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Erlenbach bei Dahn

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Erlenbach bei Dahn
Erlenbach bei Dahn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Erlenbach bei Dahn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 205 m ü. NHN
Fläche: 12,99 km2
Einwohner: 332 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06398
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.erlenbach-am-berwartstein.de
Ortsbürgermeister: Dirk Eichberger
Lage der Ortsgemeinde Erlenbach bei Dahn im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick von der Burg Berwartstein auf Erlenbach

Erlenbach bei Dahn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die fünftkleinste Ortsgemeinde darstellt. Erlenbach bei Dahn ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Erlenbach liegt im deutschen Teil des Wasgaus, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird. 87,6 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2] Zu Erlenbach gehört auch der Ortsteil Lauterschwan sowie die Wohnplätze Berwartstein (Burg und Gaststätte) und Seehof.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Vorderweidenthal, Birkenhördt, Böllenborn, Bobenthal, Niederschlettenbach, Bundenthal, Bruchweiler-Bärenbach und Busenberg.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Im Süden der Gemarkung erstreckt sich der insgesamt 402 Meter hohe Nestelberg. Im Osten befindet sich auf Gemarkung der Ortsgemeinde die Westflanke des 431 Meter messenden Hohen Kopfes. Im Nordwesten an der Grenze zu Busenberg erstreckt sich der 420 Meter hohe Heidenberg; die dort befindliche Felsformation Buchkammer ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Der Erlenbach durchfließt in Nord-Süd-Richtung das Siedlungsgebiet; kurz vor Erreichen des letzteren nimmt er von rechts den Eisenbach auf. Rund zwei Kilometer östlich des Erlenbachs und westlich von Lauterschwan verläuft in dieselbe Richtung der Portzbach.

GeschichteBearbeiten

760 wurde der Bach Erlenbach erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort selbst wird erst 1348 genannt. Von 1500 bis 1650 gehörte er zur Kurpfalz.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Erlenbach in den Kanton Dahn eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Bärenbach in das Königreich Bayern. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde Erlenbach in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Erlenbach 1972 der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zugeordnet.

ReligionBearbeiten

Die einst vor Ort ansässige jüdische Gemeinde bezog 1842 eine Synagoge, die inzwischen nicht mehr existiert. Ihre Mitglieder wurden im nahen Busenberg beerdigt. In Reminiszenz an die während des Dritten Reichs deportierten Juden wurden im November 2007 vor Ort Stolpersteine verlegt. 2012 waren 60,2 Prozent der Einwohner katholisch und 16,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Erlenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In gespaltenem und rechts von Rot und Gold geteiltem Schild oben ein fünfblättriger goldener Erlenzweig, unten auf rotem Dreiberg ein stehender schwarzer Rabe, einen roten Ring im goldenen Schnabel haltend, links in Schwarz auf rotem Grund eine goldene Burg.“[6]

Das Wappen wurde 1950 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Burg Berwartstein

Die auf Gemarkung der Ortsgemeinde befindlichen Burgen Berwartstein und Klein-Frankreich sind als Denkmalzonen ausgewiesen. Erstere ist die einzige noch bewohnte Burg im Wasgau. Vermutlich um 1000 gebaut, wurde sie 1152 erstmals urkundlich erwähnt, als sie von Kaiser Friedrich Barbarossa dem damaligen Speyerer Bischof Günther von Henneberg zum Geschenk gemacht wurde. Nach mehreren Zerstörungen und Wiederaufbauten wurde sie in der heutigen Form um 1900 wiederhergestellt.

Hinzu kommen insgesamt 15 Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Am Ort kreuzen sich die L 490 und die B 427. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 65 im Osten. Der Ort ist über die Buslinien 525 und 545 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, die ihn mit dem Bad Bergzabern sowie einerseits mit Dahn und andererseits mit Annweiler am Trifels verbinden.

Durch die Gemeinde führen außerdem der Prädikatswanderweg Pfälzer Waldpfad sowie zwei weitere Wanderwege, von denen einer mit einem blau-gelben Balken und der andere mit einem gelben Balken markiert ist.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 108 (PDF; 2,2 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.