Eishockey in Landsberg

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Die Wurzeln des Eishockeysports in Landsberg können bis ins Jahr 1955 mit der Gründung einer Abteilung beim TSV 1882 Landsberg zurückverfolgt werden. Aktuell nehmen die Mannschaften des HC Landsberg am Spielbetrieb teil – die Mannschaften der früheren Vereine EV Landsberg (bis 2000), EV Landsberg 2000 bzw. EV Landsberg (bis 2011) nahmen zeitweise an der zweithöchsten Spielklasse teil.

Eishockey in Landsberg
Eishockey in Landsberg
Größte Erfolge

Aufstieg in die 2. Bundesliga 2006
Deutscher Oberliga-Meister 1976, 2006
Deutscher Regionalliga-Meister 1968
Bayerischer Meister/4. Liga 2005
Bayernkrug-Pokalsieger 2002

Vereinsinformationen
Geschichte TSV 1882 Landsberg (1. April 1955 – 8. November 1955)
EV Landsberg (1955–2000)
EV Landsberg 2000 (2000–2010)
EV Landsberg (2010–2011)
HC Landsberg (seit 2008)
Standort Landsberg am Lech
Spitzname Riverkings
Stammverein seit 2011 Hockey Club Landsberg e.V.
Vereinsfarben blau, weiß, schwarz
Liga Eishockey-Oberliga
Spielstätte Eissporthalle im Sportzentrum Landsberg (Hungerbachdome)
Kapazität 2700 Plätze (davon 495 Sitzplätze)
Geschäftsführer Frank Kurz, Thomas Blaschta, Gerhard Petrussek
Cheftrainer Sven Currmann
Kapitän Tobias Wedl
Saison 2021/22 12. Platz OL Süd

GeschichteBearbeiten

Seit Jahren gab es Bestrebungen, den Eissport auch in Landsberg populär zu machen. So trafen sich am 11. Februar 1955 auf Initiative von Hans Schorer, dem späteren bayrischen Schiedsrichterobmann, im Schloßbergkeller in Landsberg 31 Eishockeyfreunde um die Weichen zu stellen. Die Stadt Landsberg hatte sich im Vorfeld schon bereit erklärt, bei der Platzbeschaffung behilflich zu sein und die damalige Vorstandschaft des TSV 1882 Landsberg begrüßte das Vorhaben der Anwesenden. Es wurde ein Ausschuss gebildet, der die Vorarbeiten zur Gründungsversammlung wahrnehmen sollte. Am 1. April 1955 war es dann soweit: Der Eissportverein Landsberg wurde als Abteilung des TSV 1882 gegründet. Gewählt wurden als Abteilungsleiter Johann Hopp, als Stellvertreter H. Hauck, der den Eissportverein Kempten gegründet hatte, als Kassier Sepp Lautenbacher und als Schriftführer Hans Schorer, dazu noch die Beisitzer Hubert Appel und H. Wagner.

Die Stadt Landsberg stellte, nachdem andere Pläne nichts brachten, die Richtwiese am Hindenburgring durch Erbbaurecht zur Verfügung, und am 4. Juni 1955 konnte Oberbürgermeister Thoma den ersten Spatenstich ausführen. Rundfunkreporter Sammy Drechsel nahm diesen Festakt für eine noch am gleichen Tag gesendete Rundfunkreportage auf.

Dank der Unterstützung der US-Army rollten riesige Planierraupen um die Erdarbeiten auszuführen.

Die Ehe mit dem TSV Landsberg war bereits am 8. November 1955 zu Ende. Eigentlicher Grund war wohl das Streben nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit vom TSV. So wurde der 15. November 1955 zur eigentlichen Geburtsstunde des EV Landsberg. Erster Vorstand wurde Ingo Hopp, sein Vertreter Hubert Appel und dritter Vorstand Hauck. Ende November war dann das Natureisstadion fertig und alles wartete auf Frost und Kälte. Am Sonntag, den 27. November 1955 war dann die erste Eisfläche vorhanden und OB Thoma gab das Eis frei. Doch es dauerte noch bis zum 10. Januar 1956, bis das Eröffnungsspiel gegen Nymphenburg stattfinden konnte. Die von Spielertrainer Buchmayer zusammengetrommelte Mannschaft siegt vor 3000 Zuschauern 10:0. In der Folgezeit gab es zahlreiche Freundschaftsspiele gegen nationale und internationale Mannschaften.

Durch die Ergebnisse aufgeschreckt, weigerten sich die Vereine der Bezirksliga gegen Landsberg zu spielen. Der Verband beschloss daher den EVL eine Klasse höher einzustufen. In der Aufstiegsrunde zur Landesliga siegte der EVL unter Spielertrainer und Ex-Nationalspieler Ludwig Kuhn nur zweistellig. Der EV Pfronten stellte sich erst gar nicht dem ungleichen Kampf.

Kunstlaufveranstaltungen auf Landsberger Eis lockten bis zu 3500 Zuschauer ins Stadion. Größen wie Manfred Schnelldorfer, oder Rosi Pettinger und Manfred Bäumler gaben sich in Landsberg die Ehre. Die neue Vorstandschaft Aigner-Gerum-Kühnruß erkannte bald, dass eine Natureisfläche nicht ausreichte. Also musste das Stadion mit einer Kunsteislauffläche versehen werden. Ein gewaltiges Unterfangen vor dem viele namhafte Vereine noch zurückschreckten. Doch in Landsberg war alles möglich. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 10. Mai 1957 stimmten alle Mitglieder mit „ja“. Die Bevölkerung, Eissportfreunde und Sportler wurden zu freiwilligem Arbeitseinsatz gebeten. Am 25. Juni 1957 ging es los. Wieder halfen die Amerikaner und die Firma Escher Wyss war als Fachfirma zur Stelle. Über 34.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von Landsbergern geleistet. Es entstand die damals modernste Kunsteislaufbahn Deutschlands.

Der Lohn für diese Anstrengungen war die Vergabe des Länderspieles Deutschland- Italien am 9. Oktober 1957 nach Landsberg. Das Endergebnis war mit 3:4 zweitrangig. Wichtig war, dass Landsberg einen ungeheuren Eishockeyboom erlebte, fast 5000 Zuschauer wollten das Länderspiel sehen.

Nach diesen, für Landsberg so ereignisreichen Monaten, wurde zum eissportlichen Alltag übergegangen. Im Besonderen galt es die EVL-Mannschaft auf die bevorstehenden Punktspiele vorzubereiten. Die Landsberger spielten in der Landesgruppe-Süd mit Mannschaften wie Rosenheim, Miesbach und Holzkirchen. Dabei wurde Rosenheim vor 3000 Zuschauern mit 8:3 besiegt.

In der Saison 58/59 wechselten die Landsberger dann in die schwäbische Gruppe mit Pfronten, Sonthofen, Oberstdorf und Lechbruck.

Landsberg wurde Gruppenerster, bezwang den württembergischen Landesmeister Ravensburg mit 15:0 und besiegte die EG Preußen Brandenburg Berlin vor 4000 Zuschauern mit 10:2. Der EVL stieg in die zweitklassige Oberliga auf.

In den nächsten Jahren hielt der EV Landsberg in der Oberliga gut mit. Immerhin spielte die Mannschaft gegen namhafte Gegner wie Dortmund, Landshut, Düsseldorf, Köln und Berlin. Gleichzeitig wurde der EV Landsberg wieder mal von einer Finanzkrise geschüttelt. Es fehlte Geld um z. B. die Baufirma zu zahlen. Von Seiten der Stadt gab es erste Vorwürfe bezüglich des doch zu großen Stadions. Das Wort vom Konkurs machte die Runde. Dann stimmte der Stadtrat nach höchst kontroverser Debatte zu. Der Verein erhielt ein 60.000,- DM Darlehen mit der Auflage, dass eine von der Stadt zu bestimmende Persönlichkeit permanentes Mitglied im Vorstand des EVL sein musste. Dazu erklärten sich die Spieler bereit auf rein sportlicher Basis zu spielen und letztendlich sprang auch der Landkreis ein.

Das Landsberger Eishockey wurde gerettet und die nächste Oberligasaison konnte angegangen werden. So recht und schlecht schlug sich der EVL in den folgenden Jahren durch. Die Klasse konnte aber immer gehalten werden. Sicher auch ein Verdienst des jungen Torwarts Horst Engelniederhammer, der es noch auf 500 Spiele im EVL-Dress bringen sollte.

Dann die Saison 1965/66: Der EV Landsberg steuert auf die Tabellenspitze der Oberliga zu. Im Februar 1966 wurde der Mitkonkurrent FC Bayern in München mit 5:3 geschlagen. Kurz darauf kehrte die Mannschaft mit einem 5:4-Sieg aus Deilinghofen zurück. Dies bedeutete den Spitzenplatz. Der EV Landsberg stand punkt- und torgleich mit dem Berliner SC. Die Mannschaft stand an der Schwelle zur Bundesliga. Aus finanziellen Gründen wurde das Spiel nach Berlin vergeben. Spieler und Funktionäre reisten mit dem Flugzeug an. Die Schlagzeile der Berliner Presse lautete: „6000 Berliner gegen 200 Bayern!“. Die deutsche Eishockeywelt schaute am Mittwoch, den 2. März 1966 nach Berlin. Nach dem ersten Drittel führte der EV Landsberg im ausverkauften Sportpalast gegen den Berliner SC mit 5:0. Eine Sensation lag in der Luft. Doch die Berliner gaben nicht auf. Nach dem zweiten Drittel stand es nur noch 5:4 und am Ende hieß es 8:6 für Berlin. Es war zum Heulen. Völlig deprimiert, niedergeschlagen und enttäuscht fuhren die Landsberger nach Hause. Schon brodelte die Gerüchteküche und man sprach von einem verkauften Spiel. Doch es war Undank gegenüber einer Mannschaft, die alles gegeben hatte, um einem der „Großen“ das Fürchten zu lehren.

In der Folge verließen Spieler wie Hynek, Merkle, Anwander, Lackner und Reiser den Verein oder beendeten ihre Laufbahn. In der Saison 1966/67 stieg der EV Landsberg aus der Oberliga ab.

Nach achtjähriger Zugehörigkeit zur Eishockeyoberliga musste der EV Landsberg, auch Spielertrainer Artur Endres konnte dies nicht verhindern, in die Regionalliga absteigen.

Doch der Vorstandschaft unter Dr. Karl John gelang es, den Sturz in den Abgrund aufzufangen. Der Alt-Internationale Markus Egen übernahm die Mannschaft und schaffte mit einem jungen neuen Team in der Saison 67/68 den Wiederaufstieg. In der Oberliga spielten zu dieser Zeit immerhin Vereine wie der ESV Kaufbeuren, SC Garmisch-Partenkirchen und der EV Rosenheim.

Seit 1966 war nun beim EVL ein junger Mann aus Weßling aktiv, der dem Verein in den nächsten 16 Jahren als Spieler und später als Trainer zur Verfügung stand, Hans Sedlmeir.

Doch nicht nur er, sondern auch andere junge Spieler machten auf sich aufmerksam und waren in den folgenden Jahren Garanten für gutes Eishockey beim EVL.

Verteidiger Herbert Prestele ein Landsberger Eigengewächs, spielte ab der Saison 66/67 in der ersten Mannschaft, ging dann zum AEV und nach Kaufbeuren, ehe er seine Laufbahn in Landsberg beendete.

Stürmer Reinhold „Rubsi“ Bauer war gar Landsbergs erster Nationalspieler. Er war mitbestimmend für das Landsberger Eishockey. Erst als Spieler, dann als Trainer der 1. Mannschaft und für Jahre als erfolgreicher Juniorentrainer.

Einer darf natürlich nicht vergessen sein.„Unser Fritz“. Es gab nur wenige Spieler im deutschen Eishockey die eine derartige, heute leider unmoderne Vereinstreue an den Tag legten. Fritz Gayer kam zu Beginn der Saison 67/70 von Denklingen zum EVL und blieb 20 Jahre. In 700 Spielen erzielte er 418 Tore und gab 318 Beihilfen. Er war über Jahre hinweg sowohl menschlich als auch als Spieler und Kapitän der Mannschaft ein absolutes Vorbild für seine Kameraden.

Noch einer soll nicht vergessen sein. Ein junger Mann aus Kaufbeuren, der ab der Saison 1970/71 für den EV Landsberg aktiv war. Gerhard Petrussek brachte es immerhin bis 1989 auf 586 Spiele für den EV Landsberg. Der eisenharte Verteidiger war Strafbankkönig aller Ligen aber immer auch guter Kumpel.

Nach Trainer Markus Egen, der in die Bundesliga abwanderte bestimmten in den folgenden Jahren Männer wie der Nationalspieler Siegfried Schubert, der Landsberger Ludwig Müller und Nationalmannschaftskapitän Ernst Trautwein als Trainer das Spielgeschehen. Der EV Landsberg behauptete sich in der eingleisigen Oberliga im oberen Tabellenfeld. Dies bewirkte, dass der EVL ab der Saison 1973/74 in der neu geschaffenen zuerst noch einteiligen zweiten Bundesliga spielte.

Der Landsberger Verteidiger Petrussek wurde Strafbankkönig der Bundesliga II. Er wurde damit Nachfolger des Mannheimers Duszenko, der im Vorjahr (Oberliga) die meisten Strafminuten auf sein Konto brachte.

In der Saison 74/75 war der EVL dann mit seinen Kräften am Ende und musste in die Oberliga-Süd zurück.

Doch schon ein Jahr später gelang dem EV Landsberg der Wiederaufstieg mit den beiden Entscheidungsspielen gegen den EHC 70 München.

Landsberg hielt jetzt die Klasse bis zur Saison 1980/81.

In der Saison 78/79 hatte der EVL hochkarätigen Zuwachs. Der Alt-Internationale Ernst „Gori“ Köpf wechselte von Augsburg zum EVL und erzielt hier das 1000. Tor seiner Karriere. Auch ein gewisser Pentti Hiiros spielte jetzt in Landsberg und wurde auf Anhieb in das All-Star Team gewählt. Bester Verteidiger war sein Landsmann Jorma Siitarinen.

Ende der 70er Jahre reichte die alte Eissportanlage, weil kein Dach vorhanden war, nicht mehr aus. Man hatte sich zwar immer wieder Gedanken gemacht wie das Stadion ein Dach bekommen könnte, doch es gab keine praktikable Lösung. Im Zuge des Neubaus des Landsberger Sportzentrums wurde dann die neue Eishalle, am Hungerbach das Domizil des EV Landsberg.

Noch lange kam Nostalgie auf, wenn die älteren Fans vom alten Stadion sprachen. Viele hatten ihren Stammplatz auf den Rängen, kannten sich oder bewarfen sich mit Schneebällen. Wenn es dann so richtig Neuschnee gab, sprangen die Fans sofort ein. Es war Ehrensache, die alte Eisfläche frei zu schaufeln und für bespielbar zu machen. Am 19. März 1980 war es dann soweit. Mit einem Freundschaftsspiel gegen den Deggendorfer EC wurde das Stadion eingeweiht.

Doch kaum ins Stadion eingezogen, stand der EVL plötzlich vor einem ungeheuren Schuldenberg von ca. 700.000,- DM. Die Kosten der eingleisigen Liga mit Fahrten bis Hamburg und Bremerhaven und die Verpflichtung teurer Spieler überstiegen die Einnahmen bei weitem. Konkurs oder nicht Konkurs war hier die Frage?

In sehr dramatisch verlaufenden Mitgliederversammlungen gelang es einer neuen Vorstandschaft, dem Dreiergremium Boje-Randau-Imhof die Weichen für das Weiterbestehen des EVL zu stellen. Dank der Tüchtigkeit dieser Männer und unter Mithilfe der Stadt Landsberg besonders von OB Hamberger, des Kämmerers Hausladen und des Stadtrates konnte der Konkurs abgewendet werden. Durch konsequente Sparpolitik wurden die Schulden Jahr für Jahr abgebaut und bis zur Saison 1986/87 waren es nur noch 200.000,- DM.

Für die Saison 1980/81 hatte sich der EV Landsberg verstärkt, um mit den anderen Vereinen mithalten zu können. Im Tor standen jetzt Barnie Köpf und Martin Angerer, der von Freiburg an den Lech wechselte. Beide waren Könner ihres Fachs. Köpf war allerdings Weihnachten schon wieder weg. Neu verpflichtet wurden auch Klaus Wolf (Tölz). Bruce Abbey und Armin Birk (Nürnberg), Gerhard Nominikat (Deggendorf) und die Landsberger Eigengewächse Wolfgang Rehm und Joachim Ried. Trainer Florian Strida wollte es packen. Es war die erste Saison in der neuen Eishalle.

Bei den Neuwahlen kandidierte Holger Boje nicht mehr. Er hatte den Verein zuerst mit H.G. Randau und Eugen Imhof, später mit Heribert Maier gut geführt. Holger Boje wurde neuer Eishockeyabteilungsleiter. Neuer Vorsitzender des EV Landsberg wurde Dr. Albert Mayr.

Für die Saison 1985/86 hatte sich der EVL noch mal verjüngt und wieder eigene Nachwuchsleute in die erste Mannschaft integriert. Unter der Leitung der neuen Trainer Reinhold Bauer und Hans Sedlmeir wurden Alexander Zittlau, Rainer Sangl, Markus Weiß, Wolfgang Schmalfuß, Alexander Schmid und Karsten Tempelmann in das Team eingebaut. Gerhard Petrussek kam von seinem Intermezzo in Bremerhaven zurück und Jürgen „Shalimov“ Schaal kam von Eßlingen. Dazu wurden die beiden Ausländerstellen von Andrew Meers und Tim Dudeck besetzt. Zwei junge Kanadier aus der Studentenmannschaft der Universität Manitoba. Beide schlugen gut ein und führten die Scorerliste an. Nur Manni Korb konnte mithalten.

Traurig für den EVL war, dass Bernhard Anhard seine Karriere beendete. Ähnlich wie Manfred Gayer und Reiner Erdle hatte er viele Jahre für den EVL gespielt und zählte zur Stammformation. Nach Abschluss der Punktrunde war der EV Landsberg Tabellenvierter und sollte eigentlich in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga I teilnehmen. Doch es wurde nichts. Der ERC Sonthofen war punkt- und torgleich. Doch im direkten Vergleich waren die Allgäuer um ein Tor besser. Die Qualifikation schloss der EV Landsberg als TabeIlenvierter ab.

Doch vor Beginn der Saison 1987/88 gab es für den EV Landsberg ein trauriges Ereignis. Am 14. Juni 1987 starb überraschend der Vorsitzende des EVL Herr Dr. Albert Mayr im Alter von 56 Jahren. In seiner kurzen Amtszeit hatte er viel für den EV Landsberg geleistet. Neuer Vorsitzender wurde der bisherige Stellvertreter Hanns Heinz.

Um beim EVL die nötigen Tore zu schießen wurden erneut zwei junge Kanadier verpflichtet. Mike Morin kam aus der Provinz Alberta und Mitch Cornett aus Calgary.

Doch Weihnachten war das Gastspiel der beiden schon wieder beendet, da sie die Erwartungen nicht erfüllten.

Ab Dezember waren dann zwei Amerikaner aus der US-Olympiamannschaft für den EVL tätig. Gary Sampson und Tim Thomas stammten aus Baltimore. Neu beim EVL waren auch Torwart Roland Seckler (Augsburg) und Reinhold Zilla (Liebenzell). Zilla war an Weihnachten 1987 ebenfalls nicht mehr gefragt. Der EV Landsberg beendete die Saison als Tabellenneunter nachdem es ab der Mitte der Punktrunde einen Einbruch gegeben hatte. Erneut musste der EVL in die Qualifikation und wurde hier Tabellendritter. Zum Ende der Saison hörten die beiden Trainer Reinhold Bauer und Hans Sedlmeier auf.

Zu Beginn der Saison 1988/89 hatte die Mannschaft erneut ihr Gesicht verändert. Drei junge Spieler verließen Landsberg um in größeren Vereinen ihr Glück zu versuchen. Alexander Guddat wechselte nach Bayreuth, Christian Gerum nach Mannheim und Jürgen Schaal schloss sich Freiburg an. Trainer Hans Sedlmeier, der sich bereit erklärte noch ein Jahr dran zu hängen, musste Verstärkungen einfordern. Aus der Selber Konkursmasse wurden Arthur Rutland und James MacRae erworben. Die Verteidigung sollten Sven Barnet und das Landsberger Eigengewächs Christoph Sandner verstärken und im Sturm sollten Christian „Otto“ Scholz (Deggendorf) und Christian Deichstetter (Nordhorn) für Tore sorgen.

Die Saison begann mit Verletzungen der beiden Kanadier und einer Reihe von Niederlagen, Als Ersatz für MacRae wurde ein kanadischer Verteidiger verpflichtet um wenigstens die Hintermannschaft sicherer zu machen. Mit Mickey Volcan aus Alberta wurde ein Spieler mit NHL Erfahrung verpflichtet, der am Anfang auch gut einschlug. Doch plötzlich war der EVL ohne Torwart. Christian Merkle und Eric Starc waren verletzt. Juniorentorwart Mölschl sprang ein, fiel beim Spiel gegen München plötzlich um und litt unter Atembeschwerden. Nachdem das Spiel gegen Sonthofen verlegt werden konnte stellte sich für die nächsten Spiele Markus Egen spontan zur Verfügung. Er war schon zwei Jahre inaktiv, wollte aber helfen.

Der EV Landsberg stand nach 12 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Zu Beginn der Wechselfrist trennte sich der EVL wieder von Mickey Volcan und benutzte die Gelegenheit sich zu verstärken. Vaclav Drobny (Heilbronn) und Karl Sajdl (AEV) sollten die Abwehr sicherer machen, Alexander Guddat kehrte aus Bayreuth zurück und die Junioren Thomas Treichl und Thomas Steinecker wurden in der ersten Mannschaft eingesetzt.

Der EV Landsberg beendete die Saison als Tabellenletzter. Es war die schlechteste Saison seit Jahren.

Der Klassenerhalt wurde dann mit Spielen gegen Ingolstadt, Peißenberg, Sonthofen, Füssen und Augsburg geschafft.

Die Saison 1989/90 war seit langer Zeit die beste Saison des EV Landsberg. Ein vierter Tabellenplatz in der Endabrechnung berechtigte zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur ersten Bundesliga. Hinter Bayreuth, Nürnberg und Kaufbeuren, weit vor dem AEV wurde ein Platz an der Sonne errungen. Eneut hatte die Mannschaft des EVL ihr Gesicht verändert. Trainer war jetzt Dr. Karl Franek aus Pardubice und sein CO wurde Gerhard Petrussek, der seine aktive Laufbahn beendet hatte. Mike Hoffmann aus Hartford sollte an der Seite von Arthur Rutland für Tore sorgen. Doch Mike plagte bald das Heimweh. Für ihn kam hochkarätiger Ersatz. Über Kassel, Essen-West und Uzwil (Schweiz), schlug Jayson Meyer seine Zelte am Lech auf und sorgte für Furore. Neben König Arthur wurde der bärenstarke Verteidiger bald Publikumsliebling. Jayson, spielte danach bei den Kölner Haien und wurde nach seiner Eindeutschung Nationalspieler. Besonderen Wert hatte die Eishockeyabteilung des EVL auf eine Verstärkung der Hintermannschaft gelegt. Mit Christian Reuter (Hedos) und Thomas Dropmann (Kaufbeuren) konnten zwei starke Verteidiger verpflichtet werden. Mit dem aus Peiting stammenden Paul Häringer kam einer der besten Goalies der zweiten Liga nach Landsberg und Dieter Koidas (Kaufbeuren) verstärkte den Sturm des EVL.

Der EV Landsberg sorgte nicht nur in und um Landsberg für Aufsehen. Die Zuschauer strömten in die Eishalle. Da gab es Siege gegen die alten Kontrahenten aus Nürnberg, Bayreuth, Füssen und Bad Tölz. Höhepunkt waren sicher die Siege gegen Kaufbeuren, da schlug der EVL die Kaufbeurer im eigenen Stadion 9:10 und gewann sein Heimspiel gar mit 8:1. Endlich einmal konnte Landsberg ohne Qualifikation die Klasse halten. In der Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1 gab es dann nicht viel zu holen. Immerhin gab es Heimsiege gegen Duisburg, Wolfsburg und den EC Sauerland-Iserlohn. Eine erfolgreiche Saison mit traurigem Abschluss. Nach Saisonschluss beendete EVL Denkmal Fritz Gayer seine Karriere und Jayson Meyer wechselte nach Krefeld.

Die Saison 1990/91 sollte in der Planung der Vereinsoberen ähnlich erfolgreich verlaufen wie die vorhergehende Saison. Für Jayson Meyer wurde aus Füssen Dwayne Rooinson, einer der stärksten Verteidiger der Liga, verpflichtet. Dwayne war nicht nur als Spieler, sondern auch menschlich und kameradschaftlich ein absolutes Vorbild. Aus Füssen kamen auch Andreas-Karl Hofer und Gerhard Dittrich als Verstärkung für die Sturmreihen des EVL.

Mitten in der Saison ging der EV Stuttgart bankrott. Die Liga spielte mit neun Vereinen weiter und der EVL hielt so einiger- maßen mit. Dann am 30.11.1990 ein Eklat. Beim Auswärtsspiel in Bad Tölz, am 09.11. hatte man dort noch mit 11:3 gewonnen, verlor der EVL mit 7:1. Die Mannschaft hatte sich gegen Trainer Karl Franek ausgesprochen und spielte entsprechend. Der Erfolgstrainer des letzten Jahres musste seinen Hut nehmen.

Gerhard Petrussek übernahm als Interimstrainer die Mannschaft. Dann wurde ein Knüller angekündigt. Helmut Balderis, einst einer der weltbesten Eishockeyspieler, sollte den EV Landsberg verstärken. Er traf auch in Landsberg ein, machte ein Freundschaftsspiel und war wieder weg.

Am 28.12.1990 wurden dann bei einem Freundschaftsspiel gegen die tschechische Mannschaft Spiska Nova Ves drei langjährige Spieler des EVL offiziell verabschiedet. Fritz Gayer, Gerhard Petrussek und Herbert Prestele hatten EVL Geschichte geschrieben. Fritz Gayer brachte es in 20 Jahren auf über 700 Spiele, Petrussek in 17 Jahren auf 586 Spiele und Prestele in 12 Jahren auf über 450 Punktspiele für den EV Landsberg.

Da dem EVL ein Trainer fehlte, übernahm Herbert Prestele das Training der 1. Mannschaft.

Der EV Landsberg schloss die Saison als Tabellensechster punktgleich mit Riessersee, ab.

Zu Beginn der Saison 1991/92 gab es beim EV Landsberg Neuwahlen. Neuer Vorsitzender wurde der bisherige Abteilungsleiter Spitzensport Kurt Stürmer. Eishockeyabteilungsleiter wurde Walter Ott. Schatzmeister wurde Wolfgang Müller und Heinrich Epple wurde zweiter Vorsitzender. Der bisherige Vorsitzende Hanns Heinz wurde Wirtschaftsbeirat. Trainer war jetzt Florian Strida, der schon in der Saison 1980/81 beim EVL tätig war.

Der Deutsche Eishockeybund hatte sich was Neues (Altes) einfallen lassen, denn für die Saison 1992/93 sollte eine eingleisige zweite Bundesliga als Unterbau für die erste Liga geschaffen werden. Das war zwar in der Saison 80/81 schon schiefgegangen und hatte zum Bankrott einiger Vereine geführt, doch einige Vereinsfunktionäre hatten wohl noch nichts dazu gelernt.

Als einer der wenigen Vereine hatte sich der EVL gegen eine eingleisige zweite Liga ausgesprochen.

Erst wurde eine Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel gespielt. Dann erfolgte eine Verzahnung mit der zweiten Liga Nord und schließlich eine Qualifizierungsrunde.

Der EV Landsberg wollte sich zumindest sportlich qualifizieren und ging mit dem ESV Kaufbeuren eine Zweckgemeinschaft ein. Aus Kaufbeuren wurden Armin Fohry und Torwart Hafenmaier verpflichtet. Im Rahmen der Farm-Team-Regelung kamen Holger Micheller, Rudi Sternkopf und Christian Mayer vom gleichen Verein. Von Juli bis Dezember 1991 spielte auch noch Andreas Naumann beim EVL.

Die erste Runde lief für den EV Landsberg hervorragend. Hinter Augsburg wurde der zweite Tabellenplatz belegt.

In der Zwischenrunde gegen die starken Mannschaften der zweiten Liga Nord gab es für den EVL nicht viel zu holen. Immerhin musste das Team gegen Mannschaften wie Kassel, Dynamo Berlin, Ratingen und Hannover antreten. Der EVL wurde nur Tabellenvorletzter und musste in die Qualifikation. Wieder reichte es nicht und zum Ende der Saison stieg der EV Landsberg in die Oberliga-Süd ab. Zum Ende der Saison verließ Stürmerstar Arthur Rutland den EVL und kehrte nach Kanada zurück.

In der nächsten Saison gelang aber der sofortige Aufstieg zurück in die Bundesliga 2.

Bei der Gründung der Deutschen Eishockey Liga 1994 verzichtete der Verein als einziger Zweitligist auf die Teilnahme an der DEL und spielte in der neuen zweitklassigen 1. Liga.

Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Jahren in der 1. Liga stieg der EVL 1999 in die viertklassige Regionalliga ab und wurde in der Folge nach der Saison 1999/2000 aufgrund finanzieller Probleme aufgelöst.

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EV Landsberg 2000 (2000–2011)Bearbeiten

 
Logo des EV Landsberg 2000

Als Nachfolgeverein gründete sich der EV Landsberg 2000. Genauso wie die Starbulls Rosenheim musste der Verein wegen der Einstufung als Neugründung durch den Bayerischen Eissportverband in der untersten Spielklasse – der Bezirksliga – anfangen. Nach dem dritten Erreichen des Finales der Bayernliga seit 2002/03 gelang in der Saison 2004/05 der Aufstieg aus der Bayernliga in die Oberliga. Dort erreichte die Mannschaft in der Hauptrunde der Oberliga 2005/06 den zweiten Platz, punktgleich mit dem ETC Crimmitschau. In der Meisterrunde konnte der erste Platz gesichert werden, und in den anschließenden Playoffs wurde am 23. April 2006 der Aufstieg in die 2. Bundesliga erreicht. Dort gelang der Mannschaft der sportliche Klassenerhalt, wobei die Mannschaft als Aufsteiger lange um die Teilnahme an den Meisterschaftsplayoffs mitspielte. Die ursprünglich schon zur Saison 2006/07 beabsichtigte Auslagerung der Profimannschaft aus dem Verein in eine Kapitalgesellschaft sollte rechtzeitig vor der Saison 2007/08 erfolgen, was aber auch nach zwei Anläufen nicht geklappt hat. Aus sportlicher Sicht stand zum Ende der Spielzeit 2007/08 der Abstieg in die Oberliga, da trotz zweier Trainerwechsel – nachdem Larry Mitchell seinen Posten an Frederick Ledlin abgegeben hatte, wurde dieser durch Sergei Swetlow ersetzt – der Abgang zahlreicher Spieler während der Saison nicht kompensiert werden konnte. Nach einer Zäsur ging die Mannschaft stark verjüngt in die folgende Oberligaspielzeit, wo am Ende der Klassenerhalt mit einem siebten Rang nach der Vorrunde gesichert wurde.

Am 7. Juni 2010 entschied die Mitgliederversammlung, den Vereinsnamen von EV Landsberg 2000 in EV Landsberg zu ändern.[2] Am 27. April 2011 wurde vom Vorstand des Verein der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht Augsburg gestellt.[3] Am 28. November 2011 wurde der EVL aus dem Vereinsregister gelöscht.[4]

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HC Landsberg (seit 2008)Bearbeiten

 
Logo des HC Landsberg

Am 17. Dezember 2008 wurde neben dem damaligen EV Landsberg 2000 aus und von ehemaligen EVL-Spielern der HC Landsberg gegründet, der zur Saison 2009/10 mit der Seniorenmannschaft den Spielbetrieb in der Bezirksliga aufnahm und 2010/11 als Meister der Bezirksliga Gruppe West sportlich in die Landesliga aufstieg.

Im Sommer 2011 war der Verein bereit, nach Änderung seiner Satzung und Umsetzung eines vorgelegten Konzepts die Nachwuchsmannschaften des EV Landsberg zu übernehmen.[6] Nach einer erfolgreichen Saison 2011/12, in der man zum ersten Mal an der Meisterschaftsrunde und Aufstiegsrunde teilnahm, folgte eine eher mittelmäßige Saison 2012/13, die man auf dem 10. Tabellenplatz abschloss. In der darauffolgenden Spielzeit 2013/12 konnte man Alexander Wedl als Trainer für die Senioren-Mannschaft gewinnen. Das Ziel Bayernliga wurde vom Saisonstart ausgegeben. Mit einem großen Juniorenkader im Rücken schaffte man es, die Landesliga Süd/West als Tabellenerster abzuschließen. In den folgenden Play-Offs konnte man sich im Halbfinale gegen den ESC Vilshofen und im Finale gegen den EV Pegnitz durchsetzen und qualifizierte sich als bayerischer Landesligameister für die Bayernliga 2014/15.

Der HC Landsberg konnte in den ersten vier Bayernliga-Spielzeiten das Viertelfinale der Play-Offs zur bayerischen Meisterschaft erreichen. Im fünften Jahr war sogar der dritte Platz drin, während im sechsten Jahr die Endplatzierung Platz 4 war, nachdem die Saison wegen der Corona-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden konnte.

Trotz dieser Platzierung spielte der Verein in der nächsten Saison 2020/21 in der drittklassigen Oberliga Süd, in welcher man sowohl in diesem als auch im Folgejahr als letzter Platz die Saison beendete. Da allerdings durch Corona ein sportlicher Abstieg in diesen beiden Saisonen entfiel, spielt der Verein derzeit immer noch in dieser Klasse.

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ErfolgeBearbeiten

  • Deutscher Zweitliga-Vizemeister 1966
  • Vizemeister 2. Bundesliga Süd 1992
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 1976, 1983, 1993, 2006
  • Aufstieg in die Oberliga (2. Liga) 1959, 1968
  • Deutscher Oberliga-Meister 1976, 2006
  • Süddeutscher Meister 1959, 1993
  • Vizemeister Oberliga Süd 1976, 1983
  • Aufstieg in die Oberliga 2005, 2020
  • Deutscher Regionalliga-Meister (3. Liga) 1968
  • Aufstieg in die Regionalliga 2014
  • Bayerischer Meister (3. Liga) 1959
  • Bayerischer Meister (4. Liga) 2005
  • Bayerischer Vizemeister (4. Liga) 2003, 2004
  • Bayernkrug-Pokalsieger 2002
  • Bayerischer Landesliga-Meister 2002, 2014
  • Vizemeister Landesliga-Bayern S/O 2012
  • Bayerischer Bezirksliga-Meister 2001, (1b) 2011
  • Vizemeister Bezirksliga Bayern West (1b) 2010

SpielerBearbeiten

Bedeutende ehemalige Spieler des EV LandsbergBearbeiten

Kam 2005 per Förderlizenz von den Augsburger Panthern und war ein Garant für die Oberligameisterschaft sowie den Aufstieg in die 2. Bundesliga 2006. Seit 2009 Deutscher Nationalspieler und nahm an der Weltmeisterschaft 2010. Der erste deutsche Spieler, der als MVP einer Weltmeisterschaft ausgezeichnet wurde.
Wechselte 2005 von den Port Huron Flags aus der nordamerikanischen UHL nach Landsberg und wurde durch seine körperbetonte Spielweise sowie seinen Einsatz schnell zum Publikumsliebling. In 108 Partien für den EVL kam „Mac“ auf 60 Tore und 83 Vorlagen sowie 330 Strafminuten.
Erzielte in der Saison 1989/90 als Verteidiger für den EVL 20 Tore und 40 Vorlagen in 40 Spielen. Im fünften Play-off Halbfinalspiel 2006 um den Aufstieg in die 2. Bundesliga verwandelte Meyer gegen die Hannover Indians als Einziger der angetretenen Spieler seinen Penalty und schoss somit den EVL 2000 in die 2. Bundesliga. Meyer trug 72-mal bei internationalen Wettbewerben das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft, für die er 1994 an den Olympischen Winterspielen sowie 1993 bis 1996 bei den Weltmeisterschaften teilnahm.
Wechselte zusammen mit Jordan Webb 2005 aus der amerikanischen Collage-Liga NCAA zum EV Landsberg und war der erste Spieler seit der Neugründung, der über 100 Scorerpunkte in einer Saison sammeln konnte. Insgesamt kam Mitchell in 135 Spielen auf 87 Tore und 104 Vorlagen, ehe er 2008 zu den Hannover Scorpions wechselte.
Stammte aus dem Landsberger Nachwuchs und wechselte 1991 zum Kölner EC in die 1. Bundesliga. Für die deutsche Nationalmannschaft stand Sandner bei der Weltmeisterschaft 1998 im Kader. Während der Saison 2005/06 wechselte er zurück zu seinem Heimatverein und wurde mit dem EV Landsberg Bayerischer Meister.
Kam von Dinamo Riga an den Lech und war 1992–1995 der kongeniale Sturmpartner von Oļegs Znaroks sowie Publikumsliebling beim EVL. Pawlow erzielte in sechs Spielzeiten beim EVL 279 Tore und bereitete 335 Tore vor.
Stammt aus dem Landsberger Nachwuchs und bestritt 493 Spiele für die 1. Mannschaft des EV Landsberg. Dabei kam Wedl auf 133 Tore und 279 Vorlagen. Zudem spielte er für den EHC Freiburg, den Frankfurt Lions und den Kassel Huskies in der höchsten deutschen Spielklasse. Seit 2013 trainiert er die Senioren- und Junioren-Mannschaft des HC Landsberg.
Einziger Landsberger Olympiateilnehmer im Eishockey. Stürmte 1972 an der Seite von Lorenz Funk senior, Erich Kühnhackl und Alois Schloder in Sapporo und kam auf insgesamt 42 Länderspiele. Bauer übernahm später das Training der ersten Mannschaft des EVL und erreichte in der Saison 1989/90 mit einer aus finanziellen Gründen stark verjüngten Mannschaft überraschend Platz vier in der 2. Liga
Wechselte 1992 zusammen mit Igor Pawlow an den Lech. Znaroks war über Jahre Topscorer der zweiten deutschen Spielklasse und erzielte beim EVL 197 Tore und 395 Vorlagen in 167 Spielen. Seit 2006 betreut er die lettische Nationalmannschaft als Cheftrainer und seit 2010 den HK Dynamo Moskau.

Gesperrte TrikotnummernBearbeiten

  • #19 Armin Fohry (1991–2004, D) Diese Nummer war nur beim EVL gesperrt, die Nummer ist aktuell beim HCL freigegeben und wird vom Stürmer Adriano Carciola belegt.

Vereinsinterne Rekorde EV LandsbergBearbeiten

Die folgenden Statistiken beziehen sich auf die Zeit seit dem Aufstieg des EV Landsberg 2000 in die Oberliga. Sie beginnen mit der Saison 2005/06 und beinhalten Hauptrunde sowie Play-Offs und Relegation.

GesamtführendeBearbeiten

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Daniel Nörenberg 205
2. Andreas Widmann 170
3. Dominik Nörenberg 168
4. Manuel Wintergerst 167
5. Daniel Huhn 150
6. Michael Hess 150
7. Christoph Hicks 143
8. Adam Mitchell 135
9. Christian Köllner 120
10. Ronny Zientek 116
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Adam Mitchell 191 (87/104)
2. Andrew McPherson 143 (60/83)
3. Jordie Preston 101 (44/57)
4. Benjamin Barz 93 (24/69)
5. Marc St. Jean 86 (34/52)
6. Daniel Schury 84 (23/61)
7. Alex White 83 (35/48)
8. Jordan Webb 81 (38/43)
9. Thorsten Rau 78 (19/59)
10. Alexander Thiel 68 (33/35)
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Adam Mitchell 87
2. Andrew McPherson 60
3. Jordie Preston 44
4. Jordan Webb 38
5. Alex White 35
6. Marc St. Jean 34
7. Alexander Thiel 33
8. Markus Vaitl 29
9. Daniel Nörenberg 29
10. Jeff Legue 28
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Adam Mitchell 104
2. Andrew McPherson 83
3. Benjamin Barz 69
4. Daniel Schury 61
5. Thorsten Rau 59
6. Jordie Preston 57
7. Marc St. Jean 52
8. Alex White 48
9. Jordan Webb 43
10. Igor Bacek 41
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Andrew McPherson 332
2. Marc St. Jean 319
3. Adam Mitchell 296
4. Daniel Huhn 247
5. Clayton Barthel 176
6. Martin Hoffmann 172
7. Daniel Nörenberg 169
8. Manuel Wintergerst 150
9. Patrick Strauch 136
10. Matthias Wittmann 129

SaisonrekordeBearbeiten

Top-Scorer
Platz Spieler Punkte Saison
1. Adam Mitchell 104 2005/06
2. Jordan Preston 101 2008/09
3. Alex White 83 2008/09
4. Andrew McPherson 81 2005/06
5. Jordan Webb 81 2005/06
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore Saison
1. Adam Mitchell 51 2005/06
2. Jordan Preston 44 2008/09
3. Andrew McPherson 39 2005/06
4. Jordan Webb 38 2005/06
5. Alex White 35 2008/09
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen Saison
1. Jordan Preston 57 2008/09
2. Adam Mitchell 53 2005/06
3. Alex White 48 2008/09
4. Jordan Webb 43 2005/06
5. Daniel Schury 43 2005/06
Strafminuten
Platz Spieler Strafminuten Saison
1. Andrew McPherson 253 2005/06
2. Clayton Barthel 176 2008/09
2. Marc St. Jean 173 2005/06
4. Marc St. Jean 146 2006/07
5. Adam Mitchell 146 2005/06

Stand der Statistiken: Ende der Oberliga 2010/2011

Vereinsinterne Rekorde HC LandsbergBearbeiten

Die folgenden Statistiken beziehen sich auf die Zeit seit der Gründung des HC Landsberg. Sie beginnen mit der Saison Eishockey-Bezirksliga Bayern 2009/10 und beinhalten die Hauptrunde sowie die Play-Offs und die Relegation (Stand: September 2022).

GesamtführendeBearbeiten

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Sven Gäbelein 303
2. Tobias Wedl 272
3. Mika Reuter 260
4. Dennis Sturm 250
5. Michael Fischer 198
6. Robin Magg 190
7. Andreas Geisberger 188
8. Thomas Fischer 183
9. Stefan Kerber 181
9. Markus Kerber 180
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Dennis Sturm 293 (147/146)
2. Markus Kerber 202 (89/113)
3. Daniel Menge 192 (56/136)
4. Sven Gäbelein 181 (75/106)
5. Michael Fischer 161 (82/79)
6. Mika Reuter 158 (62/96)
7. Stefan Kerber 146 (43/106)
8. Marcel Juhasz 142 (48/94)
9. Andreas Geisberger 136 (39/97)
10. Ville Dollhofer 128 (38/90)
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Dennis Sturm 147
2. Markus Kerber 89
3. Michael Fischer 82
4. Sven Gäbelein 75
5. Mika Reuter 62
6. Daniel Menge 56
7. Michael Hess 56
8. Peter Klemm 49
9. Marcel Juhasz 48
9. Stefan Kerber 43
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Dennis Sturm 146
2. Daniel Menge 136
3. Markus Kerber 113
4. Sven Gäbelein 106
5. Stefan Kerber 102
6. Andreas Geisberger 97
7. Mika Reuter 96
8. Marcel Juhasz 94
9. Ville Dollhofer 90
10. Michael Fischer 79
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Tobias Wedl 481
2. Robin Magg 422
3. Andreas Geisberger 380
4. Sven Gäbelein 316
5. Stefan Kerber 303
6. Thomas Fischer 272
7. Markus Kerber 260
8. Alexander Wedl 219
9. Michael Fischer 193
10. Andreas Schmelcher 172

[8]

Teilnahmen von Spielern am ESBG All-Star GameBearbeiten

Das ESBG All-Star Game findet seit 2006 jährlich statt und vereint die besten Spieler der 2. Bundes- und Oberliga.

Teilnahmen am All-Star-Game während der Teamzugehörigkeit
Name Position Teilnahme(n) Team Verein
  Larry Mitchell Trainer 2006 Team Schwarz-Rot-Gold EV Landsberg
Kanadier  Adam Mitchell Stürmer 2006 Team United Nations EV Landsberg
Deutscher  Dennis Endras Torhüter 2007 Team Schwarz-Rot-Gold EV Landsberg
Kanadier  Andrew McPherson Stürmer 2007 Team United Nations EV Landsberg
  Austin Wycisk Stürmer 2008 Team Schwarz-Rot-Gold EV Landsberg

Trainer in LandsbergBearbeiten

HC Landsberg
01/2022– Deutschland  Sven Currmann[9]
03/2019-01/2022   Fabio Carciola[10]
04/2017-03/2019 Kanada  Randy Neal
12/2014-03/2017 Deutschland  Andreas Zeck
09/2013–12/2014 Deutschland  Alexander Wedl
2009–04/2013   Topias Dollhofer
EV Landsberg 2000
03/2011–05/2011 Slowenien  Elvis Bešlagič
03/2010–03/2011 Kanada  Dave Rich
10/2009–03/2010   Marian Hurtík
03/2009–10/2009 Deutschland  Norbert Zabel
09/2008–03/2009 Deutschland  Franz-Xaver Ibelherr
06/2008–09/2008 Deutschland  Günther Preuß
03/2008–06/2008 Russland  Sergei Swetlow
12/2007–03/2008 Kanada  Frederick Ledlin
12/2007 Deutschland  Stefan Ihsen
07/2005–12/2007   Larry Mitchell
03/2004–03/2005   Rob Torgler
12/2003–03/2004 Deutschland  Gerhard Petrussek
03/2003–12/2003 Deutschland  Andreas Bentenrieder
2000–2003 Deutschland  Franz-Xaver Ibelherr
EV Landsberg
1999–2000 Kanada  Steve Polgar
1998–1999 Deutschland  Martin Hinterstocker
1997–1998 Deutschland  Klaus Huber
1994–1997 Russland  Sergei Swetlow
1994 Deutschland  Josef Capla
1991–1994 Tschechien  Florian Strida
12/1990–1991 Lettland  Ēvalds Grabovskis
12/1990 Deutschland  Herbert Prestele
11/1990–12/1990 Deutschland  Gerhard Petrussek
1989–11/1990 Tschechoslowakei  Dr. Karl Fratinek
1989–11/1990 Deutschland Bundesrepublik  Hans Sedlmeier
1985–1989 Deutschland Bundesrepublik  Reinhold Bauer
1984–1985 Deutschland Bundesrepublik  Stani Fryzlewicz
1981 – 1984 Deutschland Bundesrepublik  Hansjörg Schorer
1980 – 1981 Tschechoslowakei  Florian Strida
02/1980 – 03/1980 Finnland  Jorma Siitarinen
1977 – 1980 Deutschland Bundesrepublik  Siegfried Schubert
1976 – 1977 Sowjetunion 1955  Josef Pokopec
1975 – 1976 Deutschland Bundesrepublik  Ludwig Müller
1965 – 1973 Deutschland Bundesrepublik  Alfred Hydek

NachwuchsBearbeiten

Im Herbst 2015 wurde eine Kooperation mit dem Augsburger EV zur Förderung des Nachwuchses eingegangen, wodurch Spieler der jeweiligen Mannschaften mit Doppellizenzen ausgestattet werden können.[11] 2018 wurde der HCL mit drei Sternen im 5-Sterne-Nachwuchsprogramm des Deutschen Eishockey-Bundes ausgezeichnet und qualifiziert sich damit für die DNL Division III.[12]

Folgende Nachwuchsteams nahmen in der Saison 2018/2019 am Spielbetrieb teil:

Klasse Liga Platz Info
U20 DNL III Süd 3.
U17 Bayernliga 2. Aufstieg in DNL II Süd
U15 Bayernliga 7. EC-R 3. Platz
U13 I Bayernliga 5. PR 5. Platz
U13 II Bezirksliga 1. Finale

Darüber hinaus verfügt der HC Landsberg über Teams der Altersklassen U7, U9 und U11, sowie eine Laufschule.

SpielstätteBearbeiten

Die Heimspiele des HC Landsberg werden in der Eissporthalle Landsberg, auch Hungerbach-Dome genannt, ausgetragen. Das Eisstadion wurde 1980 zusammen mit dem Sportzentrum in Landsberg am Lech gebaut. Es hat eine Kapazität von 2700 Zuschauern, aufgeteilt in 495 Sitzplätze und 2205 Stehplätze. Neben dem HC Landsberg als Hauptmieter mit seinem Nachwuchs und der Eiskunstlaufabteilung, spielt hier auch der VfL Denklingen. Auch die Eisstockschützen findet man regelmäßig in der Eishalle. Die Stadt Landsberg bietet in der Halle Publikumslauf an, daneben wird sie von Freizeitvereinen sowie Schulen genutzt.

Im Sommer 2011 wurde die Halle saniert. Sie bekam eine neue Klimaanlage, eine moderne Brandmeldeanlage, ein neues Dach, eine Kältefolie und neue Kabinen sowie neue Sanitäranlagen. Zudem wurden die zwei Verpflegungsstände erneuert. Letzter Bauabschnitt war in der Sommerpause 2012, hier wurde eine neue Stadionuhr installiert.

VereinskulturBearbeiten

Der 1. EVL-Fanclub wurde im Jahr 1978 gegründet. Nach einem internen Zerwürfnis wurde zusätzlich 1989 der Fanclub Barbarossa gegründet. Im Jahr 2008 entstand (hauptsächlich unter den jüngeren Anhängern) die erste Ultra-Gruppe des Vereins, die Supporter Crew Landsberg. Zwischen dem EVL und dem österreichischen Verein VEU Feldkirch bestand eine offizielle Freundschaft, die durch regelmäßige Freundschaftsspiele in der Saisonvorbereitung erhalten wurde. Alle drei Fanclubs lösten sich bis zum Jahr 2012 aus unterschiedlichen Gründen auf.

2012 wurde die Fanszene Landsberg gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den HC Landsberg und dessen Nachwuchsarbeit zu unterstützen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zuschauerstatistik eishockey-online
  2. icehockeypage.net, Aus EV Landsberg 2000 wird EV Landsberg (Memento vom 26. Juni 2010 im Internet Archive), 8. Juni 2010
  3. Augsburger Allgemeine, EVL-Nachwuchs weiter auf der Suche - Insolvenzantrag gestellt, 28. April 2011, online abgerufen am 17. Mai 2011
  4. EVL ist jetzt auch gelöscht
  5. Zuschauerstatistik eishockey-online
  6. Augsburger Allgemeine, HCL ist bereit, den Nachwuchs aufzunehmen, 15. Mai 2011, abgerufen am 16. September 2013
  7. Zuschauerstatistik eishockey-online
  8. RODI-DB - Die deutsche Eishockey-Datenbank. Abgerufen am 12. September 2022.
  9. Der HCL und Fabio Carciola gehen getrennte Wege – Sven Curmann übernimmt die Riverkings – HC Landsberg Riverkings. Abgerufen am 12. September 2022 (deutsch).
  10. Fabio Carciola neuer Trainer der Bayernliga Mannschaft – neue U20 und U17 Trainer. Abgerufen am 31. Mai 2019 (deutsch).
  11. Kooperation zwischen dem HC Landsberg und dem Augsburger EV ist besiegelt. 8. Oktober 2015, abgerufen am 19. Januar 2017.
  12. Der Nachwuchs besteht die Prüfung – Hockey Club Landsberg "Riverkings" e.V. Abgerufen am 9. Juni 2018 (deutsch).

WeblinksBearbeiten