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Chūō (Tokio)

Bezirk im östlichen Zentrum von Tokyo

Chūō (jap. 中央区, -ku, „Zentralbezirk“/„Bezirk Mitte“) ist einer der 23 Bezirke im Osten der japanischen Präfektur Tokio und liegt im östlichen Zentrum Tokios, der Hauptstadt Japans. Der Bezirk ist neben dem Bezirk Shinjuku im Westen der Stadt eines der Hauptgeschäftszentren von Tokio. Chūō entstand am 15. März 1947 aus dem Zusammenschluss der alten Stadtbezirke Nihombashi und Kyōbashi. In dem Bezirk liegen die berühmte Prachtmeile Ginza und der Tsukiji-Fischmarkt. In Chūō leben 164.064 Einwohner, über 650.000 Pendler und Besucher zählt das Stadtviertel täglich.

Chūō-ku
中央区
Chūō
Geographische Lage in Japan
Chūō (Tokio) (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 40′ N, 139° 46′ OKoordinaten: 35° 40′ 14″ N, 139° 46′ 19″ O
Basisdaten
Fläche: 10,18 km²
Einwohner: 164.064
(1. Juni 2019)
Bevölkerungsdichte: 16.116 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13102-4
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Chūō
Baum: Weide
Blume: Azalee
Rathaus
Adresse: Chūō City Hall
1-1-1, Tsukiji
Chūō-ku
Tōkyō 104-8404
Webadresse: http://www.city.chuo.lg.jp/
Lage Chūōs in der Präfektur Tokio
Lage Chūōs in der Präfektur

GeographieBearbeiten

Chūō liegt im Osten der Präfektur Tokio. Der Bezirk reicht von der Yamanote-Linie und dem Bahnhof Tokio im Westen bis an das rechte Ufer des Sumida. Im Nordosten reicht er bis an den Kanda, im Süden bis an die Bucht von Tokio. Ein Großteil der Fläche von Chūō ist im Laufe der Jahrhunderte durch Neulandgewinnung in der Bucht entstanden, zuletzt das gesamte Gebiet Tsukishima.

Chūō hat seinen Namen („Zentrum“) daher, dass es in der Mitte der alten Stadtbezirke der früheren Stadt Tokio, der heute 23 Bezirke, lag. Die umliegenden Bezirke sind Kōtō, Sumida, Taitō, Chiyoda und Minato.

Stadtteile (Auswahl)Bearbeiten

Der Bezirk Chūō besteht unter anderem aus folgenden Stadtteilen (Für eine vollständige Aufzählung, siehe Liste der Stadtteile des Tokioter Bezirks Chūō):

  • Der frühere Stadtbezirk Nihombashi umfasste den Norden des heutigen Bezirks Chūō. Benannt war er nach der Brücke, die seit der Edo-Zeit den Nullpunkt für die Entfernungsmessung auf allen Straßen in Japan bildete.
  • Im früheren Stadtbezirk Kyōbashi liegen:
    • Nahe am Bahnhof der namensgebende Stadtteil Kyōbashi, der nach der gleichnamigen (nicht mehr existierenden) Brücke benannt ist.
    • Hatchōbori: Standort der Polizeikaserne während der Edo-Zeit
    • Südlich von Yaesu und Kyōbashi liegt Ginza, Tokios Prachtmeile mit großen Kaufhäusern, Läden aller großen Modemarken und edlen Cafés. Benannt ist das Viertel nach der ehemaligen Silbermünze. Auf der Ginza steht auch das berühmte Kabukiza-Theater.
    • Im Südosten Akashichō, Standort des St.-Lukas-Krankenhaus und dem benachbarten Garden Tower Hochhaus.
    • Ganz im Süden am rechten Sumida-Ufer liegen der Hamarikyū Teien, ein öffentlicher Park auf dem Gelände einer früheren Tokugawa-Residenz, und Tsukiji, vor allem bekannt für den großen Tsukiji-Fischmarkt, der die ganze Region versorgt. Außerdem Standort des Jōdo-Shinshū-Tempels Tsukiji Hongan-ji.
  • Östlich der Sumida-Mündung liegt das Neulandgebiet Tsukishima.
    • Tsukishima: berühmt für seine „Monja-Straße“.
    • Harumi: Standort des Harumi-Passagierterminals
    • Kachidoki: Standort der gleichnamigen Brücke über den Sumida

SehenswürdigkeitenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

PolitikBearbeiten

Fraktionen im Parlament
(Stand: 27. Mai 2019)[1]
      
Insgesamt 30 Sitze
  • LDP: 13
  • Kōmeitō: 4
  • KDP: 3
  • Atarashii Chūō („Neues Chūō“; mit Atarashii tō [Regionalpartei]): 2
  • KPJ: 2
  • Sonstige Fraktionen (je ein Mitglied)/Fraktionslose: 6
 
Das Rathaus des Chūō-ku in Tsukiji

Zum Bürgermeister von Chūō wurde bei den einheitlichen Regionalwahlen 2019 der Nori-Unternehmer Taito Yamamoto gewählt. Er setzte sich mit LDP-Kōmeitō-Unterstützung gegen vier Kandidaten für die Nachfolge von Yoshihide Yada durch, der nach acht Amtszeiten nicht mehr kandidierte.[2][3] Gleichzeitig wurden die 30 Mitglieder des Parlaments neu gewählt.[4]

Für das Präfekturparlament bildet der Bezirk einen Einmandatswahlkreis. Bei der Wahl 2017 gewann die ehemalige Bezirksparlamentsabgeordnete Ayumi Saigō den Wahlkreis für Gouverneurin Koikes Tomin First no Kai.

Für das Unterhaus des nationalen Parlaments ist Chūō neben Bunkyō und Teilen von Minato und Taitō Teil des 2017 neu zugeschnittenen 2. Wahlkreises der Präfektur, der 2017 den Liberaldemokraten Kiyoto Tsuji wiederwählte, seit 2012 Amtsinhaber für den alten Wahlkreis 2.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Angrenzende Städte und GemeindenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chūō – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bezirksparlament Chūō: Fraktionen, abgerufen am 8. Juni 2019.
  2. 統一地方選2019 中央区長選. In: NHK Senkyo Web. 22. April 2019, abgerufen am 8. Juni 2019 (japanisch).
  3. 統一地方選2019>東京>中央区長選. In: Tōkyō Shimbun. April 2019, abgerufen am 8. Juni 2019 (japanisch).
  4. 統一地方選2019>東京>中央区議選. In: Tōkyō Shimbun. April 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (japanisch).