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Landkreis Zweibrücken

ehemaliger Landkreis in Rheinland-Pfalz, Deutschland (1818-1972)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Zweibrücken
Landkreis Zweibrücken
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Zweibrücken hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 7° 22′ O
Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1818–1972
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Pfalz
Verwaltungssitz: Zweibrücken
Fläche: 247,81 km2
Einwohner: 32.284 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: ZW
Kreisschlüssel: 07 3 41
Kreisgliederung: 35 Gemeinden

Der Landkreis Zweibrücken war ein Landkreis in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

GemeindenBearbeiten

Mit dem Stand vom 1. Januar 1945 gehörten folgende Gemeinden dem Landkreis Zweibrücken an:

Althornbach - Battweiler - Bechhofen - Biedershausen - Bottenbach - Contwig - Dellfeld - Dietrichingen - Großbundenbach - Großsteinhausen - Hengstbach - Hornbach - Käshofen - Kirrberg - Kleinbundenbach - Kleinsteinhausen - Knopp-Labach - Krähenberg - Lambsborn - Langwieden - Martinshöhe - Maßweiler - Mauschbach - Mittelbach - Mörsbach - Niederhausen - Oberauerbach - Oberhausen - Reifenberg - Riedelberg - Rieschweiler - Rimschweiler - Rosenkopf - Schmitshausen - Stambach - Walshausen - Wattweiler - Wiesbach - Winterbach

NachbarkreiseBearbeiten

Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an den Landkreis Homburg (im Saarland) sowie an die kreisfreie Stadt Zweibrücken, an die Landkreise Kusel, Kaiserslautern und Pirmasens und an die kreisfreie Stadt Pirmasens. Im Süden grenzte er an den lothringischen Landkreis Saargemünd und somit an Frankreich.

GeschichteBearbeiten

Vorläufer 1818Bearbeiten

1818 wurde das Landkommissariat Zweibrücken nach den Gebietsveränderungen des Wiener Kongresses gebildet. Es gehörte zur bayerischen Pfalz.

Vorläufer 1862Bearbeiten

1862 entstand daraus das Bezirksamt Zweibrücken. 1902 wurden die Distrikte St. Ingbert und Blieskastel abgetrennt und daraus das Bezirksamt St. Ingbert gebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden 1920 infolge des Versailler Vertrages 15 Gemeinden des Bezirksamts Zweibrücken dem Saargebiet angegliedert und dort mit Gemeinden des Bezirksamts Homburg zu einem neu zugeschnittenen Landkreis Homburg vereinigt. Die Gemeinden Bechhofen, Bruchhof-Sanddorf, Großbundenbach, Käshofen, Kirrberg, Kleinbundenbach, Krähenberg, Lambsborn, Langwieden, Martinshöhe, Mörsbach, Rosenkopf und Wiesbach wechselten 1920 vom Bezirksamt Homburg in das neu zugeschnittene Bezirksamt Zweibrücken. 1938 wurde das Bezirksamt, wie alle Bezirksämter in der bayerischen Pfalz, in Landkreis umbenannt.

Geschichte des Kreises ab 1938Bearbeiten

Landrat des Kreises war von Juni 1948 bis ins Frühjahr 1972 Richard Kling. Am 22. April 1972 wurde der Landkreis Zweibrücken im Zuge der Verwaltungsreform aufgelöst.[1] Einige Orte wurden in die kreisfreie Stadt Zweibrücken eingemeindet, einige wurden dem Landkreis Kaiserslautern zugeschlagen. Der größte Teil ging jedoch im Landkreis Pirmasens auf und bildete darin die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.[2] Der Landkreis Pirmasens wurde am 1. Januar 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt.

Das Bezirksamtsgebäude stand bis zur Kriegszerstörung 1945 auf dem Verkehrsdreieck Landauer Straße – Bleicherstraße. Später befand sich das Landratsamt an nahezu derselben Stelle, jedoch an die Straßenseite verlagert, in der Landauer Straße 18–20. Das ehemalige Landratsgebäude dient seitdem als Sitz der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ZW zugewiesen. Es wird in der kreisfreien Stadt Zweibrücken durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Februar 2015 ist es auch für die Bürger im Landkreis Südwestpfalz wieder zugelassen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 166 (PDF; 2,6 MB)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 442.