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Montbron ist eine französische Gemeinde mit 2043 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Angoulême und zum Kanton Val de Tardoire.

Montbron
Wappen von Montbron
Montbron (Frankreich)
Montbron
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente
Arrondissement Angoulême
Kanton Val de Tardoire
Gemeindeverband La Rochefoucauld-Porte du Périgord
Koordinaten 45° 40′ N, 0° 30′ OKoordinaten: 45° 40′ N, 0° 30′ O
Höhe 95–287 m
Fläche 43,34 km2
Einwohner 2.043 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 47 Einw./km2
Postleitzahl 16220
INSEE-Code
Website www.montbron.fr

Rathaus von Montbron

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Montbron liegt rund 27 Kilometer östlich von Angoulême. Der Ort liegt an den westlichen Ausläufern des Limousin und des Zentralmassivs am Rande des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin. Die Tardoire verlässt östlich von Montbron die kristalline Gesteinszone und durchfließt den Ort im Westen. Die Wälder der Karstböden bestehen vor allem aus Eichen und Kastanien.

GeschichteBearbeiten

Die Region um Montbron war in prähistorischer Zeit bewohnt, wie archäologische Funde (heute im Musée de l’Homme in Paris) beweisen.

Im frühen Mittelalter verleibte Chlodwig I. die Region dem Frankenreich ein. Sein Enkel Chilperich I. schickte 567 den Ritter Berulphus zur Befriedung der Region Angoumois. Dieser baute auf einem Hügel über der Tardoire eine schwer bewachte hölzerne Festung und nannte sie Mons Berulphus nannte. Daraus wurde Montberoulf, dann Montberon und schließlich Montbron.[1]

Im 9. Jahrhundert gehört das Land dem Kloster Saint Cybard. im 10. Jahrhundert wurde es Hauptsitz der Grafen von Montbron.

Im Mittelalter lag Montbron an einem Jakobsweg. Montbron gehörte in dieser Zeit den Grafen von Lusignan, später übernahmen die Grafen von Montmorency die Herrschaft. Im 17. Jahrhundert fiel Monbron an Henri-Auguste de Loménie, Außenminister unter Ludwig XIV. Danach gehörte das Land dem Seneschall Étienne de Chérade.[2] Sein Sohn Alexandre-Etienne Chérade floh während der Revolution nach Spanien. Sein Besitz wurde Eigentum der Republik Frankreich.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die romanische Kirche Saint-Maurice stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde im 19. Jahrhundert renoviert und 1862 als Baudenkmal eingestuft.

Marguerite de Rohan, Gräfin von Angoulême erbaute das Schloss Montbron wahrscheinlich um 1480, kurz nach dem Hundertjährigen Krieg. Das aus Steinen der alten Festung innerhalb der Stadtmauern erbaute Schloss ist seit 1985 Baudenkmal. Außergewöhnlich ist der polygonale Turm.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Montbron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Geschichte der Stadt Monbron
  2. Die mittelalterliche Geschichte von Montbron