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Wiesbach (Pfalz)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wiesbach
Wiesbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wiesbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 7° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Zweibrücken-Land
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 4,07 km2
Einwohner: 506 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66894
Vorwahl: 06337
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 227
Adresse der Verbandsverwaltung: Landauer Straße 18–20
66482 Zweibrücken
Website: www.wiesbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Klaus Buchmann
Lage der Ortsgemeinde Wiesbach im Landkreis Südwestpfalz
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Über dieses Bild
Blick auf Wiesbach

Wiesbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an.

GeographieBearbeiten

Wiesbach liegt in einer Senke der Sickinger Höhe am Zusammenfluss mehrerer Bäche zum zunächst noch Wiesbach genannten Auerbach. Die umgebenden, teils schluchtartigen Täler sind bewaldet, während die Höhen von Ackerland bedeckt sind.

GeschichteBearbeiten

Wiesbach wurde erstmals im Jahre 1269 als Reichsdorf Wisebach urkundlich erwähnt. 1297 wird eine Burg erwähnt. 1564 bestand neben Grundt Wisenbach ein Neuwen Wisebach am Hang des Krähenbergs, das sich später als Krähenberg von Wiesbach löste. Wiesbach gehörte bis 1589 zur sickingischen Herrschaft Landstuhl und kam dann zu Pfalz-Zweibrücken, bei dem es bis Ende des 18. Jahrhunderts blieb. 1920 wechselte es vom Bezirksamt Homburg zum Bezirksamt Zweibrücken.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Wiesbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In viergeteiltem Schild rechts oben in Schwarz fünf silberne Bollen 2:1:2, links oben in Silber ein rotes Mühlrad, rechts unten in Gold ein roter schrägliegender Krummstab und links unten in Schwarz ein goldener rotbewehrter und -bezungter Löwe.“[3]

Es wurde 1982 durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen.

Wappenbegründung: Die fünf Kanonenkugeln symbolisieren die Waffen des Franz von Sickingen. Das Mühlrad steht für die zahlreichen Wassermühlen der Gegend in früheren Zeiten. Der Stab steht für den Heiligen Pirminius. Der Pfälzer Löwe befindet sich auch im Wappen des Landes Rheinland-Pfalz.
 
Protestantische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
 
Katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BautenBearbeiten

  • Burg
„Die Wiesbacher Burg, von der noch nicht einmal der Name bekannt ist, soll zwischen 1125 und 1250 entstanden sein. Die mindestens zwei Stockwerke umfassende Burganlage diente wahrscheinlich einem Reichsministerialen als Sitz.“ (Friedrich Weber, Wiesbach). Es sind im Wesentlichen nur noch zwei Mauern der Burg erhalten geblieben. „Früher (Anm. d. Red.: im 19. Jahrhundert) wurden die Steine der Burg von den Wiesbachern zum Häuserbauen benutzt“ (Alwin Jung Senior, Wiesbach, Jahrgang 1889).
  • Evangelische Pfarrkirche
Protestantische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche „Die jetzige Evangelische Pfarrkirche, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Grabungen anlässlich einer umfangreichen Renovierung in den 1960er Jahren ergaben, dass sich das gotische Bauwerk auf den Überresten einer früheren romanischen Kirche erhebt, die etwa um die Jahrtausendwende entstand. Seit dem Rijswijker Frieden (1697) wurde sie simultan genutzt.“ (Friedrich Weber, Wiesbach). Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird sie nicht mehr simultan genutzt, weil eine neue Katholische Pfarrkirche erbaut wurde. Sie erhielt den Namen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und wurde in den 1960er Jahren grundlegend renoviert.
Erbaut von 1912 bis 1914, stellte sich bei der Komplett-Renovierung Anfang der 1990er Jahre heraus, dass es sich um eine in der Westpfalz seltene Jugendstil-Kirche handelt. Da die Kirche im Laufe der Zeit nach und nach etwas umgebaut wurde, beschloss man, die künstlerischen Elemente im Inneren wieder in ihren Originalzustand zu versetzen. Beispielsweise wurde ein neuer Hochaltar nach den Originalfotos rekonstruiert. Das Geläut besteht aus drei Glocken in den Tönen fis' – a' – h' von Albert Junker aus Brilon. Sie wurden 1952 als Sonderbronzeglocken gegossen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wiesbach

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

GewerbeBearbeiten

Wiesbach verfügt noch über Einrichtungen der Grundversorgung, so über einen Tante-Emma-Laden, eine Landmetzgerei und ein Restaurant.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 24. Februar 2016: Anton Buchmann (* 2. August 1931 in Martinshöhe), Bundesbahnbeamter (a. D.), verliehen in Anerkennung seiner Verdienste für die Ortsgemeinde Wiesbach. Er war Ortsbürgermeister (1979–1999), Mitglied des Gemeinderates (1974–1979) und des Verbandsgemeinderates Zweibrücken-Land. In diesen Jahren hat er das Ortsbild vielseitig geprägt. Insbesondere beim Ausbau der Straßen, der Erweiterung des Kindergartens, beim Neubau des Friedhofes und der Leichenhalle.[4]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Ludwig Grub (1930–2007), Maler, Bildhauer und Grafiker

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Eintrag zum Wappen von Wiesbach (Pfalz) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 18. September 2017.
  4. Altbürgermeister Anton Buchmann wird Ehrenbürger. In: Die Rheinpfalz. 25. Februar 2016, abgerufen am 30. Mai 2018 (Gebührenpflichtiger Link!).