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Rumbach

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rumbach
Rumbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rumbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 6′ N, 7° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 233 m ü. NHN
Fläche: 14,79 km2
Einwohner: 434 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 039
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.rumbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Ralf Weber
Lage der Ortsgemeinde Rumbach im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Ortskern von Rumbach

Rumbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Das Waldbauerndorf ist seit 1984 staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Rumbach im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird. Die Gegend, die teilweise schroffe Berghänge aufweist, wird von zahlreichen Tälern mit Grünland durchzogen und liegt in dem von der UNESCO geschützten Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Bruchweiler-Bärenbach, Bundenthal, Schönau und Fischbach bei Dahn.

Zu Rumbach gehören zusätzlich die Wohnplätze Fabrik Aubühl, Falkenberg, Falkenmühle, und Siedlung Langenthal.[3] Die Falkenmühle liegt bereits am Ortseingang von Bundenthal.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Im Südosten der Gemarkung an der Grenze zu Bundenthal erhebt sich der 484,7 Meter hohe Beißenberg.

Die weitläufige Gemarkung der Ortsgemeinde reicht östlich bis zur Wieslauter. Mitten durch das Siedlungsgebiet fließt der gleichnamige Bach und der Dumbach bildet im Nordosten die Gemarkungsgrenze zu Bruchweiler-Bärenbach; beide sind rechte Nebenflüsse der Wieslauter. Im Westen reicht die Gemarkung bis zur Sauer. Dort münden in diese von links ein ebenfalls Rumbach heißendes Gewässer sowie der Sumpflochgraben.

GeschichteBearbeiten

Von der ersten Hälfte der 15. bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Rumbach zum Pfalz-Zweibrücker Amt Wegelnburg.

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) und der Neuordnung der Verwaltung nach französischem Vorbild gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Pirmasens im Departement Donnersberg.[4] 1815 wurde der Ort im Zuge des Wiener Kongresses Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Rumbach aufgrund eines Gebietstausches in das Königreich Bayern. 1817 wurde die Gemeinde in den Kanton Dahn umgegliedert. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Während dieser Zeit war die Gemeinde dem Bürgermeistereiamt Schönau zugeordnet.[5]

1939 wurde Rumbach in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort Bestandteil der neu geschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland.

2009 erreichte Rumbach den dritten Platz im Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels. Ein Jahr später wurde die Gemeinde Bundessieger (Silbermedaille) im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Im Jahr 2009 wurde Rumbach im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft Kreis-, Gebiets- und Landessieger in der Sonderklasse. Im Mai 2010 wurde Rumbach Gewinner des Landesfinales. Darüber hinaus wurde der Ort mit dem Sonderpreis für die Innenentwicklung ausgezeichnet. Bereits In den Jahren 2000 und 2005 war Rumbach Kreissieger und erhielt im Jahr 2000 und 2010 den Sonderpreis für vorbildliche ökologische Leistungen.

BevölkerungBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rumbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 452
1835 558
1871 475
1905 402
1939 903
1950 499
Jahr Einwohner
1961 547
1970 524
1987 485
1997 544
2005 485
2018 434

ReligionBearbeiten

2012 waren 53,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 28,7 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[6] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Rumbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die acht Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer Mehrheitswahl gewählt.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Durch Wellenlinie von Blau und Silber geteilt, oben unter einer goldenen Krone eine aufgerichtete silberne Pflugschar, unten auf grünem mit drei grünen Tannen bestandenem Grund ein roter Baumstumpf und ein roter umgestürzter Baumstamm.“[8]

Es wurde 1980 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Als gestelztes Einhaus errichtetes Fachwerkhaus im Dorfkern von Rumbach

Der Ortskern ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Hinzu kommen zahlreiche Einzeldenkmäler, darunter die im Mittelpunkt des Ortskerns befindliche 1000-jährige romanische Wehrkirche (ehemals St.-Gangolf-Kirche, umbenannt in Christuskirche) mit alten sehenswerten Fresken. Unterhalb der Kirche befinden sich außerdem einige gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert.

NaturBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet existieren insgesamt vier Naturdenkmale; dabei handelt es sich ausnahmslos um Felsen. Im Süden befindet sich zudem das Naturschutzgebiet Brauntal und im Südwesten gemarkungsübergreifend das Naturschutzgebiet Königsbruch. Darüber hinaus ist die Gemeinde Bestandteil des Klettergebiet Südpfalz.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Landesstraße 478 innerhalb von Rumbach

Zwischen Bundenthal-Rumbach und Hinterweidenthal Ost verkehrt seit 1911 die Wieslauterbahn. Nachdem der Personenverkehr im Jahr 1966 eingestellt wurde, wird sie seit 1997 im Ausflugsverkehr wieder betrieben. Von dieser zweigte von 1921 bis 1930 die mitten durch das Siedlungsgebiet führende Wasgauwaldbahn nach Ludwigswinkel ab, auf der ab 1924 Personenverkehr angeboten wurde.

Durch den Ort führt die Landesstraße 478, die von der Landesgrenze zum Saarland bei Hornbach bis zur deutsch-französischen Grenze bei Sankt Germanshof führt.

TourismusBearbeiten

Durch die Gemeinde verlaufen der mit einem roten Balken markierte Fernwanderweg Donnersberg-Donon und die Südroute der Pfälzer Jakobswege. Außerdem war die Gemeinde Station des Westpfalz-Wanderweges.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 108 (PDF; 2,2 MB).
  4. Vollständige Sammlung der Verordnungen und Beschlüsse des Bürger Regierungs-Kommissärs und der Central-Verwaltungen der vier neuen Departemente auf dem linken Rheinufer, Band 1, Ausgabe 2, Wirth, 1798, S. 62, 71 (Google Books)
  5. Anzeige der Beamten und Angestellten im Staats- und Communaldienste des Königlich Bayerischen Rheinkreises, Kranzbühler, 1827, S. 66 (Google Books)
  6. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.