Hauptmenü öffnen

Contwig

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Contwig
Contwig
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Contwig hervorgehoben

Koordinaten: 49° 15′ N, 7° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Zweibrücken-Land
Höhe: 242 m ü. NHN
Fläche: 24,74 km2
Einwohner: 4899 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66497
Vorwahl: 06332
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 206
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Landauer Straße 18–20
66482 Zweibrücken
Website: www.gemeinde-contwig.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Bärmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Contwig im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf Contwig

Contwig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an, innerhalb derer sie sowohl hinsichtlich der Zahl der Einwohner als auch hinsichtlich der Fläche die größte Ortsgemeinde darstellt. Zudem ist sie die einwohnermäßig zweitgrößte innerhalb des Landkreises.

GeographieBearbeiten

Contwig befindet sich innerhalb der Westricher Hochfläche, liegt im Schwarzbachtal in der Region Pfalz und grenzt im Westen an die Stadt Zweibrücken. Die Gemeinde wird in Ost-West-Richtung vom Schwarzbach durchflossen.

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Contwig und Stambach. Zum Ortsteil Contwig gehören auch die Wohnplätze Dudelbingerhof, Gödelsteinhof, Heckenaschbacherhof, Mühlbachhof, Offweilerhof, Ruppenthalerhof, Steitzhof, Truppacherhof, Wahlbacherhof und Werderhof.[2]

GeschichteBearbeiten

Contwig wurde erstmals 1237 urkundlich erwähnt. Von der frühen Neuzeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Contwig in den Kanton Zweibrücken eingegliedert und war Sitz einer Mairie, zu der zusätzlich Dellfeld, Niederauerbach, Oberauerbach und Stambach gehörten. 1815 hatte der Ort 1100 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Contwig wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Vom 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Zweibrücken an; aus diesem ging das Bezirksamt Zweibrücken hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Zweibrücken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Stambach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Nachbarort Stambach am 7. Juni 1969 nach Contwig eingemeindet.[3] Drei Jahre später folgte die Auflösung des Landkreises Zweibrücken; damit einhergehend wechselte die Gemeinde zudem in den Landkreis Pirmasens, der 1997 in „Landkreis Südwestpfalz“ umbenannt wurde. Im selben Jahr wurde sie in die neu gebildete Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land eingegliedert.

PolitikBearbeiten

 
Siegelmarke Bürgermeisteramt Contwig

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Contwig besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FDP UWG Gesamt
2014 6 11 1 2 20 Sitze
2009 4 12 2 2 20 Sitze
2004 4 13 1 4 22 Sitze
  • UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft Zweibrücken-Land e. V.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein zu einem Liebesknoten (Achtknoten) verschlungenes goldenes Seil mit verknoteten Enden, oberhalb und unterhalb begleitet von zwei silbernen Rosen mit goldenen Butzen und grünen Kelchblättern, die untere gestürzt (mit dem Kelchblatt nach oben weisend).“
Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1983 durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen. Es greift das bisher bereits von der Gemeinde verwendete Motiv des Liebesknotens auf.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die 1906 erbaute, katholische St. Laurentius-Kirche

KulturdenkmälerBearbeiten

Vor Ort existieren insgesamt 22 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die Katholische Kirche St. Laurentius, die evangelische Kirche Contwig, die Katholische Kirche Maria Königin der Engel und die evangelische Kirche Stambach.

NaturBearbeiten

Auf Gemarkung der Gemeinde existieren insgesamt vier Naturdenkmale. Zudem befinden sich auf dem Gemeindegebiet die Naturschutzgebiete Monbijou und Am Gödelsteiner Hang.

MusikBearbeiten

Es gibt einen Musikzug und ein Jugendorchester der VT Contwig.

SportBearbeiten

Größter Verein in Contwig ist die Vereinigte Turnerschaft Contwig 1888 e.V. mit über 900 Mitgliedern. Örtlicher Fußballverein ist der SV Palatia Contwig. Der Name des Vereins leitet sich aus der lateinischen Bezeichnung für Pfalz ab. Von 1969 bis 1971 wurde ein beheiztes Freibad gebaut. Die am 5. Juni ausgetragene Etappe des Radrennens Trofeo Karlsberg 2010 führte außerdem über Contwig.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Das Dorffest findet im Rhythmus von drei Jahren statt. Kirmes ist am zweiten Wochenende im September. Stambach feierte im Jahr 2007 sein 700-jähriges Bestehen. Am dritten. Advent findet der Weihnachtsmarkt statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Seit 2013 existiert mit dem Kornkammer-Brauhaus zum Truppacher Hof vor Ort eine Brauerei.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Contwig

Über die Bundesautobahn 8 (PerlPirmasens) ist Contwig an das überregionale Straßennetz angebunden. Zudem besitzt die Gemeinde mit dem Bahnhof Contwig und einem Halt im Ortsteil Stambach zwei Halte an der Bahnstrecke Landau–Rohrbach. Durch Contwig führt ein Wanderweg, der mit einem grünen Balken markiert ist und ist außerdem westlicher Ausgangspunkt eines weiteren, der mit einem gelben Balken markiert und der bis nach Germersheim führt.

InstitutionenBearbeiten

Während der Zugehörigkeit zu Frankreich war der Ort Sitz eines Friedensgerichts, das dem Tribunal erster Instanz Zweibrücken unterstand.

Schulen und KindergärtenBearbeiten

Contwig hat eine Grundschule, die Grundschule Contwig. Zudem besteht die Möglichkeit, die Integrierte Gesamtschule Contwig zu besuchen. Es gibt einen katholischen und einen evangelischen Kindergarten in Contwig. Dem ev.Kiga ist ein Hort angeschlossen. Im Ortsteil Stambach befindet sich der neue gemeindeeigene Kindergarten. Ein vierter Kiga in Contwig ist in Planung.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Alfred Hüther (1922–2010), Altbürgermeister

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die in der Gemeinde gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 110 (PDF; 2,2 MB).
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 161 (PDF; 2,8 MB).
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen