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Curac (okzitanisch: gleichlautend) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 128 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften.

Curac
Curac (Frankreich)
Curac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente
Arrondissement Angoulême
Kanton Tude-et-Lavalette
Gemeindeverband Lavalette Tude Dronne
Koordinaten 45° 18′ N, 0° 2′ OKoordinaten: 45° 18′ N, 0° 2′ O
Höhe 48–126 m
Fläche 4,92 km2
Einwohner 128 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km2
Postleitzahl 16210
INSEE-Code
Website Curac

Curac – Ortsansicht

LageBearbeiten

Der Ort Curac liegt in der alten Kulturlandschaft des Angoumois, einem Teil der Charente, in einer Höhe von etwa 80 m ü. d. M. und ist ca. 48 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung von der Stadt Angoulême entfernt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 331 358 234 189 110 122

Der Bevölkerungsrückgang im ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in der Hauptsache auf den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Reblauskrise und der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

WirtschaftBearbeiten

Lebten die Bewohner des Ortes jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten, so wurde im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit der Weinbau vorangetrieben, der – nach der Reblauskrise im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – jedoch nicht wieder seine frühere Bedeutung erreichte.[1] Eine nicht unbedeutende Rolle für das Wirtschaftsleben der Gemeinde spielt auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes).

GeschichteBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet wurden Bruchstücke von römischen Dachziegeln gefunden, die auf die Existenz eines gallorömischen Landguts (villa rustica) verweisen könnten; weitere Spuren wurden jedoch bislang nicht entdeckt.

Da alle Pfarrdokumente vor dem Jahr 1770 verschwunden sind, ist über Ereignisse während des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) oder der Hugenottenkriege (1562–1598) nichts bekannt. Während der Revolutionsjahre nannte sich der Ort etliche Jahre lang Lauzance.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche Saint-Vincent

Die aus exakt behauenen Steinen errichtete romanische Pfarrkirche Saint-Vincent entstand im 12. Jahrhundert. Die durch Blendarkaden und Dreiviertelsäulen gegliederte Apsis wurde nachträglich durch einen mächtigen Strebepfeiler stabilisiert. Die Fenster sind durch Überfangbögen mit Diamantstabornamentik besonders betont. Die übrigen Außenwände der Kirche sind verputzt; das meiste wurde im 19. Jahrhundert überarbeitet (Langhaus 1860–1862, Vierungsturm 1882). Der Kirchenbau ist seit dem Jahr 1993 als Monument historique anerkannt.[2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Curac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Curac – Weinbau
  2. Eglise Saint-Vincent, Curac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)