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Berliner Kurier

eine Boulevardzeitung aus Berlin

Der Berliner Kurier ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die im Berliner Verlag erscheint. Der Berliner Kurier ist vor allem in den östlichen Bezirken Berlins verbreitet. Die verkaufte Auflage beträgt 69.692 Exemplare, ein Minus von 61,3 Prozent seit 1998.[1]

Berliner Kurier
Logo der Zeitung
Beschreibung Boulevardzeitung
Sprache Deutsch
Verlag Berliner Verlag
Erstausgabe 15. Juni 1949
Erscheinungsweise täglich / sonntags
Verkaufte Auflage 69.692 Exemplare
(IVW 2/2019, Mo–Sa/So)
Reichweite 0,22 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Elmar Jehn
Weblink berliner-kurier.de
ISSN (Print)

Von 1949 bis 1990 trug die Zeitung den Namen BZ am Abend.

Geschichte der ZeitungBearbeiten

Die erste Ausgabe erschien am 15. Juli 1949 unter dem Namen BZ am Abend im Berliner Verlag GmbH. 1953 wurde die BZ am Abend dem ZK der SED unterstellt. Als Herausgeber trat weiterhin der Berliner Verlag auf. Sie war jedoch dem SED-Pressemonopol zuzurechnen. Die BZ am Abend war lange die einzige Abend- und Straßenverkaufszeitung der DDR. Bis zum Ende der DDR hatte sie eine tägliche Auflage von rund 200.000 Exemplaren.

Nach dem Fall der Mauer übernahm 1990 der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr zusammen mit dem Verleger Robert Maxwell den Berliner Verlag und damit die BZ am Abend und die Berliner Zeitung. Aus der BZ am Abend wurde der Berliner Kurier, auch um Verwechslungen mit dem Wettbewerber aus dem Westen, der B.Z., zu vermeiden.

 
Marke der BZ am Abend, 1989

Nach der Entscheidung des Mutterkonzerns Bertelsmann, sich auf seine Kernkompetenzen zu beschränken, begann Gruner + Jahr, sich von seinen Zeitungsbeteiligungen zu trennen. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, bis dahin bereits mit dem Tagesspiegel auf dem Berliner Markt aktiv, versuchte im Juni 2002 den Berliner Verlag zu übernehmen. Diese Übernahme wurde vom Bundeskartellamt untersagt. Eine Beschwerde des Verlags vor dem OLG Düsseldorf wurde abschlägig beschieden. Holtzbrinck reichte daraufhin Klage beim Bundesgerichtshof ein. Formal gehörte der Verlag damit weiterhin der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr, die ihn 2005 an die BV Deutsche Zeitungsholding veräußerte, die zur Mecom Group gehörte. Am 12. Januar 2009 verkaufte die überschuldete Mecom Group den Verlag an die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg.[2]

Zum 1. November 2016 wurde die Redaktion durch die Berliner Newsroom GmbH abgelöst, die als Dienstleister die Inhalte der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers erstellt.[3] Seit Oktober 2018 bezieht der Berliner Kurier seine überregionalen Inhalte vom RedaktionsNetzwerk Deutschland.[4]

AuflageBearbeiten

 
Die BZ am Abend im Straßenverkauf in Ost-Berlin, 1959

Der Berliner Kurier gehört zu den deutschen Tageszeitungen mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage ist in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 6,5 % pro Jahr gesunken. Im letzten Jahr hat sie um 2 % abgenommen.[5] Sie beträgt gegenwärtig 69.692 Exemplare.[6] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 32,4 Prozent.


Entwicklung der verkauften Auflage[7]

 


ChefredakteureBearbeiten

  • 1990–1996 Wieland Sandmann
  • 1997–2000 Adolf K. Schwaner
  • 2000–2003 Caroline Methner
  • 2003–2015 Hans-Peter Buschheuer
  • 2015–0000 Elmar Jehn

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. DuMont Schauberg kauft Berliner Verlag. In: FAZ.net 13. Januar 2009
  3. DuMont baut neuen integrierten Newsroom in Berlin berliner-zeitung.de, 27. Oktober 2016
  4. Madsack Mediengruppe und DuMont gründen Hauptstadtredaktion haz.de, 23. Mai 2018
  5. laut IVW, http://www.ivw.eu/aw/print/qa/titel/2348
  6. laut IVW, zweites Quartal 2019, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)