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Der RS Spyder ist ein von Porsche nach dem vom Automobile Club de l’Ouest (ACO) aufgestellten Reglement für die Le-Mans-Prototypenklasse LMP2 entwickelter Rennsportwagen.[1] Er wurde Ende des Jahres 2005 von Porsche vorgestellt und wurde ursprünglich exklusiv vom Motorsport-Team Penske Racing in der American Le Mans Series (ALMS) eingesetzt. Das Renndebüt des neuen Porsche Spyder war zunächst für den 1. Oktober 2005 beim 1000-Meilen-Rennen von Road Atlanta geplant, wurde aber auf das 15 Tage später stattfindende 4-Stunden-Rennen von Laguna Seca verlegt.[2]

Porsche
Penske Porsche Utah.jpg
RS Spyder
Produktionszeitraum: 2005–2008
Klasse: Rennwagen
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotor:
3,4 Liter (353 kW)
Länge: 4650 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 1068 mm
Radstand: 2900 mm
Leergewicht: 775 kg

Ab dem Jahr 2007 stand das Fahrzeug auch für Kundenteams zum Kauf bereit. Der Preis für den LMP2-Rennwagen betrug 1,2 Millionen Euro.[3]

Inhaltsverzeichnis

AllgemeinesBearbeiten

Der RS Spyder wird bei Porsche intern als Typ 9R6 bezeichnet und war der erste komplett neu ausschließlich für den Motorsport konzipierte und entwickelte Rennwagen seit dem Le Mans Doppelsieger 911 GT1.[4] Der erste Rollout des Rennwagens erfolgte im Juni 2005 auf der Prüfstrecke in Weissach vom Porsche-Werksfahrer Sascha Maassen, gefolgt vom ersten Testtag auf dem Circuito do Estoril im Juli 2005.[5] Im Rahmen des vom 30. September bis 15. Oktober 2006 stattgefundenen Pariser Auto-Salon präsentierte Porsche der Öffentlichkeit erstmals den weiterentwickelten RS Spyder für die ALMS-Saison 2007.[6]

Chassis und KarosserieBearbeiten

 
Linker Frontscheinwerfer mit „Flap“ (rechts, am Bildrand)

ChassisBearbeiten

Das Chassis ist ein zweisitziges Monocoque, das zusammen mit der angeflanschten Motor- und Getriebeeinheit als tragendes Teil des Fahrzeugs fungiert. Das Monocoque ist mit integrierten Crashstrukturen und Sicherheitstankzelle sowie der vorderen Crashstruktur (Fahrzeugnase) aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CfK, „Carbon“) nach neuesten Erkenntnissen gefertigt. Der Kopfschutz des Fahrers wird über eine Kopfstütze mit Kopfschutz gemäß FIA-Reglement gewährleistet. Um den extremen Verzögerungswerten beim Bremsen standhalten zu können wird der Fahrer von einem 6-Punkt Sicherheitsgurt, der auch für das HANS-System vorbereitet ist, festgehalten.[7]

KarosserieBearbeiten

Über das CfK-Chassis windet sich eine mehrteilige, aus Front-, Seiten- und Heckverkleidung bestehende und sowohl nach aero- als auch nach thermodynamischen Gesichtspunkten ausgelegte Karosserie aus CfK. Die Verkleidung ist analog zur Karosserie als mehrteilige Front-, Seiten- und Heckverkleidung aus CfK/Aramid ausgeführt. Den Karosserieabschluss bildet ein mit 2 verstellbaren Flügelelementen versehener Heckflügel.[8]

Motor und GetriebeBearbeiten

MotorBearbeiten

 
Der 3,4 Liter V8-Motor des RS Spyder. Gut zu erkennen sind die Airbox (oben links, mit „PORSCHE“-Schriftzug), das Getriebe vom Typ GR6 und die Querlenker sowie die beiden Antriebswellen.

Der RS Spyder hat einen ca. 3,4 Liter (3397 cm³) großen 90-Grad-V8-Saugmotor, der gemäß dem LMP2-Reglement von einem 44 mm Durchmesser messenden Luftmengenbegrenzer auf eine Maximalleistung von 353 kW (480 PS) bei 10.300/min eingebremst wird. Seine Literleistung liegt damit bei 103,62 kW (141,3 PS). Der Porsche-intern als Typ MR6 bezeichnete Hochleistungsmotor erreicht sein maximales Drehmoment von 370 Nm bei einer Drehzahl von 7500/min. Die Ansauganlage ist mit Einzeldrosselklappen ausgestattet. Die Öffnungszeiten der 4 Ventile je Zylinder werden von je 2 obenliegenden Nockenwellen (dohc) gesteuert. Die Ölversorgung wird über eine Trockensumpfschmierung mitsamt Öl-Wasser-Wärmetauscher sichergestellt. Die Abgase entweichen über einen offenen Fächerkrümmer.[9]

GetriebeBearbeiten

Die Kraftübertragung übernimmt das mit der Typenbezeichnung Porsche GR6 versehene, sequentielle und geradeverzahnte Klauengetriebe. Das in einem Aluminiumgehäuse untergebrachte Getriebe ist längs eingebaut und als mittragendes Teil in das Fahrzeugchassis integriert. Die Gangwechsel erfolgen elektropneumatisch über am Lenkrad angebrachte Schalter. Um die vorhandenen 353 kW sicher in Vortrieb umzuwandeln ist der RS Spyder noch mit einem mechanischen Sperrdifferential und einer Traktionskontrolle ausgestattet. Für auch unter den harten Rennbedingungen sichere Gangwechsel ist eine 3-Scheiben Kohlenstofffaser-Rennkupplung des Schweinfurter Getriebespezialisten ZF Sachs montiert.[10]

FahrwerkBearbeiten

RadaufhängungBearbeiten

 
Die Front des RS Spyder mit entfernter Frontverkleidung

Die Räder des RS Spyder sind vorn und hinten einzeln an doppelten Dreieckslenkern aufgehängt. Bodenfreiheit, Sturz und Spur sind verstellbar. Die 4-Wege-Feder-Dämpfer-Einheiten mit Drehstabfedern, Dämpfern und einstellbaren Stabilisatoren werden über Druckstangen (so genannte Pushrods) betätigt. Gelenkt wird mit einer servounterstützten Zahnstangenlenkung.[11]

ReifenBearbeiten

Die Verbindung des Wagens zur Straße wird durch Rennreifen der Dimension 29/65/18 (vorne) und 31/71/18 (hinten) hergestellt, die vom Porsche Hauslieferanten und Porsche Carrera Cup und Porsche Supercup Ausrüsters Michelin geliefert werden. Die Slicks des RS Spyder sind an der Vorderachse auf 7,5 kg, an der Hinterachse auf 8,5 kg schweren einteiligen 18-Zoll Leichtmetallrädern mit Zentralverschluss aufgezogen.[11]

BremsenBearbeiten

Für eine standesgemäße Verzögerung auch aus höheren Geschwindigkeiten sind Innenbelüftete Kohlenstofffaser-Bremsscheiben mit Sechskolben-Festsätteln aus Aluminium zuständig. Der maximale Durchmesser der Bremsscheiben von 380 mm an der Vorderachse und 355 mm an der Hinterachse wurde im LMP2-Reglement vorgeschrieben. Betätigt wird die Bremsanlage über einen Doppel-Hauptbremszylinder mit variabler Bremskraftverteilung.[11]

Renneinsätze und RennerfolgeBearbeiten

American Le Mans SeriesBearbeiten

Für die Zuffenhausener war das Saisondebüt des RS Spyder in der LMP2-Klasse ein überaus erfolgreicher Einstand in die American Le Mans Series 2006. Insgesamt konnten 8 von 10 Rennen durch die Porsche-Werksfahrer gewonnen werden. Am Ende der 2006er-Saison standen sowohl der Titel in der Fahrer- als auch in der Teamwertung zu Buche.

 
Beide Penske RS Spyder 2007 in Laguna Seca
 
Einer der beiden Dyson RS Spyder beim Rennen in Road America 2007

Für die ALMS-Saison 2007 wurde eine Ausbaustufe des RS Spyder eingesetzt, die mit mehr Leistung und geringfügig verbesserter Aerodynamik einen weiteren Titelgewinn der Stuttgarter erbringen sollte. Seit Porsches Rückkehr in den Prototypensport wurde mit dem RS Spyder 2006 erstmals wieder eine komplette Saison absolviert. Mit dem erfahrenen Partner Penske Racing wurde Porsche von Rennen zu Rennen stärker, wobei der RS Spyder vor allem auf den engen und kurvigen Pisten über die klassische Distanz von 2:45 Stunden seine konstruktionsbedingten Vorteile ausspielen konnte. So fuhren die beiden in den Farben des Hauptsponsors DHL lackierten Spyder zum Doppelsieg beim dritten Rennen der Saison in Mid-Ohio. Ein Novum in der Geschichte der American Le Mans Series und der gesamten Le-Mans-Prototypen-Kategorie: Niemals zuvor war es zwei Sportprototypen der LMP2-Klasse gelungen, nicht nur die eigenen Konkurrenten in der LMP2, sondern auch die reglementsbedingt leistungsstärkeren Boliden der LMP1-Klasse hinter sich zu lassen.[12] Am Ende der ALMS-Saison 2007 hatte Porsche mit dem Partner Penske Racing ganze 8 Gesamt- und weitere 3 Klassensiege eingefahren. Zudem konnte Porsche zwei weitere RS Spyder an das erste Kundenteam Dyson Racing verkaufen, die ihrerseits die Saison auf dem zweiten Platz in der Teamwertung beendeten.

 
Porsche RS Spyder in den Händen von Klaus Graf beim Petit Le Mans 2009

Begann die American Le Mans Series 2008 zunächst mit einem Doppelsieg für den RS Spyder beim 12-Stunden-Rennen von Sebring, das Porsche zuletzt 1988 gewinnen konnte, erstarkte im Laufe des Jahres zunehmend die Konkurrenz. Mit dem Autohersteller Acura war bereits 2007 ein neuer Wagen in die Klasse eingetreten. Vor allem der von David Brabham und Scott Sharp pilotierte Acura ARX-01b holte schnell auf Titelverteidiger Timo Bernhard und Romain Dumas auf. Vor dem vorletzten Lauf in Road Atlanta war der Vorsprung in der Teamwertung auf 11 Zähler geschrumpft und Highcroft Racing bereits am Kundenteam Dyson Racing vorbeigezogen. Roger Penske brachte daher zum Petit Le Mans einen weiteren RS Spyder an den Start. Die beiden Fahrer Ryan Briscoe und Hélio Castroneves beendeten ihren ersten gemeinsamen Einsatz als Klassensieger der LMP2. Dahinter folgten drei weitere RS Spyder von Penske und Dyson Racing, während Hauptkonkurrent Highcroft ausfiel. Somit verteidigte Penske zwei Jahre in Folge die Team- und Fahrermeisterschaft der LMP2 und zog sich am Ende der Saison aus der American Le Mans Series zurück. Auch Teameigner Rob Dyson trat 2009 nicht mit dem RS Spyder an, sondern bevorzugte stattdessen einen Einsatz als Werksteam für Mazda. Jedoch veräußerte Dyson eines seiner beiden Vorjahresfahrzeuge an Greg Pickett, der zusammen mit Klaus Graf an den verbleibenden vier US-Läufen der Meisterschaft teilnahm. An die Vorjahresergebnisse von Penske und Dyson konnte das Team indes nicht anknüpfen. Erzielten dennoch in der stark geschrumpften Klasse mehrere Podiumsplatzierungen.

In der Winterpause 2009/2010 wurde die Unterstützung des RS Spyder von Porsche eingestellt. Lediglich das Fahrzeug von Cyptosport wird weiterhin betreut.[13] So nahm Klaus Graf, Gref Pickett und der ehemalige Porsche-Werksfahrer Sascha Maassen am 12-Stunden-Rennen von Sebring teil. In der weiterhin schwach besetzten Prototypenkategorien, konnte das Trio mit dem vierten Gesamtrang erneut einen Klassensieg für den Wagen einfahren.

Le Mans Series und Le MansBearbeiten

Der Einstand des RS Spyder auf europäischen Boden hatte der Wagen beim 1000-km-Rennen von Katalonien der Le Mans Series. Insgesamt drei Teams meldeten sich in der Saison 2008 mit jeweils einem Wagen in der Serie an. So gewannen Jos Verstappen und Peter Van Merksteijn den ersten Lauf in ihrer Klasse. Bis zum Jahresende gewann der RS Spyder von Van Merksteijn Motorsport vier der fünf 1000-km-Rennen und somit die Team- und Fahrermeisterschaft, dabei qualifizierte Verstappen den Wagen bei jedem Rennen im vorderen Mittelfeld der leistungsstärkeren Prototypen der LMP1-Kategorie. Aber auch der Lauf in Monza ging mit Team Essex an ein Porsche-Kundenteam.

Darüber hinaus gewann Horag Racing, der dritte RS Spyder der Saison, die klassenunabhängige ausgetragene Michelin Energy Endurance Challenge als energiesparendster Rennwagen der ganzen Serie. Beim meisterschaftsunabhängigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans traten zwei der drei europäischen Teams an, die nach 354 und 347 Runden als Doppelsieger der LMP2-Kategorie abgewinkt wurden. Dabei siegten der spätere LMP2-Meister Jos Verstappen zusammen mit Jeroen Bleekemolen und Peter Van Merksteijn vor dem RS Spyder von Team Essex, gefahren von Casper Elgaard, John Nielsen und Porsche-Werksfahrer Sascha Maassen.

Trotz gute Resultate schrieb sich 2009 keines der Teams für eine weitere Saison ein, lediglich Team Essex fuhr beim 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps als Vorbereitung für das folgende 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Die Fahrer Elgaard, Kristian Poulsen und Emmanuel Collard gewannen in beiden Läufen die Wertung der LMP2. In Le Mans sah es zudem lange nach einem Doppelsieg für den RS Spyder aus. Jedoch verunglückte Seiji Ara rund eine Stunde vor Rennende schwer. Er und seine Teamkollegen Keisuke Kunimoto und Sascha Maassen hatten zu dem Zeitpunkt bereits 339 Runden absolviert, das trotz des Unfalls für einen Podiumsplatzierung in der LMP2-Klasse ausgereicht hätte.

Tabelle aller RennsiegeBearbeiten

Jahr Ergebnis Rennserie Rennveranstaltung Team Fahrer
2005[14] Klassensieger ALMS Monterey Sports Car Championships Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Lucas Luhr
Deutschland  Sascha Maassen
2006[15] Gesamtsieger ALMS American Le Mans in Mid-Ohio Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Timo Bernhard
Frankreich  Romain Dumas
Klassensieger ALMS New England Grand Prix Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Timo Bernhard
Frankreich  Romain Dumas
Klassensieger ALMS Utah Grand Prix Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Lucas Luhr
Deutschland  Sascha Maassen
Klassensieger ALMS Road America 500 Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Sascha Maassen
Deutschland  Timo Bernhard
Klassensieger ALMS Grand Prix von Mosport Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Lucas Luhr
Frankreich  Romain Dumas
Klassensieger ALMS Petit Le Mans Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Sascha Maassen
Deutschland  Timo Bernhard
Frankreich  Emmanuel Collard
Klassensieger ALMS Monterey Sports Car Championships Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Lucas Luhr
Frankreich  Romain Dumas
2007[16] Klassensieger ALMS Sports Car Challenge von St. Petersburg Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Sascha Maassen
Australien  Ryan Briscoe
Gesamtsieger ALMS ALMS Grand Prix von Long Beach Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Gesamtsieger ALMS Lone Star Grand Prix Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Gesamtsieger ALMS Utah Grand Prix Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Sascha Maassen
Australien  Ryan Briscoe
Gesamtsieger ALMS Northeast Grand Prix Vereinigte Staaten  Penske Racing Deutschland  Sascha Maassen
Australien  Ryan Briscoe
Gesamtsieger ALMS Sports Car Challenge von Mid-Ohio Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Gesamtsieger ALMS Road America 500 Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Gesamtsieger ALMS Grand Prix von Mosport Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Gesamtsieger ALMS Detroit Sports Car Challenge Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Klassensieger ALMS Petit Le Mans Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Vereinigte Staaten  Patrick Long
Klassensieger ALMS Monterey Sports Car Championships Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
2008[17][18] Gesamtsieger ALMS 12-Stunden-Rennen von Sebring Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Frankreich  Emmanuel Collard
Klassensieger ALMS Sports Car Challenge von St. Petersburg Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Klassensieger LMS 1000 km Catalunya Niederlande  Van Merksteijn Motorsport Niederlande  Peter van Merksteijn senior
Niederlande  Jos Verstappen
Klassensieger LMS 1000 km Monza Danemark  Team Essex Danemark  Casper Elgaard
Danemark  John Nielsen
Klassensieger LMS 1000 km Spa-Francorchamps Niederlande  Van Merksteijn Motorsport Niederlande  Peter van Merksteijn senior
Niederlande  Jos Verstappen
Gesamtsieger ALMS Grand Prix von Utah Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Klassensieger - 24-Stunden-Rennen von Le Mans Niederlande  Van Merksteijn Motorsport Niederlande  Peter van Merksteijn senior
Niederlande  Jeroen Bleekemolen
Niederlande  Jos Verstappen
Klassensieger ALMS Sports Car Challenge von Mid-Ohio Vereinigte Staaten  Penske Racing Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Timo Bernhard
Klassensieger LMS 1000 km Nürburgring Niederlande  Van Merksteijn Motorsport Niederlande  Jos Verstappen
Niederlande  Jeroen Bleekemolen
Klassensieger LMS 1000 km Silverstone Niederlande  Van Merksteijn Motorsport Niederlande  Peter van Merksteijn senior
Niederlande  Jos Verstappen
Klassensieger ALMS Petit Le Mans Vereinigte Staaten  Penske Racing Brasilien  Hélio Castroneves
Australien  Ryan Briscoe
2009[19] Klassensieger LMS 1000 km Spa-Francorchamps Danemark  Team Essex Danemark  Casper Elgaard
Danemark  Kristian Poulsen
Frankreich  Emmanuel Collard
Klassensieger - 24-Stunden-Rennen von Le Mans Danemark  Team Essex Danemark  Casper Elgaard
Danemark  Kristian Poulsen
Frankreich  Emmanuel Collard
2010[20] Klassensieger ALMS 12-Stunden-Rennen von Sebring Vereinigte Staaten  Muscle Milk Team Cytosport Vereinigte Staaten  Greg Pickett
Deutschland  Klaus Graf
Deutschland  Sascha Maassen
Gesamtsieger ALMS Northeast Grand Prix Vereinigte Staaten  Muscle Milk Team Cytosport Vereinigte Staaten  Greg Pickett
Deutschland  Klaus Graf
Gesamtsieger ALMS Grand Prix von Mosport Vereinigte Staaten  Muscle Milk Team Cytosport Frankreich  Romain Dumas
Deutschland  Klaus Graf

* Fetter Text (in der Spalte „Rennveranstaltung“) steht für die Pole-Position
* Kursiver Text (in der Spalte „Rennveranstaltung“) steht für die schnellste Rennrunde

Technische DatenBearbeiten

Porsche RS Spyder: Daten
Motor:  8-Zylinder-V-Motor (Viertakt) (Typ MR6)
Hubraum:  3397 cm³
Bohrung × Hub: 
Leistung bei 1/min:  353 kW (480 PS) bei 10300
Max. Drehmoment bei 1/min:  370 Nm bei 7500
Verdichtung: 
Ventilsteuerung:  4 Ventile pro Zylinder, je 2 obenliegende Nockenwellen (DOHC)
Kühlung:  Öl-Wasserkühlung
Getriebe:  6-Gang-Getriebe, Sperrdifferential und Traktionskontrolle, Hinterradantrieb,
3-Scheiben Kohlenstofffaser-Rennkupplung
Bremsen:  Scheibenbremsen (innenbelüftet) aus kohlenstofffaserverstärkten Bremsscheiben
Radaufhängung vorn:  Doppeldreieckslenker, in Höhe, Sturz und Spur verstellbar
Radaufhängung hinten:  Doppeldreieckslenker, in Höhe, Sturz und Spur verstellbar
Federung vorn:  Über Druckstangen betätigte 4-Wege Feder-Dämpfer-Einheiten, Drehstabfedern
Federung hinten:  Über Druckstangen betätigte 4-Wege Feder-Dämpfer-Einheiten, Drehstabfedern
Karosserie:  2-sitziges Monocoque aus CfK
Spurweite vorn/hinten: 
Radstand
Reifen/Felgen:  Einteilige 18-Zoll Leichtmetallräder (vorne : 29 × 65 × 18 / hinten : 31 × 71 × 18)
Maße L × B × H:  4650 × 2000 × 1068 mm
Leergewicht 775 kg (ohne Fahrer und ohne Kraftstoff)
Höchstgeschwindigkeit:  290 km/h

LiteraturBearbeiten

  • Tim Upietz, Ulrich Upietz: „Porsche RS Spyder 2008“, Gruppe C Motorsport Verlag, Duisburg 2008, ISBN 3-928540-56-4
  • Tim Upietz, Ulrich Upietz: „Porsche RS Spyder - Limited Edition“, Gruppe C Motorsport Verlag, Duisburg 2007, ISBN 3-928540-52-1
  • auto motor und sport, Heft 14, 22. Juni 2005, S. 154. Auf ein Neues – Neuer Porsche-Rennsportwagen für die American Le Mans Series
  • auto motor und sport, Heft 20, 14. September 2005, S. 196–199 und 200. Test-Bild – Mit dem RS Spyder will Porsche an seine glorreiche Geschichte bei Sportwagen Rennen anknüpfen

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mühlberger, Claus: AUF EIN NEUES – Neuer Porsche-Rennsportwagen für die American Le Mans Series. In: „auto, motor und sport“, Heft 14, 22. Juni 2005, S. 154.
  2. Mühlberger, Claus: TEST-BILD – Sportwagen, der neue Porsche RS Spyder für die ALMS. In: „auto, motor und sport“, Heft 20, 14. September 2005, S. 196–198 und 200.
  3. Porsche RS Spyder: Geld-Fieber. auto-motor-und-sport.de, 19. Dezember 2006, abgerufen am 16. August 2012: „In der amerikanischen Le Mans-Serie hat der Porsche RS Spyder mit sieben Klassensiegen und einem Gesamtsieg einen tollen Einstand gefeiert. Wir fuhren den 1,2-Millionen-Euro-Renner.“
  4. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder – Technik & Konzept (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 09:25 Uhr
  5. Ulrich Upietz: Porsche Sport 2005.2005, S. 22
  6. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: RS Spyder für Saison 2007 (Memento vom 6. November 2006 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 08:45 Uhr
  7. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder / Chassis (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 07:25 Uhr
  8. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder / Karosserie (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 07:35 Uhr
  9. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder / Motor (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 06:30 Uhr
  10. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder / Kraftübertragung (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 06:55 Uhr
  11. a b c Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Porsche RS Spyder / Fahrwerk (Memento vom 23. Februar 2007 im Internet Archive) Auf: www.porsche.de. 27. Dezember 2006, 08:25 Uhr
  12. Americanlemans.de: HAT PORSCHE SICH VERRECHNET? (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) Auf: www.americanlemans.de. 30. Dezember 2006, 18:25 Uhr
  13. Quirmbach, Guido: Der letzte RS Spyder Auf: www.speedweek.de. 16. Februar 2009, 16:58 Uhr
  14. 2005 AMERICAN LE MANS SERIES CHAMPIONSHIP POINTS (PDF) In: American Le Mans Series. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  15. Final 2006 American Le Mans Series championship points (PDF) In: American Le Mans Series. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  16. 2007 AMERICAN LE MANS SERIES CHAMPIONSHIP FINAL POINT STANDINGS (PDF) In: American Le Mans Series. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  17. 2008 AMERICAN LE MANS SERIES CHAMPIONSHIP FINAL POINT STANDINGS (PDF) In: American Le Mans Series. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  18. LE MANS SERIES 2008 TEAMS OVERALL CLASSIFICATION BY CLASS (PDF; 58 kB) In: European Le Mans Series. Archiviert vom Original am 18. September 2013. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  19. Le mans series 2009 drivers overall classification by class (PDF; 17 kB) In: European Le Mans Series. Archiviert vom Original am 1. September 2014. Abgerufen am 25. Februar 2012.
  20. 2010 AMERICAN LE MANS SERIES PRESENTED BY TEQUILA PATRÓN FINAL CHAMPIONSHIP POINT STANDINGS (PDF) In: American Le Mans Series. Abgerufen am 25. Februar 2012.