen] für das ganze Gebiet der Körperschaft, deren Gesetzgeber oder Verordnungsgeber sie erlassen haben. Wird von dieser Regel eine Ausnahme gemacht, so muß das Gebiet, für das eine Sondervorschrift gesetzt wird, im Gesetz bezeichnet werden.“

Schließlich ist nach gängiger Staatstheorie eine Verfassung oder ein Grundgesetz auch kein entscheidendes Kriterium für eine eventuelle Staatlichkeit.[14]

UN-Resolution A/RES/56/83Bearbeiten

Mit der UN-Resolution A/RES/56/83[15] versuchen vor allem sogenannte „Selbstverwalter“, mittels einer überstaatlichen Rechtsnorm eine eigene staatliche Souveränität zu begründen,[16] verkennen dabei allerdings den Inhalt dieser UN-Resolution.[17] Der Wortlaut der Bestimmung, auf die sie sich beziehen, findet sich in Artikel 9 der Resolution:

„Das Verhalten einer Person oder Personengruppe ist als Handlung eines Staates im Sinne des Völkerrechts zu werten, wenn die Person oder Personengruppe im Falle der Abwesenheit oder des Ausfalls der staatlichen Stellen faktisch hoheitliche Befugnisse ausübt und die Umstände die Ausübung dieser Befugnisse erfordern.“

Bei dem UN-Dokument handelt es sich jedoch um eine Resolution, d. h. um eine Willensbekundung und nicht um bindendes Recht. In ihrem Kern gewährt die UN-Resolution mitnichten das Recht zur Selbstverwaltung, sondern beschreibt die Verantwortlichkeit von Personen, die quasi-staatliche Macht in einem Gebiet ausüben, in dem es keine staatliche Autorität gibt. Mit ihrer Bezugnahme setzen die „Reichsbürger“ also (unausgesprochen) voraus, dass die Bundesrepublik nicht (mehr) existiert bzw. keine legitime Regierung oder Verwaltung besitzt.[18]

Deutschland sei noch immer besetztBearbeiten

Verschiedene „Reichsbürger“-Gruppierungen behaupten, Deutschland sei noch immer von den Alliierten besetzt und befinde sich weiterhin im Kriegszustand.[19] Aus diesem Grund müssten die Alliierten hierzulande mangels eigener Souveränität Deutschlands nach den Regeln der Haager Landkriegsordnung (HLKO) vorgehen.[20] Nicht selten wird von „Reichsideologen“ das Grundgesetz als eine Maßnahme nach Art. 36 der Haager Landkriegsordnung betrachtet, die nach spätestens 60 Jahren aufgehoben werden müsse. Diese Behauptung ist unsinnig, da weder die HLKO noch ein anderer Völkervertrag eine solche Forderung enthält.[21] Im Übrigen ist die Bundesrepublik seit dem Inkrafttreten des Deutschlandvertrages 1955 nicht mehr besetzt,[22] und die wiedervereinigte Bundesrepublik Deutschland seit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag 1990 ein souveräner Staat.[19]

Unter Bezugnahme auf die Haager Landkriegsordnung bedrohen „Reichsbürger“ verschiedene Behörden, die Gebührenbescheide oder Zwangsvollstreckungen anordnen, mit der Todesstrafe.[23] Die Bescheide werden dabei als „völkerrechtlich verbotene Plünderungen“ der Zivilbevölkerung bezeichnet, die nach Art. 47 HLKO verboten sind.[24] Die Todesstrafe wird allerdings in der HLKO nicht erwähnt, Strafen werden nach ihr von den einzelnen Staaten selbst definiert.[10] Einige „Reichsbürger“ versuchten zudem erfolglos, Unterhaltszahlungen einzuklagen, da Art. 7 HLKO Kriegsbesoldung durch die angeblichen Besatzer im Rahmen des Unterhaltes vorsehe.[25][26]

Weitere BehauptungenBearbeiten

Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) sind die Behauptungen von „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ durchaus unterschiedlich. In Begründungen taucht etwa die Berufung auf ein historisches Deutsches Reich auf oder es werden verschwörungstheoretische Argumentationsmuster verwendet. Auch ein selbst definiertes Naturrecht wird manchmal angeführt.[27] „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ argumentieren, dass mit der Aufhebung des Einführungsgesetzes zum Gesetz über Ordnungswidrigkeiten 2007 auch das Ordnungswidrigkeitengesetz selber rechtsunwirksam geworden wäre, weshalb alle diesbezüglichen Bußgelder nichtig seien. Da das Einführungsgesetz von 1968 aber nur Übergangsbestimmungen regelte, war es obsolet und konnte daher ohne weitere Rechtsfolgen aufgehoben werden, die Gültigkeit des Ordnungswidrigkeitengesetzes wurde dadurch nicht tangiert.[28]

Eine andere Argumentation, mit der „Reichsbürger“ in den neuen Bundesländern arbeiten, ist die Behauptung, es gäbe dort keine gültigen Landes- und Kommunalverfassungen und mithin fehle den ostdeutschen Ländern und Gemeinden die Rechtsgrundlage zur Erhebung von Abgaben, Bußgeldern und Steuern. Zur Begründung wird auf das Ländereinführungsgesetz der Volkskammer vom 22. Juli 1990 verwiesen, das die Wiedereinführung von Ländern auf dem Gebiet der DDR auf den 14. Oktober 1990 festlegte. Dies sei aber nie rechtsgültig geworden, da der Einigungsvertrag vom 31. August 1990 den Beitritt der DDR auf den 3. Oktober 1990 festlegte. Diese Argumentation ignoriert aber Art. 1 des Einigungsvertrages, in dem unter Bezugnahme auf das Ländereinführungsgesetz die Bildung der fünf neuen Länder auf das Datum der Wiedervereinigung vorverlegt wurde.[29]

Darüber hinaus argumentieren „Reichsbürger“, die Bundesrepublik Deutschland existiere zwar, doch wäre sie kein Staat, sondern eine GmbH („BRD GmbH“[16][30]),[31] also ein Unternehmen, und ihre Bürger wären nur deren „Personal“, was schon das Vorhandensein eines Personalausweises beweisen würde.[32] Außerdem verweisen sie auf die in Frankfurt am Main ansässige Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH, ein im Eigentum der Bundesrepublik befindliches Finanzdienstleistungsunternehmen.[16] Die Bundesrepublik habe somit keine Hoheitsgewalt, die Bundeskanzlerin sei nur eine Art Geschäftsführerin, und vor allem sei es möglich, aus dieser GmbH jederzeit auszutreten.[33]

Schätzungen bezüglich der AnhängerschaftBearbeiten

Im Hinblick auf die Anzahl derjenigen Menschen, die sich der Reichsbürgerbewegung zugehörig fühlen oder die der Gruppe zugerechnet werden, konnte die Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage im Jahr 2012 keine Angaben machen. Man vermutete jedoch, dass „der extremistische Anteil“ bei einer „unteren dreistelligen Zahl“ liegt.[34] Eine weitere Kleine Anfrage unter Beteiligung der im Wesentlichen selben Anfragesteller, dem gleichen Anfragetitel und zum Teil gleich- oder ähnlich lautender Detailfragen wie bei der zuvor genannten Anfrage, wurde im Juli 2016 beantwortet. Die Antwort auf die Frage nach der von der Bundesregierung bundesweit geschätzten Personenzahl in der Reichsbürgerszene lautete diesmal: „Aufgrund der Zersplitterung und Heterogenität liegen zur ‚Reichsbürgerszene‘ keine belastbaren Gesamtzahlen zum Personenpotenzial vor.“[35]

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete im Oktober 2016 unter Berufung „auf mehrere Innenministerien und Sicherheitsbehörden der Länder“ über eine Zahl von 1100 Personen, die der Bewegung zugeordnet werden können.[36] Im November 2016 gab der bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Zahl der „Reichsbürger“ allein in Bayern mit 1700 an, wobei jeder fünfte legale Waffen besitze.[37] Mehrere Bundesländer gehen davon aus, dass sich die bisher bekannte Anzahl noch erhöhen könne, da die Reichsbürgerbewegung seit Kurzem in allen Ländern als sogenanntes Sammelbeobachtungsobjekt[38] geführt wird.[39]

Ende Januar 2017 äußerte Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gegenüber der dpa: „Wir rechnen derzeit rund 10.000 Personen der Reichsbürger-Szene zu.“ Der Anteil der Rechtsextremisten soll dabei etwa 500 bis 600 Personen ausmachen.[40] Des Weiteren erklärte er: „Nicht alle berufen sich auf das Deutsche Reich. Vielfach haben wir es mit Personen zu tun, die ihren eigenen Staat oder ihre eigene Gemeinde gründen wollen.“[41]

Am 22. Mai 2017 gab der Verfassungsschutz die deutschlandweite Anzahl der „Reichsbürger“ mit 12.600 an, 700 davon seien rechtsextrem, etwa 700 besäßen Waffen.[42]

AktivitätenBearbeiten

 
Schild am Hauseingang eines Anhängers der Reichsbürgerbewegung
(mit Abkürzungen von Fantasiebezeichnungen: BRdvD = „Bundesrepublik des vereinten Deutschlands“; JOIe = „Justiz-Opfer-Initiative“; ESt-RJA = „Erfassungsstelle für BRdvD-Regierungskriminalität, Justizverbrechen und Amtsmissbrauch“)

Eine Haupttätigkeit der „Reichsregierungen“ besteht darin, gestützt auf absurde Theorien und eine abwegige juristische Argumentation[43] allerlei „offizielle“ Papiere gegen zum Teil exorbitant hohes Entgelt auszugeben, wie etwa „Reichsführerscheine“, „Reichsbaugenehmigungen“ oder „Reichsgewerbescheine“, vor allem aber „Reichspersonal-“ oder „-personenausweise“ (zum Teil auch als „Reichspässe“ bezeichnet). Den Käufern dieser Papiere machen sie vor, sich damit der Jurisdiktion der Bundesrepublik entziehen und so Gebührenbescheide, Gerichtsurteile usw. ignorieren zu können.[44][45] Dabei handelt es sich zwar um einen reinen Fantasiepass, sodass eine Strafbarkeit wegen Urkundenfälschung nicht in Betracht kommt, solange die von den „Reichsregierungen“ herausgegebenen Papiere „in keiner Weise den Anschein amtlicher Dokumente erwecken“.[46] Das heißt aber nicht, dass bei Gebrauch je nach Situation eine Strafbarkeit wegen Urkundenfälschung nicht möglich wäre, z. B. beim Versuch der Kontoeröffnung unter Vorlage eines „Reichspersonalausweises“.[47][48] Mithin stellen „Reichsdokumente“ in der Regel keine Urkundenfälschung dar, da es sich bei ihnen um Fantasiedokumente handelt.[49] Allenfalls kann, je nach Ausgestaltung und Zweck des „Reichsausweises“, eine Ordnungswidrigkeit nach § 124 OWiG wegen unbefugter Benutzung („missbräuchliche Verwendung des Bundesadlers“) vorliegen.[50]

Es wird versucht, Sozialleistungen mit Berufung auf die Haager Landkriegsordnung einzuklagen,[51] die Kraftfahrzeugsteuer zu hinterziehen oder die Rechtskraft von Bußgeld-, Gebühren-[52] oder Steuerbescheiden zu bestreiten mit der Begründung, die Bundesrepublik sei nicht berechtigt, etwa eine Steuer zu erheben oder Sanktionen nach Straf- und Bußgeldverfahrensrecht vorzunehmen.[53] In solchen Fällen lässt sich nicht immer unterscheiden, ob der Bezug auf die Argumentation der „Reichsbürger“ aus dem Wunsch, die Zahlung zu vermeiden, oder aus ehrlicher Überzeugung motiviert ist.[54] Mitarbeiter in Gerichten und Behörden werden mit Todesstrafe bedroht, die die angesichts des angeblich fortlaufenden Besatzungszustands gültige Haager Landkriegsordnung bei Plünderung vorsähe.[44] Gerichtsverfahren werden durch ausführliche pseudojuristische Argumentationen in die Länge gezogen, Mitarbeiter von Kommunalverwaltungen werden mit der Forderung, die „Gründungsurkunde“ der jeweiligen Gemeinde vorzuweisen, verunsichert.[55]

Neben der Einnahmequelle des Ausstellens von Fantasiepapieren gegen Entgelt finanzieren sich die selbsternannten „Reichsregierungen“ mittels Erhebung von Beiträgen gegenüber Mitgliedern und Sympathisanten, die als „Reichssteuern“ bezeichnet werden.[56] Außerdem werden diverse Merchandising-Produkte wie Krawattennadeln oder Aufkleber vertrieben.[49]

Die Anhänger, die auch als „Reichsideologen“ bezeichnet werden,[57] befinden sich vorwiegend im Umfeld von Verschwörungstheorien und teilweise der rechtsextremen Szene. Neben diesen gibt es eine Vielzahl untereinander konkurrierender Klientelen: selbsternannte Justizopfer, Querulanten oder anderweitig Verhaltensauffällige können sich dahinter verbergen.[58] Beispielsweise ist die selbsternannte Außenministerin der ursprünglichen KRR-Gruppierung Ingrid Schlotterbeck Verlegerin der sich mit parawissenschaftlichen Themen beschäftigenden Zeitschrift Magazin 2000plus. Die Ur-„Reichsregierung“ wurde nach Informationen u. a. der Thüringischen Landeszeitung vom 11. Februar 2004 vom Berliner Landesamt für Verfassungsschutz dem rechtsradikalen Milieu zugerechnet, eine Einschätzung, die der niedersächsische und thüringische Verfassungsschutz auch bezüglich einer anderen Gruppierung, der „Exilregierung“, teilen. Doch gibt es auch Verfassungsschutzämter – so zunächst in Berlin –, denen die KRRs allerhöchstens suspekt und nicht beobachtungswürdig erscheinen: Im Tübinger Tagblatt vom 21. Februar 2002 war zu lesen, dass der Berliner Verfassungsschutz „sie nicht für rechtsextremistisch, sondern für harmlos, weil beknackt“ halte. Der tatsächliche Einfluss der „Exilregierung“ in der rechtsextremen Szene wird im Verfassungsschutzbericht 2005 des Verfassungsschutzes Niedersachsen als gering eingestuft. „Ein Teil der so genannten Reichsbürger ist einfach nur ein bisschen spinnert, ein anderer Teil ist klar rechtsextrem“, so die Leiterin des brandenburgischen Verfassungsschutzes und ehemalige Polizeipräsidentin von Frankfurt (Oder), Winfriede Schreiber.[59]

Etliche „Reichsregierungen“ erkennen sich untereinander nicht an, manche kooperieren miteinander. Es kommt häufig zu internem Streit unter den Aktivisten einer selbsternannten „Reichsregierungs“-Gruppe, was oft die Gründung (Abspaltung) einer neuen reichsideologischen Gruppierung zur Folge hat.[60][61]

Umgang staatlicher Behörden mit „Reichsbürgern“ im AllgemeinenBearbeiten

Nachdem es immer häufiger vorgekommen war, dass Schreiben von „Reichsregierungen“ oder „Reichsbürgern“ an Verwaltungsbehörden oder an Polizeidienststellen verschickt wurden, haben einzelne Landesverfassungsschutzämter diverse Ratgeber-Broschüren zum geeigneten Umgang von Behörden mit solchen Schreiben herausgegeben.[62][63] Darin wird den echten Behörden empfohlen, sich auf keine Diskussionen mit Bürgern einzulassen, die dergleichen Argumentationen vorbringen.[64] Der dienstliche Schriftwechsel mit solchen Bürgern soll auf das Notwendige beschränkt werden. Auf eingereichte Proklamationen von Scheinstaaten oder Scheinregierungen soll nicht reagiert werden. Zudem sollen eingelegte Widersprüche oder ähnliche Schriftsätze, die die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland bestreiten, unverzüglich als unbegründet zurückgewiesen werden.

Einzelne „Reichsdeutsche“ versuchen auch immer wieder, ihre Vorstellungen vor Gericht damit zu verfolgen, dass sie die Gültigkeit des deutschen Grundgesetzes und somit die Gültigkeit der gesamten bundesdeutschen Gesetzgebung bestreiten, was aber lapidar dahingehend beantwortet wird, dass ihnen „ideologisch bedingte Wahnvorstellungen“ unterstellt werden.[65] In den Urteilen deutscher Gerichte, die dazu ergangen sind,[66] wurden solche Einwände von „Reichsdeutschen“ stets als unbegründet abgewiesen. Die Gerichte stellen in solchen Fällen meistens ausdrücklich fest, dass die Bundesrepublik Deutschland in den Grenzen von 1990 (nach der Wiedervereinigung) der gegenwärtige deutsche Nationalstaat ist und es einen anderen deutschen Staat oder eine andere deutsche Gesetzgebung nicht gibt.[67][68][69][70][71][72]

Das Brandenburgische Institut für Gemeinwesenberatung (demos) mit Sitz in Potsdam veröffentlichte im Januar 2016 die Publikation „Reichsbürger“ – Ein Handbuch,[73][74] das Verwaltungsmitarbeitern Handlungsempfehlungen im Umgang mit „Reichsbürgern“ geben soll. Mehrere der Autoren wie Michael Hüllen[75][76] und Heiko Homburg sind Mitarbeiter des Verfassungsschutzes Brandenburg.

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, stellte im August 2016 fest, dass es eine zunehmende Gewaltbereitschaft selbsternannter „Reichsbürger“ gebe, die zu einer Gefahr für die Beamten im Alltag werde: „Öffentlich Beschäftigte, die mit Reichsbürgern in Kontakt kommen, müssen mit massiver Gegenwehr und auch mit Gewalt rechnen“. Insbesondere gefährdet seien Gerichtsvollzieher.[77]

Am 19. Oktober 2016 kam es dann bei einem Polizeieinsatz in Georgensgmünd und dem Versuch eines Spezialeinsatzkommandos der Bayerischen Polizei, nach Entzug der Waffenbesitzkarte bei einem „Reichsbürger“ die im Haus gelagerten 31 Waffen zu beschlagnahmen, zu einem Schusswechsel, bei dem drei Polizisten verletzt wurden und einer an seinen Verletzungen gestorben ist.[78] Von der Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair wurde der Waffenbesitzer als „extrem rechts“ eingestuft.[79] Der tödliche Schuss änderte die gesamte Wahrnehmung der Reichsbürgerbewegung.[80]

In der Folgezeit verabredeten die Innenminister der Länder, sogenannten Reichsbürgern die waffenrechtlichen Erlaubnisse zu entziehen und ihnen auf diese Weise den legalen Waffenbesitz zu verunmöglichen. Lehnt jemand die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland offensiv ab und verneint damit zugleich die Verbindlichkeit ihrer Gesetze für sich, so ist nicht mehr gewährleistet, dass er mit Waffen und Munition ordnungsgemäß entsprechend den Vorschriften des Waffengesetzes umgeht, weshalb er als waffenrechtlich nicht zuverlässig im Sinne des § 5 WaffG anzusehen sei.[81] Auch kann einem sogenannten Reichsbürger die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn er sich mit umfangreichen wirren Schriftsätzen an die Fahrerlaubnisbehörde wendet und so den Verdacht einer psychischen Störung begründet.[82][83]

Infolge dieser und weiterer Vorfälle erwägt das Bundesinnenministerium eine bundesweite Beobachtung der „Reichsbürgerbewegung“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz: „Insbesondere Vorfälle wie in Sachsen-Anhalt und in Bayern, als Reichsbürger gewalttätig wurden und Waffen einsetzten, zeigen, dass eine Beobachtung des Bundesamtes für Verfassungsschutz sinnvoll sein kann.“ Bis zum 21. November 2016 wurde die Szene zwar in einigen Bundesländern, nicht aber als Ganzes im Bund beobachtet.[84] Insbesondere soll unter Einbeziehung der Länder geprüft werden, ob es bei der bisherigen Bewertung („heterogen und zersplittert“) bleiben kann. Bereits im August 2016 habe man „darauf hingewirkt, dass Verfassungsschutz- und Waffenbehörden der Länder bei der Entziehung der waffenrechtlichen Erlaubnis bei Rechtsextremisten noch enger zusammenarbeiteten“.[85]

Einzelne Reichsbürger-OrganisationenBearbeiten

Kommissarische ReichsregierungBearbeiten

Als Kommissarische Reichsregierung (KRR) wird zum einen die historische Ursprungsorganisation der deutschen Reichsbürgerbewegung sowie auch unzählige unabhängige Nachfolgeorganisationen bezeichnet. Teils wird der Begriff aber auch synonym zu Reichsbürgerorganisation im Allgemeinen verwendet. Der Eisenbahner Wolfgang Gerhard Günter Ebel (1939–2014) gründete 1985 als erste bekannte Reichsbürgergruppe die Kommissarische Regierung des Deutschen Reiches. Ebel, ein West-Berliner, hatte bis zum Reichsbahnerstreik 1980 bei der Deutschen Reichsbahn als Fahrdienstleiter in Berlin-Halensee gearbeitet. Die Gründung erfolgte nach Ebels Eigenangaben im Auftrag des Alliierten Oberkommandos; Ebel bezeichnete sich selbst als „Reichskanzler des Staates Deutsches Reich“. Den usurpierten Titel und den Namen seiner Organisation entlehnte er den offiziellen Organ­bezeichnungen der Reichsregierung in der Zeit vor 1945. Ebel und seine Gruppe boten kostenpflichtige Lehrgänge über ihre Sicht der Rechtslage an und verkauften selbst produzierte „Reichsdokumente“.[86] Gerichtsverfahren gegen Ebel wegen Amtsanmaßung, Titelmissbrauchs und Todesdrohungen mussten wegen Schuldunfähigkeit eingestellt werden.[87]

Obwohl sich Ebel dem Nationalsozialismus gegenüber ablehnend äußerte, erkennt der Politologe Jan Rathje Versatzstücke rechtsextremer Ideologie in den Forderungen der KRR. So fordere die KRR ein „2tes Deutsches Reich“ in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 und verletze damit geschichtsrevisionistisch die Oder-Neiße-Grenze. Ebel formulierte zudem antisemitisch konnotierte Verschwörungstheorien indem er z. B. behauptete Helmut Kohl sei Freimaurer und andeutete, Kohl sei jüdischen Glaubens[19] und die Bundesrepublik als Deckmantel einer „jüdisch-freimaurerischen“ Verschwörung ansah.[86]

Die „Kommissarische Reichsregierung“ ist von den früheren geschäftsführenden Reichsregierungen zu unterscheiden, die vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bestanden.

Deutsches Kolleg, Völkische Reichsbewegung, Horst MahlerBearbeiten

Das Deutsche Kolleg und die Völkische Reichsbewegung waren die ersten größeren, ernstzunehmenden Gruppierungen in der Reichsbürgerszene.[10] Der Rechtsextremist Horst Mahler und seine ehemalige Lebensgefährtin, die verurteilte Holocaustleugnerin Sylvia Stolz, zählen zu den bekanntesten Aktivisten unter den „Reichsbürgern“.[19] Ihr Ziel ist die Wiederherstellung der „Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches“. Ziel ist, das deutsche Volk aus der „Knechtschaft“ einer „jüdischen Weltverschwörung“ zu befreien.[86] Für dieses Ziel engagierte sich Mahler zusammen mit Uwe Meenen und Reinhold Oberlercher im von Oberlercher 1994 gegründeten rassistischen Eliten-Schulungszentrum Deutsches Kolleg[19][34] welches er auch viele Jahre leitete. Dieses propagiert eine antisemitisch militante Ideologie und verklärt die nationalsozialistische Diktatur. Die Gruppe bezeichnet den Jahrestag der Machtergreifung Hitlers als Jubiläum der „Deutschen Revolution“.[10] Weiter gründete Mahler die ähnlich ausgerichtete sog. „Reichsbürgerbewegung“, die später in der als Sammlungsbewegung Gleichgesinnter gegründeten sog. „Völkischen Reichsbewegung“ aufging. Beide Gruppen und das Deutsche Kolleg verfolgen als Ziel ein sog. „Viertes Reich“ und die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie. Sie erklären, dass die Bundesrepublik „geistig enthauptet“ sei und fordern deren „physische Enthauptung“. Das Deutsche Kolleg proklamiert im Falle eines Untergangs der Bundesrepublik die alleinige Staatsgewalt für sich. Dies beinhalte das Recht selbstverfasste Urteile zu vollstrecken und „Reichsfeinde militärisch unter Beschluss und Beschuss zu nehmen“.

Aktuell haben beide Gruppen an Bedeutung innerhalb der Reichsbürgerszene eingebüßt, das Deutsche Kolleg gilt seit 2004 als inaktiv.[10]

„Freistaat Preußen“Bearbeiten

Unter dem Namen „Freistaat Preußen“ fungiert eine 1995 mit Sitz in Verden (Aller) gegründete Gruppierung, sowie eine unabhängige, namensgleiche Gruppe die 2012 in Niederkrüchten in Nordrhein-Westfalen gegründet wurde.[35] Die Verdener Gruppe betätigt sich als Herausgeber der antisemitischen Zeitschrift „Stimme des Reiches“.[35] Wegen in dieser Zeitschrift veröffentlichter Texte wurden die Rechtsextremisten Rigolf Hennig[88] und Ursula Haverbeck[89] zu Gefängnisstrafen wegen Volksverhetzung verurteilt. Strafrechtlich in Erscheinung getreten ist die Gruppe zudem durch Volksverhetzung, Urkundenfälschung, Beleidigung, Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen, Verunglimpfung des Bundespräsidenten, Amtsanmaßung, Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Fahren ohne Fahrerlaubnis.[35]

In Brandenburg ist eine Gruppe mit diesem Namen aktiv, welche behauptet, die Bundesrepublik Deutschland habe keine gültige Verfassung und sei kein souveräner Staat. Da kein Friedensvertrag existiere, bestünde nach wie vor der Kriegszustand. Preußen sei nach dem Zweiten Weltkrieg völkerrechtswidrig aufgelöst worden, der eigene „Freistaat Preußen“ hingegen souverän. Es können Fantasiepapiere wie z. B. ein „Staatsangehörigkeitsausweis“ käuflich erworben werden.[24] Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein sog. „Ahnennachweis“, welcher zurückgehend bis ins Jahr 1913 nachweist, väterlicherseits aus einer preußischen Familie zu stammen.[90] Der Verfassungsschutz Brandenburg sieht durchaus Bezüge der Gruppe zu klassisch rechtsextremistischer Ideologie. Auf ihrer Homepage schreibt die Gruppe, dass sie über das Dritte Reich „nicht viel schreiben“ könne. „Die meisten Bücher“ würden aber „sehr einseitig und verfälscht die Geschichte wiedergeben“, die Nationalsozialisten hätten „im Gegensatz zu einer Diktatur nicht die ‚Macht’ ergriffen“, im Gegenteil wäre „Adolf Hitler […] vom deutschen Volk in freier Selbstbestimmung […] gewählt“ worden. „Von einer Nazi-Diktatur könne daher wohl kaum die Rede sein.“[24]

Im Juni 2017 ließ der Juraprofessor und AfD-Politiker Ralph Weber einen „Reichsbürger“ aus dem Umfeld des „Freistaats Preußen“ bei einer Zusatzveranstaltung zu seiner Vorlesung an der Universität Greifswald einen Vortrag halten, den dieser für die Verbreitung von Verschwörungstheorien und antisemitischer Polemik nutzte. Zu seiner Verteidigung gab Weber an, er habe vom ideologischen Hintergrund des Referenten, der ihm empfohlen worden sei, nichts gewusst.[91]

Exilregierung Deutsches ReichBearbeiten

Die Gruppe wurde am 8. Mai 2004 in Hannover[86] als Abspaltung von Ebels KRR um ihren „Reichskanzler“ Norbert Schittke gegründet.[10] Im Vergleich zu den anderen Gruppierungen ist sie dezidiert rechtsextrem ausgerichtet. Dies umfasst die Ablehnung der Rolle der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg (demzufolge leitet man die eigene Legitimation nicht mehr vom Alliierten Oberkommando ab, weil das ehemalige Besatzungsrecht nicht über das Prinzip der Volkssouveränität gesetzt werden dürfe) sowie die Forderung nach Wiedererrichtung der deutschen Grenzen von 1914 und Nichtanerkennung des Versailler Vertrages. Die Gruppierung wird vom Verfassungsschutz in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuft und beobachtet.[86] Die „realitätsfernen Verlautbarungen der ‚Exilregierung‘“, so urteilt das thüringische Landesamt für Verfassungsschutz, „dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier mit pseudojuristischer Akribie versucht wird, einen gesellschaftlichen Resonanzboden für rechtsextremistisches Gedankengut zu schaffen und teilweise personelle Überschneidungen zu anderen rechtsextremistischen Gruppierungen bestehen“.[92]

„Reichsbewegung – Neue Gemeinschaft von Philosophen“Bearbeiten

Die Reichsbewegung – Neue Gemeinschaft von Philosophen (NGvP) war erstmals 2005 aktiv und verschickte in unregelmäßigen Abständen rechtsextremistische und insbesondere antisemitische Propaganda. Sie bezog sich positiv auf die die Utøya Attentate des Massenmörders Anders Breivik und rief zur Bildung von „Freien Reichsstreitkräften“ auf. Sie wurde vor allem 2012 durch per Brief verschickte und im Internet veröffentlichte Morddrohungen an jüdische und islamische Gemeinden und Privatpersonen bekannt.[34][93][94][95] Sie adressierte ihren Aufruf an „alle raum-, wesens- und kulturfremden Ausländer in Deutschland, insbesondere an Türken, Muslime und Negroide“.[86] Die Adressaten wurden aufgefordert, Deutschland bis zum 1. August des Jahres zu verlassen, da sonst „nicht für deren Sicherheit garantiert werden könne“ und die Verbliebenen ab dem Beginn eines postulierten zukünftigen Krieges zwischen Russland und der NATOstandrechtlich erschossen“ werden sollten.[19] Die Urheber konnten bisher nicht ermittelt werden,[34] es wurden jedoch bisher keine Fälle bekannt, in denen diese Drohungen umgesetzt wurden.[86]

Die Gruppe verfolgt laut Eigenangabe die Gründung einer „Reichsbewegung“, deren Ziel die „Wiedererstehung des Deutschen Reiches“ von 1871 sei, und behauptet, die Bundesrepublik Deutschland sei eine Firma, die von einer „jüdisch-freimaurerischen Marionettenregierung“ regiert würde, die wiederum von den Alliierten beauftragt worden sei.[19]

„Volks-Bundesrath“ und „Volks-Reichstag“ / „Deutsche Gesundheitskasse“Bearbeiten

Der sogenannte „Volks-Bundesrath“ und „Volks-Reichstag“ wurde von dem Einzelaktivisten Erhard Lorenz, Mitglied der ehemaligen „Exilregierung Deutsches Reich“, gegründet. Daneben betreibt er aus eher geschäftlichen Motiven den virtuellen „Deutschen Reichsanzeiger“ und die „Deutsche Reichszeitung“ sowie verschiedene, die „Selbstverwaltung“ propagierende Internetseiten wie die „Interessengemeinschaft für Menschen mit gemeinsamen Zielen“.[96] Des Weiteren verwaltet Lorenz als selbsternannter „Staatssekretär des Deutschen Reichs“ von Kaarst aus mehr als 18 Fantasieämter, unter anderem ein „Reichsschatzamt“ und sogar die „Reichspolizei“. Er behauptet, die Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 bis 1918 gelte auch heute noch, alle danach folgenden Regierungen seien von einer Fremdverwaltung eingesetzt worden. Um Mitglied seines „Reiches“ zu werden müssen Interessenten z. B. „Reichs-Personenausweise“, „Reichs-Fahrerlaubnisse“ oder „Reichs-Gewerbeanmeldungen“ für jeweils 20 bis 30 € bei ihm kaufen.[97] Mit seiner „Reichsdruckerei“ erwirtschaftete Lorenz durch den Verkauf der in der Szene beliebten Fantasie-Ausweise eine sechsstellige Summe.[98]

Lorenz gründete zudem zusammen mit anderen Akteuren der Szene im April 2017 die „Deutsche Gesundheitskasse (DeGeKa)“ mit Sitz in Dresden, eine eigene Krankenkasse für „Reichsbürger“.[99] Laut Eigenauskunft bietet die Degeka Leistungen für Arzt-, Zahnarzt- und Krankenhausbehandlungen sowie für Behandlungen durch Heilpraktiker und die Erstattung von Naturheilverfahren an. Als Geschäftsgebiet bezeichnet sie „ganz Deutschland in seinen Außengrenzen, wie diese am 31. Juli 1914 bestanden“. Die Degeka nehme nur „geschäftsfähige Staatsangehörige“ auf. Ein solcher werde man, wenn man anerkenne, dass „Reichsgesetze den Landesgesetzen vorgehen und BRD-Gesetze keinen Geltungsbereich nachweisen“. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnte vor der Gesundheitskasse, da diese im Verdacht stehe, unerlaubte Versicherungsgeschäfte zu betreiben.[100] Zum 30. August 2017 wurde die Kasse von der BaFin zur Einstellung und Abwicklung ihres unerlaubten Versicherungsgeschäfts aufgefordert.[101]

Interimpartei Deutschland (IPD)Bearbeiten

2006 wurde von „Reichsbürgern“ die Partei Interim Partei Deutschland DAS REICHT! (IPD) gegründet. Die IPD ist eine bundesweit agierende Partei mit Landesverbänden in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie bedient sich der Argumentation der Reichsbürgerbewegung, wonach das Deutsche Reich weiterbestehen würde, weil nach dem Zweiten Weltkrieg mit Deutschland kein Friedensvertrag geschlossen wurde.[102] Die Partei wird vom Verfassungsschutz Schleswig-Holstein als rechtsextrem eingeschätzt.[103][104] Gründer und Vorsitzender bis Anfang 2010 war der im gleichen Jahr verstorbene Holocaustleugner Edgar Romano Ludowici[105][106] (laut anderer Quellen „Ludovici“[107]), der sich auch als „Graf von Roit zu Hoya“, Rechtsanwalt, Arzt oder auch als „Erster Bürgermeister des Reichslandes Freistaat Freie und Hansestadt Hamburg“ ausgab.[103][108] Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009 erhielt die Partei weniger als 0,1 % der gültigen Zweitstimmen.[109]

Während der Weihnachtsfeiertage 2008 wurde bekannt, dass der parteilose Bürgermeister der mecklenburgischen Kleinstadt Warin, Hans-Peter Gossel, von mutmaßlichen Rechtsextremisten bedroht werde und darum unter Polizeischutz gestellt worden sei. Hintergrund sei die Absicht der Stadt, von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen und damit den Erwerb eines Grundstücks durch die IPD zu verhindern.[110]

„Die Regierung des Deutschen Reiches“Bearbeiten

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Die extremistische Gruppierung „Die Regierung des Deutschen Reiches“ wirbt seit mindestens 2007 im Internet mit Hakenkreuz-Symbolik und Reden Adolf Hitlers und anderer nationalsozialistischer Funktionäre für ihr Bestreben, die freiheitliche demokratische Grundordnung abzuschaffen. Sie will die Bundesrepublik reorganisieren und bezieht sich dabei auf Strukturen des Dritten Reiches. Seit 2008 wirken ehemalige Mitglieder der „Exilregierung Deutsches Reich“ mit. Ihr „Kommissarischer Reichskanzler“ trat beim mittlerweile verbotenen rechtsextremistischen „Collegium Humanum“ als Redner auf. Die Gruppe verwendet als „Hoheitszeichen“ den Reichsadler mit Hakenkreuz in Schreiben an Botschaften oder auf selbst hergestellten Personalausweisen, sogenannten „Kennkarten“. Gegen Personen, die diese „Kennkarten“ verwendeten, wurden Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.[96]

„Germaniten“ / Staat „Germanitien“ / „Volksgruppe Ringvorsorge“ / „Justiz-Opfer-Hilfe“Bearbeiten

2007 gründeten einige Personen in der Ortschaft Westerheim den Pseudostaat „Germanitien“.[111] Sie sehen sich als Bürger eines vorgeblich souveränen Staates und stellen „hoheitliche“ Dokumente aus.[112] Ein Akteur der Gruppe wurde als Betrüger enttarnt, der mit der Nürnberger Firma GFE Anleger um hohe Geldbeträge brachte. Das Unternehmen hatte angeblich einen Rapsölmotor für Blockheizkraftwerke erfunden. Betrogene Kunden zeigten das Unternehmen schließlich an.[113] 2014 wurde der „Diplomat“ zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.[114]

Enge Verbindungen bestehen zwischen Akteuren der „Germaniten“ und der Reichsbürgergruppierung „Volksgruppe – Ringvorsorge“.[96][115] Deren Mitglieder betrachten sich als „Justizopfer“ in den „Fängen der Justiz der BRD“ welche durch „Willkür und Rechtsbeugung systematisch niedergerungen, entrechtet und enteignet“ werden würden. Die Gruppe bezeichnet sich als „Weltanschauungsgemeinschaft“ und versteht darunter, die Existenz der Bundesrepublik Deutschland zu verneinen. Diese habe keine Verfassung, sondern das Grundgesetz und sei folglich „menschenrechtsfrei“. Die Gruppe rät zum „Austritt“ aus der Bundesrepublik Deutschland und bietet dazu eine Austrittserklärung an. Ihre Anhänger bombardieren Behörden und Gerichte mit seitenlangen Pamphleten um sich Verpflichtungen diesen gegenüber zu entziehen.[96]

Eine Vorgängerorganisation der „Germaniten“ ist die sog. „Justiz-Opfer-Hilfe“ mit Sitz in Löhne (laut Eigendarstellung in Rinteln). Sie ist bundesweit aktiv und berät und unterstützt ihre Mitglieder gegen Gebühr gegenüber staatlichen Maßnahmen mit dem Ziel der Einstellung oder zumindest der Lähmung verwaltungsrechtlicher Verfahrensabläufe. Die Gruppe umfasst bei hoher Fluktuation bis zu 60 Mitglieder.[115]

„Staatenlos“Bearbeiten

Die zu den „Selbstverwaltern“ zu zählende Gruppierung „Staatenlos“ behauptet basierend auf diversen Verschwörungstheorien in „Reichsbürgermanier“, das Dritte Reich würde weiter bestehen. Im Gegensatz zu anderen Reichsbürgern ist sie allerdings der Ansicht, dies sei in Form der nach nationalsozialistischen Gesetzen handelnden Bundesrepublik der Fall, die sie als selbsternannte „Antifaschisten“ ablehnen.[116] Der Hauptakteur der Gruppe ist ein für einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim verurteilter ehemaliger NPD-Funktionär.[117] Die Gruppe bedient sich zudem antisemitischer Ideologiefragmente.[116][118] Bei den Auftritten ihrer Mitglieder vor Gericht kommt es in der Regel zu Störungen, Gerangel und verbalen Ausfällen. „Staatenlos“ demonstriert seit mehreren Jahre mit einem Infostand vor dem Reichstagsgebäude für die Ziele der Gruppe[119] und demonstriert dabei z. B. für „Heimat und Weltfrieden“, „gegen Justizwillkür … und Einrichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland“ oder für die „Befreiung Deutschlands vom Faschismus und Nazismus“.[120] Ein Protagonist der Gruppe wurde 2016 zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er in Briefen über eine angebliche NS-Vergangenheit der Familie eines Amtsgerichtsdirektors spekulierte.[121]

Fürstentum GermaniaBearbeiten

Hauptartikel: Fürstentum Germania

Im Februar 2009 gründeten Michael Freiherr von Pallandt, Jessie Marsson, Jo Conrad und weitere Personen in einem als „Schloss“ bezeichneten ehemaligen Gutshaus im brandenburgischen Krampfer, Gemeinde Plattenburg, das sogenannte Fürstentum Germania als „basisdemokratischen Kirchenstaat“. Dieser Initiative schlossen sich auch Vertreter des „Reichsbürger“-Konzepts an, und ihre Vorstellungen flossen in die „Verfassung“ des fiktiven Staates ein. Das Projekt fand jedoch schon nach drei Monaten ein Ende, nachdem das Gebäude wegen schwerer baurechtlicher Verstöße von der Polizei geräumt und versiegelt wurde.[122][123][124]

SelbstverwalterBearbeiten

Als „Selbstverwalter“ werden Einzelpersonen bezeichnet, die der Überzeugung sind, sie seien nicht mehr den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland unterworfen.[125] Im Gegensatz zu den Reichsideologen beziehen sie sich dabei jedoch nicht unbedingt auf das Deutsche Reich.[19] „Selbstverwalter“ berufen sich allerdings häufig auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 31. Juli 1973 und den Fortbestand des Deutschen Reiches.[126] Sie bezeichnen sich oft als „natürliche Person im Sinne des § 1 des staatlichen BGB“. Teilweise sehen sie sich als eigener Staat mit Verfassung, die dann z. B. im Umkreis von fünf Metern um die „selbstverwaltete Person“ gelten soll. Einige dieser Personen berufen sich auf die UN-Resolution A/RES/56/83 („Staatliche Selbstverwaltung [gem. UN Resolution A/Res/56/83]“). Diese Resolution beschreibt indes eine Willensbekundung und kein bindendes Recht.[24] Andere beziehen sich auf das Deutsche Reich, von dessen Weiterbestehen sie überzeugt sind,[127] wieder andere behaupten, durch eine Erklärung aus der Bundesrepublik ausscheiden zu können, bzw. diese sei gar nicht existent. Die dafür genutzten Argumente sind meist deckungsgleich mit denen der Reichsideologen;[19] von einigen Autoren werden „Selbstverwalter“ somit ebenfalls zu den „Reichsbürgern“ gezählt.[128] Christa Caspar und Reinhard Neubauer definieren „Selbstverwalter“ als Gruppe von Einzelpersonen innerhalb der „Reichsbürger“-Bewegung, die für sich behaupten, als völlig autonome Wesen an keinerlei staatliche oder kommunale Einschränkungen gebunden zu sein. Sie könnten so nach eigenem Ermessen darüber entscheiden, Bescheide anzuerkennen oder auch nicht.[24]

Die entsprechenden Argumente sind 2009 erstmals in der Reichsbürgerszene aufgetaucht. Im Gegensatz zu den vor allem in Westdeutschland vertretenen „Reichsregierungen“ sind „Selbstverwalter“ vor allem in Ostdeutschland verbreitet. Im Vergleich zu anderen „Reichsbürgern“ ist Rechtsextremismus bei ihnen weniger stark vertreten. Ihre Motivation scheint hier vor allem das Reagieren auf politische Unzufriedenheit sowie das „Lösen“ persönlicher finanzieller Probleme zu sein.[129] Das Bundeskriminalamt bewertet die „Selbstverwalter“ laut einem internen Lagebild als tendenziell gefährlicher und mit einem höheren Eskalationspotential versehen als die „Reichsbürger“. Im Gegensatz zu den von einem autoritären Staatsverständnis geprägten „Reichsbürgern“ lehnen „Selbstverwalter“ (fremd-)staatliche Bevormundung vollständig ab und seien zum Teil bereit, ihre Autonomie auch mit Waffengewalt zu verteidigen.[130] Beispiele für „Selbstverwalter“, die dies in die Tat umsetzten, sind der Täter, der im Oktober 2016 bei einer Razzia auf seinem Grundstück in Georgensgmünd einen Polizisten erschoss,[3][131] sowie Adrian Ursache, welcher im August 2016 bei der Zwangsräumung in seinem selbstverwalteten Mini-„Staat Ur“ in Reuden einen Polizisten anschoss und bei der Schießerei selbst schwer verletzt wurde.[132]

Ein weiterer bekannter Vertreter dieser Theorien ist seit dem „Putsch“ in der „Republik Freies Deutschland“ deren Gründer Peter Frühwald, der die „Arbeitsgemeinschaft Staatliche Selbstverwaltung“ (sogenannte „StaSeVe“; auch „Arbeitsgemeinschaft der Staatlichen Selbstverwaltungen…“, kurz „StaSeVe-ARGE“ oder „ARGE StaSeVe“) aufbaute, die entsprechende Theorien erarbeitet und im Internet zum Download anbietet.[24] Der Abgeordnete der Alternative für Deutschland (AfD) im Stadtrat von Bad Kreuznach, Rainer Wink, der auch für das Amt des Oberbürgermeisters kandidierte, behauptete 2014 in einem Schreiben an den Stadtrat, dass es seit 1990 keinen deutschen Staat mehr gäbe und er selbst deswegen auch kein Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland sein könne. Er beanspruchte daher für sich eine „staatliche Selbstverwaltung“, auch erkenne er nur die „kaiserliche Verfassung aus dem Jahre 1850“ sowie die Rechtsordnung vor dem 1. Januar 1914 an.[133][134] Wink wurde daraufhin aus dem Stadtrat ausgeschlossen.[135]

Europäische AktionBearbeiten

Hauptartikel: Europäische Aktion

Die Europäische Aktion (EA) ist eine Dachorganisation verschiedener Holocaust-Leugner und Rechtsextremisten in Deutschland, der Schweiz und Österreich aber auch Großbritannien und Frankreich mit Kontakten zu Gesinnungsgenossen in weiteren europäischen Ländern.[136] Sie wurde 2010 von Bernhard Schaub unter der damaligen Bezeichnung „Bund Freies Europa“ gegründet.[35] Deutscher Vorsitzender ist der NPD-Politiker und „Freistaat Preußen“-Vorsitzende Rigolf Hennig.[60]

Das Ziel der EA ist die Errichtung einer europäischen Eidgenossenschaft aus starken weitgehend selbständigen Nationalstaaten mit einer gemeinsamer Außen- und Verteidigungspolitik[136] unter Führung des nach dem Führerprinzip auszurichtenden „Deutschen Reiches“.[35] Ideologisch vertritt sie rassistische, antisemitische und nationalsozialistische Positionen.[35] Sie fordert den Ausstieg aus dem Euro[136] und fordert „rassisch“ nicht in Europa beheimatete Bevölkerungsteile, insbesondere „Mischlinge“ und deren Angehörige, nach ihrer Machtübernahme auch mit militärischen Mitteln abzuschieben.[35] Die EA bezeichnet sich als „Bewegung zur politisch-kulturellen Erneuerung ganz Europas“ und richtet sich gegen den „American Way of Life“ samt der „Pax Americana“ und die sog. political correctness.[60]

Die EA erklärt geschichtsrevisionistisch Deutschland und Österreich zu von den Alliierten völkerrechtswidrig errichteten Staaten.[136] Verschiedene ihrer Protagonisten fordern die Anerkennung des angeblich weiterbestehenden Deutschen Reiches in den Grenzen vom 31. August 1939. Strafrechtlich ist die EA durch Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Propagandadelikte in Erscheinung getreten.[35]

Deutsche Polizei Hilfswerk (DPHW)Bearbeiten

Hauptartikel: Deutsche Polizei Hilfswerk

Im April 2012 gründete Volker Schöne, ein ehemaliger Funktionär der Deutschen Polizeigewerkschaft Sachsen e.V., das „Deutsche Polizei Hilfswerk“ (DPHW). Kurz vorher war er aus der Gewerkschaft entlassen worden, da er auf ihrer Homepage einen offenen Brief veröffentlicht hatte, in dem er behauptete, die deutschen Gesetze seien nicht gültig, weil ihnen der Geltungsbereich fehle.[137] Schöne behauptet, mit der Bürgerwehr DPHW gegen Polizeigewalt und Behördenversagen angehen zu wollen. Mitglieder des DPHW traten als „Ersatzpolizisten“ in täuschend echten Fantasieuniformen auf und berieten Menschen bei Gerichtsprozessen.[137][19]

Die ermittelnde Polizei sprach von etwa 100 aktiven Mitgliedern.[138] Wenngleich sich die Gruppe in der Öffentlichkeit und gegenüber vielen ihrer „einfachen Mitglieder“ als gesetzestreue Ergänzung der offiziellen Staatsorgane ausgab,[139] ordnen Rechtsextremismusexperten[24][140][19][141] und Behördenvertreter[142][143] das DPHW aufgrund ideologischer Überschneidungen[24] der Reichsbürgerbewegung zu. Mehrere Gründungsmitglieder waren zuvor in anderen Reichsbürger-Gruppierungen aktiv oder verbreiten reichsideologische Inhalte auf ihren privaten Homepages.[19][144] Mehrere Führungspersonen des DPHW trafen sich zudem zu einem Koordinierungsgespräch mit Protagonisten der „Republik Freies Deutschland“.[19] Der Politikwissenschaftler Jan Freitag ordnete das DPHW als größte, aus der Reichsbürgerszene hervorgehende Gefahr ein, da es Andersdenkende aktiv einschüchtere und versuche, durch Drohungen die Behörden von ihrer Arbeit abzuhalten. Zudem galt es damals als einzige bewaffnete und passend geschulte Gruppe in der Szene.[145]

Angehörige des DPHW versuchten in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion im November 2013, einen Gerichtsvollzieher während einer Zwangsvollstreckung zu fesseln und hinderten ihn an der Flucht.[137][19] Zwischen Dezember 2015 und März 2016 verhängte das Amtsgericht Meißen in erstinstanzlichen Urteilen Freiheitsstrafen zwischen zehn und 30 Monaten, fast ausnahmslos ohne Bewährung, gegen insgesamt 13 an der Aktion gegen den Gerichtsvollzieher beteiligte Personen.[146][147][148][149][150][151][152] Seit den Verurteilungen sind in Sachsen keine Aktionen des DPHW mehr bekannt geworden.[24] Das DPHW existierte bis Ende Juni 2013,[140] als es auf seiner Homepage seine vermutliche Auflösung verkündete.[153]

Republik Freies Deutschland (RFD)Bearbeiten

Der Scheinstaat „Republik Freies Deutschland“ wurde am 1. Mai 2012 von Peter Frühwald in Leipzig ausgerufen. Die RFD versteht sich an Stelle der „Staatssimulation Bundesrepublik“ als einzig legitimer Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches. Frühwald behauptete dazu, dass eine Treuhandverwaltung nach der Haager Landkriegsordnung die immer noch andauernde Herrschaft der Alliierten tarne. Diese würden zusammen mit Israel Deutschland knebeln und „melken“ und dabei Pressezensur ausüben.[154] Frühwald wurde am 17. September 2012 von seinen Mitstreitern als „Kommissarischer Präsident“ abgesetzt. Frühwald bezeichnete dies als „Putsch“, kündigte an, die Republik als „Freies Deutschland“ ohne den Zusatz „Republik“ weiter zu führen, und tritt seitdem als „Selbstverwaltung Peter Frühwald“ auf.[155] Die verblieben „Putschisten“ führten die „Regierung“ der „Republik Freies Deutschland“ fort.[156] Die Anhänger der RFD kamen vor allem aus den neuen Bundesländern. Sie brachten Schilder mit der Aufschrift „Republik Freies Deutschland Hoheitsgebiet“ an ihren Grundstücken an und erhofften sich dadurch Immunität gegenüber Gerichtsvollziehern und anderen Vollzugsbeamten.[155]

Daraufhin kam es zu Konfrontationen mit den echten Behörden, insbesondere zur Verhaftung des Sprengmeisters Daniel S. in Berlin. Dieser hatte sich zur RFD bekannt und zentnerweise Pyrotechnik auf seinem Grundstück gehortet.[157][158][159] Bekannt geworden ist auch der Fall einer Spedition in Malschwitz, deren Inhaber unter Berufung auf die „Republik Freies Deutschland“ eine geraume Zeit lang Steuern und Mautgebühren nicht bezahlten, bis die Behörden schließlich die Insolvenz der Firma einleiteten.[160]

Die Gruppe machte außerdem beträchtliche Geschäfte mit dem Verkauf eigener Ausweisdokumente. Laut Polizei seien dafür Zahlungen von 32.000 Euro in die „Staatskasse“ geflossen.[161] Einige 2017 teilweise zur Bewährung ausgesetzten Urteile über Haft- und Geldstrafen wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung sind noch nicht rechtskräftig.[156]

Königreich Deutschland (KRD)Bearbeiten

Hauptartikel: Peter Fitzek

Im September 2012 gründete der gelernte Koch, Kampfsportler, Betreiber eines Esoterikladens und Autor esoterischer Bücher Peter Fitzek auf einem früheren Krankenhausgelände in Wittenberg das sog. Königreich Deutschland und ließ sich zum „König von Deutschland“ und „Imperator Fiduziar“ krönen.[162][19] Laut Eigenaussage versteht sich dieses „Königreich“ als eigener, durch Sezession entstandener Staat auf dem Gebiet des völkerrechtlich weiter existierenden Deutschen Reiches.[60] Dieses Gebiet werde nur übergangsweise von der Bundesrepublik verwaltet,[60] die Fitzek als „Besatzungskonstrukt“ oder „Firma der Alliierten“ bzw. „Deutschland GmbH“ bezeichnet.[163] Im Falle einer Ausbreitung seiner Rechtsordnung proklamierte das KRD für sich die völlige Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches.[60] Vorher gehörte Fitzek bereits zu den Mitbegründern des Vereins „Neu-Deutschland“, dessen Ziel es war, das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 wieder zu errichten und Deutschlands angeblich verlorene Souveränität wiederzuerlangen.[19] Fitzek gab seinen amtlichen Führerschein zurück, da er diesen nach eigenen Angaben nicht mehr brauche, weil er nunmehr im Besitz eines Führerscheins des „Königreichs Deutschland“ sei.[164]

In der Folge errichtete Fitzek mehrere krankenkassenähnliche Einrichtungen und veranstaltete kostenpflichtige pseudojuristische Seminare zu den Themen der Staatsbürgerschaft und der Verfassung seines „Königreichs“,[19] aber auch alternativer Heilmethoden oder freier Energie.[165]

Er gründete zudem mit der sog. „Königlichen Reichsbank“ eine eigene Bank, bei der mehrere Hundert seiner Anhänger fast drei Millionen Euro anlegten, mit denen er angab, seine Projekte zu verwirklichen.[166] Im Zuge einer antisemitisch konnotierten Zinskritik kreierte Fitzek außerdem die eigene Alternativ- und Regionalwährung „Engel“, mit der er auch seine Anhänger für ihre Arbeit in seinem „Königreich“ bezahlte.[19]

Wegen unerlaubter Einlagengeschäfte in seiner „Reichsbank“ verhängte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Zwangsgelder gegen Fitzek.[167] Im März 2017 wurde Fitzek wegen Veruntreuung der bei seiner Bank angelegten Gelder und unerlaubter Bankgeschäfte zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten,[168] in der Berufungsverhandlung vom 10. August 2017 wegen Betrug und wiederholtem Fahren ohne Führerschein dann zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.[169] Am 15. Mai 2017 wurde das ehemalige Krankenhausgelände im Auftrag der BaFin zwangsgeräumt,[170] um die verhängten Zwangsgelder in Millionenhöhe zu begleichen.[171]

Exil-Regierung Deutsches ReichBearbeiten

„Die Exil-Regierung Deutsches Reich“ spaltete sich 2012 von der „Exilregierung Deutsches Reich“ ab. Sie ist laut Verfassungsschutz die bundesweit zahlenmäßig größte Gruppe im Reichsbürgermilleu. Die Gruppe lehnt die bestehende politische Ordnung als fundamental schlecht ab und will die Demokratie durch ein traditionalistischeres bzw. monarchisches Staatsmodell ablösen. Sie postuliert eine Gemeinschaftsordnung auf Basis ethnischer Identität und verbreitet auf ihrer Internetseite nationalsozialistische Diktion und fremdenfeindliche, antisemitische und rassistische Anspielungen. So dürfe „das deutsche Volk […] nicht weiter bestehen wie bisher.“ Eigenschaften nehme man einem „Volk durch Senkung des Bildungsstandes und rassische Mischung und damit genetische Kreuzung.“[24]

„Neue Ordnung“Bearbeiten

Im Februar 2013 berichtete Report Mainz über die Reichsbürgergruppierung „Neue Ordnung“ um Meinolf Schönborn, den ehemaligen Anführer der 1992 verbotenen „Nationalistischen Front“.[172] Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe[10] tritt offen neonazistisch auf: Sie propagiert eine ausländerfeindliche und rassistische Weltanschauung und verfolgt eine an den Nationalsozialismus angelehnte Idee einer „Volksgemeinschaft“. Sie beruft sich auf den sog. „Reichsgedanken“ und proklamiert den Widerstand gegen „Verwahrlosung“ und „Landnahme durch Migranten und Fremdherrschaft“. Sie empfiehlt den Beitritt zu Schützenvereinen, Kampfsportschulen sowie die Teilnahme an Orientierungsmärschen zum Erwerb der Fähigkeiten zum Selbstschutz.[60] Sie will eigenen Angaben zufolge eine „effektive und straff organisierte Bewegung“ sein, in der eine „Elite für den Entscheidungskampf vorbereitet wird“.[173] Die „Neue Ordnung“ bedient sich klassischer Reichsbürgerargumente und erkennt die Bundesrepublik nicht an.[10] Diese sei ein Besatzungskonstrukt, Ziel sei die Wiederherstellung der „Handlungsfähigkeit des Reiches“.[173]

„Heimatgemeinde Chiemgau“Bearbeiten

Die vom Verfassungsschutz Bayern erfasste Gruppe wurde 2015 im Raum Oberbayern gegründet und umfasst laut Verfassungsschutz ca. 20 Mitglieder aus einem Umfeld von ca. 300 Sympathisanten. Die Gruppe lehnt die Bundesrepublik Deutschland als Staat ab und betrachtet viele Regierungsinstitutionen als in internationalen Firmenregistern eingetragene GmbHs, die insofern dem Handelsrecht unterlägen. Die „Heimatgemeinde“ lehnt die bundesdeutsche Gesetzgebung ab und sieht sich ausschließlich den bayerischen Gesetzen von 1914 verpflichtet. Mitglieder der Gruppe verwenden selbst ausgestellte Ausweise und nichtamtliche Kraftfahrzeugkennzeichen.[125] Ein gewisses Medienecho erzeugte die Suspendierung des Ersten Polizeihauptkommissars und Seminarleiters im Polizei-Fortbildungsinstitut in Ainring wegen seines Engagements für die Gruppe.[174][175]

„Bundesstaat Bayern“Bearbeiten

Die Gruppe wurde im Dezember 2015 mit Sitz in Landsham bei München gegründet, besteht aus ca. 30 Personen (Stand April 2017) und ist vor allem in Oberbayern aktiv.[125] Seit Oktober 2016 wird sie vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet.[176] Sie beruft sich auf einen „gültigen Rechtsstand“ zum Zeitpunkt von „2 Tage[n] vor Ausbruch des 1. Weltkriegs“. Ziel der Gruppe ist die „Reorganisation des Bundesstaats Bayern“ unter Berufung auf eine selbstverfasste „Verfassung des Bundesstaats Bayern“ mit 88 Artikeln. Bayern wird hierbei als Republik dem Deutschen Reich zugeordnet.[125] Die „administrative Regierung“ der Gruppe verschickte im November 2016 eine „Anordnung“ an öffentliche Einrichtungen, in welcher „BRD-Bediensteten“ mit Strafen gedroht wurde, falls sie auf bayerischem Gebiet hoheitlichen Verwaltungsakten nachgehen sollten.[177] Die Staatsanwaltschaft München ermittelte gegen die Gruppe wegen des dringenden Tatverdachts der banden- und gewerbsmäßig begangenen Urkundenfälschung und Amtsanmaßung und veranlasste im Februar 2017 bundesweit Hausdurchsuchungen,[125] bei denen neben einschlägigen Dokumenten auch Waffen und Munition sichergestellt wurden.[178] Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass zumindest Teile der Aktivisten der Gruppe latent gewaltbereit sind.[125] Der Täter, der im Oktober 2016 bei einem Einsatz in Georgensgmünd drei SEK-Beamte anschoss und durch Splitter verwundete, von denen einer später starb,[78] ist Anhänger der Gruppierung.[179]

Ähnliche Gruppen in anderen LändernBearbeiten

In anderen Ländern gibt es – ausgehend von den Vereinigten Staaten – ähnliche Gruppierungen wie die Freemen on the Land oder One People’s Public Trust. Letztere ist im deutschen Sprachraum besonders in Österreich aktiv,[180] wo sich auch die „Staatsverweigerer“ des Staatenbunds Österreich finden.

LiteraturBearbeiten

  • Christa Caspar, Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan – oder: Wie „Reichsbürger“ den Fortbestand des Deutschen Reiches beweisen wollen. In: Landes- und Kommunalverwaltung (LKV), 22. Jg. (2012), Heft 12, S. 529–537 (PDF; 274 kB).
  • Christa Caspar, Reinhard Neubauer: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“ – „Reichsbürger“ in der real existierenden Bundesrepublik Deutschland. In: Landes- und Kommunalverwaltung, 27. Jg. (2017), Heft 1, S. 1–9.
  • Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 26. Jahrgang, 2014, ISBN 978-3-8487-1925-9, S. 155–172.
  • Ralf Neugebauer: In was für einem Land leben wir eigentlich? Mit Reichsbürgerideen durch Absurdistan. In: Skeptiker, Heft 2/2017, S. 80–85.
  • Jan Rathje: Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten. Vom Wahn des bedrohten Deutschen (= unrast transparent; Bd. 17). Unrast Verlag, Münster 2017, ISBN 978-3-89771-141-9.
  • Jan Rathje: „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren, Handlungsstrategien. Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2014 (PDF; 1,2 MB).
  • Andreas Speit (Hrsg.): Reichsbürger. Die unterschätzte Gefahr. Ch. Links Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-86153-958-2.[181]
  • Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos in Kooperation mit dem Verfassungsschutz Brandenburg, Potsdam 2015, ISBN 978-3-00-048341-7 (PDF; 5,7 MB).
  • Reichsbürger – Sonderlinge oder Teil der rechtsextremen Bewegung? Tagungsband zur Fachtagung am 8. Oktober 2014, Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt, Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt (PDF).

WeblinksBearbeiten

Zeitungsinterviews
Rundfunkberichte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. Deutscher Bundestag: Bundesregierung; Einheitliche „Reichsbürgerbewegung“ existiert nicht, Inneres/Antwort auf Kleine Anfrage, hib-Meldung (Heute im Bundestag) vom 14. Januar 2013; Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz: Reichsbürger und Selbstverwalter, abgerufen am 26. Juni 2017.
  2. Zahlen des Verfassungsschutzes: Deutlich mehr Reichsbürger als gedacht, Tagesspiegel, 12. Oktober 2017.
  3. a b Tagesschau: Rechtsextremismus: BKA traut „Reichsbürgern“ Anschläge zu. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  4. Vgl. dazu Christa Caspar, Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan – oder: Wie „Reichsbürger“ den Fortbestand des Deutschen Reiches beweisen wollen. In: Landes- und Kommunalverwaltung (LKV), 22. Jg. (2012), Heft 12, S. 529 ff., hier S. 531: „Für die ‚Reichsbürger‘ gibt es kein Reichs-Ende.“ Dies., Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen, in: Dirk Wilking (Hrsg.), „Reichsbürger“. Ein Handbuch, Potsdam 2015, S. 93 ff., hier S. 120.
  5. Sven Felix Kellerhoff: „Reichsbürger“: Doch, das Deutsche Reich ist wirklich untergegangen, Welt Online, 20. Oktober 2016.
  6. Vgl. Deutscher Bundestag: Völkerrechtssubjekt „Deutsches Reich“, Auswärtiges/Antwort (hib 340/2015), 30. Juni 2015.
  7. Vgl. Christa Caspar, Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 93–171, hier S. 106 f., zu den „Selbstverwaltern“ S. 120; Trystan Stahl, Heiko Homburg: „Souveräne Bürger“ in den USA und deutsche „Reichsbürger“ – ein Vergleich hinsichtlich Ideologie und Gefahrenpotenzial. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 203–224, hier S. 212 f.
  8. Sog. Teso-Beschluss vom 21. Oktober 1987.
  9. BVerfGE 36, 1 – Grundlagenvertrag – Absatz-Nr. 78–79.
  10. a b c d e f g h Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 167.
  11. Christa Caspar und Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 107 f.; Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 160 f.
  12. Peter Schwacke, Guido Schmidt: Staatsrecht, W. Kohlhammer Verlag, 2007, S. 78 ff.
  13. Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl.) 1964, S. 147–150, hier S. 150.
  14. Jörn Ipsen: Deutsche Verfassungen 1849–1949. Hüthig Jehle Rehm, 2012, S. XIV.
  15. Resolution adopted by the General Assembly [on the report of the Sixth Committee (A/56/589 and Corr. 1)] (PDF)
  16. a b c MDR Aktuell: Für „Reichsbürger“ existiert das Deutsche Reich noch immer, Hintergrundbericht, 6. August 2016.
  17. Vgl. Caspar/Neubauer: Durchs wilde Absurdistan – oder: Wie „Reichsbürger“ den Fortbestand des Deutschen Reiches beweisen wollen, in: LKV 12/2012, S. 534.
  18. Christa Caspar und Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 119 f.
  19. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Jan Rathje: „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien (PDF), Hrsg. Amadeu Antonio Stiftung, 2014.
  20. Christa Caspar und Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 115 f.
  21. „KRR“-FAQ zur Haager Landkriegsordnung
  22. Christa Caspar und Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 109.
  23. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 163 f.
  24. a b c d e f g h i j Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch, Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung, Potsdam 2015 (genauer Titel des Aufsatzes und Seitenzahl fehlen).
  25. Eckhard Stengel: „Reichsbürger“ klagt auf Kriegsgefangenen-Sold. In: sz-online.de. 17. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2017.
  26. LTO-Redaktion: SG Bremen zur Klage eines Reichsbürgers: Unzuständig für Unterhalt nach der Haager Landkriegsordnung. In: LTO. 16. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2017.
  27. Exekutivmaßnahmen gegen „Reichsbürger“. In: BfV-Newsletter Nr. 1/2017 – Thema 2 (Stand: April 2017), Zugriff am 22. Mai 2017.
  28. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 164; Christa Caspar und Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 97 f. und 128 ff.
  29. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 162.
  30. Dazu Jan Rathje, „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren, Handlungsstrategien, 2014, S. 11, 20.
  31. Vgl. Antonia Kleikamp: Verschwörungstheorie: Hilfe, existiert das Deutsche Reich etwa noch?, Welt Online, 7. Juli 2015.
  32. Vgl. Jan Rathje, „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien, 2014, S. 14.
  33. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 163; Trystan Stahl und Heiko Homburg: „Souveräne Bürger“ in den USA und deutsche „Reichsbürger“ – ein Vergleich hinsichtlich Ideologie und Gefahrenpotenzial. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 212 f.
  34. a b c d Rechtsextreme Tendenzen in der sogenannten Reichsbürgerbewegung. Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode, 20. Dezember 2012; abgerufen am 21. Oktober 2016 (Antwort der Bundesregierung (Drucksache 17/11970) auf die Kleine Anfrage vom 29.11.2012, Drucksache 17/11758).
  35. a b c d e f g h i Rechtsextreme Tendenzen in der sogenannten Reichsbürgerbewegung. Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode, 12. Juli 2016; abgerufen am 28. Februar 2017 (Antwort der Bundesregierung (Drucksache 18/9161) auf die Kleine Anfrage vom 21.06.2016, Drucksache 18/8941).
  36. Christoph Rieke: Die Staatsmacht ist ihnen egal: Die „Reichsbürger“ und ihre krude Ideologie. In: n-tv. (online [abgerufen am 21. Oktober 2016]).
  37. Reichsbürger – In Bayern gibt es mehr als 1700 „Reichsbürger“, Süddeutsche.de, 24. November 2016.
  38. Rechte „Reichsbürger“ sind zunehmend über das Internet vernetzt, Wiener Zeitung vom 25. Januar 2017.
  39. Saskia Nothofer: Bis zu 300 Anhänger in NRW. Mindestens 4500 „Reichsbürger“ leben in Deutschland. In: RP Online. 13. Dezember 2016; abgerufen am 13. Dezember 2016.
  40. Maaßen: Verfassungsschutz geht von rund 10 000 Reichsbürgern aus, Zeit Online, 25. Januar 2017, abgerufen am 28. Februar 2017.
  41. Verfassungsschutz geht von 10.000 „Reichsbürgern“ aus, Spiegel Online, 25. Januar 2017, abgerufen am 28. Februar 2017.
  42. Rechtsextremismus: Verfassungsschutz zählt 12.600 Reichsbürger in Deutschland, FAZ vom 22. Mai 2017.
  43. Caspar/Neubauer: Durchs wilde Absurdistan – oder: Wie „Reichsbürger“ den Fortbestand des Deutschen Reiches beweisen wollen, in: LKV 12/2012, S. 532, 535, 537.
  44. a b Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 159.
  45. Vgl. dazu Maurice Thiriet, «Reichsführerschein» im Thurgau nicht gültig, tagesanzeiger.ch, 11. März 2009.
  46. OLG Stuttgart, Beschluss vom 25. April 2006, Az. 4 Ws 98/06
  47. OLG Celle, Beschluss vom 19. Oktober 2007, Az. 32 Ss 90/07, NStZ-RR 2008, S. 76.
  48. Mit Fantasiepass des „Deutschen Reiches“ nach Beirut? (Memento vom 27. Juli 2009 im Internet Archive), Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main.
  49. a b Jan Rathje: „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren, Handlungsstrategien. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2014, S. 12.
  50. Christa Caspar, Reinhard Neubauer, Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen, in: Wilking (Hg.), Handbuch, 2015, S. 167.
  51. Kristian Frigelj: Völlig losgelöst, Welt Online, 18. Mai 2015.
  52. Krude Theorien: Wie „Reichsbürger“ versuchen, aus der Erde eine Scheibe zu machen, Pressemitteilung Nr. 033/2012 des Ministeriums des Innern Brandenburg vom 13. April 2012.
  53. Die große Verschwörung: Von Staatenlosen und Reichsbürgern. In: Kontrovers – Das Politikmagazin. Bayerischer Rundfunk, 12. November 2014; abgerufen am 25. November 2017 (Dieser Inhalt ist aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland abrufbar.).
  54. Jan Rathje: „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren, Handlungsstrategien. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2014, S. 11.
  55. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 155 f. und 162.
  56. Regierungen für das „Deutsche Reich“ (Memento vom 9. November 2010 im Internet Archive), Informationen des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen über die ‘Reichsregierungen’, abgerufen am 13. April 2014.
  57. „Reichsideologen“ betrachten Bundesrepublik als illegitim, Rechtsextremismus 3, Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, 2013. Das Landesamt für Verfassungsschutz Brandenburg schreibt von „Reichsideologen und Selbstverwaltern“, zu den Unterscheidungsmerkmalen vgl. Jan Rathje, „Wir sind wieder da“. Die „Reichsbürger“: Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien, 2014, S. 4 und 11.
  58. Vgl. Informationsseite Rechtsextremisten, „Reichsbürger“ und „Reichsregierungen“ – Wie Extremisten versuchen, aus der Erde eine Scheibe zu machen des Verfassungsschutzes Brandenburg, 12. April 2012.
  59. Extremismus: Sprüche, Kloppe, aber keine Heimat – Potsdam-Mittelmarks Neonazis konnten laut Experten bislang keine festen Strukturen bilden (Memento vom 17. Januar 2013 im Internet Archive), MAZ vom 22. November 2011; vgl. dazu Brandenburg erhöht Druck auf „Reichsbürger“-Umtriebe, Pressemitteilung, Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, 12. September 2012.
  60. a b c d e f g Johanna Holler: »Reichsbürger«-Wahn (PDF), in: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 9. Mai 2014.
  61. Was genau ist eigentlich eine „kommissarische Reichsregierung“? Was sind „Reichsideologen“?, in: Portal „KRR“-FAQ, 17. Juni 2007.
  62. Reichsbürger in Sachsen-Anhalt. Was ist zu tun?, herausgegeben vom Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt
  63. Umgang mit Reichsregierungen und Reichsbürgern, herausgegeben vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen
  64. Vgl. Woidke: Verwirraktionen der „Reichsbürger-Szene“ dürfen nicht unterschätzt werden, Pressemitteilung Nr. 006/2013 des Ministeriums des Innern Brandenburg, 24. Januar 2013.
  65. Amtsgericht Duisburg, NJW 2006, S. 3577; Rechtsprechungsdatenbank des Landes Nordrhein-Westfalen, Az. 46 K 361/04.
  66. Die „Reichsbürger“ malträtieren den Rechtsstaat, in: haufe.de/recht (Online-Redaktion), Serie Colours of law, 13. Dezember 2015. Abgerufen am 3. März 2017.
  67. Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 19. April 2011, Az. 3 K 6/11
  68. Urteil des Finanzgerichts München vom 14. April 2015, Az. 2 K 3118/14 (Memento vom 22. November 2015 im Internet Archive)
  69. Urteil des Finanzgerichts Münster vom 14. April 2015, Az. 1 K 3123/14
  70. Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 17. Januar 2013, Az. 7 K 7303/11
  71. Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 27. November 2013, Az. 4 K 3798/10
  72. Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 20. Mai 2014, Az. 3 K 94/14
  73. Handbuch für Verwaltungsmitarbeiter soll Abhilfe schaffen: Wie „Reichsbürger“ Brandenburgs Behörden belasten. In: rbb24. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 4. Januar 2016, archiviert vom Original am 18. November 2016; abgerufen am 25. November 2017.
  74. Problem für Behörden – „Viele Reichsbürger sind wirklich irre“, Märkische Allgemeine Zeitung vom 5. Januar 2016.
  75. Vanja Budde: Die „Reichsbürger“ – Der schwierige Umgang mit den Staatsverdrossenen, Deutschlandfunk, 1. Oktober 2016; „Reichsbürger“-Szene – Nicht grundsätzlich gewaltorientiert, sehr gut vernetzt, Deutschlandfunk, 20. Oktober 2016; Radikalisierung der Reichsbürger-Szene – Aus Ideologie wird Gewalt, Deutschlandfunk, 20. Oktober 2016.
  76. Holger Schmidt: Verfassungschützer wollten sich für „NSU“ bei Angehörigen entschuldigen, SWR, 10. Oktober 2014.
  77. Wera Engelhardt: Auto-Attacke gegen Polizisten. Rainer Wendt warnt vor gewalttätigen „Reichsbürgern“, in: Focus Online, 23. August 2016.
  78. a b Einsatz in Georgensgmünd. Polizist stirbt nach Schüssen, in: Deutschlandfunk vom 20. Oktober 2016.
  79. „Reichsbürger“ galt als ungefährlich, Zeit Online, 20. Oktober 2016.
  80. Andreas Speit: Reichsbürger – eine facettenreiche, gefährliche Bewegung. In: Andreas Speit (Hrsg.): Reichsbürger. Die unterschätzte Gefahr. 1. Auflage. Ch. Links, Berlin 2017, ISBN 978-3-86153-958-2, S. 7–21, hier S. 8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  81. VG Cottbus, Urteil vom 20. September 2016, Az. VG 3 K 305/16, bestätigt durch OVG Berlin-Brandenburg am 9. Dezember 2016.
  82. OVG Thüringen zu Reichsbürger. Höchstwahrscheinlich psychisch gestört, Legal Tribune Online, Pressebericht vom 14. März 2017, abgerufen am 15. März 2017.
  83. Thüringisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 2. Februar 2017 – 2 EO 887/16; vgl. Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 11. Januar 1994 – 10 S 2863/93 (Entziehung der Fahrerlaubnis bei Verdacht einer psychischen Störung – Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens).
  84. Vgl. Hessischer Landtag, Drs. 19/3905 (20. Februar 2017), S. 1 f.
  85. Bundesweite Beobachtung der „Reichsbürger“ rückt näher, FAZ.net vom 2. November 2016, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  86. a b c d e f g Jan Rathje: Zwischen Verschwörungsmythen, Esoterik und Holocaustleugnung – die Reichsideologie, Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, 14. Oktober 2015.
  87. Philipp Gessler: Die Reichsminister drohen mit dem Tod. In: taz.de. 15. August 2000; abgerufen am 8. April 2016.
  88. Angelika Siepmann: Rigolf Hennig zu anderthalb Jahren ohne Bewährung verurteilt – Verdener Nachrichten. In: Weser-Kurier. 15. April 2017; abgerufen am 28. Mai 2017.
  89. NDR: Insgesamt fast fünf Jahre Haft für Haverbeck. In: daserste.ndr.de. 21. April 2015; abgerufen am 28. Mai 2017.
  90. Zu Besuch im „Freistaat Preußen“: Wie die „Reichsbürger“ ticken. In: pnn.de. 13. Februar 2017; abgerufen am 27. Mai 2017.
  91. Jochen Zenthöfer: Podium für einen „Reichsbürger“. In: FAZ. 24. Juni 2016; abgerufen am 22. Juni 2017.
  92. Verfassungsschutzbericht 2010, Freistaat Thüringen (PDF; 495 kB), S. 53 f., hier S. 55.
  93. Bundesinnenministerium warnt vor Straftaten von „Reichsbürgern“. In: Der Spiegel (Vorabversion aus Ausgabe 1/2013). 30. Dezember 2012; abgerufen am 9. April 2016.
  94. Zoé Sona: Berlin: Die „Neue Gemeinschaft von Philosophen“ und die Reichsbewegung. In: Netz-gegen-Nazis.de. 14. Juni 2012; abgerufen am 9. April 2016.
  95. Katrin Bischoff: Reichsbürger: Jetzt gibt es Hausverbot. In: Berliner Zeitung. 28. Februar 2013; abgerufen am 9. April 2016.
  96. a b c d Verfassungsschutzbericht Land Brandenburg 2012, Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, Potsdam, 15. März 2013
  97. Simon Janssen: Auch Kaarst hat einen „Reichsbürger“. In: wz.de. 28. Oktober 2016; abgerufen am 27. August 2017.
  98. Dirk Walter: Reichsbürger: Zahl der Anhänger ist größer als angenommen. In: Merkur.de. 17. Februar 2017; abgerufen am 26. August 2017.
  99. sz-online: Krankenkasse von Reichsbürgern. In: sz-online.de. 17. August 2017; abgerufen am 27. August 2017.
  100. Katrin Tominski: Finanzaufsicht warnt vor Reichsbürger-Krankenkasse. In: MDR.de. 18. August 2017; abgerufen am 27. August 2017.
  101. Beschluss der Finanzaufsicht: „Reichsbürger“-Krankenkasse muss schließen. In: tagesschau.de. Abgerufen am 7. September 2017.
  102. BRD-Leugner – Was ist die Interim Partei?, in: Badische Zeitung vom 3. September 2008.
  103. a b Register der „KRR“-FAQ
  104. Wie Rechtsextremisten mit E-Mails in Ahrensburg für Unruhe sorgen, Hamburger Abendblatt vom 23. März 2007.
  105. Jan Grundmann und Björn Hengst: Aufrufe im Internet: Mecklenburger Bürgermeister taucht nach Morddrohung unter. In: Spiegel Online. 29. Dezember 2008; abgerufen am 13. April 2016.
  106. Andreas Speit: Neonazis hetzen im Netz: Morddrohung für den Bürgermeister. In: taz.de. 29. Dezember 2008; abgerufen am 13. April 2016.
  107. Das ist die Interim Partei Deutschland. In: Hamburger Abendblatt. 29. Dezember 2008; abgerufen am 13. April 2016.
  108. Rechtsextreme am Waldrand – Großhansdorf: Partei leugnet Legitimität der Bundesrepublik, Hamburger Abendblatt vom 5. Februar 2007.
  109. Informationen zur IPD allgemein, Bericht über Zulassung der IPD zur Landtagswahl inkl. Ergebnis; Landtagswahl am 27. September 2009 – Vorläufige Ergebnisse (28. September 2009) (Memento vom 29. Februar 2012 im Internet Archive).
  110. Gewalt von Rechts: Morddrohungen gegen Bürgermeister, Süddeutsche.de, 28. Dezember 2008.
  111. Christa Caspar, Reinhard Neubauer, Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen, in: Wilking (Hg.), Handbuch, 2015, S. 101, 121 f.
  112. Bundesrepublik erkennt Germanitien nicht an, Schwäbische.de, 13. Mai 2011; Diplomat aus „Germanitien“ ein Millionenbetrüger, merkur-online.de, 1. August 2012; Germanitien wird vorerst nicht geräumt (Memento vom 4. September 2012 im Internet Archive), Südwest Presse vom 31. August 2011; „Germanitien“ ist ein teures Pflaster, Augsburger Allgemeine vom 19. Dezember 2012.
  113. Heinz Wraneschitz: GfE-Prozess: 16 Zeugen und ein Diplomat aus „Germanitien“, Nürnberger Zeitung (nordbayern.de) vom 20. August 2012.
  114. Hohe Haftstrafen für Betrug mit Blockheizkraftwerken, Süddeutsche Zeitung vom 27. Februar 2014.
  115. a b Die „Reichsbürgerbewegung“ in Nordrhein-Westfalen, Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 29 vom 3. Juli 2017 der Abgeordneten Verena Schäffer (Bündnis 90/Die Grünen), Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 17/259 vom 31. Juli 2017.
  116. a b Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 166–167.
  117. Vgl. Jan-Gerrit Keil: Zwischen Wahn und Rollenspiel – das Phänomen der „Reichsbürger“ aus psychologischer Sicht. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 39.
  118. Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus, Deutscher Bundestag, Drucksache 18/11970 vom 7. April 2017.
  119. Verfassungsschutzbericht 2016, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Abteilung Verfassungsschutz, Berlin, April 2017.
  120. Rechtsextremismus – Irre Reichsbürger in Berlin II. Abgeordnetenhaus Berlin – 18. Wahlperiode, 25. April 2017; abgerufen am 28. August 2017 (PDF, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Tom Schreiber (SPD) vom 30. März 2017 und Antwort, Drucksache 18/10942).
  121. Andreas Speit: „Reichsbürger“ verurteilt. In: taz.de. 17. Dezember 2016; abgerufen am 27. August 2017.
  122. Mario Feist: Das „Fürstentum Germania“ – „Nicht rechts, nicht links, sondern vorne“?, in: Dirk Wilking, Michael Kohlstruck (Hrsg.): Einblicke III. Ein Werkstattbuch (PDF; 3,1 MB), 2010, S. 109–124; Gabriele Schlamann: Die Auseinandersetzung mit dem „Fürstentum Germania“ in der Gemeinde Plattenburg 2009, in: Dirk Wilking/Michael Kohlstruck (Hrsg.), Einblicke III, 2010, S. 125–139.
  123. Götterdämmerung in Germania: „Fürstentum“ vor der Zwangsräumung, Spiegel Online, Video vom 18. Mai 2009, abgerufen am 9. März 2014.
  124. Finstere Mächte, Mitteldeutsche Zeitung vom 15. April 2009, abgerufen am 27. September 2013.
  125. a b c d e f Verfassungsschutzbericht Bayern 2016, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, München, April 2017.
  126. Trystan Stahl, Heiko Homburg: „Souveräne Bürger“ in den USA und deutsche „Reichsbürger“ – ein Vergleich hinsichtlich Ideologie und Gefahrenpotenzial. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 212.
  127. Christa Caspar, Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 120; Trystan Stahl, Heiko Homburg: „Souveräne Bürger“ in den USA und deutsche „Reichsbürger“ – ein Vergleich hinsichtlich Ideologie und Gefahrenpotenzial, ebenda, S. 212 ff.
  128. Vgl. Christa Caspar, Reinhard Neubauer: Durchs wilde Absurdistan: Was zu tun ist, wenn „Reichsbürger“ und öffentliche Verwaltung aufeinandertreffen. In: Dirk Wilking (Hrsg.): „Reichsbürger“. Ein Handbuch. Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos, Potsdam 2015, S. 118: „Reichsbürger in Selbstverwaltung“. Der Newsletter des Bundesamtes für Verfassungsschutz unterscheidet dagegen zwischen „‚Reichsbürgern‘ und ‚Selbstverwaltern‘“ der Szene, fasst beide aber unter der Überschrift „Exekutivmaßnahmen gegen ‚Reichsbürger‘“ zusammen (BfV-Newsletter Nr. 1/2017, Thema 2).
  129. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 26. Jg., 2014, S. 169 f.
  130. Deutsche Welle: BKA traut „Reichsbürgern“ Terroranschläge zu. In: dw.com. 23. Juli 2017; abgerufen am 23. August 2017.
  131. Thomas Pany: BKA: „Selbstverwalter“ noch gefährlicher als „Reichsbürger“, Telepolis, 23. Juli 2017.
  132. Torsten Gerbank: Schüsse bei Räumungsversuch: Polizeieinsatz im „Königreich Ur“ eskaliert, in: Mitteldeutsche Zeitung vom 25. August 2016; „Reichsbürger“ in Sachsen-Anhalt: „Mister Germany 1998“ liefert sich Schießerei mit SEK, Welt Online, 25. August 2016.
  133. AfD-Stadtrat Wink zweifelt Existenz eines deutschen Staates an, in: Allgemeine Zeitung vom 31. Juli 2014.
  134. Bad Kreuznach: Rainer Wink will sein Ratsmandat behalten, in: Rhein-Zeitung vom 28. August 2014.
  135. Stadtrat in Bad Kreuznach schließt Rainer Wink aus – Mehrheit sieht AfD-Vertreter als des Amtes unwürdig an, in: Allgemeine Zeitung vom 25. September 2014.
  136. a b c d Europäische Aktion im Lexikon der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung
  137. a b c Mounia Meiborg: Eins, zwei, falsche Polizei, Zeit Online, 5. September 2013.
  138. Stefan Locke: Wenn die Gewalt vom Bürger ausgeht. In: FAZ.net. 16. Dezember 2015; abgerufen am 2. Mai 2016.
  139. Ermittlungsverfahren gegen die Gruppierung „Deutsche Polizei Hilfswerk“ (DPHW), Antwort des Präsidenten des Sächsischen Landtags auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kerstin Köditz, Fraktion DIE LINKE, Drs.-Nr. 6/2152, Sächsischer Landtag.
  140. a b Friedrich Burschel (Hrsg.), Durchmarsch von rechts – Völkischer Aufbruch: Rassismus, Rechtspopulismus, rechter Terror. Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2016.
  141. Imke Schmincke, Jasmin Siri: NSU-Terror: Ermittlungen am rechten Abgrund. Ereignis, Kontexte, Diskurse. transcript Verlag, 2014, S. 82.
  142. Reichsbürger – Sonderlinge oder Teil der rechtsextremen Bewegung? Tagungsband zur Fachtagung am 8. Oktober 2014, Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt. Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt (PDF).
  143. „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“. Eine Information des Verfassungsschutzes. Landesamt für Verfassungsschutz Brandenburg
  144. Erkenntnisse über das „Deutsche Polizei Hilfswerk“, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Frank Tempel, Ulla Jelpke, Jan Korte, weiterer Abgeordneter und der Linksfraktion, BT-Drs. 17/14049 vom 19. Juni 2013, S. 4.
  145. Jan Freitag: „Reichsbürger“. Eine Bedrohung für die Demokratie oder lächerliche Verschwörungstheoretiker? Das Beispiel Brandenburgs. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 26 (2014), S. 172.
  146. Jürgen Müller und Tobias Hoeflich: Der falsche General. In: sz-online.de. 16. März 2016; abgerufen am 4. April 2016.
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  149. Panzer-Mike fährt ein. In: sz-online.de. 23. Februar 2016; abgerufen am 8. April 2016.
  150. „Sie haben gezielt den Staat angegriffen“. In: sz-online.de. 18. Januar 2016; abgerufen am 8. April 2016.
  151. Weitere Haftstrafe in Reichsbürgerprozess. In: sz-online.de. 28. Januar 2016; abgerufen am 8. April 2016.
  152. Reichsbürger müssen ins Gefängnis. In: sz-online.de. 15. Januar 2016; abgerufen am 8. April 2016.
  153. Erkenntnisse zur Bürgerwehr Gerstungen, Kleine Anfrage des Abgeordneten Walk (CDU) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales, Thüringer Landtag, 18. November 2015.
  154. Michael Bartsch: Leipziger „Republik Freies Deutschland“: Sonderbare Staatsgründer. In: taz.de. 11. Juli 2012; abgerufen am 22. August 2017.
  155. a b Heinz Wraneschitz: Die wirre Karriere des Peter F. In: nordbayern.de. 12. Januar 2017; abgerufen am 22. August 2017.
  156. a b Sebastian Lipp: Reisepässe vom Fantasie-Staat. In: Blick nach Rechts. 11. August 2017; abgerufen am 22. August 2017.
  157. Reichsbürger hortet Chemikalien, in: Berliner Zeitung vom 8. Januar 2013.
  158. Brauner Sprengmeister hochgenommen (Memento vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive), in: Berliner Kurier vom 20. Oktober 2013.
  159. Chefchemiker auf der Flucht, in: taz vom 24. Juli 2013.
  160. Reichsbürger vor Gericht, in: Sächsische Zeitung vom 1. September 2015.
  161. Sebastian Lipp: Gute Geschäfte mit fiktiven Ausweisen? In: Blick nach Rechts. 31. Juli 2017; abgerufen am 22. August 2017.
  162. Der Koch und sein Königreich – Aufruhr in Neudeutschland, Spiegel TV vom 15. September 2013.
  163. Kai Funkschmidt: Peter Fitzek ernennt sich selbst zum König von Deutschland. In: Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen – Materialdienst. 16. September 2012; abgerufen am 21. August 2017.
  164. König von Deutschland muss in Haft, Hannoversche Allgemeine vom 17. Oktober 2013.
  165. Steffen Könau: Gesellschaft: 47-Jähriger gründet sein eigenes Königreich. In: mz-web.de. 21. August 2017; abgerufen am 21. August 2017.
  166. Reinhard Bingener: Mehr als drei Jahre Haft für „König von Deutschland“. In: FAZ.net. 15. März 2017; abgerufen am 21. August 2017.
  167. Michael Hübner, Alexander Baumbach: Fantasie-Staat von Peter Fitzek: Zwangsräumung im „Königreich Deutschland“. In: mz-web.de. 21. August 2017; abgerufen am 21. August 2017.
  168. „König von Deutschland“ zu Haftstrafe verurteilt, Spiegel Online, 15. März 2017.
  169. RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): Weitere Haftstrafe für „König von Deutschland“. In: Leipziger Volkszeitung. 10. August 2017; abgerufen am 21. August 2017.
  170. Michael Hübner, Alexander Baumbach: Fantasie-Staat von Peter Fitzek: Zwangsräumung im „Königreich Deutschland“, Mitteldeutsche Zeitung vom 16. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017.
  171. Michael Hübner: „König“ Peter Fitzek: Königreich Deutschland – Krankenhausgelände unterm Hammer. In: mz-web.de. 21. August 2017; abgerufen am 21. August 2017.
  172. Hintergründe über die Neonaziorganisation "Neue Ordnung: Der Tod von Jörg L. In: SWR.de, 5. Februar 2013
  173. a b J. Blankennagel, K. Bischoff: Neonazis in Brandenburg: Rechtsextremisten planen geheimes Treffen. In: berliner-zeitung.de. 28. Juni 2017; abgerufen am 28. Juni 2017.
  174. Reichsbürger bei der Polizei: Dieser Chiemgauer wurde schon suspendiert. In: Merkur.de. 22. Oktober 2016; abgerufen am 22. August 2017.
  175. Matthias Köpf: „Reichsbürger“ im Chiemgau kassieren in Euro ab. In: Süddeutsche.de. 21. Oktober 2016; abgerufen am 22. August 2017.
  176. Reichsbürgerbewegung in Bayern, Antwort auf die Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Florian Streibl (Freie Wähler) vom 20. Oktober 2016, Bayerischer Landtag, Drucksache 17/14596 vom 27. Januar 2017.
  177. Anselm Schindler: „Reichsbürger“ gründen eigene „Regierung“ in Oberbayern. In: Süddeutsche.de. 8. Dezember 2016; abgerufen am 22. August 2017.
  178. Robert Langer, Hans Moritz, Josef Ametsbichler: Razzia bei den Reichsbürgern: Freistaat gegen „Bundesstaat Bayern“. In: Merkur.de. 7. Februar 2017; abgerufen am 22. August 2017.
  179. Verfassungsschutzbericht 2016, Bundesministerium des Innern, Berlin
  180. Stephan Löwenstein: Reichsbürger in Österreich: Martialisches Polizeiaufgebot gegen die liebevolle Omi, FAZ.net, 12. November 2016, abgerufen am 20. November 2016.
  181. Rezension von Ralph Gerstenberg: Reichsbürger – Gewaltbereit und gefährlich. In: Deutschlandfunk. 23. Oktober 2017 (online [abgerufen am 15. November 2017]).