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Taitō

Ort in der Präfektur Tokio, Japan

Taitō (jap. 台東区, -ku) ist einer der 23 Bezirke der Präfektur Tokio. Er liegt östlich des Zentrums der japanischen Hauptstadt Tokio.

Taitō-ku
台東区
Taitō
Geographische Lage in Japan
Taitō (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 43′ N, 139° 47′ OKoordinaten: 35° 42′ 46″ N, 139° 46′ 48″ O
Basisdaten
Fläche: 10,08 km²
Einwohner: 208.562
(1. Oktober 2019)
Bevölkerungsdichte: 20.691 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13106-7
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Taitō
Baum: Kirschbaum
Blume: Ipomoea nil
Rathaus
Adresse: Taitō City Hall
4-5-6, Higashi-Ueno
Taitō-ku
Tōkyō 110-8615
Webadresse: http://www.city.taito.tokyo.jp/
Lage Taitōs in der Präfektur Tokio
Lage Taitōs in der Präfektur
Bronzeglocke im Sensō-ji (1692)
Statue von Saigō Takamori im Ueno Park
Fünststöckige Pagode im Sensō-ji

GeschichteBearbeiten

Der heutige Bezirk entstand am 15. März 1947 aus dem Zusammenschluss der früheren Stadtbezirke Asakusa und Shitaya der Stadt Tokio.

AsakusaBearbeiten

Schon in der Edo-Zeit war Asakusa, ein Teilgebiet des heutigen Stadtbezirks Taitō, ein belebtes Shitamachi-Viertel, also eine Gegend der einfachen Leute.

In der Tradition der chinesischen Stadtplanung ist der Nordosten das am wenigsten prestigeträchtige Gebiet, da mythologisch im Nordosten das Reich der Toten lag. Zum Schutz wurden daher Tempel und Schreine im Nordosten errichtet, wie der Sensō-ji (der allerdings einige Jahrhunderte älter ist als Edo) und der benachbart gelegene Asakusa-Schrein. Zusammen sind sie eines der beliebtesten Touristenziele in Tokio. Auch das Vergnügungs- und Bordellviertel Yoshiwara befand sich in Asakusa.

In der Meiji-Zeit und bis in die 1920er Jahre war Asakusa das Vergnügungsviertel Tokios und konnte sich mit westlichen Kinos, Cafés und Nachtclubs mit der Edel-Einkaufsmeile Ginza messen. Das Große Kantō-Erdbeben machte dem jedoch ein jähes Ende, und Asakusa hat sich davon nie wieder erholt.

UenoBearbeiten

Ueno ist das zweite Zentrum des Bezirks; hier war ebenfalls ein Vergnügungsviertel und ein großer kaiserlicher Park, der heutzutage als Ueno-Park der Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Park befindet sich der Ueno-Zoo, und eine Statue des Meiji-Revolutionshelden Saigō Takamori.

Südöstlich des Parks befindet sich der Bahnhof Ueno, ein Shinkansen-Halt und der größte Bahnhof im Norden der Stadt. Nördlich und östlich des Ueno-Parks sind einige der besten Museen und Kunstgalerien der Stadt angesiedelt: Das Nationalmuseum Tokio, das National Science Museum of Japan und das Tokyo Metropolitan Art Museum.

Das Platzen der Bubble Economy („Luftblasen-Wirtschaft“) Anfang der 1990er Jahre und die folgende Wirtschaftskrise hat zu einem starken Anstieg der Obdachlosenzahlen geführt. Seitdem stehen im Ueno-Park die Zelte der Obdachlosen.

Kultur und UnterhaltungBearbeiten

Feste und VeranstaltungenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

PolitikBearbeiten

Fraktionen im Parlament
(Stand: 28. Mai 2019)[1]
       
Insgesamt 32 Sitze
 
Das Rathaus in Higashi-Ueno

Bürgermeister ist seit März 2015 der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Yukuo Hattori. 2019 wurde er mit Unterstützung von LDP und Kōmeitō souverän gegen zwei Kandidaten für eine zweite Amtszeit bestätigt.[2][3] Das regulär 32-köpfige Bezirksparlament wurde gleichzeitig neu gewählt.[4]

Bei Wahlen zum Präfekturparlament ist der Bezirk ein Zweimandatswahlkreis. Bei der letzten Wahl 2017 gingen im Ergebnis beide Sitze an die Tomin First no Kai der Präfekturgouverneurin Yuriko Koike: Masahiro Hosaka und der als Parteiloser mit Tomin-Unterstützung kandidierende Ex-Demokrat Hiroyuki Nakayama setzten sich gegen Kandidaten von LDP, KPJ und einen Unabhängigen durch.[5]

Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet der Großteil von Taitō zusammen mit Bunkyō, Chūō und einem kleinen Teil von Minato den Wahlkreis Tokio 2, den bei der Wahl 2017 mit 45,9 % der Stimmen der Liberaldemokrat Kiyoto Tsuji hielt. Ein Teil des Bezirks im Nordosten gehört seit 2017 zu Tokio 14, dem Wahlkreis der Liberaldemokratin Midori Matsushima.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Angrenzende Städte und GemeindenBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bezirksparlament Taitō: Abgeordnete nach Fraktion, abgerufen am 7. Juni 2019.
  2. 東京・台東区長選 服部氏が再選. In: Mainichi Shimbun. 18. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (japanisch).
  3. 台東区長選、服部氏が新人2人下し再選. In: Sankei Shimbun. 18. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (japanisch).
  4. 台東区議会議員選挙. Wahlaufsichtskommission Taitō, 19. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (japanisch).
  5. Tōkyō Shimbun, Ergebnisse der Präfekturparlamentswahl Tokio 2017: Bezirk Taitō
  6. オーストリア「ウィーン市第1区イネレシュタット」. Taito City, abgerufen am 24. Juli 2016.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Taitō – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien