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Su Bingtian Leichtathletik

Su Bingtian (2016)
Su Bingtian in Rio de Janeiro 2016

Nation China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Geburtstag 29. August 1989 (30 Jahre)
Geburtsort Chaozhou, China
Größe 172 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Disziplin 100-Meter-Lauf
Bestleistung 9,91 s Sport records icon NR.svg
Verein Guangdong Province Athletic Team
Trainer Yuan Guoqiang, Randy Huntington
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Asienspiele 3 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Hallenasienspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Asienmeisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Sommer-Universiade 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Silber0 Peking 2015 4 × 100 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Silber0 Birmingham 2018 60 m
Logo der Asian Games Asienspiele
0Gold0 Guangzhou 2010 4 × 100 m
0Gold0 Incheon 2014 4 × 100 m
0Silber0 Incheon 2014 100 m
0Gold0 Jakarta 2018 100 m
0Bronze0 Jakarta 2018 4 × 100 m
Hallenasienspiele
0Gold0 Hanoi 2009 60 m
Asienmeisterschaften
0Silber0 Guangzhou 2009 4 × 100 m
0Gold0 Kōbe 2011 100 m
0Gold0 Pune 2013 100 m
0Bronze0 Pune 2013 4 × 100 m
0Gold0 Wuhan 2015 4 × 100 m
Logo der FISU Universiade
0Bronze0 Shenzhen 2011 100 m
letzte Änderung: 26. Oktober 2018

Su Bingtian (chinesisch 蘇 炳添 / 苏 炳添, Pinyin Sū Bǐngtiān; * 29. August 1989 in Chaozhou) ist ein chinesischer Sprinter, der sich vor allem auf den 100-Meter-Lauf spezialisiert. Er ist Inhaber der Asienrekorde über 60 Meter in der Halle und 100 Meter im Freien.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Su Bingtian bei den Ostasienspielen 2009 in Hongkong, bei denen er in 10,33 s die Goldmedaille im 100-Meter-Lauf sowie Bronze mit der chinesischen 4-mal-100-Meter-Staffel gewann. Anschließend siegte er bei den Hallenasienspielen in Hanoi in 6,65 s die Goldmedaille im 60-Meter-Lauf. Kurz darauf gewann er mit der Staffel in 39,07 s die Silbermedaille bei den Asienmeisterschaften in Guangzhou. Im Jahr darauf nahm er erstmals an den Asienspielen ebendort teil und siegte dort mit der chinesischen Stafette in 38,78 s vor den Teams aus Taiwan und Thailand. 2011 siegte er in 10,21 s über 100 Meter bei den Asienmeisterschaften und belegte mit der Staffel in 39,33 s Platz vier. Anschließend gewann er in 10,27 s Bronze bei der Sommer-Universiade in Shenzhen. Mit der Staffel qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu und schied mit 38,87 s im Vorlauf aus.

2012 erreichte er bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul über 60 Meter das Halbfinale und schied dort mit 6,74 s aus. Während der Freiluftsaison qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in London, bei denen er mit 10,28 s im Halbfinale über 100 Meter ausschied. Zudem nahm er auch mit der chinesischen Stafette teil und schied trotz neuem Landesrekord von 38,38 s im Vorlauf aus. Im Jahr darauf verteidigte er bei den Asienmeisterschaften im indischen Pune seinen Titel über 100 Meter und gewann mit der Staffel Bronze. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau wurde er im Halbfinale über 100 Meter wegen eines Fehlstarts disqualifiziert und gelangte auch mit der Staffel nicht bis in das Finale. Anfang Oktober siegte er erneut bei den Ostasienspielen in Tianjin über 100 Meter und gewann Bronze mit der Staffel. 2014 wurde er bei den Hallenweltmeisterschaften in Sopot über 60 Meter in 6,52 s Vierter und gewann bei den Asienspielen in Incheon in 10,10 s Silber über 100 Meter sowie in 37,99 s Gold mit der Staffel.

2015 blieb er beim Prefontaine Classic als erster in Asien geborener Läufer mit 9,99 s unter der 10-Sekunden-Marke.[1] Anfang Juni siegte er mit der Staffel bei den Asienmeisterschaften in Wuhan in 39,04 s. Bei den Weltmeisterschaften in Peking stellte er im Halbfinale seine Bestleistung und qualifizierte sich damit als erster Chinese für ein Finale eines Sprintbewerbs. Dort wurde er in 10,06 s Neunter. Am Schlusstag der Meisterschaften gewann er mit der Staffel in der Besetzung Mo Youxue, Xie Zhenye, Su Bingtian und Zhang Peimeng in 38,01 s die Silbermedaille hinter Jamaika. Im Vorlauf stellte das chinesische Quartett mit 37,92 s einen Asienrekord auf. 2016 gelangte er bei den Hallenweltmeisterschaften in Portland erneut in das 60-Meter-Finale und beendete dieses in 6,54 s auf dem fünften Platz. Er qualifizierte sich abermals für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen er mit 10,08 s im Halbfinale ausschied und mit der Staffel mit 37,90 s im Finale Rang vier erreichte.

Bei den IAAF World Relays 2017 auf den Bahamas gelangte die chinesische Mannschaft auf den dritten Rang. Bei den Weltmeisterschaften in London gelangte er erneut in das Finale und wurde dort in 10,27 s Achter. Mit der Staffel gelangte er diesmal in 38,34 s auf den vierten Platz. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham stellte er im Finale über 60 Meter mit 6,42 s einen neuen Asienrekord auf und liegt damit (Stand 2018) auf Platz vier der ewigen Bestenliste. Damit gewann er die Silbermedaille hinter dem US-Amerikaner Christian Coleman. Bei einem Meeting in Madrid und in Paris egalisierte er mit 9,91 s jeweils den Asienrekord über 100 Meter den er nun gemeinsam mit Femi Ogunode innehat.[2] Ende August nahm er zum dritten Mal an den Asienspielen in Jakarta teil und siegte dort mit neuem Meisterschaftsrekord von 9,92 s vor dem Katari Tosin Ogunode und dem Japaner Ryōta Yamagata. Zudem gewann er mit der chinesischen Stafette in 38,89 s die Bronzemedaillen hinter den Mannschaften aus Japan und Indonesien.[3]

2009, 2012 und 2018 wurde Su Chinesischer Meister im 100-Meter-Lauf sowie 2011 Hallenmeister über 60 Meter. Er absolvierte ein Wirtschaftsstudium an der Jinan University in Guangzhou.

Persönliche BestzeitenBearbeiten

  • 100 Meter: 9,91 s (+0,2 m/s), 22. Juni 2018 in Madrid (Asienrekord)
    • 60 Meter (Halle): 6,42 s, 3. März 2018 in Birmingham (Asienrekord)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Su Bingtian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vincent Wu: 9.99 is not the limit for Su (englisch) IAAF. 17. Juni 2015. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
  2. Emeterio Valiente: Sprint records fall in Madrid (englisch) IAAF. 22. Juni 2018. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
  3. Jad Adrian Washif: Su sprints to 100m crown in 9.92 at Asian Games (englisch) IAAF. 26. August 2018. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
  Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Su ist hier somit der Familienname, Bingtian ist der Vorname.