Steinalben

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland

Steinalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Steinalben
Steinalben
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Steinalben hervorgehoben

Koordinaten: 49° 19′ N, 7° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 2,54 km2
Einwohner: 382 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66851
Vorwahl: 06333
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 050
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedhofstraße 3
67714 Waldfischbach-Burgalben
Website: www.vgwaldfischbach-burgalben.de
Ortsbürgermeister: Klaus Reischmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Steinalben im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt am Übergang der Sickinger Höhe zum Pfälzischen Holzland im Tal der Moosalb innerhalb des Pfälzerwaldes. Im Norden befindet sich Horbach, im Osten Geiselberg, südlich liegt Waldfischbach-Burgalben und westlich Hermersberg.

Steinalben liegt etwa 12 km südlich von Kaiserslautern. Bei Steinalben mündet der Queidersbach, die auf der Sickinger Höhe entspringt, von rechts in die Moosalb, ebenso von links der Seetalbach.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Steinalben gehörte ursprünglich zum Gericht Waldfischbach in der Grafschaft Pfeffingen, die als kurpfälzisches Lehen im Besitz der Grafen von Hohenburg (Homburg) war. Im Jahr 1451 fiel die Grafschaft Pfeffingen und damit auch der Ort Steinalben an die Pfalzgrafen zurück. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Steinalben mit dem Gericht Waldfischbach zum kurpfälzischen Oberamt Lautern.[2] Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt.

1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Heltersberg in den Kanton Waldfischbach im Departement Donnersberg eingegliedert und unterstand der Mairie Heltersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Steinalben von 1817 an zum Landkommissariat Pirmasens im Rheinkreis, das 1862 zum Bezirksamt Pirmasens wurde.

1939 wurde Steinalben in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben zugeordnet.

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Steinalben, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 75
1835 119
1871 162
1905 150
1939 225
1950 256
Jahr Einwohner
1961 314
1970 309
1987 364
1997 439
2005 462
2019 382

ReligionBearbeiten

Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer und unterstehen dort dem Dekanat Pirmasens, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Steinalben besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU WG Gesamt
2019 5 3 16 Sitze
2014 per Mehrheitswahl 16 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Klaus Reischmann (CDU) wurde am 6. August 2019 Ortsbürgermeister von Steinalben. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 65,55 % für fünf Jahre gewählt worden. Reischmanns Vorgänger war der ab 2009 amtierende Hans-Peter Peifer (WG Pechtl).[5][6] Davor hatte Werner Baumann das Amt inne.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Schwarz und Blau durch einen silbernen Schrägwellenbalken geteilt, oben ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, unten ein goldenes Mühlrad.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

Vor Ort existieren insgesamt vier Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die Schneider Mühle.

NaturBearbeiten

Die Gemeinde ist Bestandteil des Naturparks Pfälzerwald, der wiederum zum Biosphärenreservat Pfälzer Wald-Vosges du Nord gehört. In Steinalben befinden sich zwei Naturdenkmale, darunter die „Dicke Eiche“.

VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich findet am ersten Augustwochenende ein Sommerfest statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Der Schuhhersteller Berkemann besaß ab 1970 ein Werk vor Ort.

VerkehrBearbeiten

Straße

Durch den Ort führt die B 270. Über die nahegelegene Auffahrt Weselberg der A 62 besteht Anschluss an den Fernverkehr. Zudem ist die Gemeinde südlicher Endpunkt der in Landstuhl beginnenden Landesstraße 363 und der in Wallhalben beginnenden Landesstraße 473

Schiene

Steinalben ist seit 1913 über die Biebermühlbahn mit Zügen der Relation KaiserslauternPirmasens an das Schienennetz angeschlossen. Der frühere Bahnhof befindet sich am nördlichen Ortsrand. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt, was bedeutete, dass er „Personen-, Gepäck- und Eilgut-Verkehr“ aufwies.[7] Zwischenzeitlich folgte sein Rückbau zum Haltepunkt.

TourismusBearbeiten

Der von Kaiserslautern nach Hinterweidenthal verlaufende Radweg Pfälzerwald-Tour führt mitten durch Steinalben. Zudem führt durch das Gemeindegebiet ein Wanderweg, der mit einem blauen Punkt markiert ist und eine Verbindung mit Hauptstuhl sowie Leimen herstellt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Steinalben – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Bonn: Behrendt, 1914, S. 268 (dilibri Rheinland-Pfalz)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Andrea Daum: Steinalben: Vielleicht bald zwei Beigeordnete. Konstituierende Gemeinderatssitzung. Die Rheinpfalz, 7. August 2019, abgerufen am 31. März 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Waldfischbach-Burgalben, Verbandsgemeinde, vorletzte Ergebniszeile. Abgerufen am 31. März 2020.
  7. kbaystb.de: Die Bahnhöfe der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen – linksrheinisch (bayerische Pfalz) – Pirmasens bis Steinwenden:. Abgerufen am 27. Januar 2014.