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Trierischer Volksfreund

Tageszeitung aus Trier

Der Trierische Volksfreund ist eine Tageszeitung aus Trier. Im Volksmund wird die Zeitung häufig als „TV“ oder „Volksfreund“ bezeichnet. Sie ist Teil der Saarbrücker Zeitungsgruppe um die Saarbrücker Zeitung. Die verkaufte Auflage beträgt 67.789 Exemplare, ein Minus von 32,2 Prozent seit 1998.[2]

Trierischer Volksfreund
Traditioneller Schriftzug
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH
Erstausgabe 25. September 1875
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage 67.789 Exemplare
(IVW 3/2019, Mo–Sa)
Reichweite 0,270 Mio. Leser
(MA 2017)
Chefredakteur Thomas Roth[1]
Weblink volksfreund.de

Der herausgebende Verlag Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei, die wiederum mit 56 Prozent mehrheitlich der Rheinische Post Mediengruppe gehört. Die Zeitung wird in der eigenen Druckerei in Trier gedruckt.

GeschichteBearbeiten

Die Zeitung wurde 1875 von Nikolaus Koch und Nikolaus Philippi gegründet. Ursprünglich als Trierisches Anzeigenblatt verlegt, erschien die Zeitung zunächst dreimal wöchentlich, später dann täglich. Am 25. September 1878 erschien die Zeitung erstmals unter dem Titel Trierischer Volksfreund, ab 1903 sogar zweimal täglich. Sie stand politisch der Zentrumspartei nahe.

Am 30. April 1938 wurde das Blatt von den Nationalsozialisten verboten. Ab 1946 wurde die Zeitung wieder neu aufgelegt, zunächst unter dem Titel Trierische Volkszeitung, seit 1949 aber wieder unter dem noch heute bestehenden Titel.

Seitdem die Trierische Landeszeitung ihren Betrieb 1974 eingestellt hatte, ist der „TV“ die einzige Tageszeitung im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirkes Trier. Im Jahr 2003 erhielt die Zeitung den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Chefredakteur ist seit dem 1. Oktober 2017 Thomas Roth.[3]

Im Juli 2014 nahm der Verlag eine neue Druckmaschine, eine Rotationsoffsetmaschine Typ Cortina der KBA (Koenig & Bauer) in Betrieb.[4][5]

VerlagBearbeiten

Verlegt wird die Zeitung seit 1. Januar 2013 von der Rheinische Post Mediengruppe, die über die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei die Mehrheit übernommen hat.[6] Zuvor gehörte das Blatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die seit 1974 eine 15-Prozent-Beteiligung am Trierischen Volksfreund gehalten hatte. Nach dem Tod der Verlegerin Luise Koch 1993 kamen die Gesellschaftsanteile des Unternehmens schließlich ganz zur Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei, an dem die Holtzbrinck-Gruppe einen Mehrheitsanteil von 52,33 Prozent hielt. Dieser Anteil wurde im Laufe des Jahres 2012 an den Mitgesellschafter GSB übertragen und anschließend an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft.

Redaktionell und operativ wird der Volksfreund dennoch selbstständig weitergeführt. Die Zeitung besitzt weiterhin eine Vollredaktion, bezieht aber auch Berichte und Kommentare der Berliner Hauptstadtredaktion von der zur Saarbrücker Zeitungsgruppe gehörenden Berliner Medienservice GmbH (BMS) und deren News Pool, dessen Redaktion bei der Saarbrücker Zeitung in Saarbrücken angesiedelt ist.

Seit 1996 hält der „TV“ außerdem Anteile am lokalen Anzeigenblatt Wochenspiegel. Das Bundeskartellamt hat von diesem Erwerb im Rahmen eines anderen Verfahrens im Sommer 2004 Kenntnis erlangt und ein Fusionskontrollverfahren eingeleitet. Der Zusammenschluss habe zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem regionalen Anzeigenmarkt – dem Gesamtverbreitungsgebiet des Trierischen Volksfreunds – geführt und damit auch zur Absicherung dieser Stellung auf dem relevanten Lesermarkt. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen der damals zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH und der Wochenspiegel GmbH & Co. KG daher im Mai 2005 untersagt.

AuflageBearbeiten

Der Trierische Volksfreund hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 2,7 % pro Jahr gesunken. Im letzten Jahr hat sie um 5,6 % abgenommen.[7] Sie beträgt gegenwärtig 67.789 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,6 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]

 


AusgabenBearbeiten

Seit Januar 2019 erscheinen fünf verschiedene Lokalausgaben mit einer verkauften Gesamtauflage von 67.789 Stück:[10]

  • Zeitung für Trier und das Trierer Land
  • Zeitung für Konz, Saarburg und Hochwald
  • Zeitung für Bitburg-Prüm
  • Zeitung für die Vulkaneifel
  • Zeitung für Bernkastel-Wittlich

ChefredakteureBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gunther Franz: 250 Jahre Trierer Zeitungen. Ausstellungskatalog. Stadtbibliothek, Trier 1995 (Ausstellungskataloge Trierer Bibliotheken, 26, ISSN 0942-7031).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. welt.de
  2. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  3. Neuer Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth im Gespräch mit Lesern (Video/Fotos). Abgerufen am 9. Februar 2018.
  4. Dieter Lintz: Neue Volksfreund-Druckmaschine wird eingeweiht. In: volksfreund.de. 7. Juli 2014. Abgerufen am 20. März 2016.
  5. Gerd Bergmann: Trierischer Volksfreund setzt auf wasserlosen Offsetdruck. In: print.de. 12. Juni 2013. Abgerufen am 20. März 2016: „Ein Vertrag mit Koenig & Bauer (KBA) über die im wasserlosen Offset produzierende Anlage wurde Anfang Juni [2013] unterzeichnet.“
  6. Informationen auf der Website der Rheinische Post Mediengruppe (Memento des Originals vom 9. März 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheinischepostmediengruppe.de
  7. laut IVW (online)
  8. laut IVW, drittes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  10. laut IVW, drittes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)