Krähenberg

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland

Krähenberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Krähenberg
Krähenberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Krähenberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 7° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Thaleischweiler-Wallhalben
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 4,4 km2
Einwohner: 177 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66894
Vorwahl: 06337
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 216
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 52
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Website: www.vgtw.de
Ortsbürgermeister: Thomas Martin
Lage der Ortsgemeinde Krähenberg im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Krähenberg liegt auf der Sickinger Höhe im Südwesten der Pfalz.

GeschichteBearbeiten

Politische Zugehörigkeit Krähenbergs seit 1648
Staat Verwaltungseinheit Zugehörigkeit
  Heiliges Römisches Reich Pfalz-Zweibrücken 1648–1797
  Première République française Département du Mont-Tonnerre 1797–1804
  Premier Empire Département du Mont-Tonnerre 1804–1816
  Königreich Bayern Pfalz (Bayern) 1816–1837
Pfalz 1837–1871
Deutsches Reich  Deutsches Reich Pfalz zu Königreich Bayern 1871–1918
  Deutsches Reich Pfalz zu Freistaat Bayern 1918–1933
  Deutsches Reich Pfalz zu Bayern 1933–1945
  Deutschland
Französische Besatzungszone 1945–1946
Rheinland-Pfalz 1946–1949
  Bundesrepublik Deutschland Rheinland-Pfalz seit 1949

Krähenberg ist durch Umsiedelung entstanden, als Bewohner von Wiesbach auf die Höhe zogen. So wird der Ort auch 1564 erstmals unter dem Namen Newen Wiesbach am Creenborn erwähnt. 1635 war Krähenberg entvölkert. Ab 1700 folgten erneut Siedler, die aus den feuchten Tälern auf die Höhe zogen. Dazu gibt es auf der Sickinger Höhe mehrere Parallelen. Um das Jahr 1800 wurde die Krähenberger Gemarkung gebildet. Bis dahin gehörte der Ort noch zu Wiesbach.

Am 5. Mai 1869 wurde der Name Krähenberg weithin bekannt, nachdem hier der Krähenberger Meteorit niedergegangen war. Das Einschlaggetöse wurde bis in die Rheinebene wahrgenommen. Der Meteorit befindet sich heute im Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim.

1920 wechselte die Gemeinde vom Bezirksamt Homburg zum Bezirksamt Zweibrücken.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Krähenberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 224
1835 305
1871 309
1905 270
1939 208
1950 263
Jahr Einwohner
1961 213
1970 202
1987 196
1997 183
2005 163
2019 177

ReligionenBearbeiten

Ende 2014 waren 63,5 Prozent der Einwohner evangelisch und 22,3 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Krähenberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

BürgermeisterBearbeiten

Thomas Martin ist Ortsbürgermeister von Krähenberg. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 65,09 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[5]

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Schwarz und Blau geviert, oben rechts ein linksgewendeter rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, oben links ein fallender goldener Komet, unten rechts eine schräggestellte goldene Ähre und unten links fünf silberne Bollen 2:1:2.“

Es wurde 1979 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[6]

Bei der Schaffung des Wappens kam es offensichtlich zu einer Verwechslung zwischen Meteorit und Komet, indem die Leuchtspur des Meteoriten als Kometenschweif abgebildet wurde.

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

 
Ehrenmal

Krähenberg hat mehrere Hofanlagen aus der Gründerzeit und ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Krähenberger Bauern waren früher, als noch die meisten Haushalte Kartoffeln einlagerten, in der gesamten Westpfalz für ihre Qualitätsprodukte bekannt. Sie fuhren mit ihren beladenen Schleppern von Haus zu Haus.

Durch den Ort führt die L 467. Die A 6 verläuft etwa 10 km nördlich, in gleicher Entfernung im Osten die A 62.

WeblinksBearbeiten

Commons: Krähenberg – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Gemeindestatistik KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, Verbandsgemeinde, 13. Ergebniszeile. Abgerufen am 28. März 2020.
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.