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Schwanheim (Pfalz)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schwanheim
Schwanheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schwanheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 10′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Hauenstein
Höhe: 237 m ü. NHN
Fläche: 6,96 km2
Einwohner: 587 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76848
Vorwahl: 06392
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 4
76846 Hauenstein
Website: www.schwanheim-pfalz.com
Ortsbürgermeister: Herbert Schwarzmüller
Lage der Ortsgemeinde Schwanheim im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf Schwanheim

Schwanheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hauenstein an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die drittkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Schwanheim liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, auf einer Höhe von 180 m ü. NHN und gehört geologisch zu den Trifels- und Rehberg-Schichten mit den Schichtungen des mittleren Buntsandsteins. 71,8 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Spirkelbach, Lug, Gossersweiler-Stein, Dimbach, Darstein, Oberschlettenbach, Busenberg, Erfweiler und Hauenstein.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Der Rimbach verläuft mitten durch das Siedlungsgebiet. Im Osten befindet sich an der Gemarkungsgrenze zu Gossersweiler-Stein und Dimbach befindet sich der 418 Meter hohe Dimberg. An der Grenze zu Hauenstein erstreckt sich der Hühnerstein.

GeschichteBearbeiten

Schwanheim wurde am 25. März 1135 in einer Schenkungsurkunde des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. von Saarbrücken an die Abtei Klingenmünster, erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname Schwanheim kommt nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte, von dem gleichnamigen Tier, sondern von dem altdeutschen Wort swanden, was so viel wie roden bedeutet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete die Gemeinde ein Kondominium, da die gemeinschaftlich zur Kurpfalz und zum Hochstift Speyer gehörte.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Schwanheim in den Kanton Annweiler eingegliedert und war Sitz einer Mairie, die zusätzlich Gossersweiler, Lug, Silz, Stein und Völkersweiler umfasste. 1815 hatte der Ort insgesamt 403 Einwohner. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Spirkelbach in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Bergzabern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde der Ort in den Landkreis Bergzabern eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schwanheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1969 in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz). Drei Jahre später wurde er in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Hauenstein eingegliedert.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Schwanheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Das Ortswappen zeigt einen goldenen Hirschkopf mit einem Kreuz im Geweih, auf blauem Grund.“
Wappenbegründung: Der Hirschkopf mit dem Kreuz symbolisiert den Schutzpatron der Ortskirche, Sankt Hubertus.

KulturBearbeiten

Vor Ort existieren sich insgesamt 13 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[3] Zudem befindet sich südwestlich des Siedlungsgebiets die Wasgauhütte.

InfrastrukturBearbeiten

Durch Schwanheim verlaufen die Landesstraße 490 und die Kreisstraße 54. Der Ort ist über die Buslinie 525 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Bad Bergzabern und Annweiler am Trifels führt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die im Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Bernhard Würschmitt (1788–1853), katholischer Priester und Bildhauer, war von 1832 bis 1836 Pfarrer in Schwanheim
  • Karl Foltz (1865–1961), Priester, von 1899 bis 1907 als Verweser und anschließend als Pfarrer vor Ort tätig

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz. Mainz 2019, S. 45 f. (PDF; 8,7 MB).