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Der Pfälzische Merkur (PM) ist eine Tageszeitung mit Sitz in Zweibrücken. Das Verbreitungsgebiet der Zeitung ist der Südwesten des früheren bayerischen Gebiets Pfalz. In heutigen Gebietsgrenzen umfasst es neben der kreisfreien Stadt Zweibrücken die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben des Landkreises Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz sowie mit Bexbach, Blieskastel, Gersheim, Homburg und Kirkel den größten Teil des Saarpfalz-Kreises im Saarland.

Pfälzischer Merkur
Pfälzischer Merkur Logo.svg
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH
Erstausgabe 1713
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 5746 Exemplare
(IVW 2/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Peter Stefan Herbst
Geschäftsführer Thomas Deicke
Weblink www.pfaelzischer-merkur.de
Pfälzischer Merkur in Zweibrücken

Herausgebendes Unternehmen des PM ist die Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH. Diese wiederum ist Teil des Rheinische-Post-Medienkonzerns.

Die Geschäftsführung der Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH wird in Personalunion vom Geschäftsführer des Saarbrücker Zeitungsverlags wahrgenommen, die Chefredaktion des PM vom Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung. Es gibt eine eigenständige Lokalredaktion in Zweibrücken. Gedruckt wird die Zeitung in der Druckerei des Saarbrücker Verlags.[1][2]

In Rheinland-Pfalz konkurriert der Pfälzische Merkur mit der in Ludwigshafen erscheinenden Rheinpfalz. Im Saarland konkurriert er als Titel auf dem Lesermarkt mit der Saarbrücker Zeitung. Auf dem Anzeigenmarkt wird er allerdings als Teilbelegung der Saarbrücker Zeitung geführt.[3] Die verkaufte Gesamtauflage des Pfälzischen Merkur beträgt aktuell 5746 Exemplare.[4]

GeschichteBearbeiten

Der Pfälzische Merkur wurde 1713 gegründet und ist, nach der 1705 gegründeten Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, die zweitälteste der heute erscheinende deutschen Tageszeitungen.

1980 kaufte der Verlag der benachbarten Saarbrücker Zeitung den Pfälzischen Merkur.[5] Titel und Verlagsunternehmen wurden dabei formell eigenständig erhalten. Die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH war zu diesem Zeitpunkt im Mehrheitseigentum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Der Holtzbrinck-Konzern bildete gemeinsam mit dem später ebenfalls erworbenen Trierischen Volksfreund aus den drei Titeln die Saarbrücker Zeitungsgruppe.

2012 gab Holtzbrinck sein Regionalzeitungsgeschäft auf und verkaufte seinen Anteil von 52,33 Prozent am Saarbrücker Zeitungsverlag an den Minderheitsgesellschafter Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH (GSB).[6] Die GSB wollte die Anteile nur vorübergehend halten. Bereits zum 1. Januar 2013 verkaufte sie 56 Prozent des Unternehmens an die Rheinische Post Mediengruppe weiter,[7] die die unternehmerische Leitung übernahm und unter Beibehaltung der Unternehmensstrukturen die Tageszeitungen der Gruppe in ihren Konzern eingliederte.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pfälzischer Merkur Impressum. In: Website des Pfälzischen Merkur. Abgerufen am 26. August 2019.
  2. Saarbrücker Zeitung Impressum. In: Website der Saarbrücker Zeitung. Abgerufen am 26. August 2019.
  3. Saarbrücker Zeitung mit Pfälzischer Merkur: Preisliste Nr. 67. In: Anzeigenpreisliste der Saarbrücker Zeitung. Abgerufen am 26. August 2019.
  4. laut IVW, zweites Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. Pressevielfalt in Kaiserzeit und Weimarer Republik; Gleichschaltung der Presse im Dritten Reich; Der Wiederaufbau der Zeitungslandschaft nach 1945. In: 300 Jahre Pfälzischer Merkur, Sonderveröffentlichung des Pfälzischen Merkur. 25. September 2013, abgerufen am 26. August 2019.
  6. Holtzbrinck verkauft Saarbrücker Zeitung. In: Meedia.de. 30. Mai 2012, abgerufen am 26. August 2019.
  7. „Rheinische Post“ kauft „Saarbrücker Zeitung“. In: Handelsblatt. 30. September 2012, abgerufen am 26. August 2019.
  8. Mediendatenbank: Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH. In: Mediendatenbank der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). Abgerufen am 26. August 2019.