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Dimbach (Pfalz)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dimbach
Dimbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dimbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 10′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Hauenstein
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 2,19 km2
Einwohner: 184 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76848
Vorwahl: 06392
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 4
76846 Hauenstein
Website: www.dimbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Thomas Funck
Lage der Ortsgemeinde Dimbach im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Ortsmitte von Dimbach

Dimbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hauenstein an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt. Darüber hinaus ist sie die viertkleinste solche innerhalb des Landkreises Südwestpfalz.

GeographieBearbeiten

Dimbach liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, südlich von Lug. 74,2 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Schwanheim, Gossersweiler-Stein und Darstein. An der Gemarkungsgrenze zu Gossersweiler-Stein und Schwanheim befindet sich der 418 Meter hohe Dimberg. Zudem ist der Ort Bestandteil des Klettergebiets Südpfalz

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1274 als Dynnebach und wurde als Liegenschaft zur Burg Lindelbrunn gerechnet. Diese Burg war im Besitz der Grafen von Leiningen. Letztere hatten wiederholt erhöhten Geldbedarf und verpachteten die Burg Lindelbrunn und die zugehörigen Liegenschaften. So kam es des Öfteren vor, dass die Bewohner von Dimbach zwei Herren hatten. Die Grafen von Leiningen und den oder die jeweiligen Pächter der Burg. Zeitweise mussten die Einwohner daher an beiden Herren Abgaben, den Zehnt, entrichten. Zuletzt gehörte der Ort bis Ende des 18. Jahrhunderts dem Fürsten von Leiningen-Dürkheim.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Dimbach in den Kanton Annweiler eingegliedert und unterstand der Mairie Oberschlettenbach. 1815 hatte der Ort insgesamt 170 Einwohner. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Dimbach in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Bergzabern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1928 hatte Dimbach 156 Einwohner, die in 42 Wohngebäuden lebten.[2] 1939 wurde der Ort in den Landkreis Bergzabern eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dimbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1969 in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz). Drei Jahre später wurde er in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Hauenstein eingegliedert.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Dimbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Silber und Rot geteilt durch eine Wellenlinie, oben ein grüner Lindenbaum und unten ein achtspeichiges Glevenrad.“
Wappenbegründung: Der Lindenbaum ist dem Wappen der Herrschaft Lindelbrunn entnommen, das Glevenrad dem der Leininger.

KulturBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Mit vier Wohnhäusern, einem Quereinhaus und der evangelischen Kirche befinden sich in Dimbach insgesamt sechs Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[4]

VeranstaltungenBearbeiten

Vor Ort wird der Pfingstquack praktiziert, bei dem es sich um eine regionale Variante des Pfingstsingens handelt.

InfrastrukturBearbeiten

Dimbach besteht lediglich aus sechs Straßen. Aufgrund seiner geographischen Lage verfügt die Ortsgemeinde über keinen Durchgangsverkehr. Die Kreisstraße 53 verbindet sie Gemeinde mit Lug und Schwanheim. Der Ort ist über die Buslinie 525 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Bad Bergzabern und Annweiler am Trifels führt. Zudem existieren vor Ort Wochenendhäuser.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 25. Juli 2018.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz. Mainz 2019, S. 12 f. (PDF; 8,7 MB).