Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schillingen
Schillingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schillingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg-Kell
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 19,59 km2
Einwohner: 1203 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54429
Vorwahl: 06589
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
54427 Kell am See
Website: www.schillingen.de
Ortsbürgermeister: Markus Franzen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Schillingen im Landkreis Trier-Saarburg
LuxemburgSaarlandEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldTrierBescheid (Hunsrück)Beuren (Hochwald)DamflosGeisfeldGrimburgGusenburgHermeskeilHinzert-PölertNaurath (Wald)Neuhütten (Hochwald)RascheidReinsfeldZüschBaldringenGreimerath (bei Trier)HeddertHenternKell am SeeLampadenMandernPaschelSchillingenSchömerichVierherrenbornWaldweilerZerfKanzemKonzNittelOberbilligOnsdorfPellingenTawernTemmelsWasserlieschWawern (Saar)Wellen (Mosel)WiltingenBonerathFarschweilerGusterathGutweilerHerlHinzenburgHolzerathKasel (bei Trier)KorlingenLorscheidMertesdorfMorscheidOllmuthOsburgPluwigRiveris (Gemeinde)Schöndorf (an der Ruwer)Sommerau (an der Ruwer)ThommWaldrachAylFisch (Saargau)FreudenburgIrsch (bei Saarburg)Kastel-StaadtKirfMannebach (bei Saarburg)MerzkirchenOckfenPalzemSaarburgSchodenSerrigTaben-RodtTrassemWincheringenBekondDetzemEnschFell (Mosel)FöhrenKennKlüsserathKöwerichLeiwenLongenLonguichMehring (Mosel)Naurath (Eifel)PölichRiolSchleichSchweichThörnichTrittenheimAach (bei Trier)FranzenheimHockweilerIgel (Mosel)Kordel (Eifel)LangsurNewelRalingenTrierweilerWelschbilligZemmerKarte
Über dieses Bild

Schillingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell an. Schillingen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt im Naturpark Saar-Hunsrück.

Zu Schillingen gehören auch die Wohnplätze Büdelter Hof, Hof Burg Heid, Burg Heider Mühle, Lindenhof, Schillinger Mühle, Tannenhof, Vierherrenhof und Hellberghof.[3]

 
Schillingen, Luftaufnahme (2016)

GeschichteBearbeiten

Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete Schillingen zusammen mit Waldweiler und dem halben Dorf Heddert eine eigene reichsunmittelbare Herrschaft unter der Landeshoheit des Trierer Domkapitels.[4] Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Schillingen zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Die Gemeinde war der Bürgermeisterei Kell im 1816 errichteten Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Rheinprovinz. Seit 1946 ist Schillingen Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schillingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 379
1835 716
1871 736
1905 785
1939 833
Jahr Einwohner
1950 902
1961 1.100
1970 1.263
1987 1.288
2005 1.310

ReligionBearbeiten

Schillingen ist Sitz der katholischen Pfarrei St. Albanus. Die Pfarrei gehört seit einigen Jahren mit den Pfarreien Mandern, Waldweiler und Lampaden sowie der Filialkapelle Heddert zur Pfarreiengemeinschaft Schillingen, zu der zudem noch die Pfarreien Reinsfeld, Kell am See sowie Greimerath, Zerf und Hentern gehören.[5] Schillingen gehört zum Bistum Trier.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Schillingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze
1999 10 6 16 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün ein silbernes Schildchen, darin ein rotes Gänsefußkreuz, flankiert von zwei steigenden, goldenen Drachenschwanzrossen (Pferd mit Drachenschwanz).“

Das Wappen wurde am 14. Juni 1978 genehmigt.

Wappenbegründung: Das Wappen des Domkapitels weist auf die jahrhundertelange Landeshoheit der Trierer Domherren hin. Die beiden Fabeltiere erinnern an eine Besiedlung des Ortes bereits in römischer Zeit. Sie sind einer Abbildung auf einem auf der Gemarkung von Schillingen gefundenen römischen Grabdenkmal nachempfunden. Die Farbe Grün symbolisiert den Waldreichtum.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Baumstamm-Labyrinth
 
Fatima-Kapelle

BauwerkeBearbeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Schillingen

SportanlagenBearbeiten

Die Sport- und Mehrzweckhalle befindet sich neben der Grundschule am Ortsrand. Die Sportanlagen, zwei Fußballplätze sowie drei Tennisplätze, befinden sich außerhalb der Ortslage zwischen Schillingen und Heddert.

Stausee FlonterbachBearbeiten

Zwischen Schillingen und Heddert befindet sich ein kleiner Stausee am Flonterbach mit der Spießbratenhalle, einem Waldspielplatz, einem Baumstammlabyrinth, einem Waldlehrpfad, einem Barfußpfad sowie der Fátimakapelle.

VereineBearbeiten

Sportvereine sind unter anderem der Tennisverein Schillingen Heddert sowie der TuS Schillingen (Fußball, Gymnastik).

Neben den Sportvereinen gibt es mehrere Musikvereine und Chöre.

  • Kirchenchor „Cäcilia“
  • Musikverein „Cäcilia“
  • Männergesangverein „Liederkranz“ Schillingen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Ort lebt neben kleinerem Gewerbe vor allem vom Tourismus und der Landwirtschaft. Arbeitsplätze finden sich zum einen im nahen Bilsteinwerk, zum anderen in Trier. Zwischen Schillingen und Kell liegt das Freibad Hochwald mit einem Campingplatz sowie der Keller Stausee.

Nahe dem Bilsteinwerk in Niederkell befand sich der Bahnhof Schillingen der Ruwertalbahn.

Der Schillinger Panoramaweg ist eine Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Schillingen ist Sitz der Grundschule Schillingen-Kell am See. Die Realschule plus (Hauptschule mit zehnter Klasse) befindet sich in Kell am See.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schillingen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 76 (PDF; 1,9 MB).
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 168, 491
  5. Pfarreiengemeinschaft Schillingen@1@2Vorlage:Toter Link/www.schillingen.pfginfo.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 2. August 2011.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen