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Bruchweiler-Bärenbach

Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bruchweiler-Bärenbach
Bruchweiler-Bärenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bruchweiler-Bärenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 265 m ü. NHN
Fläche: 9,36 km2
Einwohner: 1549 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 501
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.bruchweiler-baerenbach.de
Ortsbürgermeister: Michael Zwick
Lage der Ortsgemeinde Bruchweiler-Bärenbach im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Napoleonsfels bei Bruchweiler-Bärenbach

Bruchweiler-Bärenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz, die 1828 durch Zusammenlegung der Gemeinden Bruchweiler und Bärenbach entstand. 1969 mit dem Nachbarort Bundenthal zur Ortsgemeinde Wieslautern zusammengelegt, wurde dies 1989 rückgängig gemacht und die Gemeinde Bruchweiler-Bärenbach in ihrer zuvor bestehenden Form wiederhergestellt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitgrößte Ortsgemeinde darstellt. Bruchweiler-Bärenbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Bruchweiler-Bärenbach liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, mitten im Dahner Felsenland. Sie besteht aus den Ortsteilen Bruchweiler im Westen und Bärenbach im Osten. Baulich sind diese inzwischen zusammengewachsen; entsprechend ist eine räumliche Trennung nicht mehr möglich. Zur Gemeinde gehört zusätzlich der nordwestlich der Kerngemeinde liegende Wohnplatz Reinigshof.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Dahn, Schindhard, Busenberg, Erlenbach bei Dahn, Bundenthal, Rumbach und Fischbach bei Dahn. Einige Kilometer weiter südlich befindet sich die Staatsgrenze zu Frankreich.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Mitten durch den Ort fließt in Nord-Süd-Richtung die Lauter, ein linker Nebenfluss des Rheins. Komplett auf dem Gebiet von Bruchweiler-Bärenbach befindet sich zudem der Wöllmersbach, ein rechter Nebenfluss der Lauter samt seinen beiden Quellflüssen. Der Dumbach im Süden bildet die Gemarkungsgrenze zu Bundenthal und der Geiersteinbach im Nordosten diejenige zu Schindhard. Erhebungen auf der Gemarkung der Gemeinde sind unter anderem der Am Knopf (335 m), der Beutelstein (312 m), der Dretschbergfelsen (280 m) und der Schlangenberg (280 m).

GeschichteBearbeiten

Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung von Bärenbach (als Berenbach) stammt von 760, von Bruchweiler (als Bruchwilre) aus dem Jahr 1465. Bärenbach gehörte zum Territorium der Fürstpropstei Weißenburg, welches 1546 de facto Teil des Fürstbistums Speyer wurde, Bruchweiler hingegen zum Amt Dahn des Fürstbistums Speyer. Beide Orte kamen Ende des 17. Jahrhunderts unter französische Landeshoheit, wobei das Fürstbistum Speyer gewisse niedere staatliche Rechte weiterhin behielt. Erst im Rahmen der Französischen Revolution verlor das Speyerer Fürstbistum seine verbliebenen Rechte, und die beiden Orte wurden vollumfänglich Teil Frankreichs. Nachdem die Nordostgrenze Frankreichs 1815 leicht nach Süden verschoben worden war, kamen die Orte 1816 an Bayern.

1828 wurden Bärenbach und Bruchweiler zur Gemeinde Bruchweiler-Bärenbach vereinigt. Die neu geschaffene Gemeinde war zunächst Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das im Jahr 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. 1928 hatte die Gemeinde 892 Einwohner, die in 137 Wohngebäuden lebten.[4] 1939 wurde sie in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bruchweiler-Bärenbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform entstand durch Zusammenlegung mit der Gemeinde Bundenthal am 7. Juni 1969 die Gemeinde Wieslautern, die jedoch nach Protesten der Bundenthaler Bevölkerung am 17. Juni 1989 wieder aufgelöst wurde.[5] Seither gehört die wiederhergestellte Ortsgemeinde Bruchweiler-Bärenbach der 1972 geschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Bruchweiler-Bärenbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorn in Silber aus blauen Wellen wachsend vier natürliche Schilfkolben, je zwei schräglinks und schrägrechts gekreuzt, hinten in blau ein goldener, rotbewehrter, nach rechts schreitender Bär.“

KulturBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Die zum Pfälzerwald-Verein gehörende Hütte am Schmalstein

In Bruchweiler-Bärenbach befinden sich insgesamt sechs Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[7]

Der Ort ist besonders für seine klangvolle Mühleisen-Orgel von 1994 in der katholischen Pfarrkirche Heilig Kreuz bekannt. Das Instrument besitzt 32 Register auf 3 Manualen und Pedal. An der Orgel gastierten schon Organisten wie beispielsweise Pierre Pincemaille, Michelle Leclerc, Pascal Reber und Christian Ott. Jährlich finden hörenswerte Orgelkonzerte, meistens in Verbindung mit Orgelfahrten, statt. Zudem liegt im Westen der Gemarkung die zum Pfälzerwald-Verein gehörende Hütte am Schmalstein. Auf Gemarkung der Ortsgemeinde befand sich mit dem Kreuzeck zudem eine christliche Einsiedelei.

NaturdenkmälerBearbeiten

In unmittelbarer Umgebung von Bruchweiler-Bärenbach befinden sich zahlreiche Naturdenkmäler aus dem hier vorherrschenden Buntsandstein. Es sind durch Erosion geprägte Felsformationen, um die sich viele Mythen ranken und denen die Bevölkerung teilweise eigene Namen gegeben hat. Dazu gehören die Geiersteine, der Kanzelfelsen im Einzugsgebiet des bereits zur Nachbargemeinde Bundenthal gehörenden Jüngstberg, der Käskammerfelsen, der Zwicksteinfelsen, der Dretschbergfelsen, der Wöllmersbergfelsen und der Rauchbergfelsen. Besonders sehenswert ist der Napoleonsfelsen, der in der Form an den Feldherr Napoleon mit seinem charakteristischen Hut erinnert.

VerkehrBearbeiten

Durch Bruchweiler-Bärenbach verlaufen die Landesstraße 489, die Kreisstraße 42 und der internationale Fernwanderweg Donnersberg-Donon, der mit einem roten Balken markiert ist. Der Ort verfügt über den Haltepunkt Bruchweiler an der 1911 eröffneten Wieslauterbahn, auf der der Personenverkehr 1966 beziehungsweise 1976 eingestellt und 1997 im Ausflugsverkehr reaktiviert wurde.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 108 (PDF; 2,2 MB).
  4. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 17. Juli 2018.
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 184 (PDF; 2,8 MB; Fußnote 13).
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz. Mainz 2019, S. 6 (PDF; 8,7 MB).