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Gärten der Welt
Erholungspark Marzahn
Coat of arms of Berlin.svg
Park in Berlin
Gärten der Welt
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Marzahn
Angelegt 9. Mai 1987
Neugestaltet 2000,
2013–2017
Umgebende Straßen
Blumberger Damm,
Eisenacher Straße
Bauwerke Pflanzenhallen, Restaurants
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr; Freizeit, Veranstaltungen
Parkgestaltung Gottfried Funeck (Erstgestaltung; weitere Landschaftsarchitekten für alle neuen Teile in den 2000er Jahren)
Technische Daten
Parkfläche 430.000 m²
52° 32′ 22″ N, 13° 34′ 36″ OKoordinaten: 52° 32′ 22″ N, 13° 34′ 36″ O
Gärten der Welt (Berlin)
Gärten der Welt

Die Parkanlage Gärten der Welt (1991–2017: Erholungspark Marzahn) liegt am nördlichen Fuß des Kienbergs im Berliner Ortsteil Marzahn des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Er wurde am 9. Mai 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins nach Plänen des damaligen Stadtgartendirektors in Ost-Berlin, Gottfried Funeck,[1] als Berliner Gartenschau und Geschenk der Gärtner an die Hauptstadt der DDR eröffnet. Er umfasste damals rund 21 Hektar[2] und bildete ein Gegenstück zum Britzer Garten, der 1985 zur BUGA in West-Berlin eingeweiht worden war.

Zusammen mit den angrenzenden frei zugänglichen Erholungsflächen des Kienbergs und dem direkt östlich anschließenden Wuhletal ergibt sich eine Gesamtfläche von mehr als 100 Hektar. Betrieben wird der Park von der Grün Berlin GmbH, einer Gesellschaft des Landes Berlin, die auch weitere Gärten und Parks betreibt. Der Park kann nur gegen Eintrittsgeld besucht werden.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Eigentlich sollte im sogenannten Diplomatenviertel südlich des Tiergartens im Rahmen der Bundesgartenschau 1995 ein Chinesischer Garten, ein Japanischer Garten, Türkischer Garten und ein Renaissancegarten entstehen, aber mit der politischen Wende im Jahr 1989 wurden alle diese Planungen wieder aufgegeben.[3] Zwischen den Jahren 1985 und 1987 wurde am Fuße des Kienbergs im Stadtbezirk Marzahn ein 21 Hektar großer Park für die Berliner Gartenschau (BEGA) gebaut. Bereits im Jahr 1977 begannen die Grünplanungen, es war geplant eine 200 Hektar große Parklandschaft mit Schwimmbad, Gaststätte, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Kleingärten zu bauen, aber die konkreten Planungen für die Berliner Gartenschau begannen erst im Jahr 1985. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Berliner Gartenschau anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins am 9. Mai 1987 eröffnet.[4]

Von 9. Mai bis Herbst 1987 wurde die Berliner Gartenschau veranstaltet. Für die Berliner Gartenschau 1987 wurden weitläufige Wiesen, großzügigen geschwungenen Wegen und auch zahlreiche Themengärten sowie andere Attraktionen angelegt. Außerdem gibt es noch ein Rhododendronhain, der Sprudel- und Quellgarten, der Karl-Foerster-Staudengarten, das Blumentheater, eine Findlingsgalerie, ein Kräutergarten, fünf Kleingärten, ein Streichelzoo, Märchenfiguren des Berliner Bildhauers Gorch Wenske, zwei Bogenbinder-Membranhallen, ein Bierzelt und eine Blumenhalle die wöchentlich andere Hallenschauen zeigte, die Tanzenden Fontänen, ein halbstündlich stattfindendes Wasserspiel mit Musik und farbigen Unterwasserscheinwerfern. Nach der Gartenschau im Herbst 1987 wurde der Park durch das Magistrat von Berlin angesiedelte Stadtgartenamt weiterbetrieben. Ab dem Jahr 1988 übernahm das Kombinat Stadtwirtschaft mit seiner Direktion Stadtgrün die Pflege des Parkgeländes. Nach der Wiedervereinigung der Stadt Berlin hatte man die Verwaltung und Pflege des Parks im September 1991 auf die Britzer Garten GmbH (die heutige Grün Berlin GmbH) übertragen. Anfang der 1990er Jahre wurde der Park in Erholungspark Marzahn umbenannt und dabei entstanden große Spiel- und Liegewiesen sowie neue Spielplätze und weitere Bäume wurden gepflanzt. Am Ende der 1990er Jahre entstand das Projekt Gärten der Welt.[4]

Im Oktober 2000 eröffnete Chinesische Garten, dem Garten des wiedergewonnenen Mondes, der Japanische Garten, dem Garten des zusammenfließenden Wassers wurde im Mai 2003 eröffnet, im Dezember 2003 eröffnete der Balinesische Garten, dem Garten der drei Harmonien, im Juli 2005 kam der Orientalische Garten, dem Garten der vier Ströme hinzu, ein Jahr später im April 2006 eröffnete der Koreanische Garten, dem Seouler Garten, im Juni 2007 eröffnete der Irrgarten und Labyrinth. Anfang März 2008 wurde der neugestaltete Karl-Foerster-Staudengarten wieder neu eröffnet. Im Mai 2008 kam der Italienischen Renaissancegarten Giardino della Bobolina hinzu und am 29. April 2011 eröffnete der Christliche Garten.[5]

Im Jahr 2008 beschloss der Berliner Senat sich für die Internationale Gartenausstellung 2017 (IGA) zu bewerben. Ein Jahr später im Herbst 2009 fiel die Entscheidung, dass Berlin die IGA 2017 auf dem Tempelhofer Feld werde ausrichten dürfen. Am 18. September 2012 hatte der Senat die Entscheidung gefällt, dass die IGA nicht auf dem Tempfelhofer Feld, sondern im Erholungspark Marzahn (Gärten der Welt) zu veranstalten. Danach begannen die konkreten Planungen. Das Gelände wurde zwischen den Jahren 2013 und 2017 auf 43 Hektar erweitert und umgebaut. Von den Jahren 2014 und 2016 konnten sich die Besuchern das Baustellengelände besichtigen.[6] Die Leitner AG baute von März bis September 2016 und am 13. April 2017 eröffnete die Gondelbahn. Sie ist 1,5 Kilometer lang und führt in einer fünfminütigen Fahrt von der Talstation Kienbergpark am U-Bahnhof Kienberg (Gärten der Welt) über die Mittelstation Wolkenhain zur Bergstation Gärten der Welt am Blumberger Damm, nahe dem dortigen Eingang.[7] Mit der Eröffnung am 13. April 2017 kam der Englische Garten, die Parkbühne (Arena), das Besucherzentrum mit Ausstellungsbereich und mit angeschlossener Gastronomie, die Internationalen Gartenkabinette aus fünf Kontinenten hinzu und der seit dem Dezember 2003 bestehende Balinesische Garten wurde durch eine neue Tropenhalle erweitert. Die IGA wurde vom 13. April bis 15. Oktober 2017 veranstaltet und in dieser Zeit feierten die Gärten der Welt am 9. Mai 2017 ihr 30-jähriges Bestehen.

Nach der IGA gab eine circa. 6-wöchigen Umbauphase und danach stand den Besucherinnen und Besucher die Gärten der Welt und Gondelbahn wieder am 1. Dezember 2017 zur Verfügung. Im Herbst 2019 soll das vorerst letzte Projekt mit dem Bau des Jüdischen Garten begonnen werden.[5] Am 15. Juni 2019 wurde das Geburtstagsfest zum 40-jährigen Bestehen von Marzahn (Bezirk Marzahn-Hellersdorf) mit einem Bunten Rahmenprogramm gefeiert.[8]

ParkanlageBearbeiten

ÜberblickBearbeiten

Die große eingezäunte Anlage umfasst mehrere Gartenanlagen, die typische Pflanzen und Gestaltungen aus verschiedenen Teilen der Welt zeigen. Außer den Themengärten, die seit der Gründung weiterentwickelt worden waren, kamen zur Gesamtanlage weitere Teile hinzu.

Chinesischer GartenBearbeiten

Der Garten des wiedergewonnenen Mondes ist der größte Chinesische Garten Europas. Geburtsstunde war 1994 der Vertragsabschluss einer Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Peking. Entworfen wurde der Garten nach Plänen des Pekinger Instituts für klassische Gartenarchitektur. Der gesamte Bau wurde mit Materialien aus China von Facharbeitern aus Peking ausgeführt. Als klassischer chinesischer Gelehrtengarten zeichnet er sich durch Schlichtheit und dezente Farben (Grau, Weiß und Rot) aus. Ein 4500 m² großer See und das Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“ sowie eine Zickzackbrücke bilden die Elemente chinesischer Bauten.[9]

  • Größe: 27.000 m², davon 5000 m² Teichfläche
  • Eröffnung: 15. Oktober 2000

Japanischer GartenBearbeiten

Der Garten des zusammenfließenden Wassers ist als Japanischer Garten angelegt. Das Projekt entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Tokio. Der Gartendesigner, Professor und Zen-Priester Shunmyō Masuno (枡野 俊明, Masuno Shunmyō) plante seit 2001 den Garten (Yū Sui En) und den Pavillon (Nyo Sui Tei) als geschlossene Gesamtanlage.

  • Größe: 2.700 m²
  • Eröffnung: 30. April 2003

Balinesischer GartenBearbeiten

Für den Garten der drei Harmonien wurde die Gartenphilosophie von Bali zugrunde gelegt. Der Garten in der Tropenhalle entstand aus der Städtepartnerschaft Berlin-Jakarta. Die baulichen Elemente des vom indonesischen Architekten I Putu Edy Semara entworfenen Gartens wurden zu großen Teilen auf Bali vorgefertigt und in Berlin von balinesischen Facharbeitern montiert. Die Gartenanlage ist im Warmhaus der 14 Meter hohen Halle untergebracht, das benachbarte Kalthaus wird im Sommer für Ausstellungen und im Winter als Orangerie genutzt. Im Rahmen der IGA Berlin 2017 wurde die exotische Anlage in der von Haas Architekten errichteten energieeffizienten Tropenhalle neu gestaltet und die tropisch bepflanzte Fläche um den Balinesischen Garten herum auf 2000 Quadratmeter erweitert.[10]

  • Größe: 500 m² in einer Leichtbauhalle
  • Eröffnung: 18. Dezember 2003

Orientalischer GartenBearbeiten

 
Orientalischer Garten

Der Garten der vier Ströme wurde nach dem Muster eines Tschāhār Bāgh angelegt. Zum Orientalischen Garten gehört der „Saal der Empfänge“. Seit Frühjahr 2002 wurde die Anlage vom Garten- und Landschaftsarchitekten Kamel Louafi geplant und vom marokkanischen Gartenhistoriker Mohammed El Fai’z auf Authentizität geprüft. Der orientalische Garten vereint die Gartentraditionen verschiedener Länder im Orient. Er stellt ein Abbild des Paradieses dar. Zier- und Nutzpflanzen wurden kombiniert gepflanzt und erfüllen das in der Wüste vermisste Bedürfnis nach Schatten, Farbe, Duft und Geschmack.

  • Größe: 6.100 m²
  • Eröffnung: 7. Juli 2005

Koreanischer GartenBearbeiten

 
Koreanischer Garten

Der Seouler Garten wurde nach der traditionellen koreanischen Gartenkultur als abwechslungsreich gestaltete naturnahe Landschaft mit vier von Mauern eingefassten Höfen (Ma-Dang), reichem Figurenschmuck und einem Pavillon am Wasser (Kye Zeong) gestaltet. Der Oberbürgermeister von Seoul hatte im September 2003 Berlin besucht, und beide Bürgermeister sprachen sich für den Bau eines Koreanischen Gartens im Rahmen des Projekts Gärten der Welt aus. Koreanische Handwerker haben den Garten im Jahr 2005 in Marzahn-Hellersdorf gebaut und dabei überwiegend originale Bauelemente aus Korea für den Pavillon, die Mauern und die Kunstwerke benutzt. Die Stadtverwaltung von Seoul entwickelte das Projekt und Geschenk der Stadt Seoul an Berlin anlässlich der Asien-Pazifik-Wochen 2005. Die Elemente des Gartens sind die reale Naturlandschaft Koreas mit Felslandschaft, Kiefern, Bambus, Eichen und Fächer-Ahorn. Die Höfe sind mit gestalteten Toren umgeben; der Pavillon, auf Felsen gebaut, steht unmittelbar am Wasser und besitzt für Korea typische Wohnräume. Abstrakte Figuren (Zang Sung und Buk Su) an Wegen oder vor den Mauern der Höfe gehen auf das schamanische Weltbild zurück. Die hohen Masten mit abstrahierten Vögeln an der Spitze symbolisieren den schamanistischen Geistermast (Sot Dä), sie tragen die Gebete zu den Geistern in den oberen Welten.[11]

  • Größe: 4.000 m²
  • Eröffnung: 31. März 2006

Heckenirrgarten und PflasterlabyrinthBearbeiten

 
Pflaster-Labyrinth
 
Irrgarten

Sie wurden nach dem Vorbild des Irrgartens von Hampton Court Palace im England des 17. Jahrhunderts und des Bodenlabyrinths in der gotischen Kathedrale von Chartres des Frankreich um 1230 gestaltet. Beide Anlagen unterscheiden sich: im Labyrinth gibt es nur einen Weg zur Mitte und wieder heraus, ein Irrgarten ist ein komplexes Wegesystem mit Kreuzungen und Sackgassen. Der Irrgarten wurde aus mehr als 1200 übermannshohen Eiben und das Labyrinth als Bodenmosaik mit Gestaltungselementen der europäischen Gartenkunst übergeben. Der Zugang zum Zentrum des Irrgartens wird von zwei großen Steinblöcken aus Granit flankiert. In der Mitte steht neben einem Ginkgo-Baum ein blauer Aussichtsturm, von dessen Spitze ein guter Überblick über den Irrgarten und das Labyrinth möglich ist.[12]

  • Größe: 1.800 m² Hecken und 340 m² Pflaster
  • Eröffnung: 22. Juni 2007

Karl-Foerster-StaudengartenBearbeiten

 
Teil des Staudengartens

Die Grundlage dieser Fläche ist das Vorbild des Gartens von Karl Foerster in Bornim. Diese Anlage ist ein Beispiel deutscher Gartenbaukunst Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 134. Geburtstag Karl Foersters eröffnet.[13]

  • Größe: 3.600 m²
  • Eröffnung: 9. Mai 1987, 2007/2008 größere Erweiterung und Erneuerung, Neuereröffnung: 9. März 2008

Italienischer RenaissancegartenBearbeiten

Der Renaissancegarten trägt den Namen „Giardino della Bobolina“ und nimmt Bezug auf eine 1,30 Meter hohe Marmorfigur im Boboli-Garten in Florenz, einem der italienischen Gärten des 16. Jahrhunderts. Kennzeichnend sind eine Beschränkung der Stilmittel, eine überschaubare Größe und klare Formen. Er soll den Eindruck der Villengärten der Toskana mit steinernen Brunnen, Terrakotten und antiken Skulpturen vermitteln. Buchsbaumhecken bilden die Parterres, Blüten- und Schmuckpflanzungen ergänzen den Garten mit Orangenbäumchen, Rosen-Hochstämmen in Kübeln, Formgehölzen aus Buchsbaum und Stauden- und Rasenpflanzungen. Im „Giardino segreto“ vermitteln Kieswege das „private“ Ambiente mit Platten, Pflaster und Treppenstufen aus hellgrauem Sandstein, ein Wandbrunnen in einer Nische mit Tuffstein und eingelassenen Wasserdüsen erinnert an eine Grotte.[14]

  • Größe: 3.000 m²
  • Eröffnung: 31. Mai 2008

Christlicher GartenBearbeiten

 
Christlicher Garten – Wandelgang

Er ist die Nachbildung eines mittelalterlichen Klostergartens. Um den Namen gab es Streit. Ursprünglich sollte kein Garten nach einer Religion benannt werden.[15] Er besteht aus einem Wandelgang um eine quadratische Gartenfläche, der aus goldlackierten Aluminiumprofilen besteht, in die Textpassagen aus Altem und Neuem Testament eingearbeitet sind (typographische Gestaltung durch Alexander Branczyk)[16] und den eine vier Meter hohe Buchenhecke umgibt.[17] Sich am Ordnungsprinzip eines Kreuzganges orientierend, interpretiert er diesen Urtypus in eine moderne Form. Der Garten ist in zweijähriger Bauzeit nach einem Entwurf des Berliner Büros „relais Landschaftsarchitekten“ entstanden und soll insbesondere zum Lesen im goldfarben lackierten, lichtdurchfluteten Wandelgang um den quadratischen Innenhof einladen.[18]

  • Größe: 1.000 m²[17]
  • Eröffnung: 29. April 2011[17]

Englischer GartenBearbeiten

Der Englische Garten besitzt ein typisches englisches reetgedecktes Landhaus, das von Rosen- und Staudenbeeten, einem Gemüsegarten und dem Obstbaumhain umgeben ist. Der Haupteingang am Blumberger Damm markiert das Herrenhaus mit Blick auf den Englischen Garten mit seinem Cottage. Mauern und Hecken trennen die einzelnen Bereiche.[19] Die Gestaltung wurde mit der 2012 beschlossenen IGA verbunden.[20]

  • Größe: 6.000 m²
  • Eröffnung: 13. April 2017[21]

Jüdischer GartenBearbeiten

Ab Oktober 2019 entsteht auf der Fläche ein weiterer thematischer Garten: der Jüdische Garten. Zur Gestaltung hatte das Management einen Wettbewerb ausgeschrieben, den das Team atelier le balto Landschaftsarchitekten zusammen mit den Künstlern Manfred Pernice und Wilfried Kuehn gewonnen hatte. Hier wird im Zusammenklang mit den bereits vorhandenen Themengärten (Christlicher und Orientalischer Garten) eine weitere große Weltreligion mit Pflanzen und symbolischen Elementen gestaltet.[22]

  • Eröffnung: voraussichtlich Frühjahr 2020

Weitere AnlagenBearbeiten

Der Park ist barrierefrei und erhielt die hohe englische Auszeichnung Green Flag Award.

  • Blumenbeete mit je nach Jahreszeit wechselnder Bepflanzung
  • Blumentheater (Bau 1987, Wiederherstellung 2002)
  • Rosengarten
  • Rhododendronhain mit Märchenfiguren zu zwölf Märchen Hans Christian Andersens und der Brüder Grimm
  • Gräserband
  • Wasserweg mit 17 sprudelnden Brunnen, Findlingen, Tonkugeln und Mühlsteinen
  • Wassergärten „Promenade Aquatica“
  • Wasserspielplatz
  • Teehaus im Chinesischen Garten
  • Steinboot
  • Marzahner Ausguck
  • Neubau Besucherzentrum

KienbergparkBearbeiten

Die 60 Hektar große Anlage des Kienbergparks – direkt im Anschluss an die Gärten der Welt — wurde für die IGA 2015—2017 gestaltet, ist aber nicht mit der großen Anlage verbunden.[23] Hier an der Hellersdorfer Straße befindet sich zudem eine Endstation der 1,5 Kilometer langen Seilbahn. Der Parktypus wird als besonders herausgestellt, da Bezüge zum Stadt- und Landschaftsraum und zu den Gärten der Welt angeboten sind.[24] Auf dem 110 Meter hohen Kienberg wurde ein 30 Meter hohes Aussichtsbauwerk errichtet. Dieser begehbare „Wolkenhain“ bietet einen Rundumblick auf den Berliner Osten und die brandenburgische Kulturlandschaft. In südlicher Hanglage wurden die Kienbergterrassen geschaffen und über das Wuhletal der 300 Meter lange „Wuhlesteg“ gelegt, der Hellersdorf und Marzahn verbindet. Den Eingang zum Kienbergpark bildet ein Stadtplatz mit dem Belvedere, dem Märkischen Garten, dem Jugendspielplatz Elektropolis und der Talstation Hellersdorf. Entgegen der Befürchtungen von Anwohnern wurden die zuvor öffentlichen Flächen auch nach der IGA als neuer Volkspark freigegeben. Die Nutzung des Kienbergparks ist unter anderem wegen der Beweidung des Wuhletals umstritten.[25]

BesucherzahlenBearbeiten

Im Jahr 1995 lagen die Besucherzahlen bei 132.000, im Jahr 2003 kamen 374.000 Besucher, mit deren Eintrittskarten 40 % der Kosten gedeckt werden konnten. Während 2006 460.000 Gäste den Park besuchten, gab es im Jahr 2007 erneut einen Besucherrekord mit über 650.000 Besuchern, und 2014 besuchten über 800.000 Gäste den Park.[26] Im Jahr 2017 stieg die Anzahl der Besucher, als der Park Bestandteil der Internationalen Gartenausstellung war. Allerdings blieben die 1,6 Millionen Besucher aus verschiedenen Ursachen, wie dem regnerischen Sommerwetter, unter den Erwartungen.[27][28] Einige Einrichtungen der IGA wurden zurückgebaut,[29] somit werden sich die Besucherzahlen voraussichtlich auf einen niedrigeren Wert einpendeln.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Erholungspark Marzahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zum Tode Gottfried Funecks. (Memento vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive) In: Stadt+Grün, 5/2011, S. 71 (PDF)
  2. Berliner Gartenschau zum Stadtjubiläum eröffnet. In: Neues Deutschland, 11. Mai 1987, S. 1.
  3. Hinnerk Dreppenstedt: Gärten der Welt in Berlin. Nicolai, Berlin 2011, ISBN 978-3-89479-630-3, S. 9.
  4. a b Berliner Gartenschau 1987. Abgerufen am 11. Juni 2019.
  5. a b Gärten der Welt / Land Berlin. Abgerufen am 13. Juni 2019.
  6. IGA Berlin 2017 / Land Berlin. Abgerufen am 13. Juni 2019.
  7. Seilbahn in Berlin Internationalen Gartenausstellung 2017. 22. Oktober 2017, abgerufen am 13. Juni 2019.
  8. Der Party-Bezirk. 30. Mai 2019, abgerufen am 14. Juni 2019.
  9. Chinesischer Garten in den Gärten der Welt
  10. Der Balinesische Garten in der neuen Tropenhalle.
  11. Koreanischer Garten (Seouler Garten) bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
  12. Gärten der Welt – Irrgarten und Labyrinth bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  13. Karl-Foerster-Staudengarten bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  14. Ausgewählte Grünanlagen in Marzahn-Hellersdorf: Italienischer Renaissancegarten bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  15. Marzahner „Christianisierung“. In: Berliner Zeitung, 16. August 2010
  16. Jürgen Siebert: Der „Christliche Garten“ kann wachsen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Fontblog. FontShop, 21. März 2011, ehemals im Original; abgerufen am 18. September 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fontshop.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  17. a b c Christlicher Garten. In: berlin.de, abgerufen 9. Juli 2011.
  18. Gärten der Welt – Christlicher Garten bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
  19. Beschreibung bei Stadtgrün auf berlin.de
  20. Englischer Garten Marzahn Der Duft der Rosen. In: Berliner Zeitung, 16. Mai 2017
  21. Entlang des Blumberger Damms wurde 2010 eine Erweiterungsfläche von 13 Hektar angekauft. Dafür entstand die Idee eines Englischen Landschaftsgartens, das Büro Austin-Smith:Lord LLP (Manchester, England) entwarf die Anlage und der Grundstein wurde im Mai 2013 gelegt. Fertiggestellt war der Garten 2016, die Eröffnung wurde mit der IGA 2017 verbunden.
  22. Berliner Zeitung, 6./7. April 2019, Beilage Immobilienwelten, S. 3.
  23. Entwicklungsmaßnahmen Kienbergpark
  24. Kienbergpark – Eine neue Parklandschaft am Wuhletal.
  25. Ausstellung zum Kienbergpark eröffnet. In: Berliner Woche, 27. März 2018.
  26. Veranstaltungen 2015 in den Gärten der Welt, (Memento vom 22. Juli 2015 im Webarchiv archive.is) Presseinformation der Grün Berlin GmbH, 22. Januar 2015.
  27. Bilanz zu IGA in Marzahn: Besucherzahlen bleiben unter der Prognose. In: Berliner Zeitung, 5. Oktober 2017
  28. 1,6 Millionen Besucher bei IGA. In: MOZ, 5. Oktober 2017
  29. Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung der Internationalen Gartenbauausstellung IGA 2017 in Berlin.