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Eric Thompson (Rennfahrer)

britischer Autorennfahrer

KarriereBearbeiten

Thompson war Makler und das typische Beispiel eines Gelegenheitsrennfahrers. Seinen einzigen Auftritt in der Automobil-Weltmeisterschaft hatte er beim Großen Preis von Großbritannien 1952, wo er auf einem Connaught Type A den fünften Platz erreichte. Bei kleineren Formel-2-Rennen in Großbritannien konnte er 1953 noch zwei Siege feiern (beim AMOC (Aston Martin Owner’s Club) Rennen und bei der Redex Trophy, beide in Snetterton.)

Große Erfolge erzielte Thompson bei Sportwagenrennen. Als Werksfahrer von Aston Martin war er zwischen 1950 und 1955 regelmäßig beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start. Sein Debüt bei diesem Langstreckenrennen gab er 1949 auf einem HRG 1500 Lightweight Le Mans und erreichte mit seinem Landsmann Jack Fairman den achten Rang in der Gesamtwertung. 1951 erreichte er mit Lance Macklin auf einem Werks-Aston Martin DB2 mit dem dritten Gesamtrang einen Platz auf dem Podium.

1953 wurde er bei der zur Sportwagen-Weltmeisterschaft zählenden RAC Tourist Trophy Zweiter. Gemeinsam mit Reg Parnell musste er sich nur seinen Aston-Martin-Teamkollegen Peter Collins und Pat Griffith knapp geschlagen geben. Zwei Wochen zuvor hatte er mit Kenneth McAlpine auf einem Aston Martin DB3S das 9-Stunden-Rennen von Goodwood gewonnen.

Später wurde Thompson Mitarbeiter bei Aston Martin und Herausgeber von Motorsportbüchern. Er lebte bis zu seinem Tod in Guildford in Surrey und war das erste Mitglied der Hall of Fame von Le Mans.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird.

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1952 Connaught Engineering Connaught Type A Lea-Francis 2.0 L4 1 2 18.
Gesamt 1 2

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8
1952                
5
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1949 Vereinigtes Konigreich  Ecurie Lapin Blanc HRG 1500 Lightweight Le Mans Vereinigtes Konigreich  Jack Fairman Rang 8 und Klassensieg
1950 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Ltd. Aston Martin DB2 Vereinigte Staaten 48  John Gordon Ausfall Motorschaden
1951 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Ltd. Aston Martin DB2 Vereinigtes Konigreich  Lance Macklin Rang 3 und Klassensieg
1952 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Ltd. Aston Martin DB3 Coupé Vereinigtes Konigreich  Reginald Parnell Ausfall Kraftübertragung
1953 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Ltd. Aston Martin DB3S Vereinigtes Konigreich  Dennis Poore Ausfall Motorschaden
1954 Vereinigtes Konigreich  David Brown Lagonda DP115 Vereinigtes Konigreich  Dennis Poore Ausfall Unfall
1955 Vereinigtes Konigreich  Connaught Engineering Connaught AL/SR Vereinigtes Konigreich  Kenneth McAlpine Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7
1953 Aston Martin Aston Martin DB3S Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF 2
1954 Aston Martin Lagonda DP115 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF
1955 Connaught Connaught AL/SR Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR
DNF

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. In Memoriam : Eric Thompson (1919–2015). (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) Nachruf auf endurance-info.com vom 25. August 2015 (französisch, abgerufen am 26. August 2015).