Märkische Oderzeitung

Deutsche Tageszeitung

Die Märkische Oderzeitung (abgekürzt: MOZ) ist eine in Frankfurt (Oder) herausgegebene regionale Tageszeitung.

Märkische Oderzeitung
Logo der Märkischen Oderzeitung
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG (MMH)
Erstausgabe 17. März 1990
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage 60.198 Exemplare
(IVW 1/2021, Mo–Sa)
Reichweite 0,248 Mio. Leser
(MA 2020  )
Chefredakteur Claus Liesegang[1], Oliver Haustein-Teßmer
Geschäftsführer Andreas Simmet,[2] Tilo Schelsky[3]
Weblink www.moz.de (Märkische Onlinezeitung)

Das Verbreitungsgebiet der MOZ ist weitgehend identisch mit dem ehemaligen Bezirk Frankfurt (Oder), einer Region mit rund 600.000 Einwohnern. Sie erstreckt sich entlang der polnischen Grenze von den nördlichen Landesgrenzen Brandenburgs bis nach Eisenhüttenstadt im Süden des Bundeslandes. Im Westen stößt die Märkische Oderzeitung bis an die Stadtgrenze Berlins. Die zwölf Lokalausgaben haben etwa 248.000 Leser. Der Anteil der Abonnenten ist traditionell hoch. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 erwarb das Märkische Medienhaus alle Anteile an der LR Medienverlag und Druckerei GmbH (LRM GmbH). Die LRM GmbH ist Herausgeberin der Tageszeitung Lausitzer Rundschau sowie der Anzeigenzeitung Lausitzer Woche.

GeschichteBearbeiten

 
Redakteurin am Newsdesk der Märkischen Oderzeitung

Die Märkische Oderzeitung wird seit dem 17. März 1990, dem Tag vor den ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer, als unabhängige Tageszeitung von der Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG herausgegeben. Die MOZ ging aus der Tageszeitung Neuer Tag hervor. Diese entstand 1952 im Zuge der Abschaffung der DDR-Länder (und Bildung der DDR-Bezirke) als Organ der Bezirksleitung der SED Frankfurt (Oder). In der Wendezeit stand im Untertitel der Zeitung Sozialistische Tageszeitung im Bezirk Frankfurt/Oder. Bei der Gründung zur MOZ wurden viele Redakteure des Neuen Tag übernommen.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 erwarb das Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG (MVD) den Oranienburger Generalanzeiger (inklusive der Lokalausgabe Hennigsdorfer Generalanzeiger, den Schwesterzeitungen Gransee Zeitung und Ruppiner Anzeiger sowie den Anzeigenzeitungen Märker und Brandenburger Wochenblatt).[4] Außerdem ist das MVD auch Herausgeber des Neuenhagener Echos, eine Monatszeitung für die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, die zugleich deren Amtsblatt ist.

GesellschafterBearbeiten

Gesellschafter des Märkischen Verlags- und Druckhauses waren bis 2012 je zur Hälfte die Neue Pressegesellschaft (Verlag der Südwest-Presse) und die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Verlag der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten). Ende 2012 übernahm die Neue Pressegesellschaft alle Anteile.[5] Seit 2016 firmiert das MVD unter dem neuen Namen Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG, kurz MMH; deren alleinige Gesellschafterin ist die Frankfurter Mediengesellschaft mbH & Co. KG, die sich wiederum vollständig im Eigentum der genannten Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG befindet.[6]

GeschäftsentwicklungBearbeiten

Die Märkische Oderzeitung hat wie viele Tageszeitungen im Laufe der Jahre an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage beträgt 60.198 Exemplare, ein Minus von 55,3 Prozent seit 1998.[7] Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 3,8 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 3,4 % abgenommen.[8] Die Zahl der e-Paper-Nutzer hat sich dagegen von Anfang 2017 bis Anfang 2021 verdoppelt.[9] Im Internet tritt sie seit einigen Jahren als Märkische Onlinezeitung auf.

AuflageBearbeiten

Sie beträgt gegenwärtig 60.198 Exemplare.[10] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[11]

LokalausgabenBearbeiten

ChefredakteureBearbeiten

  • Heinz Kannenberg (1990–1996)
  • Claus Detjen (1996–1998)
  • Franz Kadell (1999–2001)
  • Heinz Kurtzbach (2001–2006)
  • Frank Mangelsdorf (2002–2018)
  • Claus Liesegang (seit 2017)

Gesellschaftliches EngagementBearbeiten

Die Märkische Oderzeitung vergibt auch eine Reihe von Preisen. Seit 2004 verleiht sie zum Beispiel gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg den Zukunftspreis Brandenburg. Zunächst nur auf den Osten des Bundeslandes beschränkt, wird der Zukunftspreis seit 2009 an Firmen in ganz Brandenburg vergeben. Ebenfalls seit 2004 verleiht die Märkische Oderzeitung gemeinsam mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg den Brandenburgischen Kunstpreis. In vier Kategorien – Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie – werden mit ihm regionale Künstler ausgezeichnet. Außerdem beteiligt sich die MOZ an der Vergabe des Uckermark-Oskars, einer Auszeichnung für Schauspieler, die jedes Jahr von den Uckermärkischen Bühnen- in Schwedt vergeben wird.

Journalistische AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bülend Ürük: "Märkische Oderzeitung": Claus Liesegang neuer Chefredakteur. In: kress. 10. Januar 2017 (kress.de [abgerufen am 7. Juni 2021]).
  2. Impressum. Märkisches Medienhaus, abgerufen am 22. September 2020 (Geschäftsführer).
  3. Tilo Schelsky erweitert die Geschäftsführung. In: Meedia. 11. August 2020, abgerufen am 22. September 2020.
  4. Christiane Treckmann: Dirk Ippen verkauft "Oranienburger Generalanzeiger". In: Werben & Verkaufen. 3. Januar 2011, abgerufen am 22. September 2020.
  5. Birte Bühnen: SWMH verkauft 50%-Beteiligung: Neue Pressegesellschaft wird MVD-Alleingesellschafterin. In: KressNews. 21. Dezember 2012, abgerufen am 22. September 2020.
  6. Impressum. Märkisches Medienhaus, abgerufen am 22. September 2020 (Eignerstruktur).
  7. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  8. laut IVW (online)
  9. Auswertung gemäß IVW
  10. laut IVW, erstes Quartal 2021, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  11. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)